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Taliban-Hinterhalt: Bundeswehrsoldat berichtet eindrücklich von Duellsituation

Der Hauptfeldwebel Daniel Seibert berichtet in einem Interview in drastischen Worten, wie er mit seinen Männern in einen Hinterhalt geriet und es doch schaffte, den Angriff ohne Verluste zu überstehen.

Eindrücklich wird geschildert, wie er seine Leute bei dem Angriff führen musste und es auf eine lebensbedrohliche Duellsituation hinauslief. Seibert schildert kühl, wie er einen Kameraden rettete und dafür "gesorgt" hat, dass der Feind "auf niemanden mehr eine Waffe" richtet.

Zudem berichtet er, wie gut die Angreifer ausgebildet sind. Zur Taktik der Taliban gehört es demnach auch, dass sie, um über "Ausfälle hinwegzutäuschen", das Schlachtfeld nach dem Gefecht aufräumen.


WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Interview, Soldat, Bundeswehr, Taliban, Hinterhalt, Bundeswehrsoldat
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.05.2010 17:00 Uhr von faxe5
 
+12 | -5
 
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gut geschriebene News ! hab auch die Quelle gelesen. Am Besten gefiel mir die Bemerkung:
Sie haben ihn im direkten Duell ausgeschaltet?
Seibert: Ich habe ihn erschossen.

Egal wie es unsere Politiker formulieren und ob man für/gegen diesen Einsatz ist, dies ist ein Krieg. Und unsere Soldaten brauchen klare Befehle, nicht erst warten, bis einer erschossen wird, auf dass dann zurückgeschossen werden darf.
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03.05.2010 17:13 Uhr von weg_isser
 
+15 | -15
 
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"Und unsere Soldaten brauchen klare Befehle...": Jupp, den Befehl ihre Sachen zu packen und aus der Region zu verschwinden, wir haben da nix zu suchen.
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03.05.2010 17:38 Uhr von funeraldiner
 
+15 | -14
 
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der größte egoismus,ist jener: der meint, das dort würde uns nichts angehen.

Wer sich auch nur halbwegs als links versteht, muss einen Einsatz befürworten. Die Forderung, dass sich die Allierten zurückziehen sollen beschreibt allzu stark die Tatsache, dass die Menschen dort einfach ihrem Schicksal überlassen werden sollen. Es steht gänzlich gegen die Überzeugungen jeder linken Partei, einen Rückzug zu fordern. Das ist Reaktionär!
Als aufgeklärte Europäer sollte es die Pflicht sein, eine Gesellschaft, die sich selbst nicht, oder nur diktatorisch tragen kann, zu unterstützen. Alles andere ist nicht nur reaktionär, sondern schlichtweg dumm.

Nun wissen wir aber auch, dass es viele dumme Leute in Deutschland gibt.

Die Bewertungen werden diese Sprache sicherlich sprechen.

Die Konservativen Parteien sind mit ihrem Altruismus wesentlich progressiver als die linken.

[ nachträglich editiert von funeraldiner ]
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03.05.2010 17:44 Uhr von Dr.G0nz0
 
+11 | -3
 
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@funeraldiner: "Als aufgeklärte Europäer sollte es die Pflicht sein, eine Gesellschaft, die sich selbst nicht, oder nur diktatorisch tragen kann, zu unterstützen."

Was heißt denn bitte unterstützen? Wenn wir alle Gesellschaften so unterstützen wollen wie die afghanische, dann werden wir aber gehörig aufrüsten und in gut 100 weitere Länder einmarschieren müssen.

Ich bin außerdem nicht der Meinung, das Interventionismus eine dezidiert linke Haltung sein soll.

[ nachträglich editiert von Dr.G0nz0 ]
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03.05.2010 17:45 Uhr von funeraldiner
 
+4 | -8
 
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wer interventionismus mit stabilisierung verwechselt, hat grundsätzlich schonmal gar nichts verstanden.

gleiches gilt für imperialismus.

[ nachträglich editiert von funeraldiner ]
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03.05.2010 17:51 Uhr von Dr.G0nz0
 
+6 | -1
 
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@funeraldiner: Daher ja meine Frage .. was soll das heissen "unterstützen"?

Ich wage zu bezweifeln, dass wir den Afghanen mit dem Einmarsch ein großen Dienst erwiesen haben.
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03.05.2010 17:55 Uhr von funeraldiner
 
+4 | -4
 
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Ich meine: militärische, politische und wirtschaftliche Hilfe, um eine Gesellschaft zu stabilisieren und ihre Abhängigkeit von Stammesstrukturen, Drogenkartellen, etc. pp. aufzuheben.
Stichwort Rechtssicherheit.

Die Entwicklungen in Afgahnistan oder Irak sind zwar nicht perfekt, aber immernoch besser, als ein klerikalfaschismus
oder feudal-willkür.
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03.05.2010 18:09 Uhr von Dr.G0nz0
 
+7 | -1
 
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@funeraldiner: Also was Du beschreibst nennt sich Interventionismus. Kannst es ja mal nachschlagen.

