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Nuklearterror: Deutschlands Abwehr ist zu schwach

Ein Anschlag mit einer Bombe, welche radioaktives Material verbreitet, wäre katastrophal. Doch in Deutschland gibt es kaum Gegenmaßnahmen gegen diese "schmutzigen" Bomben.

Der Physiker Tom Bielefeld bestätigt, dass Deutschlands Abwehr gegen Nuklearterror sehr schlecht ist und das, obwohl eine Aufrüstung der Schutzmaßnahmen gar nicht so teuer wäre.

Er erklärt, dass eine schmutzige Bombe jedoch bei weitem nicht so viel Schaden anrichten würde, wie es eine von Terroristen abgeworfene Atombombe täte. Die Gefahr so einer Katastrophe sei in Deutschland stark unterschätzt, obwohl Terroristen schon seit den 90er Jahren nach Atomwaffen suchen.


WebReporter: DarkInvader
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Bombe, Terrorismus, Abwehr
Quelle: www.spiegel.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.04.2010 20:52 Uhr von Spafi
 
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abgeworfen? Das würde heißen, Terroristen (falls es sowas wirklich gibt), hätten ein Flugzeug mit Bombenschacht, das genau auf die A-Bombe zugeschnitten ist. Daran kann ich nicht so recht glauben...

Und einen Schutz gegen schmutzige Bomben gibt es auch nur dann erst ansatzweise, wenn die alten Bunker wieder in Betrieb genommen werden würden. Da aber nicht einmal mehr die Straßen instandgehalten werden können, ist das genauso unwahrscheinlich wie die Terroristen, die mit Bombern angreifen
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27.04.2010 21:06 Uhr von S8472
 
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Ach Spiegel: Der Spiegel wird niemals aufhören uns täglich Angst einjagen zu wollen. Wer kauft diesen Mist eigentlich?
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27.04.2010 21:26 Uhr von DIDI1980
 
+6 | -2
 
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Viel ernstere Probleme: Viel mehr Sorgen macht mir eigentlich nur, dass die Betreiber der deutschen Kernkraftwerke null Vorsorge für eventuelle Zwischenfälle mit Austritt von Radioaktivität haben.
Das Magazin "Monitor" hat da einen schönen Film zu gedreht, der ist echt sehenswert...

http://www.youtube.com/...

Und nebenbei muss ich kurz anmerken, dass Terrorismus in meinen Augen die Politik der deutschen Regierung ist. Terror am eigenen Volk....

[ nachträglich editiert von DIDI1980 ]
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27.04.2010 21:35 Uhr von Klassenfeind
 
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Wie bitte,will man sich gegen so was wehren in einem Land ,daß seine Souverenität durch die totale Grenzöffnung weggeschmissen hat und somit alle,die "Bomben" wollen,keine großen Probleme haben solche Anschläge auszuführen(sie müssen nur mit dem Auto kommen und anschließend mit diesem wieder verschwinden)...
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28.04.2010 06:51 Uhr von RickJames
 
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@Spafi: Du hast da schon vollkommen recht, aber es ist noch unwahrscheinlicher das irgendwelche Terroristen eine effektive schmutzige Bombe herstellen können.
Zunächst bräuchten sie die richtige Ausrüstung um nicht schon vorher an ihrer eigenen Bombe zu sterben. Dazu kommt das sie dann auch noch einen starken Sprengstoff brauchen der in der Lage ist das nukleare Material weit genug zu tragen. Selbst wenn sie alle diese Materialen beschaffen könnten und das know-how hätten um die Bombe zu Bauen.
Oh und das US Department of Energy sagt folgendes:
"Though a radiological dispersal device (RDD) would be designed to disperse radioactive material over a large area, a bomb that uses conventional explosives would likely have more immediate lethal effect than the radioactive material. At levels created from most probable sources, not enough radiation would be present to cause severe illness or death. A test explosion and subsequent calculations done by the United States Department of Energy found that assuming nothing is done to clean up the affected area and everyone stays in the affected area for one year, the radiation exposure would be "fairly high", but not fatal. Recent analysis of the Chernobyl disaster fallout confirms this, showing that the effect on many people in the surrounding area, although not those in close proximity, was almost negligible."
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28.04.2010 07:02 Uhr von RickJames
 
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Edit: Selbst wenn sie alle diese Materialien beschaffen könnten und das know-how hätten um die Bombe zu Bauen und in der Lage wären sie zu Zünden würde das kaum etwas bringen und das weiß gerade der Herr Bielefeld sehr genau.

