Neue Analysen belegen Sturzfluten auf dem Saturnmond "Titan"
Die Sonde "Cassini" tastete bereits mehrmals die Oberfläche des größten Saturnmondes "Titan" mit Radarstrahlen ab. Dabei fielen einige kanalartige Strukturen auf, die die Radarstrahlen besonders gut reflektierten - vor allem die südlichen Hänge einer Region, die auf den Namen "Xanadu" getauft wurde.
Neue Analysen deuten darauf hin, dass dort ähnliche Erosionsprozesse ablaufen, wie auf der Erde, wo sie für die Entstehung rundlicher Kiesel in Flussbetten verantwortlich sind. Auf dem Saturnmond bestehen die "Kiesel" aber wahrscheinlich aus Wassereis, das von Kohlenwasserstoffen umflossen wird.
Die Größe der abgerundeten Wassereisbrocken variiert, Berechnungen zufolge, zwischen wenigen Zentimetern und einem Meter. Nahaufnahmen ähnlicher Strukturen hatte bereits die zum Cassini-Projekt gehörende Landesonde "Huygens" gemacht, die im Jahr 2005 auf der Oberfläche des Mondes aufsetzte.