11.05.10 14:49 Uhr
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Amerika steckt noch tiefer in der Schulden-Katastrophe als Europa

Während in Europa versucht wird, die Schulden der Staaten zu bekämpfen und zu minimieren, steuern die USA in einem raschen Tempo auf den Staatsbankrott zu. Die 1989 installierte "National Debt Clock" am Times Square fing damals mit der Angabe von 2,7 Billionen Dollar an und zeigt inzwischen eine unglaubliche Zahl von fast 13 Billionen Dollar.

Doch gegen die Schulden wird nichts unternommen. Sie gehören zum "American Way of Life", denn schon lange ist das Land mit Schulden belastet - bereits 1791 waren es rund 75 Millionen Dollar Schulden. Die Gläubiger sind u.a. China, Japan, Brasilien, sowie Konzerne und Wall-Street-Banken.

Bis auf eine Ausnahme waren die USA immer ziemlich hoch verschuldet: 1835 gingen die Schulden beinahe auf Null, durch eine Finanzkrise zwei Jahre später machte der Staat jedoch schon wieder rote Zahlen. Das größte Problem dabei ist, dass einige kurzfristige Kredite auslaufen - im Wert von rund 1,6 Billionen Dollar.


WebReporter: Eras0r
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Europa, Amerika, Schuldenkrise, Haushaltsmisere
Quelle: www.spiegel.de

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11.05.2010 14:49 Uhr von Eras0r
 
+6 | -0
 
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In der Quelle stehen noch mehr Informationen, die ich aufgrund von Platzmangel leider nicht unterbringen konnte. Noch eine wichtige Zahl: Das aktuelle Haushaltsdefizit liegt bei rund 1,4 Billionen Dollar.
Die USA muss sehr schnell etwas hiergegen unternehmen, denn ein Kollaps des Giganten wurde die weltweite Wirtschaft fatal in den Abgrund stürzen lassen.
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11.05.2010 15:06 Uhr von LoneZealot
 
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@ bertl058: Dann kommt die DM wieder und der Sprit kostet auf einmal über 3 DM/Liter und eine Gurke 2DM. Wird ein schöner Schock für die Verbraucher.
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11.05.2010 15:10 Uhr von marmai
 
+11 | -0
 
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Die gehen nicht Pleite: die haben noch genug Druckerschwärze und Papier.
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11.05.2010 15:20 Uhr von TrangleC
 
+12 | -0
 
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Leider müssen die USA da nicht viel unternehmen. Der Petro-Dollar-Zyklus erlaubt es ihnen immer so weiter zu machen.

Der Umstand dass Öl nur in Dollar bezahlt werden kann bedeutet dass die Welt erst Dollars bei den Amis kaufen muss um dann damit Öl kaufen zu können. Die Dollars die die Amis verkaufen haben garkeinen Wert wenn sie extra dafür "gemacht" werden. Die Amis verkaufen praktisch wertloses Papier, bzw. bezahlen die Waren die sie in der Welt einkaufen (zB. deutsche Autos, chinesisches Plastikspielzeug, indische Textilien oder russisches Erz) mit wertlosem Papiergeld das sie einfach nach belieben herzaubern ohne einen eigenen Gegenwert dafür geschaffen haben zu müssen. Die Empfänger dieser aus dem Nichts kommenden Dollars kaufen dann damit bei den Ölscheichs Öl und die Ölscheichs nehmen dann dieses Geld, dem inzwischen durch den Gegenwert der vom Rest der Welt erzeugten Waren und durch das Öl plötzlich ein Wert verliehen wurde und zahlen es auf amerikanische Banken ein oder investieren in die amerikanische Wirtschaft. Der Kreislauf ist vollendet.