[ nachträglich editiert von RickJames ]
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28.04.2010 07:27 Uhr von borgworld2
 
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Spafi und RickJames: Terroristen brauchen keinen Abwurfschacht, die bringen die ins Flugzeug und zünden sie einfach dort in der richtigen Höhe.

Für eine Schmutzige Bombe brauchste nicht wirklich viel Kram, irgendwas das viel Bum macht und genug radioaktives Material das verstreut wird und fertig is. Atommüll is auch prima da die Wirkung ja über die Jahre einsetzt und nicht sofort.
Wenn sie dann noch etwas klever sind und sowas wie Wind und gute örtliche gegebenheiten mitnehmen haben sie es geschafft.

RickJames:
Was daran "nix bringen" soll weiss ich nicht, das Stadtzentrum von Frankfurt zb wäre dann erstmal unbewohnbar aber sowas scheint bei dir ja "kaum etwas zu bringen".

Von daher bin ich dafür, dass man sich für den Fall der Fälle rüstet und zumindest wenn es doch passiert ist schnell und auch effektiv handeln kann.
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28.04.2010 09:05 Uhr von Borgir
 
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jawoll: das allseits vor allem in den usa beliebte angstszenario muss mal wieder ins bewusstsein der bürger gerufen werden, um noch ein paar neue "antiterrorgesetze" auf den weg zu bringen....ich bin mal gespannt, was da demnächst kommt
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28.04.2010 09:40 Uhr von RickJames
 
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@Borgworld2: "Terroristen brauchen keinen Abwurfschacht, die bringen die ins Flugzeug und zünden sie einfach dort in der richtigen Höhe."

1. Wenn sie das machen wollten müssten sie das in einem Privatflugzeug machen weil es in einer kommerziellen Airline schwer werden würde eine Atombombe an Bord zu bringen. Gehen wir aber mal davon aus das die Terroristen sich eine Privatmaschine in Polen besorgt haben und sich mit ihrer A-Bombe auf den Weg nach Berlin machen. Wenn sie den Flug richtig registriert haben, können wir sowieso nichts machen weil es viel zu spät sein wird bevor irgendjemand irgendetwas merkt. Das ist aber nicht nur in Deutschland so, sondern überall. Wenn dann die Atombombe detoniert gibt es sowieso Chaos und da hilft auch alle Vorbereitung nichts. Keine Region der Welt ist in der Lage auf einmal 1. Million Strahlen-kranke zu behandeln, nicht mal die USA.

2. Hättest du dir den Bericht des US Departement of Energy zu schmutzigen Bomben durchlesen sollen und nicht blind alles Glauben was du im TV siehst. Die haben dort so viele "worst case scenarios" simuliert und sind immer wieder zu dem selben Ergebnis gekommen.
Alleine damit sich eine groß angelegte Säuberungsaktion lohnen würde bräuchten die Terroristen ca. 200kg Semtex oder C4 und mindestens 1 Tonne nuklear Müll. Unbewohnbar wird das Gebiet dadurch übrigens nicht...

3. Informiere dich mal bitte über Tom Bielefeld.

[ nachträglich editiert von RickJames ]
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28.04.2010 11:39 Uhr von Schwertträger
 
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Das sieht man doch schon alleine an den "Katastrophen" der letzten Wochen und Jahre.

Mal Gefühlskomponenten beiseite gelassen und nüchtern betrachtet:

Ein Tsunami, sehr verheerend. Und?
Was hat er wirklich bewirkt? Der Tourismus ist schnell wieder angelaufen, die Todeszahlen lagen keineswegs bei 100%, nicht mal bei 50% und nicht mal bei 30%. Man sieht noch, dass da was war, aber von Belang ist es nicht wirklich.

