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Supernovae: Röntgen-Teleskop "Chandra" hilft bei Überprüfung aktueller Theorien

Ein großes Team von Astronomen des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics beschäftigt sich zurzeit intensiv mit der Beobachtung von Supernova-Überresten in der 2,6 Millionen Lichtjahre entfernten Triangulum-Galaxie. Dafür greifen sie auf die Instrumente des Röntgen-Teleskops "Chandra" zurück.

Die relative Nähe der Galaxie und die hohe Zahl der bekannten Supernova-Überreste (137 Stück) macht sie zu einem idealen Studienobjekt, um die bestehenden Theorien zu überprüfen und zu verfeinern. Mittlerweile wurden bereits 82 der Überreste in optischem Licht und im Röntgenspektrum untersucht.

Da die Helligkeit von Supernovae auch zur Entfernungsbestimmung der Ursprungsgalaxie benutzt wird, liegt ein Hauptaugenmerk in den Beziehungen zwischen den Helligkeiten in verschiedenen Wellenlängen. Die chemische Zusammensetzung der Überreste steht ebenfalls im Fokus der Wissenschaftler.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Teleskop, Überprüfung, Röntgen, Chandra
Quelle: www.physorg.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.05.2010 18:12 Uhr von alphanova
 
+7 | -1
 
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Sehr interessantes Projekt. Die Überprüfung (und Bestätigung) der aktuellen Theorien ist wichtig, weil sich viele Entfernungsmessungen von Galaxien auf die Auswertung der Helligkeit von Supernovae stützen, die in ihnen beobachtet wurden. Würde die aktuelle Theorie nicht stimmen, wären die Entfernungsangaben somit auch fragwürdig.
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01.05.2010 22:08 Uhr von c3rlsts
 
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Wie immer: Interessante news, Mr. Nova! :)
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02.05.2010 03:00 Uhr von alphanova
 
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@Matthias1979: Die Lichtintensität ist abhängig von der Entfernung der Lichtquelle.

Man unterscheidet in der Astronomie zwischen der scheinbaren und der absoluten Helligkeit.
Erstere gibt an, wie hell ein Objekt uns erscheint, die zweite gibt an, wie hell es tatsächlich ist.
(Die Sonne zum Beispiel hat eine sehr große scheinbare Helligkeit. Ihre absolute Helligkeit ist dagegen recht bescheiden, weil sie nur ein gewöhnlicher, relativ kleiner Stern ist.)

Zur Entfernungsbestimmung werden die Typ-1a-Supernovae herangezogen. Hierbei saugt ein Weißer Zwerg Materie von einem Begleitstern ab, bis eine kritische Masse erreicht wird und er explodiert. Da die kritische Masse immer gleich ist, geht man davon aus, dass die Helligkeit der Supernovae ebenfalls immer ungefähr gleich groß ist.
Wenn man die scheinbare und die absolute Helligkeit einer solchen Supernova misst, kann man daraus ihre Entfernung berechnen.

Bei deiner Lampe geht das auch. Wenn du weißt wie hell sie wirklich ist (absolute Helligkeit) und wieviel Licht bei dir ankommt (scheinbare Helligkeit), dann lässt sich daraus die Entfernung zwischen dir und der Lampe berechnen.
Die Lichtintensität nimmt übrigens mit dem Quadrat der Entfernung ab. Doppelte Entfernung = 4 mal geringere Helligkeit.


PS: @c3rlsts
danke ;)

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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02.05.2010 11:40 Uhr von alphanova
 
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@Matthias1979: Ja so ungefähr.
Ob eine Galaxie jetzt 5.000.000 Lichtjahre entfernt ist, oder 5.006.734 Lichtjahre macht da keinen großen Unterschied.

Für nahe Objekte, zum Beispiel Objekte innerhalb unserer eigenen Galaxie, werden andere Methoden benutzt, die auf kurze Entfernungen genauere Werte liefern.
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02.05.2010 13:41 Uhr von c3rlsts
 
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@Matthias1979: Zur Ergänzung von alphanova:
Die Entfernung Milchstraßen interner Sterne funktioniert wie das menschliche Auge; es werden zwei Fotos gemacht, eines z.B. am 1. Januar, und eins am 1. Juni. Dadurch ist die Erde zwischen den Bildern genau einmal 50% um die Sonne herumgeflogen, was dem größtmöglichen Abstand zwischen den beiden Aufnahmepunkten entspricht.
Und damit kann man dann, wie das z.B. unser Hirn auch macht, eine fast genaue Entfernung berechnen :)

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