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Berlin: Podiumsdiskussion zur Israelkritik in deutschen Medien führt zum Eklat

Auf Einladung der Jüdischen Gemeinde fand in Berlin eine Podiumsdiskussion statt, bei der mehrere Redaktionschefs über einen in der "taz" erschienenen Artikel debattieren sollten.

Darin hatte die Autorin Iris Heftes kritisiert, dass Israel die Judenvernichtung des Nationalsozialismus nutze, um eine menschenrechtsfeindliche Politik zu legitimieren. Trotz heftiger Aufforderungen des Publikums, die Autorin selbst zu Wort kommen zu lassen, geschah dies nicht.

Die Jüdische Gemeinde untersagte Heftes Auftritt mit der Begründung, "Anti-Juden" keine Plattform bieten zu wollen. Daraufhin verließ die Chefredakteurin der "taz", Ines Pohl, mit den Worten: "Dann muss ich leider gehen", den Saal.


WebReporter: maude
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Israel, Medium, Eklat, taz, Jüdische Gemeinde, Ines Pohl, Iris Heftes
Quelle: www.dradio.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.04.2010 16:34 Uhr von alphanova
 
+66 | -6
 
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Damit hat Ines Pohl Charakterstärke bewiesen... weswegen sie sich vermutlich bald einen neuen Job suchen muss, auf Drängen gewisser.. "Kreise".

Dass Kritik an der Politik Israels immer sofort als "anti-jüdisch" verstanden wird..tztz
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28.04.2010 16:47 Uhr von azru-ino
 
+30 | -6
 
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warum: vertragen sie wohl keine Kritik? Bei allem Respekt, aber wer sich so stur verhält hat hier nichts zu suchen.
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28.04.2010 17:02 Uhr von memo81
 
+23 | -10
 
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Kann mir das einer erklären? Von ca. 70 Millionen Toten im Weltkrieg waren davon 6 Millionen Juden, der Rest also 64 Millionen Muslime und Christen.

Wieso darf man die Juden nicht kritisieren? Es sind fast 11mal soviele andere Glaubensrichtungen getötet worden. Wieso werden sie so hochgepuscht und jeder der was sagt mit "Antisemit" niedergemacht?

Für mich ist Mensch Mensch, aber wieso wird bei Juden eine Ausnahme gemacht?

Das ist keine ironische, polemische oder sonstwas Frage, ich meine das ernst!
Warum kann man jeden christlichen und muslimischen Politiker kritisieren, bei jeglicher Kritik eines jüdischen Politikers, warum sie die Menschen abknallen, warum sie weiter ausbauen usw. heißt es sofort "Judenhasser"!? Und das nicht nur von den Israelis und den Juden in Deutschland, sondern auch von vielen anderen nicht-jüdischen Menschen?!

Warum ist das so?
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28.04.2010 17:03 Uhr von vmaxxer
 
+16 | -3
 
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Also: Also haben die auch nicht zu einer Diskusion eingeladen, sondern zu einem Vortrag.
Anders kann man das dann auch wohl nicht nennen wenn die gegenseite nicht zu Wort kommen darf.
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28.04.2010 17:20 Uhr von sub__zero
 
+22 | -4
 
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traurig: Die mehr als berechtigte Kritik bezog sich auf Israels Politik und nicht auf "die Juden", umso unverständlicher ist für mich die Reaktion der Gemeinde.

Tja, aber so ist das halt: wenn einem die Argumente ausgehen packt man die Fäuste aus.
Traurige Vorstellung.
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28.04.2010 17:44 Uhr von Allmightyrandom
 
+10 | -6
 
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tja Ob da nicht Schadensersatzforderungen gestellt werden gegen die TAZ, der Zentralrat berät sich wahrscheinlich schon, wie viele Nullen die Zahl haben soll.

Religion sollte verboten werden ;)
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28.04.2010 18:05 Uhr von realdexter
 
+3 | -2
 
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Gibts ein Video? Hab auf die schnelle keins gefunden bei YT.
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28.04.2010 19:47 Uhr von schorchimuck
 
+8 | -3
 
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In meinen Augen ein Zeichen von Schwäche: wenn man keine Kritik zulassen will,oder vertragen kann.

Wer Realistisch diskutieren will sollte beide Seiten der Geschichte zulassen.

Ansonsten ist solch eine Diskussion absolut sinnlos.

Passend dazu wäre ein Artikel den ich im Internet gefunden habe(die Frage ist nur in wie weit diese Informationen der Wahrheit entsprechen ??) :

Deutsche Gene entschlüsselt
Eine Studie von Zürcher Gen-Analytikern zeigt: Jeder zehnte Deutsche hat jüdische Vorfahren.

Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet, weil das deutsche Nazi-Regime eine «Verunreinigung» der germanischen Rasse befürchtete. Die moderne Genetik zeigt nun aber: Nur sechs Prozent aller Deutschen sind väterlicherseits germanischen Ursprungs, zehn Prozent haben jüdische Wurzeln.

Wenn sich sowas nur im Ansatz als wahr rausstellen sollte würde ein Kartenhaus zusammenfallen.

mfg
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28.04.2010 20:50 Uhr von RickJames
 
+4 | -6
 
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Ich kann verstehen das viele Juden nicht von Deutschen kritisiert werden wollen und ich hoffe, das die Araber und Juden sich bald versöhnen werden.
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28.04.2010 20:51 Uhr von cyrus2k1
 
+5 | -3
 
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Ist in Deutschland halt ein Tabu-Thema: Und hat schon viele Karriere, oder sogar das Leben gekostet.
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28.04.2010 20:54 Uhr von tutnix
 
+15 | -3
 
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das lustige daran: ist, dass iris hefets gebürtige israelin ist und somit ganz gut weiss, wovon sie spricht im gegensatz zu den mitgliedern der jüdischen gemeinde berlins.
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28.04.2010 21:03 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -26
 
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28.04.2010 21:05 Uhr von tutnix
 
+15 | -5
 
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@LoneZealot: wie wärs wenn du deine paranoia einfach mal stecken lässt? die interessiert nämlich keinen so wirklich.
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28.04.2010 22:06 Uhr von DirtyGun
 
+11 | -2
 
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@ Lone: Wie lange du nur auf diesen Moment gewartet hast, um irgendeinen User zu kritisieren.
Bei israelstämmigen Autoren kann man nicht so einfach die Nazikeule schwingen, wa?

Falls du es nicht mitbekommen hast, hat die jüdische Gemeinde jegliche Ausübung von Kritik bei dieser "Diskussion" verboten. Israels Politik hat ähnliche diktatorische Züge. Das kann man beim besten Willen nicht wegdiskutieren. Und warum sollte man dahingehend keine Kritik äußern dürfen???

Mein Vorschlag an dich: Mach es allen in Deutschland lebenden Juden vor und ziehe in dein geliebtes Israel. Vielleicht gibt es dort bald sogar Pilze ;)

[ nachträglich editiert von DirtyGun ]
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28.04.2010 22:15 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -16
 
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28.04.2010 22:42 Uhr von DirtyGun
 
+11 | -2
 
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@Lone: Wenn du es doch endlich begriffen hast, dass deine Propaganda hier nichts bewirkt, dann lass es doch sein ;)

Die jüdische Gemeinde hatte das Hausrecht, das ist richtig. Aber man muss davon nicht Gebrauch machen. Es hat doch nur gezeigt, dass man mit allen Mitteln versucht hat mögliche Kritik zu unterbinden. Damit nimmt man einem Diskussionsteilnehmer das Recht auf freie Meinungsäußerung. Und das ist in meinen Augen undemokratisch (= diktatorisch).
Das gleiche Muster findet man auch bei der Debatte um die Siedlungspolitik Israels.

Und die Kritik an einem Land, welches anderen Menschen Unrecht tut, ist keine Aufarbeitung irgendeines Schuldkomplexes!

Und bist du nicht selber rassistisch in dem du den Deutschen bzw. Deutschland Unwissenheit, Rassismus und Judenhass vorwirfst?

Fakt ist doch, dass es Menschen gibt, die sich immer über irgendetwas aufregen müssen und ständig rumningeln, egal wie die Umstände auch sind. Du gehörst eindeutig zu dieser Sorte.
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28.04.2010 22:50 Uhr von Smallviller
 
+2 | -1
 
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nichtexistierenden "Nazikeule"

Bitte?
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28.04.2010 22:54 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -14
 
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28.04.2010 23:20 Uhr von Smallviller
 
+4 | -1
 
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LoneZealot: Lese ich da einen Widerspruch?

*Nein, ich werfe das nicht generell allen Deutschen vor, nur denjenigen die es offenkundig und wiederholt tun, egal welcher Nationalität.

*Also soll/darf ich mich zu der Thematik hier nicht mehr äussern, wenn es nach Dir/euch geht?

Erst streitest Du eine verallgemeinerung energisch ab.Dann parktizierst Du eben genau das mit der Frage.
Natürlich darfst und sollst Du Dich äußern.Ich kann es nicht so recht beschreiben, aber es geht eben so das Gefühl von Dir aus, das Du nicht wirklich objektiv bist.

[ nachträglich editiert von Smallviller ]
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28.04.2010 23:30 Uhr von Jesus_From_Hell
 
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Lone: Wenn ich jemanden einlade, bzw. wegen jemandem zur Diskussion lade, und ihn/sie dann nicht zu Wort kommen lasse, gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Die Thematik soll nicht wirklich behandelt werden. Die Veranstaltung ist eine Farce zum Zweck der Diskreditierung der Autorin.