Erdbeben in der Südsee?
Tote ja, Chaos ja. Aber wie lange? Wie viele Tote?
Antwort: Kaum Tote, gemessen an der Gesamtbevölkerung, nach kurzer Wiederaufbauzeit läuft alles wie gehabt.

Irland?
Viele Jahre Schwelbrand. Opfer etliche, aber nicht nennenswert in der Zahl. Die Bevölkerung Irlands ist dadurch keineswegs kleiner geworden. Änderungen gegenüber vor Beginn der Unruhen? So gut wie keine.

Größeres Beispiel?
Zweiter Weltkrieg. Viel Tamtam, viel Qualm und Feuer, viele Opfer. Aber nicht so viele, wie man erwarten würde. Änderungen in der politischen Ordnung? Wenig. Sehr wenig.

Fazit: viel Aufwand, wenig Wirkung.
Wie immer.


Ohne groß angelegte und professionellst durchgestylte Umstrukturierungsmaßnahmen in der breiten Fläche, wie sie Terroristen niemals in der Lage sind durchzuführen (alleine schon mangels Zahl), ändert sich rein gar nichts.
Warum sollte man sich also die Mühe machen?
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28.04.2010 12:59 Uhr von Schwertträger
 
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Was tun die Terroristen dann? Man muss ja zwei Arten von Terroristen unterscheiden.
Einmal den Verrückten, der nur irgendein Zeichen setzen will, dem es nichts ausmacht, wenn er dabei selber drauf geht und sonst nicht viel dabei herumkommt.
Zum anderen die Terroristen, die eigentlich Freiheits- oder sonstige Kämpfer sind. Die wollen etwas erreichen. Und das versuchen sich, in dem sie die Bekämpfung ihrer vielen kleinen(!), tausend(!) Nadelstiche (die darum auch alle möglichst billig sein müssen) teurer zu machen versuchen, als die Verwirklichung ihres Ziels kosten würde, so dass der terorisierte Gegenpart irgendwann den spitzen Bleistift zückt und sagt "es ist billiger, wenn wir ihnen ihren Willen lassen".

Eine schmutzige Bombe würde viel zu viel Abscheu schaffen. Das würde jemand, der etwas erreichen möchte, niemals in Kauf nehmen, weil es ihn um Jahrzehnte zurück wirft.

Also bleiben nur die Spinner übrig.
Und ob die die Mittel haben, so etwas zu tun?
Prinzipiell möglich wäre es schon, aber die Wahrscheinlichkeit lässt uns wohl doch einigermaßen ruhig schlafen.
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28.04.2010 15:11 Uhr von borgworld2
 
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RickJames: Mal abgesehen, dass ich keinen wirklichen Bereicht von dem Department gefunden habe hat mir die Aussage von der NRC gereicht wo was von nem "Häuseblock" stand und es wird von keiner unmittelbaren Bedrohung ausgegangen.

Sorry aber traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast ist mein Motto bei sowas.
Vorallem hört sich sowas arg nach "beruhigendem Fälschen" an und wenn eine Behörde anfängt was runterzuspielen, dann wirds erst interessant.

Warum sollte ich mich über diesen Tom Bielefeld informieren?
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28.04.2010 17:04 Uhr von RickJames
 
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borgworld2: Ich würde dir mal den Artikel "Nuclear nonsense, black-market bombs, and fissile flim-flam" empfehlen. Der wurde von einem echten Wissenschaftlern verfasst und enthält eine Menge Informationen die nicht unbedingt jedem bekannt sind. Unter anderem auch Analysen von Tschernobyl.

Tom Bielefeld ( der Mensch den wir diesen Artikel verdanken zu haben ) hat keinen Abschluss und lebt seit dem seine Beratungsagentur geflopt ist davon Artikel zu schreiben die darauf abzielen der Öffentlichkeit angst zu machen.

[ nachträglich editiert von RickJames ]
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29.04.2010 00:36 Uhr von shadow#
 
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@Klassenfeind: Diese blöden Ausländer aber auch!
Wird Zeit hier mal wieder aufzurüsten. Mit Zäunen, Mauern und Sprengfallen.
Und wer rübermachen will, der wird erschossen!

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