"Cassini" beendet Manöver zur Gravitationsmessung von Saturnmond "Enceladus"
Die Raumsonde "Cassini", die bereits seit einigen Jahren das Saturnsystem untersucht, hat nun ein so genanntes "Flyby-Manöver" durchgeführt, mit dem die Wissenschaftler die Gravitation von Enceladus exakter messen wollten. Dieser Mond bietet einige sehr interessante und ungewöhnliche Eigenschaften.
Erwähnenswert ist hier vor allem, dass er in seiner Südpolregion Wasser und organische Moleküle in den Weltraum schleudert. Cassini überflog dieses Gebiet im Gegensatz zu normalen Flyby-Manövern aber ohne den Einsatz von Schubdüsen, welche die Messung des Gravitationsfeldes stark erschwert hätten.
Ein Ziel war die Registrierung kleinster Anomalien im Gravitationsfeld des Mondes, die auf seinen inneren Aufbau schließen lassen: So wäre es beispielsweise möglich, Ozeane unter dem dicken Eispanzer aufzuspüren oder das Aufsteigen von Blasen aus etwas wärmerem Eis an die Oberfläche zu verfolgen.