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Finanzkrise in Griechenland: Europäische Zentralbank (EZB) in der Kritik

Als "absolut unkompatibel" bezeichnete der DekaBank-Experte Karsten Junius die Rolle der EZB, gemessen an den vorherigen Aussagen, die der Notenbank-Präsident Jean-Claude Trichet immer wieder betonte, die Bank werde keine Ausnahmeregelungen für einzelne Euro-Länder einführen.

Am Wochenende jedoch kippte die EZB um und beteiligt sich nun am Hilfspaket für Griechenland. Mit dieser Entscheidung stellt Trichet das Vertrauen in die EZB in Frage. "Vertrauen ist in der Geldpolitik ein sehr wichtiger Punkt", so Commerzbank-Experte Schubert.

"Die EZB will den Investoren Sicherheit geben und für Ruhe an den Märkten sorgen", erklärt Commerzbank-Experte Michael Schubert zu dieser Entscheidung. Aber die Kritik der Ökonomen an die Währungshüter fällt dennoch deutlich aus. Einheitlicher Tenor: Niemand kann nun den Kurs der EZB vorhersagen.


WebReporter: kamisen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kritik, Griechenland, Finanzkrise, EZB, Zentralbank, Europäische Zentralbank
Quelle: boerse.ard.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.05.2010 11:47 Uhr von kamisen
 
+4 | -2
 
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Man hätte Griechenland aus der Währungsunion ausschließen müssen.
Diese Krise ist ja nur die Spitze eines Eisberges. Was dem Euro in Spanien, Italien, Irland usw. noch blüht ist nicht vorhersehbar. Aber nun wurden schon die Weichen gestellt, mit denen auch andere Länder, die in Schieflage geraten sind, oder werden, Lösungen aufgezeigt.
Zum Leidwesen des Euros.
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03.05.2010 12:26 Uhr von Sonnflora
 
+3 | -0
 
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Wußtet ihr eigentlich, das die EZB unser Geld druckt, uns dann gibt und dieses Geld dann mit Zinsen und Zinseszinsen zurückhaben will? Kein Wunder, daß irgenwann alles zusammenbricht. Denn das kann nicht funktionieren.
So wie hier läuft das nämlich:
http://video.google.com/...
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03.05.2010 12:27 Uhr von dr.b
 
+2 | -1
 
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@bertl058: in dem europäischen Wirtschaftsgefüge und der exportlastigen Industrie Deutschlands würde es faktisch keinen Unterschied machen ob die ihre Kredite in Euro, DM oder was auch immer nicht bedienen könnten. Sicher hat das kurzfristig Auswirkungen, langfristig macht die gemeinsame Währung aber viel sinn.....ob da nun die Länder alle drin sein müssten die drin sind, gut darüber kann man streiten, aber Deutschland ist der größte Profiteur des Euro...ich weiß das hört man nicht gerne aber es ist so. Es geht auch um viele deutsche Banken die mit drin hängen und die ganze Situation wird von EZB, IWF etc. gehandelt....ob das so wäre wenn es nur um offene DM zwischen einem einfachen Griechenland-Deutschland-Verhältnis handeln würde wäre höchst zweifelhaft. Und dann würde die DM alleine an Wert verlieren...nur mal so für den Tellerrand ausserhalb der eigenen 4 Wände.

ps: zum Thema Schweizer.....ja sind letztes Jahr viele auf der Strasse gelandet....Währung schützt vor Krisen nicht, denn sie ist nur ein Symbol für Werte. Und wenn die realen Werte gefaked sind, dann ist es egal welches Bildchen auf dem Papierle ist.

[ nachträglich editiert von dr.b ]
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03.05.2010 15:50 Uhr von meisterthomas
 
+0 | -1
 
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Wir sitzen in einem Boot, Reiche oben - andere unt: Man hätte Griechenland aus der Währungsunion ausschließen müssen, um dann abzuwarten bis man selbst an der Reihe ist und ausgeschlossen wird?
Wie erdrückend unsere eigene Schuldenlast ist, das wird auch unsere Mittelschicht sehr bald schmerzlich erfahren.

Solange Spekulanten, Banken, Fonds und Rating-Agenturen über eine Währung bestimmen können, ist und bleibt sie ein Spekulationsobjekt.
Nun sitzen wir wieder alle in einem Boot und gehen schlimmsten Falls gemeinsam unter.

Aber dieses Boot ist sehr viel weniger vom Untergang bedroht als national aufgeblasene Schlauchboote.

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