Wenn ein normales Land, das diese bizarre Möglichkeit nicht hat seine Schulden bekämpfen muss und dazu neues Geld erzeugt, ist es gezwungen eine Inflation in Kauf zu nehmen, weil man ja normalerweise nicht einfach neues Geld drucken kann das nicht einen realen Gegenwert, den man selbst zuerst erzeugt hat, repräsentiert.
Der Petro-Dollar-Zyklus erlaubt es den Amerikanern aber genau das zu tun. Die drucken einfach wertloses Geld ohne eine Inflation zu riskieren, weil andere für sie den Wert dieses Geldes erzeugen.

Wer diesen Zaubertrick beherrscht, dem können seine Schulden tatsächlich ziemlich egal sein.
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11.05.2010 15:21 Uhr von hpo78
 
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bertl: Also ich weis nicht ob ich
a) der Bild das Thema zutraue
b) dem Gespür eines US-Spekulanten traue

und ferner c) der Aussage eines US-Spekulanten zum Euro traue, der von der Bild befragt wurde....was hat der von einem starken Euro?! Und wie authentisch ist das Gedruckte ?!

[ nachträglich editiert von hpo78 ]
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11.05.2010 15:27 Uhr von maki
 
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Nach Ansicht einiger Dummbratzen würde das: ja bedeuten, dass die USA seit vielen Jahrzehnten von den "Kommunisten" regiert werden...
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11.05.2010 16:22 Uhr von stitch
 
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Bertl, Trangle: Bertl

Das ist Psychologie. Der Typ MUSS das behaupten um den Euro unter Druck zu bringen. Darauf spekuliert er schließlich. Wenn du ein gebrauchtes Auto kaufen willst, dann erzählst du dem Verkäufer bestimmt auch nicht, wie toll die Karre ist, oder?

Trangle

Man muß Öl nicht zwingend in USD kaufen, nur bei der OPEC muß man das. Es gibt aber Länder, die den Euro akzeptieren.
http://de.wikipedia.org/...
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11.05.2010 16:36 Uhr von gehirntumor001
 
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Oh mann Wie oft hab ich das nicht schon gesagt, die absoluten zahlen sind nicht so wichtig!?

STAATSSCHULDEN WERDEN RELATIV ZUM BIP BERECHNET!!!

Und wenn man dann vergleicht, steht deutschland und die eurozone genauso beschissen da, wie die USA...

Hier mal eine kleine übersicht mit ein paar ländern und dessen staatsschulden:
- Japan 189,8%
- Italien 115,6%
- Griechenland 115,1%
- Belgien 96,7%
- USA 82,9%
- Eurozone 78,7%
- Frankreich 77,6%
- Deutschland 73,2%
- England 68,1%
- Irland 64%
- Spanien 53,2%
- Finnland 44%
- Schweden 42,3%
- Schweiz 41,3%
- Estland 7,2%

So kann sich jeder selbst einen eindruck machen! Es gilt im allgemeinen die regel, alles über 60% staatsschulden ist kritisch...

Übrigens, das es den USA nicht super geht ist klar, aber in deutschland und europa ist die lage genauso dramatisch, nur mit dem unterschied das die USA eine politische führung hat die mit krisen umgehen kann und für vertrauen auf den märkten sorgt!
In Europa muss anscheinend nur das schwächste glied abreissen und schon fällt das gesamte kartenhaus was sich Euro nennt in sich zusammen!
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11.05.2010 21:27 Uhr von gehirntumor001
 
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Nachtrag: Ich habe soeben die prognosen von der EU kommision gesehen für die staatsverschuldung für 2010... Hier die top10:

- Griechenland 124,9%
- Italien 116,7%
- Belgien 101,2%
- Portugal 84,6%
- Irland 82,9%
- Frankreich 82,5%
- Deutschland 76,7%
- Österreich 73,9%
- Malta 70,9%
- Spanien 66,3%

Damit wird voraussichtlich die verschuldung der Eurozone bei 84% ende des jahres 2010 betragen... Nochmal zum vergleich in 2009 lag die verschuldung der eurozone bei 78,7%!
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12.05.2010 04:10 Uhr von Klassenfeind
 
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Jetzt ist mir schwindlig bei den Zahlen und den Nullen...

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