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Stuttgarter Schule verlangt deutsche Sprache auf Schulhof

In der Neckar-Realschule in Stuttgart muss in den Pausen ab sofort Deutsch gesprochen werden. Das haben Lehrer, Eltern und Schüler so beschlossen. Schüler, die sich wiederholt nicht an das Verbot halten und sich in ihrer Muttersprache unterhalten, müssen Nachsitzen oder Strafarbeiten machen.

Dieses Modell gab es bereits vor drei Jahren in Berlin und sollte auch in Baden-Württemberg eingeführt werden. Dort stieß es allerdings auf heftige Kritik und wurde seinerzeit nicht durchgesetzt. Die jetzige Kultusministerin Marion Schick überlässt die Umsetzung den einzelnen Schulen.

Der Fußball-Bundesligist VFB Stuttgart setzt dieses Konzept in seiner Jugendmannschaft bereits mit Erfolg um. Die gemeinsame Sprache soll auch das Gemeinschaftsgefühl im Team fördern.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schule, Stuttgart, Muttersprache
Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de

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72 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2010 11:02 Uhr von Alexander.K
 
+93 | -7
 
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Gute Sache: in der Umsetzung aber sicher nicht einfach. Fremdsprachen oder in diesem Fall Deutsch lernt man am schnellsten wenn man sie häufig anwenden muss.
Kinder in deren Familien eine andere Muttersprache gesprochen wird und in deren Umfeld (Wohnquartier) oftmals die Muttersprache vorherscht, haben in der Schule eindeutig Nachteile.
Die muss man auc h mal mit etwas Druck dazu bringen mehr Deutsch zu sprechen. Ganz nebenbei hat es auch etwas mit Respekt gegenüber anderen zu tun, wenn ich mich nicht in einer fremden Sprache unterhalte.
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08.05.2010 11:09 Uhr von Klassenfeind
 
+42 | -4
 
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Finde ich gut so !! Die Umsetzung dürfte schwer werden. Allerding´s kann man diesbezüglich einen privaten Fußballclub schwer mit einer ö./rechtl. Schule vergleichen.

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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08.05.2010 11:10 Uhr von Muay_Boran
 
+54 | -67
 
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08.05.2010 11:18 Uhr von Muay_Boran
 
+36 | -87
 
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08.05.2010 11:19 Uhr von artefaktum
 
+26 | -61
 
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08.05.2010 11:30 Uhr von bangemann
 
+47 | -8
 
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@artefaktum: wenn man sieht, dass mangelhafte Sprachkenntnisse das größte Integrationshindernisse/Erfolgsbremse ist, dann sollten die Migranten für solche Regelungen dankbar sein und nicht wie immer beleidigt rumweinen.
Die Regelung ist das beste was ihnen passieren kann.
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08.05.2010 11:40 Uhr von blade31
 
+13 | -11
 
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ich: weiss nicht was ich davon halten soll

laufen dann auf dem Schulhof Sprachüberwacher rum oder werden die Schüler gebeten sich gegenseitig zu belauschen und ein Sprachverstoss sofort zu melden?

komische Sache...
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08.05.2010 11:45 Uhr von Simon_
 
+20 | -0
 
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Was: ist daran neu? Viele Schulen haben sowas wie "Schulsprache Deutsch" in der Hausordnung oder ihrem Leitbild.
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08.05.2010 11:46 Uhr von phal0r
 
+31 | -1
 
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Finde ich richtig: Grundvoraussetzung für das Zusammenleben ist nunmal eine gemeinsame Sprache. Das hat auch meiner Meinung nach nichts mit Diskriminierung, Rassimus o.Ä. zu tun.

In Deutschland ist es nunmal traditionell die deutsche Sprache. Seinerzeit wurde es in Amerika auch verboten Gesetze auf deutsch herasuzubringen um das Zusammenwachsen zu beschleunigen und es ist damals wie heute der richtige Weg.
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08.05.2010 11:46 Uhr von artefaktum
 
+18 | -11
 
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@bangemann: "wenn man sieht, dass mangelhafte Sprachkenntnisse das größte Integrationshindernisse/Erfolgsbremse ist, dann sollten die Migranten für solche Regelungen dankbar sein"

Ich bin hin und wieder in Großbritannien weil ich da einige deutsche Freunde haben die dort arbeiten. Die haben eine ganz interessante Sprachregelung: Sind Deutsche ausschließlich unter sich wird Deutsch geredet, tritt auch nur einer dazu der kein Deutscher ist, wird sofort Englisch geredet, einfach aus Höflichkeit. Ich finde das eine sehr gute Regelung.

