30.04.10 20:44 Uhr
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Pläne zur Beseitigung zukünftigen Weltraummülls mittels "Traktorstrahlen" entwickelt

John Sinko von der Universität Nagoya entwickelt ein System, mit dem zukünftiger Weltraummüll, beispielsweise ausrangierte Satelliten, mit Hilfe von "Traktorstrahlen" unschädlich gemacht werden soll. Als Traktorstrahl soll bei diesem System ein energiearmer Laserstrahl zum Einsatz kommen.

Das Prinzip besteht darin, dass der Laserstrahl ein Stück Treibstoff verdampft, welches auf der Oberfläche des betreffenden Objekts befestigt ist. Durch den resultierenden Rückstoß bewegt sich das Objekt dann fort, zum Beispiel in einen ungefährlichen Orbit, oder in die Atmosphäre, wo es verglüht.

Die Bewegungsrichtung wird durch den Einfallswinkel des Laserstrahls bestimmt, welcher mit Spiegeln manipuliert werden könnte. Für bereits existierenden Weltraummüll wäre das System allerdings nicht geeignet, da er nicht über die notwendigen kleinen Treibstoffladungen auf seinen Oberflächen verfügt.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Technik, Weltraum, Satellit, Raumfahrt, Laser, High Tech
Quelle: www.wissenschaft-online.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2010 20:44 Uhr von alphanova
 
+7 | -1
 
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Dieses Konzept würde nur bei zukünftigem Weltraummüll - also Satelliten, die noch ins All geschossen werden - funktionieren, wenn entsprechende Treibstoffladungen auf ihren Oberflächen angebracht werden. Wenn die Erprobung unter Realbedingungen positiv verläuft, wäre es ein Konzept, das recht vielversprechend klingt.
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30.04.2010 21:21 Uhr von Plazebo2
 
+7 | -1
 
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Apropo "Traktorstrahlen": Star Trek lässt grüßen. ^^

@alphanova
Deine News sind wie immer sehr informativ und gelungen.

[ nachträglich editiert von Plazebo2 ]
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30.04.2010 21:33 Uhr von kirgie
 
+16 | -2
 
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aja: darf ich anmerken das das System bulshit ist?
Wenn man schon vorher Treibstoff auf den Objekten anbringen mus, wieso dan nicht gleich ganze Düsen die den Schrott dan selbstständig entsorgen? Man würde sich den Todeslaser im Orbit sparen
Aber wenn man Laser verbaut und das ganze "Traktorstrahl" nennt ist das Cool...
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30.04.2010 21:49 Uhr von failed_1
 
+7 | -0
 
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hmmmm: wäre es nicht sinnvoller sich um den bestehenden Müll Gedanken zu machen?! o.o"
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30.04.2010 22:05 Uhr von RoOsT
 
+4 | -2
 
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also ich bin kein weltraumexperte, aber eigentlich müssten diese ladungen doch schon beim start bzw. beim verlassen der atmosphere verglühen, und wenn man, um das zu verhindern, da quasi ne schutzhülle drum baut, dürfte doch der "leichte laserstrahl" da auch nicht mehr durch kommen oder?!

bitte belehrt mich ^^
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30.04.2010 22:10 Uhr von Shedao Shai
 
+5 | -1
 
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@RoOsT: ähm also eigentlich haben raketen an ihrer spitze eine aerodynamisch günstig geformte hülle die den satelliten umgibt. diese wird erst abgestoßen sobald atmosphäre und luftreibung verlassen wurden.
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30.04.2010 22:17 Uhr von alphanova
 
+2 | -0
 
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@RoOst: Die Satelliten befinden sich beim Start innerhalb einer Trägerrakete, deswegen würden die Treibstoffladungen den Flug unbeschadet überstehen ;)

huch, zu langsam *g*

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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30.04.2010 22:38 Uhr von lugfaron
 
+7 | -0
 
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@News: Also mit dem allgemein bekannten "Traktorstrahl" hat das reichlich wenig zu tun. Diese ziehen eigentlich Objekte zu sich ran oder halten sie auf nem gewissen Abstand, nix mit Laserstrahl puff peng oO
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30.04.2010 22:50 Uhr von alphanova
 
+0 | -1
 
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@lugfaron: Das wäre mit den erwähnten Spiegeln möglich.
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01.05.2010 14:45 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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Super: Dann muss man nur noch an alle Teile die irgendwie abbrechen oder verschwinden können, Treibstoff kleben.
...
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01.05.2010 15:07 Uhr von CageHunter
 
+0 | -0
 
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Die Idee is ja gut aber man sollte bei "neuen" Technologien grundsätzlich Abwärtkompatibilität implementieren, so bescheuert das in diesem Falle auch klingen mag^^
Ne Treibladung mag ja gut und schön sein, aber das wird
a) nicht jeder machen und
b) gibts das bis jetzt noch nicht

Viel sinnvoller wäre ein leistungsfähigerer Laser der die Satellitenwracks einfach "wegpustet"...
Man könnte ja einfach Sonnenenergie bündeln, dann muss es kein extrem teurer Satellit werden. Als positiven Nebeneffekt könnte man gleichzeitig noch testen inwiefern uns Laserwaffen gegen Meteoriten helfen könnten.

Was das Ganze jetzt mit "Traktorstrahlen" zutun haben soll ist mir jedoch ein Rätsel, denn diese Geräte sollen grundsätzlich ZIEHEN und keine Treibladungen zünden, also schiessen. Ich finde hier den Titel absolut unangebracht, denn ich hatte mir etwas mehr in dieser Richtung gewünscht.
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01.05.2010 15:44 Uhr von alphanova
 
+0 | -0
 
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@Matthias1979: Natürlich muss man die "Rohstoffe" loswerden.
Tut man das nicht, hat man zwar eine menge "Rohstoffe" im All rumfliegen, aber dafür keinen funktionierenden Satelliten mehr, weil die "Rohstoffe" irgendwann untereinander und mit anderen Satelliten zusammenstoßen.
Und das Einsammeln der "Rohstoffe" ist schlicht und einfach nicht rentabel genug. Also schickt man den Weltraumschrott auf einen Friedhofsorbit, oder lässt ihn in der Atmosphäre verglühen.
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01.05.2010 16:54 Uhr von alphanova
 
+1 | -0
 
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@Matthias1979: Das ist der Punkt. Der "Müll" kann nur solange auf einer ungefährlichen Umlaufbahn gehalten werden, wie Treibstoff vorhanden ist.
Geht der Treibstoff aus, wird der Müll zwangsläufig auf andere Bahnen gezogen, wo er viel Schaden anrichten könnte.
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01.05.2010 17:53 Uhr von Arne 67
 
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Ich sehe hier zwar keinen Traktorstrahl. Aber es geht ja nur um zukünftigen Schrott... Hierbei könnte man sicherlich auch eine kleine Feststoffrakete anbringen, die dann beim Ausfall eines Systemes sich selber entzündet, welche dann den "Schrott" automatisch entsorgt .
Oder man bringt eine Gaspatrone mit Düse mit elktrisch verriegeltem Ventil an, versagt die Energie wird das Ventil geöffnet und der Schrott fliegt automatisch weg.

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