27.04.10 12:51 Uhr
 208
 

Chili-Inhaltsstoff hilft beim Entschlüsseln des menschlichen Schmerzempfindens

Der schmerzauslösende Mechanismus chronisch kranker Patienten konnte jetzt mit Hilfe des Chili-Inhaltsstoffes Capsaicin genauer analysiert werden. Capsaicin ist sozusagen der "Scharfmacher" der Chilis, welcher bei Kontakt mit bestimmten Rezeptoren verschieden starke Schmerzreize im Gehirn auslöst.

Ein Forscherteam um Kenneth Hargreaves von der Universität von Texas in San Antonio hat nun herausgefunden, dass diese Rezeptoren im Körper von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, ständig aktiv sind. Hervorgerufen wird dies durch ein körpereigenes Molekül, das Capsaicin sehr ähnelt.

Bei den Molekülen handelt es sich um Stoffwechselprodukte von Linolen-Fettsäure. Da nun Schmerzauslöser und Schmerzmechanismus bekannt sind, können auf Basis dieser Erkenntnisse neue Wirkstoffe entwickelt werden, die nicht den Schmerz als Symptom bekämpfen, sondern ihn als Ursache blockieren.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Schmerz, Erkenntnis, Chili, Inhaltsstoff, Rezeptor
Quelle: www.focus.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Mexiko: In längster Unterwasserhöhle der Welt 15.000 Jahre alte Knochen gefunden
Nanobots können ohne Nebenwirkungen Tumore verkleinern
Mikroplastik in Mineralwasser gefunden

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
27.04.2010 12:51 Uhr von alphanova
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Das wäre natürlich ein immenser Fortschritt, wenn man den Schmerz nicht mehr bekämpfen bzw lindern muss (zum Beispiel durch Morphium usw), sondern ihn direkt ausschalten kann. Dabei wäre dann auch die Suchtgefahr ausgeschlossen.
Kommentar ansehen
27.04.2010 13:02 Uhr von lina-i
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
Woher willst du denn jetzt schon: wissen, dass der noch zu entwickelnde Stoff keine Suchtpotentiale bietet?
Kommentar ansehen
27.04.2010 13:07 Uhr von alphanova
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Weil diese Stoffe nicht das zentrale Nervensystem beeinflussen würden. Sie haben eine völlig andere Wirkungsweise als Schmerzmittel, die den Schmerz ja nur unterdrücken.
Kommentar ansehen
27.04.2010 19:30 Uhr von p-o-d
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Medizinische Forschung in allen Ehren nur sollte daraus tatsächlich ein wirksames Präparat entstehen, gehe ich leider davon aus dass dieses Medikament entweder verdammt teuer, für wenige Indikationen zugelassen oder gar komplett unter Verschluss gehalten wird. Mal vom langen Weg der Zulassungsverfahren (den es glücklicherweise gibt, schlicht der Sicherheit wegen..) abgesehen.

Gelänge es ein nebenwirkungsarmes Medikament herzustellen, wäre dies natürlich, wie der Forscher selbst sagt, ein Durchbruch in der Schmerztherapie! Ich bin gespannt was wir darüber noch hören werden! :-)

Refresh |<-- <-   1-4/4   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Lasermann" wegen Mord im Jahre 1992 zu lebenslanger Haft verurteilt
Bali: Deutschem droht wegen Drogenschmuggels die Todesstrafe
Ikea bietet bald vegetarische Hot Dogs an


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?