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Leiche eines schweizer Bergsteigers bei Müllräumaktion am Mount Everest gefunden

Bei einer Müllräumaktion auf dem Mount Everest wurde nun die Leiche des 2008 verstorbenen schweizer Bergsteigers Gianni G. gefunden. Der Schweizer war beim Abstieg an Erschöpfung gestorben, nachdem er zuvor den Gipfel ohne zusätzlichen Sauerstoff erreicht hatte.

Seit Ende April sind 20 Nepalesen damit beschäftigt, zurückgelassenen Abfall von Bergsteigern aufzusammeln. Erklärtes Ziel sei aber auch die Bergung von verstorbenen Bergsteigern in der Todeszone ab einer Höhe von 8.000 Metern.

Organisator Chakra Karki gab in seinem Blog an, dass man bereits ab 6.000 Metern Höhe viel Müll vorgefunden habe. Der gesammelte Müll soll zu einer Ausstellung zusammengetragen werden, um Bergsteiger mit ihrem zurückgelassen Müllberg zu konfrontieren.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Leiche, Schweizer, Müll, Bergsteiger, Abfall, Mount Everest
Quelle: www.rp-online.de

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12.05.2010 06:11 Uhr von W.Marvel
 
+8 | -1
 
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Hier der Link zu dem Blog der Organisation, die die Müllräumaktion durchführt: http://extremeeverest.wordpress.com/ Wie man dort lesen kann, ist für den heutigen Tag die Bergung der Leiche des russischen Bergsteigers Duganov Sergey geplant.
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12.05.2010 06:40 Uhr von MOTO-MOTO
 
+17 | -1
 
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Schon heftig dass eine der letzten Herausforderungen des Menschen derart zugemüllt wird.

Es ist mir aber auch ein Rätsel, warum die mit allen möglichen Ausrüstungsegenständen versehenen Bergsteiger nicht daran denken einen Bergungssender mitzunehmen. Der kann doch schon im kleinen Format seit Jahren (u. a. für potentielle Lawinenopfer) erworben werden.
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12.05.2010 07:54 Uhr von midn8
 
+11 | -0
 
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@autor: kleiner technischer einwurf, die so genannte Todeszone beginnt bei den ganz Großen bereits auf ca. 7000 Metern über nN.
Sie heißt so, SEHR vereinfacht ausgedrückt, da man sich allein zum Beispiel durch stillsitzen und Atmen nicht mehr regenerieren kann.
Soll heissen, der Sauerstoffpartialdruck in den Lungenbläschen sinkt unter den kritischen Wert von 30 bis 35 mmHg. Ab hier findet kein Austausch Lunge <-> Blut <-> Zellen mehr statt. Dadurch baut JEDER Körper mehr oder weniger rapide ab was als Folge natürlich den Tod hat.
Die Zeiten des Abbaus und die schwere der Schäden (speziell auch Hirn) varieert natürlich.

@News: die Sherpa die diese Arbeit immer wieder machen schleppen meines Wissens (wenn ich mich an die Zahlen korrekt erinnere) jedes Mal zwischen vier und neun Tonnen Abfall herunter. Zelte, Sauerstoffflaschen und so weiter.

2001 oder 2000 erhielten die Sherpa 15 oder 16 Mark (D-Mark) für das Kilogramm Müll.
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12.05.2010 09:28 Uhr von Grauezelle
 
+11 | -0
 
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@moto-moto: Auf dem Mount Everest rettet dich keiner. Da hilft auch kein Bergungssender.
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12.05.2010 09:32 Uhr von |sAs|
 
+9 | -0
 
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Gianni: ist im Rahmen einer schweizer Expedition gestorben. Obwohl sein Sherpa sein Leben riskierte um Giannis Leben zu retten, war es aussichtslos. Gianna hatte sich unter anderem entschieden OHNE Sauerstoff aufzusteigen.

http://www.youtube.com/...

Zum Müll sei zu sagen dass die Nepalesische Regierung mittlerweile nur Besteigungen anerkennt, wenn nebst climbing permit auch der gesamte Müll wieder mit nach unten genommen wurde. Bei Besteigungen von chinesischer Seite wird das meines Wissens nach nicht so genau genommen.

Zum technischen Einwurf sei zu sagen dass tatsächlich der Everest ein verhältnissmäßig leichterer Berg ist ( im Vergleich zu anderen 8000ern) - speziell Nanga Parbat oder Annapurna.
Der Großteil der Todesfälle ereignet sich nicht aufgrund von Stürzen oder Lawinen, sondern wegen den verschiedensten Höhenkrankheiten, wie Schneeblindheit oder Hirn und Lungenödeme. Dazu kommt wie bereits angesprochen, die "Benebelung" durch den Sauerstoffmangel: Du weißt nicht mehr was du tust, und alles was du willst ist endlich diesen Berg zu bezwingen. Wenn du dann merkst dass du es nicht mehr schaffst fängst du an zu bivakieren, die meisten stehen dann aber ohne fremde Hilfe nicht mehr auf.
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12.05.2010 10:15 Uhr von W.Marvel
 
+3 | -0
 
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@midn8 & sAs: Vielen Dank für den Hinweis.

Ich habe gerade die News-Checker um Änderung gebeten. Ich hoffe, dass bald in der News statt "..., die bei 8.000 Metern Höhe beginnt." dann "... ab einer Höhe von 8.000 Metern." geschrieben steht. Denn die Höhe von 8.000 Metern wird so von der Organisation angegeben, wobei dies ja nicht der Beginn der Todeszone darstellen muss.

[ nachträglich editiert von W.Marvel ]
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12.05.2010 11:00 Uhr von midn8
 
+1 | -1
 
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@marvel @sas: @sas: danke für die Ergänzung. Natürlich korrekt!

@Marvel: passt schon! war ja auch keine Kritik sondern eher ein Zusatz
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12.05.2010 20:21 Uhr von jsbach
 
+0 | -1
 
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Keine Rüge an der: News, aber ein "schweizer" wird immer groß geschrieben.
ein deutscher Bergsteiger ein Schweizer Bergsteiger...
Mal in Word ausprobieren...
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13.05.2010 01:30 Uhr von aral
 
+1 | -0
 
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@jsbach: Vielleicht in *Schwitzerdütsch* :)

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