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Nigeria: Muslime fühlen sich von christlichem Präsidenten bedrängt

Der frühere muslimische Präsident Yar´Adua von Nigeria starb und es besetzte ein neuer Mann dieses Amt. Doch Muslime im Land sehen hier ein Problem: Der neue Präsident Zumal Jonathan gehört der christlichen Religion an. Die größtenteils im Norden lebenden Muslime sehen sich nun deshalb bedrängt.

Außerdem beäugen sie auch die immer wirtschaftlich einflussreicher werdenden Christen im Süden des Landes kritisch. Nun verlangen sie, dass der neue Präsident, wie üblich, einen Muslimen als Stellvertreter ernennt. Damit wollen sich die Muslime Einfluss bis zur nächsten Wahl in elf Monaten sichern.

In Nigeria drohen sich die Konflikte zwischen den zwei Religionen zu verstärken. Es gab sogar bereits einige Massaker. Auch wurde schon vor Jahren im Norden des Landes das Sharia-Recht ausgerufen. Desweiteren wird das Land von den Al-Kaida bedroht, welche alles daran setzen, einen Bürgerkrieg anzuzetteln.


WebReporter: H311dr1v0r
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Nigeria, Moslem, Bürgerkrieg
Quelle: www.dw-world.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.05.2010 23:30 Uhr von bangemann
 
+7 | -2
 
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gute News: Soweit ich weiß, ist es in Nigeria üblich dass sich muslimische und christliche Präsidenten abwechseln.
Der letzte Präsident war ein Muslim.
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11.05.2010 00:02 Uhr von azru-ino
 
+1 | -2
 
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Wie: wärs, wenn man das Land einfach in Nord und Süd aufteilt? Ich weiss, dass das nicht leicht ist, aber wenn man die ganzen Konflikte bedenkt wäre es wohl doch besser. Tja, das sind die Folgen des Kolonialismus. Am Ende hat man einfach Linien über Afrika gezogen und Nationen gegründet, in denen sich welche aufhalten, die sich überhaupt nicht ausstehen können.
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11.05.2010 00:06 Uhr von bangemann
 
+10 | -1
 
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@azuro: da wäre der Norden sicher nicht einverstanden. Die Bodenschätze (Öl) liegen nämlich im Süden.

Der Norden hat nicht viel Außer Menschenmassen und die Scharia.
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11.05.2010 09:25 Uhr von misantroph
 
+1 | -6
 
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auch wieder: sehr einseitig formuliert. als ob die muslime mal wieder die spielverderber wären, die mit einer christlichen herrschaft nicht klar kommen. in nigeria metzeln muslime christen ab und christen muslime, muslime muslime und christen christen, die eine ethnische gruppe die andere, die ärmeren die reicheren und die reicheren die ärmeren. ist übrigens schon mal jemandem aufgefallen, dass armut immer mit radikalisierung einher geht? und je schlechter die wirtschaftliche lage und das leid der bevölkerung ist, desto eher gibt man sich demagogen hin. dieses land ist schon lange im chaos versunken, da darf sich doch niemand enrsthaft wundern, wenn leute die scharia toll finden, von der sie sich zumindest klare regeln und ordung erhoffen.
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11.05.2010 10:53 Uhr von hpo78
 
+1 | -3
 
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Experten: So (mir geht gleich der Hut hoch)...,

Misanthrop.: Du weist offenbar gar nichts über Nigeria - Das Land versinkt ganz und gar nicht im Chaos, im Gegenteil. Beweisen werde ich das hier nicht nicht, denn es ist Dein Problem Deine Bildungslücke zu schließen nicht meins.

Teilung: Nigerianer der Generation 50/60+ halten von Ghaddafis Vorschlag Nigeria zu Teilen gar nichts. Ich kenne einige von ihnen. Und ich selbst kenne Gründe die dagegen sprechen.

Abwechslung Präsi.: Der verstorbene Präsident war "zu kurz" im Amt. Deshalb fürchten die muslimischen Wähler eine Machtverschiebung zu ihren Ungunsten

[ nachträglich editiert von hpo78 ]
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11.05.2010 11:23 Uhr von misantroph
 
+1 | -2
 
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@hpo: ja, im vergleich zum restlichen afrika steht nigeria gar nicht so schlecht da, aber armut, fehlende bildung, fehlendes einheitliches recht und innerpolitische unruhen sind für mich immer noch chaos. gut, ich hab meine worte vielleicht falsch gewählt: nigeria versinkt nicht im chaos, es taucht langsam aus dem chaos auf... dennoch gibt es keinerlei rechtssicherheit, die eben durch die scharia irgendwie gegeben ist.
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11.05.2010 14:02 Uhr von hpo78
 
+1 | -1
 
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naja fast: Also es gibt zumindest die Rechtssicherheit dass nicht jeder nach Schariarecht beurteilt wird. Soweit ich jedenfalls weis kein Christ oder Ausländer ...aber das ist ne andere Frage.

Ich verstehe Deinen Einwand aber auch dass kann nicht stimmen: Das Auswärtige Amt gibt Reisewarnungen für Regionen heraus in denen es z.B. für Touristen gefährlich wird - so z.B. jüngst geschehen für Bangkok. Mir ist keine Reisewarnung für (ganz) Nigeria bekannt.

In Somalia, Teilen des Sudans, einigen Kaukasusregionen, einigen Regionen in Mittel/Südamerika in denen der Drogenkrieg eskaliert ist, usw. usw. Dort könnte man evtl. von Chaos sprechen.

Nigeria ist weit davon entfernt!
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06.06.2010 02:10 Uhr von arlene
 
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Wie misanthrop: recht hat, leider..

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