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Schwimmfarn als Vorbild für treibstoffsparende Schiffsrümpfe

Die Wissenschaftler eines Gemeinschaftsprojekts der Universitäten in Bonn, Karlsruhe und Rostock haben nun herausgefunden, wie die Eigenschaften eines Schwimmfarns dabei helfen können, energiesparende Schiffsrümpfe zu bauen. Auch andere Anwendungsgebiete sind mit dem entdeckten Prinzip vorstellbar.

Die Forscher untersuchten die superhydrophoben Eigenschaften des Schwimmfarns "Salvinia molesta", der es durch spezielle Härchen auf seinen Blättern schafft, auch unter Wasser völlig trocken zu bleiben. Ermöglicht wird dies durch deren schneebesenartige Form, die ein dünnes Luftpolster aufbaut.

Demnach ziehen die äußersten Spitzen der Härchen Wasser an, wodurch eine luftdichte Schicht um das Blatt herum entsteht, die auch durch strömendes Wasser nicht zerstört wird. Die technische Umsetzung dieses Prinzips bei dem Bau von Schiffsrümpfen könnte etwa zehn Prozent Treibstoffkosten einsparen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Schiff, Vorbild, Rumpf, Schwimmfarn
Quelle: www.scinexx.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.05.2010 14:16 Uhr von alphanova
 
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Ein meiner Meinung nach sinnvolles Forschungsprojekt, vor allem wenn man den weltweit steigenden Schiffsverkehr und die gleichzeitig sinkenden Ölreserven bedenkt.
Und nein, der berühmte "Lotus-Effekt" ist etwas anderes ;)
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05.05.2010 15:50 Uhr von TrangleC
 
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Theoretisch ist diese Forschung sicher sinnvoll, nur in der Praxis wird wohl nicht viel draus werden, fürchte ich. Das ist doch schon bei der künstlichen Haifischhaut die es schon seit langem gibt so gewesen. Für den Einsatz bei großen Schiffen, wo die Treibstoffersparnis wirklich spürbar wäre sind irgendwelche Folien die man über die Stahlrümpfe klebt bei Schiffen, im Gegensatz zu Flugzeugen ziemlich nutzlos, weil sowas zu schnell kaputt geht. Da Muscheln und andere Organismen die sich an Schiffen festsetzen mindestens genau so schlau sind wie der Schwimmfarn oder künstliche Haifischhaut, müsste man eine solche Folie alle Nase lang erneuern, was einfach nicht praktikabel ist.

Selbst wenn dabei ein marktreifes Produkt rauskommt, wird die Anwendung wohl auf ein paar Renn-Segelyachten beschränkt bleiben.
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05.05.2010 18:14 Uhr von pentam
 
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@TrangleC: Da muss ich dir widersprechen. Bei diesem Pojekt ist nämlich die Umsetzung nicht als Folie geplant. Bei der normalen (sowieso regelmäßig notwendigen) Lackierung des Schiffsrumpfes sollen diese Strukturen direkt mit aufgebracht werden.
Abgesehen davon kann das Konzept natürlich nur Erfolg haben, wenn sich Seepocken usw. nicht auf diese Oberfläche setzen können. Da diese Organismen aber vermutlich nur sehr schlecht auf Luft wachsen können, stehen die Chancen nicht schlecht...

@ alphanova
Der Lotus-Effekt hat in sofern etwas damit zu tun, als dass beides vom gleichen Prof. stammt und es in beiden Fällen um superhydrophobe Oberflächen geht. ;-)

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