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Kanada: Schmelzender Schnee begeistert Archäologen

Ein Forschungsteam um Tom Andrews vom Prince of Wales Northern Heritage Centre in Yellowknife hat in den kanadischen MacKenzie Mountains einen bedeutenden Fund für die Archäologie gemacht: Unter den abschmelzenden Schneeflächen entdeckten sie jahrhundertealte Jagdwaffen von frühen Ureinwohnern.

Der älteste Fund der Wissenschaftler ist eine rund 2.400 Jahre alte Speerschleuder. Andere Utensilien, beispielsweise einige Fangschlingen sowie Bögen und Pfeile, sind dagegen wesentlich jünger: Die Holzpfeile sind etwa 850 Jahre alt und dank dem konservierenden Schnee bemerkenswert gut erhalten.

Andrews fand auch verschiedene Schichten von Karibukot. Ihm zufolge seien die Rentiere im Sommer in die höher gelegenen Gebiete der MacKenzie Mountains gewandert. Die Jäger verfolgten sie dorthin, wo manche ihrer Waffen im Schnee vergessen oder verloren, und dann im Lauf der Zeit konserviert wurden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Kanada, Schnee, Archäologe, Ureinwohner
Quelle: www.wissenschaft.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.04.2010 06:17 Uhr von alphanova
 
+14 | -2
 
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Die globale Erwärmung hat also auch positive Effekte (ja ich weiß, das ist ziemlich kurzsichtig gedacht*g*).
In den schwer zugänglichen Bergregionen Kanadas sind bestimmt noch viel mehr archäologische Schätze verborgen, die darauf warten, gefunden zu werden. Und nicht nur dort: Das gilt vermutlich für jedes hoch gelegene Gebiet, in dem die Eismassen langsam abtauen.
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28.04.2010 10:51 Uhr von CrashThis
 
+5 | -6
 
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worst title ever: wie hypothetisch:
_____________________________________________

JAPAN: ASTRONOMEN SIND VON BLAUEN HIMMEL BEGEISTERT.

Die abgezogenen Wolken geben den Blick auf etwa 20 extraterrestrische Flugobjekte frei.
_____________________________________________
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28.04.2010 12:54 Uhr von freax
 
+3 | -3
 
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Vor allem ist das nur ein Beweis dafür, dass das Klima (zumindest jetzt noch) nicht wärmer ist als vor einigen 100 Jahren schonmal. Wie sonst hätten die Waffen zu dieser Zeit dort hingelangen können.

[ nachträglich editiert von freax ]
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28.04.2010 14:23 Uhr von NoGo
 
+2 | -1
 
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@freax: Ganz einfach: Waffe hinlegen, Schnee drauf, schon liegt sie UNTER dem Schnee. Nach ein paar tausend Jahren, in denen es immer wieder darauf geschneit hat, taut das enstandene Eis über der Waffe aufgrund der Klimaerwärmung schneller weg, als es im Winter schneit. Das ist kein Beweis gegen sondern für die Erwärmung. Ohne sie wäre das Zeug da vielleicht erst in weiteren 1000 Jahren abgetaut.
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28.04.2010 15:02 Uhr von Götterspötter
 
+2 | -0
 
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Die Überschrift liest sich wie ein Artikel aus der Titanic :)

wie geil
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28.04.2010 15:06 Uhr von freax
 
+0 | -0
 
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@NoGo: Ich glaube du hast mich nicht verstanden. Fakt ist, dass vor ein paar hundert Jahren, als die Waffen dort hin gelegt wurden, kein Schnee lag. Dann wurde es kälter und es hat geschneit und der Schnee ist über hunderte Jahre liegengeblieben. Jetzt ist es wieder so warm, dass dort kein Schnee mehr liegt.
Das beweist aber wiederum, dass es dort vor ein paar hundert Jahren auch nicht kälter war als jetzt. Inwieweit ist das jetzt ein Zeichen für eine unnatürliche Erwärmung? Wie könnte es dann vor ein paar hundert Jahren dort schonmal so warm gewesen sein?
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28.04.2010 17:57 Uhr von NoGo
 
+2 | -0
 
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@freax: "Fakt ist, dass vor ein paar hundert Jahren, als die Waffen dort hin gelegt wurden, kein Schnee lag." Sagt wer?
Zitat Quelle:
"Der Ausgangspunkt für die Funde in den Mackenzie Mountains war eine Entdeckung im Yukon-Gebiet: Dort fanden Jäger 1997 einen 4.300 Jahre alten Pfeilschaft im schmelzenden Firnschnee. Daraufhin hatte Andrews die Idee, dass solche Artefakte auch im Gebiet der Mackenzie Mountains gefunden werden könnten. Auch in dieser Region schmolzen nämlich mit den steigenden Temperaturen Schneeflecken ab, die zuvor auch den Sommer stets überdauert hatten."
Die Objekte waren nicht unter dem Schnee, sondern IM Schnee, d.h. es war schon Schnee da, als sie dort liegen blieben. Wenn der Schnee weg ist, bleiben sie natürlich auf dem Boden liegen, den der Schnee freigibt.

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