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Jeder dritte Schüler ist Opfer von Cyber-Mobbing - und jeder Zweite ein Täter

Einer Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zufolge sind 35 Prozent der Schüler bereits Opfer von Mobbing im Internet geworden. Für die Studie wurden insgesamt 419 Schüler befragt, davon waren 86 Prozent Schüler eines Gymnasiums und 70 Prozent weiblich.

Von diesen Befragten gaben 55 Prozent zu, selber auch im Internet gemobbt zu haben. Psychologin Dr. Stephanie Pieschl zeigte sich darüber erstaunt: "Gerade in der von uns befragten Gruppe dachten wir, dass Cyber-Mobbing und Cyber-Bullying seltener vorkommen."

Die Psychologin räumte aber ein, dass es sich in den seltensten Mobbingfällen um böse Absicht gehandelt hätte. Außerdem rät sie allen, die sich vor Cyber-Mobbing schützen möchten, möglichst wenig private Daten im Internet bekannt zugeben.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Umfrage, Opfer, Schüler, Täter, Cyber, Mobbing
Quelle: www.derwesten.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.05.2010 09:36 Uhr von Vasco86
 
+3 | -0
 
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Wer: zuviel von sich im Netz bekannt gibt, ist selbst schuld. Eltern sollten besser darauf achten, was ihre Kinder im Internet alles machen und nicht nur seelenruhig daneben sitzen.

Aber Kinder können grausam sein....
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10.05.2010 09:43 Uhr von Haruhi-Chan
 
+4 | -1
 
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aha: Cyber-Mobbing, welch tolles Wort das doch wieder ist xD Aber in unsere Demokratie 2.0 kann man ja eh machen was man will XD

Was sollen das denn für Mobbing-Fälle sein? Nacktbilder der Ex ins Internet stellen? ne das wäre schon eine Straftat.
Den Opfern einen bösen Spruch in die SchülerVZ-Pinnwand kritzeln?

Nja, was auch immer es ist, es ist ja bekannt, dass die Leute Blödsinn im Internet machen ohne Ende.
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10.05.2010 09:47 Uhr von Kartoffelkoenig
 
+3 | -1
 
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Wir hatten: genau dieses Thema vor kurzem auf einem Elternabend.
Wie massiv und "effektiv" dort schon gemobbt wird, ist wirklich erschreckend. Guten und aufgeschlossenen Lehrern & Schulpsychologen zum Dank, wurde (und wird) die Sache aber effektiv in die Mangel genommen. Natürlich tut man als Eltern sein bestes vorher, während und im nachhinein "zur Seite zu stehen".

Wenig Daten im Internet preis zu geben ist natürlich ohnehin das A und O. Aber da sich die Schüler untereinander eh kennen und "vernetzt" sind, ist es - was internes Mobbing angeht - eh egal, ob man ein Alias oder anonyme Avatare nutzt. Man kennt sich auch so und weiß, wie man mit welchen Mitteln mobben kann.

Wir haben uns früher Zettel zugeschoben oder auf dem Schulhof getuschelt, heute wird gemailt, gesimst oder im Chat munter drauflos geredet/gemobbt.

Da müssen wir - als Eltern - schnell mitdenken und mitwachsen. Wohl dosiert kontrollieren, massiv aufklären... am Ball bleiben.
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10.05.2010 10:01 Uhr von Johnny Cache
 
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Ach wie schlimm: Zu meiner Zeit ist man noch völlig low tech verprügelt worden... was hätten wir uns da cyber mobbing gewünscht.
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10.05.2010 13:35 Uhr von eXeCo
 
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es liegt eigentlich daran das viele Kinder sehr wenig selbstbewusstsein haben und es von zu hause aus auch nicht erlernt haben sich zu wären und das ist meiner Meinung nach das schwierigste Thema überhaupt
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10.05.2010 14:02 Uhr von TrangleC
 
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Immer wenn ich Grönemeiers "Kinder an die Macht" im Radio höre, denk ich an sowas. Kinder sind fiese kleine Monster und man muss erst anständige Menschen aus ihnen machen. Wir stecken immer dann in den größten Problemen wenn sich Politiker wie Kinder benehmen.
Von wegen Kinder an die Macht.
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10.05.2010 15:28 Uhr von HardLuckHero
 
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Meinen die echten "mobben" oder nur wenn man einmal etwas verarscht?

"davon waren 86 Prozent Schüler eines Gymnasiums und 70 Prozent weiblich."

Irgendwie ist dieser Satz geil xD 86% waren Schüler eines Gymnasiums... 70% weiblich.. xD

(wenn ihr nicht draufkommt, wieso der was "besonderes" hat, lest ihn öfters^^)
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11.05.2010 01:56 Uhr von Floppy77
 
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@TrangleC: Kinder bekommen das von ihren Eltern vorgelebt und nehmen das schlechte Vorbild dann an. Wenn z. B. schon im Kindergarten Kinder gemobbt werden weil die nicht nur Markenklamotten tragen oder immer das neueste Spielzeug haben, dann kommt das von den Eltern. Was weiss denn ein Kind auch schon über Hartz4. Kinder werden von Erwachsenen erst zu Monstern gemacht.
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13.05.2010 17:45 Uhr von TrangleC
 
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@ Floppy77: Da bin ich wirklich anderer Meinung. Welche Eltern bringen schon ihren Kindern bei fies zu anderen zu sein? Solche Leute mag es geben, aber nicht in ausreichender Menge um all die Grausamkeit von Kindern zu erklären.

Die Erklärung dafür dürfte wohl eher bei der instinktiven Gruppendynamik liegen.

Kinder führen sich (mehr noch als Erwachsene) auf wie Schimpansen in ihren Affenhorden. Es werden Rangordnungen ausgekämpft und die Schwachen werden niedergemacht weil es den Starken an Empathie mangelt und die Mitläufer lieber austeilen als selbst einstecken zu müssen.
Man gehört lieber zu den Starken indem man demonstrativ und für alle sichtbar die Schwachen drangsaliert als selbst in Gefahr zu geraten zu den Opfern zu gehören.

Ich war als Kind auch ein fieses Arschloch und das hab ich nicht von meinen Eltern eingetrichtert bekommen. Erst mit dem Erwachsenwerden hab ich Reue und Mitleid entwickelt und wünschte ich könnte viele von den Sachen rückgängig machen die ich getan habe.

Ausserdem wären meine Eltern sehr froh gewesen wenn ich mich mit billigen noname Klamotten zufrieden gegeben hätte. Weder mir, noch sonst jemandem musste von den Eltern beigebracht werden andere die weniger hatten zu verachten. Um Klamotten oder sonst was Konkretes ging es eigentlich auch nie. Es war jeder Vorwand recht um sich als was besseres als andere zu fühlen. Das ging sogar so weit dass wenn man nichts anderes gefunden hat, man eben andere Kinder niedergemacht hat weil sie aus anderen Dörfern kamen. So wurde sowas wie territorialer Fussball-Hooliganismus draus.
Das haben wir auch nicht von unseren Alt-68er, Ex-Hippie Eltern aufgeschnappt.

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