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Berufsverbot für Death-Metal-Sänger? Musiker darf nicht Lehrer werden

Thomas Gurrath ist Sänger der Death-Metal-Band "Debauchery" und wollte im Bundesland Baden-Württemberg als Referendar zum Lehrer ausgebildet werden. Doch die speziellen Songtexte über Gewalt und die pornografischen Clips der Band gingen dem Schulrektoriat zu weit: Gurrath darf nicht mehr unterrichten.

Die Schulbehörde hatte zwar einen Lösungsvorschlag für den Hobby-Musiker, der allerdings eher einem Ultimatum gleicht: Gurrath solle seine Band aufgeben und sich "in glaubhafter und nachvollziehbarer Form" von den Inhalten distanzieren - die bisher jedoch von keiner Prüfstelle beanstandet wurden.

Die CDs der Band sind ab 18 Jahren erhältlich und der angehende Lehrer ist Horrorfilm-Fan - dennoch für Gurrath kein Grund, dass seine Rektorin die Hobbys "zum Kotzen" fand. Im Privatleben sei er schließlich friedlich, Vegetarier und Durchschnittsbürger. Gurrath hat sich für seine Musik entschieden.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Verbot, Sänger, Lehrer, Beruf, Musiker, Death Metal
Quelle: www.welt.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.05.2010 13:36 Uhr von mozzer
 
+46 | -7
 
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Das ist schon ein wenig dreist. Ich frage mich, ob das wirklich rechtens ist? Das Privatleben und der Musikgeschmack geht eine Schulbehörde doch wirklich nichts an!
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05.05.2010 13:56 Uhr von blubla121
 
+13 | -58
 
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05.05.2010 14:05 Uhr von TomThePsycho
 
+35 | -5
 
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@blubla121: wenn er in seiner Freizeit Mord und Gewalt fröhnen würde, würde er wohl kaum noch irgendwo als Musiker auftreten, sondern wohl eher im Gefängnis sitzen

lediglich die Texte in den Songs handeln davon, oder willst du mir sagen, dass jeder Musiker nach seinen Songtexten lebt?
ihn wegen seiner Musik den Lehrberuf nicht ausüben zu lassen, ist genauso sinnvoll, wie Computerspiele für Amokläufe verantwortlich zu machen

[ nachträglich editiert von TomThePsycho ]
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05.05.2010 14:07 Uhr von mcbeer
 
+8 | -9
 
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Heavy Metal Fans: werden doch sowieso diskriminiert. Vielleicht sollte man den Mitgliedern des Schulrektoriats mal auf den Zahn fühlen. Da wird sich bestimmt ein Makel finden, der vgegen die guten Sitten verstösst.
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05.05.2010 14:09 Uhr von wwewrestling
 
+14 | -4
 
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wir hatten auch so einen lehrer: und er war der coolste auf der schule. so einen lehrer hat man nicht oft. Der rest ist einfach verklemmt und traut sich garnichts...
Der Lehrer hatte humor und der unterricht hat richtig viel spaß gemacht und man hat auch gut gelernt.
Er ist Bassist in einer DeathMetal band und hat seinen Job als englischlehrer dafür aufgegeben.

Ich hatte dann noch eine lehrerin die war (wahrscheinlich) satanistin, dann einen der nicht richtig deutsch konnte und jetzt einen der Boxer ist.
Ich mein: Wenn sie den da verbieten, dann müssten sie diesen lehrern auch berufsverbot geben...
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05.05.2010 14:11 Uhr von kid-ikarus
 
+12 | -47
 
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05.05.2010 14:15 Uhr von Kirifee
 
+12 | -5
 
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Naja aber die Kiffenden und Steine schmeissenden 60er Lehrer wurden alle genommen? Tja Zeiten ändern sich.

Aber mal erlich, Lehrer die Interessen mit Schülern teilen werden von diesen viel eher Akzeptiert als die Lehrer die Zuhause mit dem Taschenrechner unter dem Kopfkissen schlafen. Die besten Lehrer sind immer die, die mit Kindern und Jugendlichen besser auf Augenhöhe stehen können und den man noch anmerkt das die früher mal genauso waren wie man selbst.

Und das werden sicher 90% oder mehr aller Schüler und auch jungen Erwachsenen bestätigen können. (Wies bei älteren ist weiß ich nicht, mit den Rede ich net so oft über die Schulzeit ^^)

Edit:

Und seine Musik ist ab 18 also sollten die meisten Schüler sie eh nicht kennen wenn die Eltern aufpassen und danach ist das einfach nur wie Horror Filme schauen.