Es ist außerdem einigermaßen naiv zu glauben, man könne einfach irgendwo einmarschieren, die bestehende Ordnung (egal wie sehr sie einem zuwider ist) kaputtschlagen und mit einer eigenen ersetzen.

Und nur weil Du Klerikalfaschismus doofer findest als das was im Moment in Afghanistan passiert, müssen die Afghanen das ja nicht genauso sehen.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass man jeder Entwicklung auf der Welt tatenlos zusehen muss, aber genausowenig sollten (und können) wir uns in alles einmischen.
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03.05.2010 18:12 Uhr von smutjie
 
+4 | -0
 
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Nach: den Überfällen hinterlassen die Taliban das "Schlachtfeld" pikobello sauber!

Das heißt z.B. Einschußlöcher in Wänden werden verputzt, ebenso bei Bäumen/ Gebüsch.
Alle Munitionsteile werden eingesammelt, alle Blutspuren werden beseitigt...
Nichts weißt nach den Aufräumaktionen mehr auf die Auseinandersetztungen hin!
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03.05.2010 18:34 Uhr von Mecando
 
+5 | -1
 
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Hmmm: Bei diesem Thema sollte man sehr aufpassen. Oftmals kommt es zu einer Gleichsetzung von Afghanen und Extremisten.
Die Hilfe durch deutsche Soldaten ist in Afghanistan, besser gesagt bei der afghanischen Zivilbevölkerung, ist sehr willkommen und wird auch geschätzt.
Leider machen einige wenige (im Vergleich zur Gesamtbevölkerung) Extremisten dieses Bild kaputt. Und die Medien berichten sowieso eher über die negativen Extreme als über z.B. eine neu gebaute Schule...
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03.05.2010 19:59 Uhr von maki
 
+1 | -8
 
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Unser Frontberichterstaater HM und die heroischen: Krieger...

Jaaa, unsre Wehrsportgruppe Guttenberg - da kann man schon stolz drauf sein (wenn man nicht mehr alle Latten am Zaun hat).
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03.05.2010 20:48 Uhr von ElChefo
 
+5 | -1
 
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Also ihr könntet ja mal die Afghanen fragen, die die Taliban zwischen 1996 und 2001 allein in den Stadien des Landes öffentlich hingerichtet haben, oder die Mädchen, die sie vergast oder verätzt haben weil sie zur Schule gingen, ob der Einmarsch ne gute Idee war.

Das die Taliban "ihre" Schlachtfelder aufräumen ist Fakt. Vor ein paar Tagen habe ich noch recht frische Luftbilder von Isa Khel gesehen, bis auf ein paar kleinere Reste des gesprengten Dingos sieht man dort nichts mehr von den Geschehnissen.

Maki...
...also, du bist ja immer zu nem Witz aufgelegt. Aber bitte achte in Zukunft doch ein wenig mehr drauf, das dieser jämmerliche Neid nicht so hervorsticht. DEINE Lieblingsarmee gibts nicht mehr, genausowenig deine Arbeitgeber in deinem Lieblingsministerium.
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06.05.2010 10:51 Uhr von azrael_w
 
+2 | -0
 
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also ich frage mich bei den kommentaren hier nur noch eins, ist ein einziger aktiver soldat unter den mitschreibern? oder kennt jemand hier wenigsten einen der in afg im einsatz war? ...

na gut auch nicht?

hat dann wenigstens mal jemand hier erlebt das eine scharfe waffe in tötungsabsicht auf ihn gerichtet wurde, oder sonstwie gegen einen aggressiven angreifer um sein leben kämpfen müssen?

was schwallt ihr dann hier rum?

ich hab die news mit einem dicken minus bewertet:

der satz hier ist sowas von unnötig

"Seibert schildert kühl, wie er einen Kameraden rettete und dafür "gesorgt" hat, dass der Feind "auf niemanden mehr eine Waffe" richtet. "

zudem steht in der orginalquelle nichts davon wie der emotionale zustand von Hauptfeldwebel Seibert zuum zeitpunkt des interviews war

aber das steht dort:

Seibert: Das ist zwar schön, aber ich lege darauf keinen gesteigerten Wert. Viel wichtiger wäre mir eine größere Anerkennung unserer Arbeit in der Bevölkerung. Wir Soldaten haben ein Recht darauf, dass die Menschen in unserem Land achten und respektieren, was wir in Afghanistan tun. Wir halten unseren Kopf hin für dieses Land, und dafür wollen wir nicht auch noch missfällig angeschaut oder angepöbelt werden. Ich glaube, da spreche ich im Namen aller Soldaten, die mit mir in Kundus waren.

und darüber sollten vielleicht einige mal nachdenken
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06.05.2010 18:27 Uhr von Shiftleader
 
+0 | -3
 
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man sollte: den taliban auch nicht noch die ruhe zu teil werden lassen, deren leichen zu bergen. ratz batz alles wegpusten. hier geht es letztendlich darum: derandere oder ich !!

die soldaten bekommen schon moralische unterstützung, wenn sie in gefechte verwickelt sind. es sind aber die politker, auf die jeder wut haben sollte.

da die merkel-clique so vehement dort unten präsent sein will, könnte man denken, afghanistan sei das 17. deutsche bundesland !!!

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