Also ich würde mir von niemandem verbieten lassen meine Muttersprache zu sprechen, solange man o.g. Regeln einhält. Die Muttersprache ist schließlich auch Teil meiner Persönlichkeit.
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08.05.2010 11:47 Uhr von Nordwin
 
+9 | -1
 
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@blade31: Es gibt sicher keine Sprachüberwacher, jedoch sind Lehrer oft während Pausen als Pausenaufsicht eingeteilt (zummindest auf meinen bisherigen Schulen) => diese werden, wenn sie das benutzen einer Fremdsprache mitkriegen und die nicht grade am Französisch lernen sind, wohl einschreiten. Jedoch glaub ich kaum dass irgendein Schüler zum Bespitzeln von seinen Kollegen angehalten wird. Auch wird kaum ein Schüler wegen einem Verstoß eine Strafe kriegen sondern muss wiederholt gegen die Sprachregelung verstoßen.

Achja super Sache im Sinne der Integration, jedoch wärs trotzdem vielleicht besser zu verlangen dass ein bestimmtes Deutschniveau VOR der Schulzeit/Arbeitszeit durch Intensivkurse angestrebt wird. So wie es glaub ich auch die Franzosen machen.
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08.05.2010 11:49 Uhr von MsMilkandHoney
 
+10 | -4
 
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Finde ich gut: Wie viele Kinder mit Migranten Hintergrund, sprechen kaum oder gar kein deutsch?
Diese sind leider Gottes so benachteiligt, dass ihnen niemals oder aber nur sehr schwer, eine gute schulische Ausbildung zu Gute kommt.
Und in heutigen Zeiten ist eine gute schulische Ausbildung das A und O.
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08.05.2010 11:51 Uhr von MrKlein
 
+4 | -1
 
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nix neues des gabs an meiner schule auch schon vor 4 jahren...hat de schuleitung beschlossen.
und auf ner realschule in bayern hat man nicht ganz so viele probleme
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08.05.2010 11:57 Uhr von bangemann
 
+16 | -7
 
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@Artefaktum: "Ich bin hin und wieder in Großbritannien weil ich da einige deutsche Freunde haben die dort arbeiten. Die haben eine ganz interessante Sprachregelung: Sind Deutsche ausschließlich unter sich wird Deutsch geredet, tritt auch nur einer dazu der kein Deutscher ist, wird sofort Englisch geredet, einfach aus Höflichkeit. Ich finde das eine sehr gute Regelung. "

Nun ja, da gibt es einige wesentliche Unterschiede:

Die deutschen in Großbritannien sind meist bereits hoch qualifiziert und haben i.d.R. keine Probleme auf dem Arbeitsmarkt etc.
Die meisten sind nur vorübergehend im Land
Es gibt nicht allzu viel Deutsche in Großbritannien.
Die Deutschen gelten nicht als Problemgruppe.
Es geht nicht um Höflichkeit sondern um den Spracherwerb.

Deine Regelung würde dazu führen, dass die Migranten noch mehr unter sich bleiben.

[ nachträglich editiert von bangemann ]
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08.05.2010 12:04 Uhr von artefaktum
 
+5 | -14
 
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@bangemann: "Die deutschen in Großbritannien sind meist bereits hoch qualifiziert und haben i.d.R. keine Probleme auf dem Arbeitsmarkt etc."

Willst du das Recht in deiner Heimatsprache zu sprechen vom Bildungsgrad abhängig machen? Ab Abitur darfst du Deutsch reden, drunter nicht?

Wie ich bereits schrieb, ist so ein Verbot heikel weil es in meinen Augen fundamental in die Freiheitsrechte eingreift. Und die sind universal, unabhängig von Bildungsstand oder beruflichem Erfolg.
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08.05.2010 12:14 Uhr von bangemann
 
+8 | -3
 
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@artefaktum: "Willst du das Recht in deiner Heimatsprache zu sprechen vom Bildungsgrad abhängig machen?"

Naja, immer auf Freiheitsrechte pochen und gleichzeitig der Gesellschaft (mangels späterer Chancen auf beruflichen Erfolg) auf der Tasche liegen kann auf Dauer auch nicht richtig sein.

Statistisch gesehen nicht jeder einzelne (bevor das Argument wieder kommt)
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08.05.2010 12:21 Uhr von artefaktum
 
+5 | -10
 
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@bangemann: "Naja, immer auf Freiheitsrechte pochen und gleichzeitig der Gesellschaft (mangels späterer Chancen auf beruflichen Erfolg) auf der Tasche liegen kann auf Dauer auch nicht richtig sein."

Du tust so, als wäre jeder der bei uns als Heimatsprache nicht Deutsch hat automatisch arbeitslos. Und es soll ja nun auch einige Millionen Arbeitslose bei uns geben deren Heimatsprache Deutsch ist. Deshalb sollten wir das meiner Meinung nach mal alles nicht so pauschalisieren.