[ nachträglich editiert von Kirifee ]
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05.05.2010 14:33 Uhr von Pils28
 
+6 | -2
 
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Ist so etwas legal? Also jemanden, nur weil einem das Hobby nicht gefällt, ´rauszuschmeißen?
Vor Allem bei einer öffentlichen Einrichtung wie einer Schule merkwürdig.
Meiner Meinung nach hat da der Rektor über seinen Kompetenzen gehandelt!
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05.05.2010 15:03 Uhr von kid-ikarus
 
+7 | -26
 
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05.05.2010 15:08 Uhr von Pitbullowner545
 
+9 | -7
 
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nein: das ganze dürfte wohl kaum legal sein

DIe Schule gehört verklagt und die "rektorin" entfernt.. am besten gleich entlassen, das ist ja schon wieder gelebter Faschismus...
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05.05.2010 15:08 Uhr von Kirifee
 
+0 | -1
 
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ups. sry verklickt >.<

[ nachträglich editiert von Kirifee ]
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05.05.2010 15:26 Uhr von iamrefused
 
+1 | -2
 
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geht nichts an: gehts nichts an gehts nichts an, bald schon und es wird noch viel mehr reguliert.
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05.05.2010 15:27 Uhr von Leondriel
 
+17 | -2
 
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@kid-ikarus: Was für ein Bullshit!
Wenn ein Steuerberater als Hobby Steuern hinterzieht verstößt er gegen das Gesetz und kriegt, wenns rauskommt, Besuch von den Behörden.
Wenn ein Software-Entwickler Software auf p2p-Netzwerken bereitstellt... ja und? Sinds illegale Daten ists eine Straftat, sonst ists dem Chef herzlich egal. Oder der Chef findets sogar gut, da es durchaus z.B. Spiele-Entwickler gibt, die ihre Patches über p2p-Netze verteilen.

Kommen wir nun zu diesem Herrn: Er schaut gern Horrorfilme (keine Straftat) und macht Musik, die dir nicht gefällt (keine Straftat) und bietet die wegen ihrem Inhalt nur Erwachsenen an (löblich). Ja, ich würde den unterrichten lassen ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Interessenskonflikt wie du ihn suchst wäre gegeben, wenn er ein Pädophiler wäre, dann würde ich ihn nicht auf Kinder loslassen.
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05.05.2010 15:30 Uhr von Hygrom72
 
+7 | -7
 
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schwierig: Nehmen wir mal ein krasses Beispiel:
Da ist jemand, der den ganzen Tag Bilder malt oder Geschichten schreibt, in denen Pädophile Männer sich an Kleinkindern vergehen. Er hat die schön eingerahmt bei sich zu Hause hängen, und die Geschichten ordentlich abgeheftet. Ist halt sein Hobby..

Jetzt will der Kindergärtner werden. Er beteuert auch, dass das nur ein Hobby ist, er kein Pädophiler ist und das nur eine Phantasie ist, und er sich als Künstler sieht.
Würdet Ihr den einstellen?
Würdet Ihr eure Kinder in seine Obhut geben?

Natürlich macht ein extremes Hobby nicht gleich einen extremen Menschen.
Shooter-Spieler sind natürlich nicht automatisch Amokläufer.
Und Menschen, die Horrorfilme drehen sind auch keine Massenmörder.

Aber ein Hobby sucht man sich aus, weil es einem Gefällt. Kein Mensch steckt seine Freizeit in ein Hobby, mit dem er sich nicht irgendwo identifizieren kann.

Und manche Berufe bringen es mit sich, dass man gewisse Voraussetzungen mit bringt. Dazu gehören Talent, körperliche und seelische Vorraussetzungen und gerade im Umgang mit Menschen, besonders Kindern, eine gesunde Moralische Einstellung und Einfühlungsvermögen.

Ich würde keinem Feuerwehrmann vertrauen, der Angst vor Feuer hat.
Und von einem Chirurgen, der von Krankheit wegen zittrige Hände hat und eine Brille mit Gläsern von 2cm stärke trägt würd ich mich nicht operieren lassen.

Und mein Kind würde ich keinem Lehrer anvertrauen, der in seiner Freizeit Videos dreht in denen er Junge Menschen zerstückelt.

Um diesem Menschen zu vertrauen müsste ich ihn schon sehr gut kennen und mich selber davon überzeugt haben, dass sie für den Job geeignet sind.
Ich hatte damals auch einen Lehrer, der Metal gehört hat und echt in Ordnung war. Aber der hat nicht solche Videos gedreht.
Ausserdem ist es noch ein Unterschied, solche Videos passiv zu konsumieren, oder sich selbst auszudenken und zu erstellen.

