NRW-Wahl: Studie belegt, dass Wahlprogramme unverständlich sind
Glaubt man einer aktuellen Studie der Universität Hohenheim, dann sind die Wahlprogramme der Parteien oft unverständlich und von Anglizismen, Fachbegriffen und Schachtelsätzen durchzogen. Dies betrifft alle Parteien und bei allen gäbe es "Verstöße gegen grundlegende Verständlichkeitsregeln".
Das sagt Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider, einer der teilnehmenden Forscher und lässt dabei auch weiterhin kein gutes Haar an den Wahlprogrammen. Die CDU spricht von "kooperativen Versorgungsstrukturen", während SPD und Grüne das "Konnexitätsprinzip" anführen.
Besonders gravierend sei die Unverständlichkeit allerdings bei der FDP, deren Wahlprogramm die Forscher eine "Verdaulichkeit wie eine Doktorarbeit" attestierten. Ergebnis dieser Ausführung sei es, dem Leser die gewollte Aussage zu verwehren. Grundlage für die Studie war der "Hohenheimer Verständlichkeitsindex".