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"PowerPoint macht uns dumm": Kritik in der US-Armee gegen Präsentationssoftware

Microsofts Präsentationssoftware "PowerPoint" scheint innerhalb der US-Armee sehr umstritten zu sein. Grund hierfür ist die zu primitive Darstellung von Informationen, sowie die fehlende Prüfung auf Verständnis beim Betrachter.

"PowerPoint macht uns dumm", bringt es General James Mattis vom Marine Corps auf den Punkt. Auch General Stanley McChrystal erkennt eine Problematik in der "Einfachheit" der Software.

Darüber hinaus haben auch Sicherheitsexperten innerhalb der US-Armee Bedenken bei der Nutzung von "PowerPoint". Derzeit nutzt aber selbst US-Verteidigungsminister Robert Gates die Software täglich.


WebReporter: Kashyyk online
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Microsoft, Kritik, Armee, Stanley McChrystal, PowerPoint
Quelle: derstandard.at
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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2010 15:39 Uhr von NetCrack
 
+42 | -12
 
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LoL is die Frage was die Leute jetzt mehr verlödet, die US-Armee oder PowerPoint. Ich hab da so ne Theorie ...
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02.05.2010 15:41 Uhr von pitman-87
 
+42 | -6
 
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an unserer Uni: wird auch mir der, oder vergleichbarer Präsentationssoftware gearbeitet und wir sind alle mega dumm.

Was ich damit sagen will, dumme Menschen machen dumme Vorträge.
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02.05.2010 15:58 Uhr von Alexander.K
 
+12 | -7
 
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Das Militär ist dumm: Hallo Herr General,

ich habe da einen Tip für sie. Lassen Sie doch beim nächsten Lagevortrag mal die Rechner ausschalten und befehlen Sie ihren Offizieren die Lage an einer Karte darzustellen.
Dann sehen Sie wer dumm ist. Nicht irgend ein Programm, sondern die Leute die es benutzen sind dumm.

Aber viele Vorgesetzte beim Militär wollen von ihren Untergebenen keine klare Lage sondern wollen hören wie toll alles läuft, auch wenn der Karren voll im Dreck steckt.

Das ist aber kein spezifisches Problem der Armee, je höher die Führungsebene, desto dämlicher wird mit elektronischen Medien umgegangen. Sie werden nicht zur Unterstützung eines Vortrags genutzt, sondern zum Blenden.
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02.05.2010 16:03 Uhr von cong0
 
+12 | -1
 
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hmm irgendwie passt das bild zum titel 1a :D ..

zum thema:
denk mal der nutzer, nicht die software ist der grund dafür... die software macht oder hält nicht den eigentlich vortrag!

[ nachträglich editiert von cong0 ]
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02.05.2010 16:24 Uhr von tiefschneetaucher
 
+2 | -1
 
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Dumm "dumm ist der, der dummes tut ..." - In diesem Sinne Herr General ...
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02.05.2010 16:31 Uhr von mueppl
 
+3 | -1
 
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aha Nichts neues.... da hätte das Militär doch einmal auf ihren Landsmann Edward Tufte hören sollen.

Auszug Wikipedia:

In Europa wurde er weiteren Kreisen durch seine Kritik an PowerPoint bekannt. Er kritisiert, dass Powerpoint den Denkstil bestimme und so zu Informationsverlust führe. Zitat: „Powerpoint is evil“. Unter anderem führt er an, dass schlecht aufbereitete Powerpoint-Präsentationen die Informationen innerhalb der NASA behindert hätten und so für den Absturz der Weltraumfähre Columbia mit ursächlich waren.

Googled einmal nach "Powerpoint macht dumm"
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02.05.2010 16:33 Uhr von Rick-Dangerous
 
+10 | -5
 
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Vollkommen recht: der Mann.

In Meetings ists genau das selbe Problem. PP benötigt das Herunterbrechen eines komplexen Sachverhalts auf z.B. vier einfache Kernaussagen + ein Oval. Der ganze Vortrag ist somit für die Katz und der Aufwand für die Folien reine Zeitverschwendung.

Powerpoint macht nur Sinn, wenn der Sachverhalt zusätzlich in einem Handout ausführlich erläutert wird und zwar in einer Form, dass es für Experten interessant ist und nicht so, als müsste es jeder Ultra-Laie sofort verstehen.

Diese Erkenntnis setzt sich auch in den Unternehmen langsam durch.
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02.05.2010 16:34 Uhr von rolf.w
 
+6 | -1
 
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Verständnis: "...sowie die fehlende Prüfung auf Verständnis beim Betrachter."

Dafür ist auch nicht das Programm, sondern der Vortraghaltende zuständig. Und das ist bei allen Medien so. Egal ob man einen reinen Text/Buch/Bild/Film nutzt, wenn man es einfach nur herunterspult bleiben bei den meisten Betrachtern nur ein Bruchteil an Informationen hängen.
Und wenn man eine Präsentation zu trist erstellt, erhöht sich noch der Anteil derer, die die Information nicht aufnehmen.