So einen Deathmetal-Text nebenbei im Ohr zu haben, und eh die Hälfte nicht zu verstehen, ist anders, als sich die Worte selber auszudenken.
Eine Splatterszene im Film zu sehen ist was anderes, als sich diese Szene selber auszudenken und durchzuführen.

Lehrer arbeiten extrem Nahe an unseren Kindern. Und deswegen sollten sie uns auch ihre Vertrauenswürdigkeit signalisieren. Mit einem Kinder-Zerstückel-Video wird mich keiner davon überzeugen, mein Kind in seine Obhut zu geben.

Wie kann man zum einen glaubwürdig erklären, sich gewissenhaft und moralisch um die Erziehung und Entwicklung eines Kindes zu kümmern, wenn man in seiner Freizeit Videos erstellt in denen man diese Kinder dann Quält?

Wer da ohne Bedenken sagt, kein Problem, ich würd mein Kind jedem anvertrauen, der Typ wär doch mal ein toller Lehrer, der hat vermutlich(!) selber noch keine Kinder.

@Leondriel:
Zu deiner Pädophilen-Aussage. Was sagst Du da zu meinem Beispiel?
Wenn er sich nur als Hobby mit Pedophilität abgibt? Bilder von Pädophilen Szenen malt. Geschichten schreibt, in denen Kinder Missbraucht werden? Und in denen der Täter natürlich kein Opfer ist...

Was dann? Würdest Du dem auch Dein Kind anvertrauen?

Wir reden nicht von einem Typen, der Horrorfilme ansieht. Er wirkt aktiv in Filmen mit, wo Teenager zerstückelt werden. Deiner Aussage nach hat das ja nichts mit seinen Neigungen zu tun. Also ist mein "Hobby-Pädophiler" ja auch keine Gefahr.

[ nachträglich editiert von Hygrom72 ]
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05.05.2010 15:30 Uhr von Tleining
 
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@ kid-ikarus: deine Vergleiche sind lächerlich. Steuern zu hinterziehen ist eine Straftat, wenn es bekannt wird, wird der Berater verurteilt und gut ist.
Wenn ein Softwareentwickler in seiner Freizeit Programme erstellt und gratis verteilt ist das seine Sache, wenn seine Firma damit ein Problem hat, oder glaubt, dass er von ihr geklaut hat, zeigt sie ihn an, es kommt zur Verhandlung und die Sache ist gut.

Erklär mir mal folgendes: Inwiefern stellt das Video seine Qualifikation als Lehrer infrage? Glaubst du, dass er gerne Mädchen töten würde? In dem Fall müßtest du auch ein Problem damit haben, dass er frei herumläuft.
Was ist mit Leuten, die Horrorfilme herstellen und verbreiten? Dürften die danach noch als Lehrer arbeiten? Was ist, wenn ich in einem Theaterstück einen Pedophilen spiele? Müßte ich mich danach von Kindern fernhalten?

Zu der Frage mit dem Bild, sieh dir mal das Foto von ihm in der Quelle an. Dein Problem ist, dass du nicht zwischen realer Person und Kunst-Figur unterscheiden kannst. Auf der Bühne und mit seiner Band spielt er eine bestimmte Rolle, das bedeutet nicht, dass er ansonsten ebenfalls so ist.
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05.05.2010 15:48 Uhr von Tleining
 
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@ Hygrom72: glaubst du wirklich, dass man als Lehrer einfach anfängt zu arbeiten, ohne Kontrolle oder sonstwas?
Ich halte es einfach für falsch, jemanden wegen eines legalen Hobbys zu benachteiligen. Warum kann man ihm keinen befristeten Vertrag geben, dann sieht man wie gut er als Lehrer ist.

Zu deinem Beispiel mit Pädophilie als Hobby. Dein Beispiel ist extrem, da in Deutschland imo Texte und Zeichnungen ebenfalls als Kinderpornografie angesehen werden und damit strafbar sind. Aber sollte es zu so einem Fall kommen, hätte ich schon ein Problem mit dieser Person als Kindergärtner.

Aber du gehst hier schon etwas zu weit, nehmen wir doch mal einen anderen Fall, South Park. Stell dir vor die Macher von South Park würden sich für eine Position als Lehrer bewerben. In South Park wird getötet, Kinder vergewaltigt usw. Wäre das für dich ein Problem?
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05.05.2010 15:48 Uhr von Hygrom72
 
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@Tleining und Leondirel: kid-ikarus Beispiele sind vielleicht unglücklich gewählt, weil er schon strafbare Handlungen vorraussetzt.

Aber es gibt auch potentielle Situationen, wegen denen man einen bestimmten Job nicht bekommt.

