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Bamberg: Erzbischof Ludwig Schick regt Umgestaltung der Zölibatsvorschriften an

In einem Gespräch mit dem Magazin "Der Spiegel" sagte der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, die Ehelosigkeit (Zölibat) gehöre zur katholischen Kirche und deshalb sollte bei Bischöfen, Domkapitularen und Ordensmitgliedern keine Ausnahme zugelassen werden.

Für Pfarrer hätte er gegen eine neue Regelung nichts einzuwenden und man sollte sich dazu auch ernste Gedanken machen, denn ob die Priester den Zölibat vorleben müssen, wäre eine andere Frage. Gerade wegen der Missbrauchsskandale im klerikalen Bereich verlangte er ein Umdenken.

Er schlug vor, dass die katholische Kirche offener für Laien in bestimmten Entscheidungsgremien sein sollte und auch Frauen mehr Verantwortung übertragen bekommen sollten. Weiter forderte er eine lückenlose Aufklärung der Missbräuche, denn "dass nun alles herauskommt", sei richtig, so Schick.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Erzbischof, Regelung, Bamberg, Zölibat, Ludwig Schick
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.05.2010 10:43 Uhr von jsbach
 
+12 | -1
 
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Es ist das erste Mal, dass sich ein deutscher Bischof für ein Überdenken des Zölibats für katholische Priester ausspricht. Ich persönlich finde es als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Ich sehe es in meinem Bistum, wie viele Priester aus Osteuropa, Afrika oder Indien bereits als Ortspfarrer eingesetzt sind. Die Weihen katholischer Geistlicher geht seit vielen Jahren zurück... (Bild zeigt Erzbischof Dr. Ludwig Schick (50)
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09.05.2010 12:12 Uhr von borgdrone
 
+7 | -3
 
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also: ich bin mir sicher es würde auch ausreichen wenn die kath. Kirche sich nur an GG halten würde und keine sexistische Subkultur bilden würde die nicht in Selbstjustiz Täter schohnt.
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09.05.2010 12:46 Uhr von funnymoon
 
+4 | -0
 
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Kleine Korrektur: Lieber jsbach,

Schick ist nicht der erste deutsche Bischof, der sich für eine Lockerung der Zölibatsvorschriften ausgesprochen hat. Der Hamburger Weihbischof Jaschke hat dies schon vor ihm getan:
http://www.shortnews.de/...
LG
funymoon
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09.05.2010 17:45 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -0
 
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Es liegt nicht am Zölibat von einem kath. Pfarrer weiss ich nur zu gut, dass fast alle Pfarrer eine Freundin haben. Manche heimlich, manche offen. Die Gemeinden dulden dies oft.
Es wäre natürlich nur korrekt, wenn die Pfarrer nun offiziel heiraten dürften. Aber aber unter vorgenanntem Aspekt, dass bereits sowieso alle heimlich eine Freundin haben, ist das Zölibat nicht der Grund für die Verfehlungen.
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10.05.2010 12:47 Uhr von Sneik
 
+0 | -1
 
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tja: wenn nach und nach alles aufgelockert wird, ist es irgendwann keine Religion mehr.... bin der Meinung wenn Sie schon nach der Bibel (oder zumindest nach deren Auslegung dieser) leben, dann auch richtig und nicht durch immer mehr aufhebungen alles kaputt machen.

Ich mein das ist doch dann keine Religion mehr... Natürlich hab ich nichts dagegen das sich Religionen auflösen bzw. ihr Weltbild überdenken... aber Sie sollten sich dann nicht mehr als Religion bezeichnen denn gerade solche (wenn auch in vielen - unter anderem meinen - Augen falsche) Traditionen machen nun einmal diese Religion aus...

Naja ich versuchs noch ein mal verständlicher.

Es ist für mich so als würde die Polizei sagen: wir überdenken unser handeln und nehmen ab sofort keine Straftäter mehr fest, da wir der Meinung sind man müsste alles mal überdenken. Sind aber noch Polizisen.

kurz... Sie wollen solche Sachen überdenken, welche sie erst zur Religion macht bzw. sie von der "normalen" nicht religiösen Gesellschaft unterscheidet...

hoffe es kam einigermaßen rüber wie ich das gemeint hab :-/ hab mich recht oft "verhaspelt"
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10.05.2010 22:53 Uhr von Schimmelpilz
 
+0 | -0
 
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Wenn Priester heiraten dürfen: und Bischöfe nicht, bedeutet das dann, daß ein Pfatter, der als Bischof sehr geeignet wäre und das auch machen möchte, sich scheiden lassen muß ??? Also ich halte von dieser "Unterscheidung nach Stand" gar nichts - entweder alle oder keiner, macht doch keinen Sinn - außerdem sind Bischöfe auch ganz normale Männer, die (oder zumindest manche) auch ganz gern Familie hätten - kommt mir vor wie bei Frauen, die sich zwischen Kind und Karriere entscheiden müssen..

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