Aber worüber beklagt sich das Militär hier? Sie geben Milliarden Dollar aus, damit es irgendwo richtig kracht, sind aber nicht in der Lage, ihre eigenen Programmierer(und die haben sie auch) anzuweisen, ein entsprechendes Programm zu erstellen, weil dies einige tausend Dollar kosten würde.
Wer nur die Mainstreamsoftware nutzt wird nie ein Programm bekommen, das zu 100% auf ihn zugeschnitten ist.

[ nachträglich editiert von rolf.w ]
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02.05.2010 18:09 Uhr von HansiHansenHans
 
+4 | -2
 
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Die sollen mal den Ball flachhalten! Um Allierte zu bescheißen reichte wohl Powerpoint wohl noch aus. Um der Welt zu zeigen das der Irak mobile Chemielabore hat und damit einen Krieg zu begründen. Dafür war wohl Powerpoint gut genug. Die sind nur deswegen wohl sauer weil se sich selbst mit Powerpoint verarschen und nicht andere diesmal.


Außerdem ist nicht Powerpoint schuld sonder derjenige der diese erstellt. Also im Umkehrschluss die Kritik der US Army schießt ein Eigentor - d.h. sie sind zu blöd um Informationen fachgerecht aufzubereiten und die damit verbundenen Werkzeuge zu verwenden.

[ nachträglich editiert von HansiHansenHans ]
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02.05.2010 19:38 Uhr von Dracultepes
 
+8 | -0
 
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Die Folie sollte den Redner unterstützen und nicht umgekehrt. Wenn man soetwas beherzigt, dann kann PowerPoint eine ziemlich gute hilfe für einen ziemlich guten Vortrag sein.

Viele Redner, selbst an Unis viele Professoren sind zu faul und ersetzen sich durch PowerPoint. Da ist schade.
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02.05.2010 20:25 Uhr von Keltruzad1956
 
+1 | -0
 
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Eine Präsentations ist immer so gut: wie der Vortragende - wenn man nicht in der Lage ist, einen spannenden Vortrag haltne zu können, dann muss man eben Bäcker oder Maler werden - gibt halt gute Referenten und gibt Schlecht - welche Software da nun zu benutzen ist, um besonders schlau zu wirken, kann ich leider nicht einmal erahnen :)

Recht hat, wenn er sagt, das PowerPoint doch recht einfach ist - ebenfalls ist es schwierig in einer Powerpoint-Präsi sehr viele Details an den Mann zu bringen, aber dazu gibts ja Dokus, Handouts usw. Die Dareichung der Information und in welcher Menge ist bei PowerPoint eben begrenzt. Ist halt kein 300 Seitige Lagebericht aus zig Abteilungen - ergo nicht zu vergleichen mit anderen Informationstransportierenden Medien :P

Die Armee braucht MS Surface oder ein vergleichbares Produkt - damit kann man denke ich sehr gut Kartenmaterial, Standorte, Lageberichte veranschaulichen - zumindest eher als mitner PP!
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02.05.2010 21:06 Uhr von Mario1985
 
+1 | -0
 
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Das: Problem ist nicht die einfache Handhabung, sondern dass die wenigsten wissen wie man eine vernünftige Präsentation hält. man sieht es überall, völlig überlagerte Folien, Redner liest nur von Folien ab(hey lesen können die Zuschauer selbst) und und und......
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02.05.2010 21:53 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -1
 
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Mit PP lassen sich Leute übers Ohr hauen Das sag ich mal als einer, der früher mitunter die Aufgabe hatte PP-Präsentationen vorzubereiten - um Versicherungskunden übers Ohr zu hauen. Denn mit PP lassen sich Leute belügen.
Das Problem liegt darin, dass man versucht eine komplexe Materie anschaulich dazustellen und sie damit vereinfacht. Der Zuschauer erhält dadurch den Eindruck einer simplen Materie. Ebenso schaltet der Zuschauer sein Gehirn ab und nimmt alles für bare Münze ohne nachzudenken.
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02.05.2010 23:27 Uhr von volpe
 
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wenn ich überlege wie viele leute im seminarfachkurs nach dreimaliger ausführlicher erklärung schon am dateiformat scheitern oder sich zu vornehm sind einen blick in die hilfe zu werfen wenn sie eine funktion nicht finden, dann aber jede woche rumjammern, weil der lehrer allmählich die geduld (von der er viel zu viel hat) verliert... da kann powerpoint nicht mehr viel zur verdummung beitragen.
und wie schon so viele andere vor mir geschrieben haben: die qualität einer präsentation hängt maßgeblich vom ersteller/referenten ab, nicht vom programm.

[ nachträglich editiert von volpe ]
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02.05.2010 23:34 Uhr von claeuschen
 
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Powerpoint: ist ein Instrument. Wenn ein Instrument per se dumm machen soll, dann gilt das sicher auch für die Kneifzange oder den Schraubenzieher.