Versuch mal mit einem hohen Schuldenberg einen Job bei einer Bank, einem Sicherheits oder Umgang mit teuren Wertgegenständen zu bekommen.
Du hast zu diesem Zeitpunkt noch keine Straftat begangen.
ABER. Weil Du Schulden hast, ist die Gefahr gegeben, dass dich der Beruf dazu verleitet, dir Wertgegenstände anzueignen, zu stehlen. Aus präventiven Gründen hat man da also wenig Chancen.
Genauso ist es, wenn man jemanden einstellt, der in seinem Beruf mit schutzbefohlenen Kindern und Jugendlichen zu tun hat. Auch da kann ich verstehen, wenn man "Präventiv" gewisse Voraussetzungen erfüllen muss.
Und wenn ich nun meine, in meiner Freizeit Videos und Musik zu machen, in denen genau die Kinder und Jugendlichen, die ich von den Eltern anvertraut bekomme, zerstückelt und ermordet werden, dann muss ich auch mit unangenehmen Fragen rechnen oder halt damit, diesen Job nicht auszuüben.
Es ist schon eine schwierige Situation, wenn mein Hobby sich genau mit dem Gegenteil meines Berufes beschäftigt. Aber ich finde, gerade wenn es um unsere Kinder geht, kann und sollte man keine Risiken eingehen. Das sind Vertrauensverhältnisse.
Vertrauen muss man sich erarbeiten. Ihr vertraut auch keinem völlig fremden. Keiner von Euch würde mir einfach so jetzt mal 500 Euro überweisen, selbst wenn ich euch versprechen würde, dass ich es sofort zurück zahle. Und das obwohl ihr meine Hobbies nicht mal kennt..
Hier geht es nicht darum, ob einer in einer Fabrik Konservendosen herstellt. Hier geht es darum, wer sich jeden Tag stundenlang um Eure eigenen Kinder kümmert.
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05.05.2010 16:01 Uhr von Hygrom72
 
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@Tleining: Wie ich persönlich darüber denke?
Zuerstmal muss ich sagen, dass ich keine eigenen Kinder habe.
Ich bin mir aber sicher, die Sache dann noch um einiges heftiger zu beurteilen als jetzt.
Zweitens höre ich selber Metal seit 1985. Ich spiele Shooter, schaue auch gern Horrorfilme (wobei es inzwischen Ausnahmen gibt). Habe selber früher viel Gezeichnet.. Monster, Blut usw war auch genug enthalten. Die Plattencover von Kreator und Cannibal Corpse finde ich "cool", in gleichem Maße wie ich Eddie von Maiden cool finde.

Soviel schonmal, damit ihr wisst, dass ich da nicht ganz aussenstehend bin, was solche Medien angeht.

Ich weis auch, dass ich keinem Kind, keinem Menschen etwas antun würde. Körperlichen Auseinandersetzungen gehe ich aus dem Weg, weil ich keinen Sinn darin sehe. Ich würde sagen, dass ich ein gutes Moraldenken habe. Ich halte mich an Straßenverkehrsregeln, selbst wenn es niemandem Schadet (halte mich auch nachts bei verlassener Straße an Geschwindigkeitsregeln, usw).
Trotzdem!!!!
Ich würde es verstehen, wenn mir, würde ich so einem Hobby nachgehen, wie dieser Musiker, Eltern ihr Kind nicht anvertrauen. Wenn ich auf der einen Seite Medien veröffentliche auf denen ich Menschen, Tiere oder was weis ich quäle, zerstückele und töte, dann bin ich mir bewusst, dass dies meine Person nach aussen hin prägen wird.
Dass mich das einen Job kosten kann, in dem ich mich um Menschen kümmern muss.. Schule, Krankenhaus, Pflege usw. Wäre mir irgendwo klar. Denn ich kann nicht erwarten, dass mich alle Eltern meiner Schüler erstmal privat kennenlernen und sich ein Bild über mich machen. Die sehen in einem Musikvideo wie ich genüßlich eine Teenagerin zerstückele, und da kann ich verstehen, dass die sich dann nicht mehr so sicher sind, mir ihr Kind anzuvertrauen.

Ich verstehe nicht, warum man das nicht nachvollziehen kann. Für mich ist das ziemlich klar.

