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4,5 Millionen Euro teure Geige von Guarneri nach Problemen wieder in Österreich

Die an die berühmte Violinistin Patricia Kopatchinskaja ausgehändigte Leihgabe einer Guarneri-Geige wurde vor einer Woche vom Schweizer Zoll beschlagnahmt (ShortNews berichtete). Sie hätte eine Kaution von 450.000 Franken hinterlegen müssen, damit sie das Instrument nicht verkauft.

Die Behörden hätten dann die Sicherheit für die eventuell entgangene Mehrwertsteuer gehabt, falls sie die Geige verkauft hätte. Dies belastete die Geigerin enorm, so dass sie nach Rücksprache beschloss, die Rarität der Nationalbank Österreichs zurückzugeben und eine Verzichtserklärung unterschrieb.

Bis jetzt ist noch nicht geklärt, ob der Schweizer Zoll weiterhin auf die Bezahlung von 10.000 Franken Bußgeld besteht. Die "Neue Züricher Zeitung" (NZZ) schrieb, dass eine Beauftragte der Nationalbank die Violine bereits nach Österreich zurückbrachte.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Problem, Zoll, Geige, Patricia Kopatchinskaja
Quelle: www.codexflores.ch

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.05.2010 12:19 Uhr von jsbach
 
+5 | -0
 
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Wie ich den damaligen Kommentaren entnahm, ist die Ansprache der Schweizer Zöllner jetzt nicht mehr so Touristenfreundlich. Ich kenne sie nur vom Skifahren her als aufgeschlossen und nett. Aber in diesem Fall haben sie wohl eine härtere Gangart an den Tag gelegt... (Bild zeigt eine Guarneri-Geige von 1743)
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03.05.2010 13:48 Uhr von Gierin
 
+3 | -3
 
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Egal was wir tun, es ist immer falsch! Lassen wir Schweizer mal Ausländer mit Wertgegenständen oder hohen Barbeträgen in unser Land rein, dann bezeichnet man uns als Helfer für Hehler und Steuerhinterzieher.
Wenn unser Zoll aber mal genauer hinschaut und Sicherheiten fordert ist das aber auch nicht recht.
Wir sind schon arme Schweine, bitte eine Runde Mitleid! ;-)
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03.05.2010 16:07 Uhr von schorchimuck
 
+4 | -2
 
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@gierin da hast du recht ;): Aber tröste dich,ihr habt wenigstens kein Spielgeld wie den Euro in eurem Land als Währung.

lg
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04.05.2010 09:40 Uhr von bigpapa
 
+0 | -0
 
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Der Zoll hat kein Plan: wenn es um echte wertvolle Stücke geht.

Weder in der Schweiz noch in DE. Und ich kann ihnen das sogar verzeihen.

Die werden darauf geschult Tabakwaren, billig-Importe und den "Schmuggel des kleinen Mannes" zu erkennen.

Ich kann mir den Fall vorstellen : Zöllner findet Geige im Sonderkoffer, rennt zum Chef und der sagt, erst mal da behalten und Experten suchen gehen. Die Besitzerin macht Stress und die Presse freut sich das das sie was zu schreiben hat.

Verstehen tue ich alle 3 gut. Weil ja alle irgendwie im Recht sind.

Kann man eigentlich in ein Pass schreiben "Ausreise nur mit Geige gestattet :) " ? .

Gruß

BIGPAPA
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04.05.2010 16:56 Uhr von Motzknochen
 
+1 | -0
 
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Konzerte in CH demnächst mit Japan-Geigen: Was ihr wollt. Viele weltberühmte Musiker spielen auf Leihgaben. Mal sehen, wer demnächst noch mit Instrument in die CH fährt. Die spinnen die Schweizer.

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