Wir hätten auch nicht auch nur einen Arbeitsplatz mehr, wenn alle die nicht richtig Deutsch können plötzlich fließend reden könnten.
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08.05.2010 12:23 Uhr von artefaktum
 
+10 | -15
 
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@bluecoat: "Das in DEUTSCHLAND an einer DEUTSCHEN Schule auf DEUTSCHEN Schulhof die DEUTSCHE Sprache (und nicht nur da!) gesprochen wird, sollte selbstverständlich sein! Jeder der es nicht macht, sollte umgehend zurück ins Heimatland geschickt werden! "

Und was machen wir dann mit den Bayern? ;-)
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08.05.2010 12:25 Uhr von One of three
 
+16 | -5
 
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@ artefaktum: "Willst du das Recht in deiner Heimatsprache zu sprechen vom Bildungsgrad abhängig machen?"

Kapierst Du die einfachsten Dinge nicht?

Willst Du wirklich qualifizierte Arbeitskräfte im Ausland mit unterdurchschnittlich belichteten Intelligenzverweigerern vergleichen?

Es geht darum dass intelligente Menschen wissen, wann man sich besser anpasst oder zumindest Rücksicht auf andere nimmt.

So schwierig kann es ja nicht sein, da der Großteil unserer Migranten derlei ohne Probleme schafft.

Noch etwas - wer unbedingt ausschließlich in seiner "Heimatsprache" kommunizieren will sollte dies dann aber auch in seinem Heimatland machen.
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08.05.2010 12:29 Uhr von artefaktum
 
+2 | -20
 
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08.05.2010 12:32 Uhr von bangemann
 
+8 | -3
 
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@artefaktum: "Du tust so, als wäre jeder der bei uns als Heimatsprache nicht Deutsch hat automatisch arbeitslos."
Es gibt hier einen sehr deutlichen statistischen Zusammenhang. Ich habe AUSDRÜCKLICH darauf hingewiesen dass ich nicht jeden einzelnen Migranten meine, sondern die Gruppe als ganzes.

"Und es soll ja nun auch einige Millionen Arbeitslose bei uns geben deren Heimatsprache Deutsch ist."
Es gibt natürlich noch andere Gründe für Arbeitslosigkeit. Nicht nur die Sprache.

"Wir hätten auch nicht auch nur einen Arbeitsplatz mehr, wenn alle die nicht richtig Deutsch können plötzlich fließend reden könnten. "
Bekanntlich gibt es in Deutschland einen Fachkräftemangel und sogar mehr Ausbildungsplätze als Bewerber.
Gleichzeitig gibt es einen enormen Mangel an Jobs für Geringqualifizierte.
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08.05.2010 12:47 Uhr von artefaktum
 
+1 | -5
 
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@bangemann: "Bekanntlich gibt es in Deutschland einen Fachkräftemangel und sogar mehr Ausbildungsplätze als Bewerber.
Gleichzeitig gibt es einen enormen Mangel an Jobs für Geringqualifizierte. "

Das ist nicht ganz unrichtig was du da schreibst allerdings wäre ich bei der Sache mit dem Fachkräftemangel vorsichtig.

Diese Freunde in GB von denen ich bereits gesprochen habe sind damals dorthin gegangen, weil es hier bei uns einfach keine Stellen für Architekten gab und das obwohl die Industrie damals schon rumheulte, es gäbe einen Mangel bei Ingenieuren.

Uns solange Menschen über 50 keine Job mehr kriegen obwohl es in ihrem Beruf angeblich einen Mangel gibt, glaub ich das nicht ganz.
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08.05.2010 12:57 Uhr von Alh
 
+3 | -2
 
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Gut: das ist dann mal EIN Schritt in die richtige Richtung.
Und die nächsten müssen unbedingt folgen.
Aber so oder so, die Integrationspolitik (die im Prinzip nie eine war weil es keine gab) ist als gescheitert zu betrachten.
Danke an unsere Volksvertreter!
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08.05.2010 12:58 Uhr von norge
 
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ist schwäbisch auch deutsch? ;o/
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08.05.2010 13:03 Uhr von bangemann
 
+4 | -2
 
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@artefaktum: bekanntlich ist die Arbeitslosenquote bei Unqualifizierten und besonders bei Menschen ohne gutes Deutsch mit Abstand am größten.
Über 50 jährige haben natürlich auch Probleme, aber das hat mit diesem Thema wohl nicht viel zu tun und kann auch hier nicht als Rechtfertigung dienen, die Sprache nicht perfekt lernen zu müssen.

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