Soll er doch weiter Musik machen, is doch in Ordnung. Ich glaube auch nicht, dass er auch ausserhalb der Videos Menschen zerstückelt. Ist mir klar. Aber er prägt seine Person in der Öffentlichkeit freiwillig mit einem Bild, dass ihn halt nicht gerade vertrauenswürdig im Umgang mit Kindern und Jugendlichen erscheinen lässt.
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05.05.2010 16:02 Uhr von Karma-Karma
 
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Meine Güte Privatleben und Beruf sind zwei verschiedene Sachen. Bei manchen Schwachköpfen hier, die ein Berufsverbot gutheißen, dreht sich mir der Magen um. Die sagen ja nichts anderes als dass menschen, die brutale Death Metal Musik machen und Horrorvideos drehen, kranke und gesellschaftsunfähige Menschen sind, die nicht in die Nähe von Kindern gehören.

Geht´s noch? Sind alle Spieleentwickler, Regisseure, Schauspieler und Musiker, die brutale Themen zum Inhalt ihrers Berufs machen, etwa krank? Aus welchem Hinterwald muss man denn kommen, um so eine dümmliche Einstellung von Vorvorgestern zu vertreten?

Meine Güte, wo zum Teufel lebe ich hier?!
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05.05.2010 16:23 Uhr von Tleining
 
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@ Hygrom72: Präventivmaßnahmen: Es geht hier nicht um Eltern, sondern um eine Schulleiterin, die aufgrund ihres persönlichen Geschmacks, was Musik und Musikvideos angeht, einen Lehrer nicht anstellen wollte. Es gibt keine Regel die besagt, dass ein Lehrer kein Musiker sein darf. Es gibt aber die von dir genannten Regeln, was das Arbeiten in sensiblen Bereichen angeht.

Vertrauen erarbeiten: Ich weiß nicht auf welchen Schulen du warst, für mich war es so, dass mir die Lehrer auf der Grundschule persönlich bekannt waren, da meine Mutter dort Lehrerin war. Aber auf den weiterführenden Schulen, ab der 5. Klasse, gab es kein erarbeitetes Vertrauen mehr. Die Lehrer waren etabliert, hatten einen gewissen Ruf, und sind den bis heute nicht losgeworden. Als Schüler ist man gezwungen, wildfremden Menschen zu vertrauen.
Durch Freundschaften und Klassentreffen weiß ich heute einiges mehr über meine ehemaligen Lehrer, und ich bin mir nicht sicher, ob ich meine Kinder auf die Schulen schicken würde, auf denen ich war, nicht bei den Lehrern.

In diesem Fall ist für mich interessant, dass Herr Gurrath bereits als Referendar gearbeitet hat. Seine Kollegen haben also bereits gesehen, ob er fähig ist mit Kindern zu arbeiten oder nicht. Es handelt sich nicht um einen völlig unbekannten, der plötzlich vor der Rektorin steht und um einen Job bittet, es geht um jemanden der mit Kollegen zusammen gearbeitet hat, und plötzlich ist das Hobby wichtiger als die Befähigung.
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05.05.2010 16:58 Uhr von 666Antichrist666
 
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typisch christlichverfickte Rektorin: wer soviel Intoleranz zeigt bzw. nichts von unseren Werten versteht, sollte man ebenfalls null Toleranz zeigen.
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05.05.2010 17:50 Uhr von Anomaly92
 
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Ich bin sicher, er wäre bei seinen Schülern beliebt gewesen. Ausgefallene Lehrer, deren Hobbies auch mit den (einiger/vieler/mancher) Schüler zusammenfallen haben bessere Karten!

Ich würde mich beispielsweise über so einen Lehrer freuen!
Leider habe ich nur alte Säcke im Moment.
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05.05.2010 18:52 Uhr von sanko
 
+1 | -2
 
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kann das auch: nicht wirklich nachvollziehen, warum so entschieden wurde.
Ich hab eher Positive Erfahrungen im normalen Alltag mit Metalern gemacht.

In der Firma in der ich Arbeite sind 70 % Metaler und die gehen genau so krass ab wie der Typ aus der News hier.
Selbst mein Schichtführer ist Metaler mit nem Riesen METAL schriftzug auf seinem Bauch...

Ich kann zwar nicht wirklich nachvollziehen was daran so toll ist, jedoch hab ich auch nichts gegen solche Leute.

Kann mir gut vorstellen, das der angehende Lehrer aus der News nen richtig guter werden könnte...
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05.05.2010 18:57 Uhr von P4H
 
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Das Privatleben und die persönlichen Vorlieben in diesem Bezug haben nichts mit dem Berufsleben zu tun. Deswegen kann man nicht unterstellen das jemand seinen Beruf nicht ausüben kann. Auch nicht als Pädagoge.
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05.05.2010 20:47 Uhr von MrKlein
 
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gut: das er kein lehrer geworden is und bei debauchery geblieben is!!! die band is hammer und live noch geiler

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