08.05.10 20:45 Uhr
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Wieder ein deutscher Tanker von Piraten verschleppt

Vor der Küste vor Oman ist erneut ein deutsches Schiff, diesmal ein Chemie-Tanker, von Piraten überfallen und entführt worden.

Die "Marida Marguerite" gerhört zu einer deutschen Reederei und fährt unter der Flagge der Marshall-Inseln. Auf dem Schiff befinden sich 22 Seeleute als Besatzung, hauptsächlich Inder, laut der EU-Mission soll es bei der Entführung keine Verletzte gegeben haben.

Über Funk konnte anfangs Kontakt zu dem entführten Schiff aufgenommen werden, die Entführer unterbanden diesen jedoch schnell.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Pirat, Entführung, Tanker
Quelle: www.bild.de

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08.05.2010 21:14 Uhr von Alh
 
+7 | -7
 
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Unverständlich: warum diesen Piraten nicht endlich eine vor den Latz geknallt wird. Das sind Piraten, also Banditen und keine netten Menschen von nebenan.
Das wäre mal ein richtiger Einsatzort für unsere Bundeswehr, die unseren Schiffen Begleitschutz geben könnten indem sie bewaffnet bis an die Zähne jeglichen Angriff erwidern würden.
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08.05.2010 21:34 Uhr von Hawkeye1976
 
+11 | -12
 
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Tja, wie wäre es damit, einfach mal etwas in die Bekämpfung der Ursachen der Piraterie zu investieren?

Die Menschen in Somalia & Co werden ja mehrheitlich nicht mal eben Piraten, weil sie Johnny Depp in "Fluch der Karibik" so toll fanden, sondern weil sie ums blanke Überleben kämpfen und ihre Familien durchbringen müssen.

Wer ist denn Schuld daran, dass in weiten Teilen Afrikas solche Zustände herrschen? Es waren doch die Kolonialmächte, die Afrika mit dem Linieal untereinander aufgeteilt und dafür sorge getragen haben, dass sich die Länder nicht wirklich wirtschaftlich und politisch entwickeln konnten. Man hat die Kolonien und die Menschen dort ausgebeutet, bis nichts mehr ging und sich dann einfach verpisst. Getreu dem Motto: jetzt könnt ihr zusehen, was ihr mit dem Trümmerhaufen anfangt.
Letztlich liegen darin auch die Ursprünge für die dort allerorten zu beobachtende Korruption und die Militärdiktaturen begründet.

Und gerade auch die großen Reedereien waren es, die fürstlich vom Handel mit den Kolonien gelebt haben.

Hier wird mal wieder nur an den Symptomen herumgedoktert, anstatt sich mit den Ursachen zu befassen.
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08.05.2010 22:09 Uhr von bangemann
 
+12 | -7
 
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@Hawkeye1976: "Wer ist denn Schuld daran, dass in weiten Teilen Afrikas solche Zustände herrschen?"

Ja wer denn?

"Es waren doch die Kolonialmächte, die Afrika mit dem Linieal untereinander aufgeteilt und dafür sorge getragen haben, dass sich die Länder nicht wirklich wirtschaftlich und politisch entwickeln konnten."
Ohne die Kolonialphase wären die meisten Teile Afrikas noch in der Steinzeit. Glaubst du damals waren die Zustände paradiesisch?
Somalia wurde nicht ausgebeutet, denn dort gibt es nichts was man ausbeuten könnte. Ausser Sklavenhandel in der Zeit der arabischen Kolonisation.


"Letztlich liegen darin auch die Ursprünge für die dort allerorten zu beobachtende Korruption und die Militärdiktaturen begründet."
Nein!
Korruption liegt vor allem in der Clan-Sturktur der Gesellschaft begründet. Dazu kommt in Somalia der Islam als jegliche Modernität hemmende Religion.

Nebenbei:
Andere ehemalige Kolonien in Asien und Amerika entwickelten sich prächtig. Wie kommts nur?

