Nanotechnologie: Physiker beweisen 35 Jahre alte theoretische Voraussage
Der Physiker Willis Lamb entdeckte 1947 die nach ihm benannte Lamb-Verschiebung, eine Änderung der Schwingungsfrequenz von Elektronen. Sie entsteht durch Reabsorbierungsprozesse einfallender Lichtteilchen und bewirkt, dass eine Gruppe von Atomen sich anders verhalten muss, als ein einzelnes Atom.
Mit einer neuartigen Messmethode gelang es Wissenschaftlern verschiedener Kernforschungszentren nun, theoretische Voraussagen über die Größenordnung der Lamb-Verschiebung experimentell zu beweisen. Dazu benutzte man eine Gruppe von Eisen-57-Atomen, die zwischen zwei Platinspiegeln angeordnet waren.
Die Eisenatome wurden danach mit energiereicher Röntgenstrahlung beschossen, woraufhin die Lamb-Verschiebung - verstärkt durch die Spiegel - deutlich hervortrat. Die gesammelten Messdaten des Experiments stimmen mit den theoretischen Voraussagen völlig überein, wie nachfolgende Berechnungen zeigten.