2. Die Veranstalter sind total behämmert.




Such dir aus was dir lieber ist ;-)
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28.04.2010 23:32 Uhr von Smallviller
 
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Ich finde diese ganze Argumentation: irgendwie hannebüchen.
Da wird mit Hausrecht argumentiert bei einer Diskusionsveranstaltung?
Das alles wirkt wie Wortklauberei.
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29.04.2010 09:43 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -7
 
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@ friedrich-der-kleine: Zumal niemand der Israel kritisieren will sich "Israelkritiker" nennen muss. Den meisten dieser Leute geht es eben darum das Existenzrecht Israels anzuzweifeln.
Niemals wurde jemand der ehrlich und sachlich Kritik an Israel geübt hat als Antisemit bezeichnet.

Da könnte auch ein "Deutschlandkritiker" hergehen und das Existenzrecht Deutschland, angesichts zweier Weltkriege, des Holocausts und Millionen Toter, anzweifeln. Da würde man, so man wollte, noch mehr Gründe finden.

Ach ja, derzeit behauptet die Hamas Ägypten hätte vier Schmuggler in einem Tunnel vergast.

Was ich damit sagen will, viele Leute wissen garnicht auf wessen Seite sie sich schlagen!



[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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29.04.2010 11:55 Uhr von gzaal
 
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Hier mal der Originaltext: http://www.taz.de/...

Wenn man das als Beleidigung auffasst, die es Wert ist, Redeverbot zu erteilen, dann sollte man sich meiner Meinung nach Gedanken machen ob das wirklich stimmt, oder aber ob man schlichtweg nicht in der Lage ist, vernünftige Argumente vorzubringen.

Niemand zweifelt hier das Existenzrecht Israels an. Das ist ein völlig anderes Thema. Es geht unter anderem darum, dass Kritik an israelischer Politik mitunter als Antisemitismus "umdefiniert" wurde - und es gibt durchaus Beispiele in der Vergangenheit, wo menschen ebensolche Kritik den Kopf gekostet hat.

Und genau diese Kritik halte ich in den entsprechenden Fällen für angebracht. Das ist übrigens im Text keineswegs eine reine Israel- oder Judenkritik. Der Text kritisiert genau so (und zu Recht) die Deutschen, die den Holocaust mystifizieren und damit in irgendeine spirituelle Meta-ebene rücken mit der man sich gedanklich gar nicht wirklich beschäftigt.
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29.04.2010 12:01 Uhr von LoneZealot
 
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@ gzaal: "Niemand zweifelt hier das Existenzrecht Israels an."

Genau wie "Niemand hat vor eine Mauer zu bauen!"

Sicher wird das Existenzrecht Israels angezweifelt, fortwährend. Die die es nicht tun, knüpfen es an Bedingungen die sie selbst aufstellen.

"Es geht unter anderem darum, dass Kritik an israelischer Politik mitunter als Antisemitismus "umdefiniert" wurde"

Weil es mitunter einfach Antisemitismus war und immer noch ist. Wie willst Du Dir anders die Besessenheit einiger Leute hier erklären, von Leuten die an sich nichts mit dem Staat Israel zu tun haben und auch sonst keinerlei Wissen von der Thematik haben?

Da werden ein paar Internetseiten gegooglet und die Ansichten hier einfach übernommen, fertig.

"und es gibt durchaus Beispiele in der Vergangenheit, wo menschen ebensolche Kritik den Kopf gekostet hat."

Siehst Du, sowas meine ich. Dann soag mal wo jemandem Kritik an Israel jemanden den Kopf gekostet hat? Ich kann mir schon denken worauf du anspielst.

Für uns Juden ist und bleibt der Holocaust ein Trauma, das können nur wenige nachvollziehen die davon nicht betroffen sind.
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29.04.2010 12:08 Uhr von RicoSN
 
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@LoneZealot: "Für uns Juden ist und bleibt der Holocaust ein Trauma, das können nur wenige nachvollziehen die davon nicht betroffen sind."

Dieses Trauma ist auch völlig berechtigt. Trotzdem hat sich auch Israel an internationales Recht zu halten. Ich finde es etwas traurig das Du selbst berechtigte Kritik sofort schlecht redest. Du erinnerst mich seit langem an eine junge Israelin die in einer Fernsehsendung ständig mit den lächerlichsten Beschuldigungen Peter Scholl Latour angriff und versuchte ihn als israelfeindlich abzustempeln, dies gelang ihr zum Glück nicht. Das Problem einiger Israelis ist heute das sie in keinster Weise kritikfähig sind.

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