[ nachträglich editiert von bangemann ]
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08.05.2010 22:30 Uhr von kloeschen
 
+4 | -3
 
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Das wird die neue Methode, Asylanträge zu stellen....
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08.05.2010 22:41 Uhr von Faceried
 
+3 | -0
 
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@BastB: "So langsam sollten die Reedereien aber auch mal mitbekommen haben, dass es in diesen Gewässern gefährlich ist."

Wo sollen die Tanker denn sonst längst?
Um an die Häfen im persischen Golf (Dubai etc.) zukommen müssen die Tanker nun mal durch den "Golf von Oman" bzw an der Küste Omans längst.

http://www.manta.ch/...
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09.05.2010 00:27 Uhr von S8472
 
+10 | -6
 
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@bangemann: "Somalia wurde nicht ausgebeutet, denn dort gibt es nichts was man ausbeuten könnte."

Vielen Menschen in Solalia sind/waren Fischer, deren Fischbestände an den Künsten durch westliche Riesenfischfangschiffe leergefischt wurden, weil sich der Westen einbildet, er dürfe dort unten die Fischereirechte verteilen wie er lustig ist.
Die Menschen dort sind wirklich keine Piraten, weil sie Augenklappen und Holzbeine so cool finden. Die haben einfach keine Alternative.
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09.05.2010 01:03 Uhr von fallobst
 
+6 | -7
 
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@ s8472: genau, nichts zu fressen, aber mindestens eine kalaschnikow unterm arm haben. aber dazu fällt dir wahrscheinlich auch eine herrliche ausrede ein.

bangemann, wiedermal ein präziser und richtiger beitrag. weiter so.
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09.05.2010 01:23 Uhr von Bibi66
 
+2 | -3
 
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Hallo: Holland,
Hallo Russland,
Hallo Frankreich...
Hallo...
Hallo... hört uns wer?

Könnt ihr mal kurz kucken kommen?
Uns ist da was abhanden gekommen...
Und wir könnten schon...
Aber wir können nicht,
weil wir zuviele Deppen an den falschen Stellen sitzen haben...

Btw.
Wo der bangemann recht hat, da hat er recht!
(kennst auch unter anderem W. Westphal, oder täusch ich mich?)

[ nachträglich editiert von Bibi66 ]
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09.05.2010 01:45 Uhr von cheetah181
 
+5 | -2
 
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fallobst: Berechtigter Einwand, die Anfänge der Piraterie hatten aber genau diese Ursachen:

"Seit dem Sturz der Regierung 1991 wurden die Hoheitsgewässer Somalias kaum mehr überwacht.

Seither betreiben ausländische Schiffe in größerem Umfang illegalen Fischfang vor Somalia und überfischen die Gewässer,[3] was die Lebensgrundlagen der somalischen Fischer beeinträchtigt. Die Piraten sind zum Teil frühere Fischer, die ihr Tun damit rechtfertigen, dass die ausländischen Schiffe durch den Fischfang in den Hoheitsgewässern Somalias ihren Lebensunterhalt gefährden. Diese Piraten wollten also zunächst die Fanggründe vor Eindringlingen schützen, manche gingen allerdings dazu über, „Lizenzgebühren“ von den auswärtigen Fangflotten zu erpressen und auch Frachtschiffe und Passagierschiffe zu überfallen. Der kenianische Experte Andrew Mwangura, dessen Seafarers Assistance-Programme in 90 Prozent aller Kaperungen zwischen somalischen Piraten und Reedern vermittelt, nennt illegales Fischen als Wurzel der Piraterie.[...]
Als sich die Piraterie als einträgliche Tätigkeit erwies, begannen sich Geschäftemacher und Warlords in diesem Bereich zu engagieren. Sie unterstützten Piraten und teilten das üblicherweise gezahlte Lösegeld mit ihnen.[9] Die Lösegelder wurden genutzt, um die Piraten aufzurüsten, sodass sie heute mit besseren Waffen, modernen Navigationsgeräten und nicht nur direkt von der Küste aus, sondern auch von „Mutterschiffen“ aus, auf hoher See operieren." ( http://de.wikipedia.org/... )
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09.05.2010 09:40 Uhr von Alexander.K
 
