08.05.10 16:48 Uhr
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Grundlagenforschung: Fluidität im Nano- und Makrobereich

Ein klassisches Beispiel für die Fluidität im Makrobereich sind die dunklen Ränder ausgetrockneter Kaffeeflecken. Sie entstehen durch eine Strömung aus dem Zentrum des Flecks, welche die braunen Farbteilchen mitreißt. Ursache der Strömung ist eine erhöhte Verdunstungsgeschwindigkeit am Fleckenrand.

Die Beantwortung der Frage, ob dieses Phänomen auch im Nanobereich - also mit kleinsten Flüssigkeitsmengen - auftritt, ist wichtig vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer Nanotechnologien. So könnten aus den neuen Erkenntnissen beispielsweise spezielle Biosensoren oder Beschichtungen hervorgehen.

Forscher von der University of California in Los Angeles tasteten sich langsam an die Grenze heran: Demnach tritt die Strömung zum Rand erst dann auf, wenn der Wassertropfen größer als zehn Mikrometer im Durchmesser ist. Ist er kleiner, verteilen sich die Farbteilchen homogen im gesamten Tropfen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Nano, Flüssigkeit
Quelle: www.wissenschaft-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2010 16:48 Uhr von alphanova
 
+13 | -1
 
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Also ich muss zugeben, beim Lesen des Artikels musste ich zunächst etwas schmunzeln, weil sich Wissenschaftler ernsthaft mit Kaffeefleckenrändern beschäftigen. Aber so im Nachhinein betrachtet, ist die Forschung gar nicht so "sinnlos" wie man anfangs vielleicht annimmt. Die Nanotechnologie boomt und das Verständnis solcher Phänomene wird mit in die Entwicklung neuer Nanobauteile einfließen.
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08.05.2010 17:29 Uhr von -darkwing-
 
+8 | -1
 
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Ich mag die News! Echt interessant.

Wird leider niemals so viele Clicks erhalten, wie eine "Lindsay Lohan rasiert sich nicht die Achselhöhlen"-News... :-(
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08.05.2010 17:34 Uhr von alphanova
 
+8 | -1
 
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@-darkwing-: Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal einen anderen Titel nehmen..
Sowas wie "Unrasierte, nackte Lindsey Lohan untersucht Nanofluidität bei DSDS" :-P
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08.05.2010 23:06 Uhr von NGen
 
+3 | -1
 
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sehr cool, danke: die erklärung mit den kaffeeflecken ist auch genial. denkt man gar nich drüber nach, was eigentlich dahinter steckt, weils so trivial erscheint. aber da muss man erstmal drauf kommen.
man is das erfrischend.
ach naja und die lindsey-und-gaga-news-klicker sind selber schuld, ganz ehrlich.

lauter + hier zu vergeben ;)
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11.05.2010 03:03 Uhr von Smallviller
 
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Mehr solcher News bitte. Eine kleine aber feine Leserschaft sollte einem Autor mit Stil eh genügen. ;)

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