Mann, Mann, Mann:
Erst erklären die lustigen Militärs dank einer Power-Point-Präsentation im UN-Sicherheitsrat einem nach dem Völkerrecht souveränen Staat den Krieg, dann soll die Software dumm machen. Ist das jetzt die Begründung, warum die USA eine halbe Million Menschen an den Golf geflogen hat, um dort in einem Feldversuch die neuesten Waffenentwicklungen an "Weichzielen" zu testen?????

So unglaublich dämlich der Inhalt der News ist, so angenehm distanziert und sachlich ist sie geschrieben. Chapueau an den Autor!
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03.05.2010 11:49 Uhr von bigpapa
 
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ER HAT RECHT: Ich hab schon 10000 x geflucht wenn mein Chef unbedingt ein PowerPoint Vortrag haben will.

Die Software ist so primitiv und rückständig das es ein schmerzt.

Sollte Adobe je auf die Idee kommen "Effekte" zwischen die Seitenwechsel möglich zu machen, und die möglichst noch als Plugin. ist Powerpoint Geschichte.

Ich rede hier vom ganz normalen Acrobat-Reader. Ich selbst und auch einige meiner Vorgesetzten benutzen den nämlich für Vorträge.

Die Vorteile : Ich kann die Seiten "zusammen drucken ". Also JEDE Software nehmen die nicht habe um das was ich präsentieren will, zu erstellen. Danach füge ich alles "Ausdrucke" in eine Datei zusammen, und sortiere sie. Zur Präsentation einfach STRG-L drücken und mit den Laserpointer umblättern. Und dabei ist es völlig egal, ob die Seite Querformat oder Hochformat hat, oder irgend ein "perverses Format" , es kommt alles gleich gut auf die Leinwand. Und bei einer 3,5 m Querformat-Leinwand mit Motor, wirkt es auch besser als diese Kinderbildchengrösse, von Powerpoint das max. auf 100 cm quer geeignet ist, ansonsten erschlagen dich die Buchstaben.

Fakt ist, ich stelle ein Vortrag via PDF 20 x schneller und mit viel weniger Trickkiste zusammen. Das zappelt beim Seite umblättern ist weniger effektvoll als man denkt. Ich persönlich werde aber immer nach der Präsentationssoftware gefragt, wegen den Seitenlayoutwechsel :)

Das blöde Gesicht wenn ich PDF sage, ist sehenswert :)

Gruß

BIGPAPA
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03.05.2010 21:26 Uhr von Nr. 1
 
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PowerPoint Is Evil ?? Naja. Also meiner Meinung nach ist PowerPoint eine sehr einfache & verständliche Anwendung für Präsentationen. Und das Argument "PowerPoint Is Evil" ist wohl eher schwach.
Aber über den geistigen Zustand von US Militars lässt sich ja viel sagen. :-)

Nein mal im Ernst. Wenn der Vortragende für die Informationen auch eine gute, ausführliche Erklärung weiss, ist das MItkommen kein Problem. Es ist immer eine Frage des Designs. Ein häufiger Fehler ist die Anhäufen von zu vielen Informationen auf einer Folien. Vielleicht war es auch die Version ?? Naja. Wer weiss.
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04.05.2010 08:17 Uhr von haguemu
 
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Läßt auch Dumme gut aussehen: Ich denke Powerpoint läßt auch Dumme gut aussehen, und die anderen, die sich das ansehen sind so von der Übersichtlichkeit geblendet, daß auch die Blöden meinen sie hätten was verstanden.
Das Software als Werkzeug gesehen sich einfach bedienen lassen soll ist wohl kloar, es soll uns jedochnicht darüberhinwegtäuschen das wir auch die Sache verstehen sollen.
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05.05.2010 13:04 Uhr von Maverick Zero
 
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Gut erkannt! Es ist inzwischen zur Unsitte geworden, jede noch so kleine Präsentation mittels Powerpoint an die Wand zu werfen.
Der eigentliche Vortrag verkommt dabei immer öfter zu einer unbeholfenen Herumklickerei auf nichtssagenden Folien.

Von der Schule über die Ausbildung, Studium und bis hin zur Arbeitsstelle wird mit Powerpoint herumhantiert, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie der eigentliche Vortrag auszusehen hat. Rhetorik? Sprachlich gute und verständliche Sätze? Blickkontakt, Einbeziehung des Publikums? Roter Faden? Sauber aufbereitete und präsentierte Informationen? Fehlanzeige!
Dafür darf der Beamer wilde Folien in 24-Bit Farbtiefe an die Wand werfen, wo es ein paar gute Striche auf dem Flipchart, kombiniert mit einem wohlüberlegten gesprochenen Text ebenfalls getan hätten.

Meiner Meinung nach sollte man (soweit möglich) von den technischen Spielereien weg kommen und statt dessen das eigentliche Handwerk des Präsentierens lernen. Davon profitiert jeder Beteiligte.

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