+2 | -2
 
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Pech gehabt: Man hätte die Gewässer auch mit mehr Abstand umfahren können, kostet nur etwas mehr Geld.
Dann sollen die Marshall-Inseln sich mal um die Sache kümmern.
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09.05.2010 10:15 Uhr von bangemann
 
+5 | -2
 
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Arme Fischer: das ist ein lustiges Argument.
Dann müsste es ja eigentlich weltweit Massen an Piraten geben, da die Fischbestände global massiv zurückgehen und viele Fischer darunter leiden.

Wenn die Piraten tatsächlich gezielt illegale Fischerboote angreifen würden, könnte man ja irgendwie Verständnis haben.
Aber das tun sie nicht.
Sie karpern Öl- und Stückgut-Frachter von beliebigen Nationen und nehmen harmlose Seeleute als Geiseln.
Hier greift dieser Rechtfertigungsversuch leider nicht.

Seine internen Konflikte muss Somalia schon selber lösen. Hilfe von außen (UNO) wollen sie ja offenbar nicht. Bis das passiert ist würde ich deren Schiffe konsequent per Satellit/ Radar aufspüren und sofort versenken.
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09.05.2010 16:31 Uhr von cheetah181
 
+2 | -2
 
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berechtigt, bangemann: @berechtigt: "Wie viele Naivlinge immer noch an das Märchen der "armen" Fischer glauben."

Jo, die UN erzählt uns nur Märchen, in Wirklichkeit stecken die mit den Piraten unter einer Decke.
http://www.unep.org/...
Und wie informierst du dich?

"Nur mal so zum Nachdenken , welcher Küstenfischer verfügt schon über SCHNELLBOOTE ?"

Diejenigen die durch Warlords unterstützt werden/Geld mit Piraterie gemacht haben?

"Nebenbei gibt es in Somalia überhaupt gar keinen Absatzmarkt für Fische.
Also kommt mal langsam von eurer romantischen Vorstellung vom "edlen Wilden" mit dem Lendeschurz der morgens aufs Meer rudert um dann im Sonnenuntergang am Strand seinen Fisch grillt runter."

Was denn nun? Gibt es keinen Absatzmarkt oder grillt man den Fisch am Strand um sich selbst zu ernähren? Oder isst man in Somalia gar keinen Fisch? Seltsam...

"Piraterie gab es dort sowie in vielen anderen Gegenden der Welt Hauptsächlich Asien und AFRIKA schon immer."

Seltsam, dass sie jetzt ausgerechnet dort boomt, wo Hoheitsgewässer massiv verletzt wurden.

@bangemann: "Dann müsste es ja eigentlich weltweit Massen an Piraten geben, da die Fischbestände global massiv zurückgehen und viele Fischer darunter leiden."

Woanders werden aber die Hoheitsgewässer überwacht, was in Somalia nicht der Fall war.

"Wenn die Piraten tatsächlich gezielt illegale Fischerboote angreifen würden, könnte man ja irgendwie Verständnis haben.
Aber das tun sie nicht.
Sie karpern Öl- und Stückgut-Frachter von beliebigen Nationen und nehmen harmlose Seeleute als Geiseln.
Hier greift dieser Rechtfertigungsversuch leider nicht."

Versteh mich nicht falsch, nur weil es mit den Fischern angefangen hat rechtfertige ich die Piraterie in keinster Weise. Inzwischen sind es eben mafiöse Strukturen im Hintergrund, die dort ein Geschäft machen und mit dem Widerstand der Fischer nicht mehr viel zu tun haben.

Das ändert aber nichts an den ursprünglichen Ursachen, auch wenn mancher hier offensichtlich dem Weltbild vom "edlen Wilden" ein "die Neger sind halt so" entgegenzusetzen hat. Ob das besser ist?

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