26.04.10 22:57 Uhr
 814
 

Illegale Downloads bedrohen bis zu 1,2 Millionen Arbeitsplätze

Die Kreativwirtschaft sieht sich vor Milliardenverlusten durch Internet-Piraterie. Musikindustrie, Verleger und Gewerkschaften diskutieren nun über mögliche Lösungsansätze. Zuerst einmal stellten sie doch die Konsequenzen illegaler Downloads heraus.

So würden laut einer aktuellen französischen Studie 611 000 - 1,2 Millionen Arbeitsplätze in der Musikindustrie bedroht. 15 Milliarden Euro jährlicher Umsatzverlust sind aktuell schon zu beklagen. In fünf Jahren könnte sich die Zahl ohne Gegenmaßnahmen mehr als verdoppeln.

"Wir brauche eine Straßenverkehrsordnung für das Internet", sagt Dieter Gorny, Chef des Bundesverbandes Musikindustrie. Gorny schlägt vor, den Internetuser zweimal zu verwarnen und dann den Webzugang zu sperren, Frankreich und Großbritannien würden mittlerweile schon ähnlich verfahren.


WebReporter: news-desk
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Download, Arbeitsplatz, Filesharing, Internetpiraterie
Quelle: www.welt.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Smart TVs von Samsung und TCL sind leicht zu hacken
Landgericht Berlin: Facebook verstößt gegen Datenschutz
Google Chrome wird zukünftig vielen SSL-Seiten das Vertrauen entziehen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.04.2010 23:10 Uhr von Amalek
 
+31 | -0
 
ANZEIGEN
wenn ich so einen Unsinn lese wird mir schlecht....

die Content Industrie rechnet jede runter geladene MP3 Datei in eine gekaufte CD um... daraus wird errechnet wie viele Leute man mit dem Geld beschäftigen "könnte".. und schwups entstehen solche haltlosen Zahlen... und hier wird diese Propaganda auch noch verbreitet :-(

Den meisten runter geladenen Mist hört/sieht man sich einmal an.. und löscht es danach wieder.. oder es verschwindet auf ner 2 TB Festplatte(Datengrab)

Das downloaden kommt in 80% der Fälle doch nur einem Probehören im CD-Shop gleich... darüber beschwert sich ja auch keiner...
Kommentar ansehen
26.04.2010 23:11 Uhr von rolling_a
 
+15 | -1
 
ANZEIGEN
totaler schwachsinn die wirtschaftsleistung könnten die konsumenten doch gar nicht erbringen, wenn jedem download ein nicht verkauftes exemplar von was auch immer gegengerechnet wird.

davon ab ist die unterhaltungsindustrie selbst schuld. sie haben seit der schellackplatte bisher jeden technologischen wandel um zehn jahre verpennt und sich von den 70ern bis 90ern die taschen nur so vollgestopft, ohne auch nur einen gedanken an morgen zu verschwenden.

gorny und konsorten: f**k off, ihr hab das spiel verpennt. und tschüss!
Kommentar ansehen
26.04.2010 23:12 Uhr von BeaconHamster
 
+16 | -0
 
ANZEIGEN
Da sind Meldungen über UFO-Sichtungen: noch glaubhafter. Mieser Versuch von Stimmungsmache.
Kommentar ansehen
26.04.2010 23:16 Uhr von ichhabimmerrecht
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Da hab ich letztens was ganz anderes gelesen.
Klar entstehen Verluste aber die übertreiben maßlos.
Kommentar ansehen
26.04.2010 23:19 Uhr von DaBUDDYo
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
und was is mit den arbeitsplätzen die durch raubkopierer entstehen? wie etwa die "ermittler" die von firmen beauftragt werden böse menschen zu suchen? das sie jemanden der sich nicht total behämmert anstellt is ne ganz andere sache :D
Kommentar ansehen
26.04.2010 23:44 Uhr von Allmightyrandom
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
27.04.2010 00:25 Uhr von Hartz4User
 
+6 | -3
 
ANZEIGEN
Die Musikindustrie fängt nun in den Propagandamedien an zu heulen und das Volk soll denken das der böse User Schuld an Arbeitsplatzverlusten sei. Wie praktisch, dann kann auch wieder über eine starke Zensur geredet werden. Alles Scheindemokratie wobei der Bürger noch mehr in seinen Rechten eingeschränkt und gelenkt werden soll.

Die Musikindustrie könnte meinetwegen komplett zusammenbrechen, ich bin mir sicher dann würde es noch mehr musikalische Abwechslung geben, durch neue freie Musikportale in denen auch mal Unbekannte Künstler eine Chance haben.

Gutes Beispiel ist dieser DSDS-Müll, Internetuser wehren sich gegen diese zwangs-hochgezüchteten-möchtegern Stars und siehe da, ein uralter Titel von Blümchen ist ziemlich hoch in die Downloadcharts eingestiegen. Die Musikindustrie sähe es aber lieber wenn ich mir an der nächsten Ecke eine DSDS-CD kaufen würde. Das ist der Punkt, wir die Konsumenten wollen selbst bestimmen was wir hören.
Kommentar ansehen
27.04.2010 00:51 Uhr von Heuwerfer
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Sind Zugangssperren eigentlich verfassungsgemäß? Es gibt doch schließlich ein Grundrecht auf Information und dazu zählt auch das Internet.

Immerhin wird sogar ein Teil der Rundfunkgebühren für die Internetauftritte der öffentlich rechtlichen Sender genutzt.

Es kann doch nicht gleich der gesamte Zugang gesperrt werden, nur weil vielleicht etwas Unrechtes getan werden könnte.

Jemand, der mehrmals gestohlen hat, bekommt schließlich auch nicht gleich ein weltweites Kaufhausverbot.

Und jemand, der seinen Führerschein verloren hat, darf auch weiterhin am Straßenverkehr teilnehmen, nur eben nicht mehr am Steuer eines Fahrzeuges.
Kommentar ansehen
27.04.2010 09:29 Uhr von Falap6
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@amalek: Wie kommst du darauf, dass jeden runtergeladene mp3 in eine gekaufte CD umgerechnet wird??? Hast du da irgendwelche Infos??
Kommentar ansehen
27.04.2010 09:37 Uhr von Allmightyrandom
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Falap: Das Problem ist ja eben, dass sich die ganzen Downloads nicht in "mögliche Verkäufe" umrechnen lassen - niemand kennt die "Quoten".

Wieviele Leute die Album x heruntergeladen haben kaufen es nach dem Probehören? Wie viele kaufen es nicht, weil Sie es schon haben? Was ist ein MP3 mit 128kbit/s gegenüber der CD wert? Wieviele Arbeitsplätze entstehen im Gegenzug bei Internetdienstleistern? Wieviele Menschen haben einen Webzugang NUR um Dinge herunterzuladen? Wie viele PC-Läden können nur überleben, weil einige Konsumenten regelmäßig neue Festplatten kaufen?

Tausende Fragen auf die es nur eine Antwort gibt:

42. Ähhh, ich meine 1,2 Millionen^^

Pure Fantasie.
Kommentar ansehen
27.04.2010 09:42 Uhr von applebenny
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
selbst wenn internetzugänge gesperrt werden und die leute übelst bestraft werden... es geht auch anders, wie oft erleb ich wie die kids mit usb-sticks unterwegs sind und musik bzw. filme schaufeln. Aufn Land wo es nur lahmes internet gibt ist das normal ^^
Kommentar ansehen
27.04.2010 09:44 Uhr von s3th
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Falap6: Unter dem link den Allmightyrandom 26.04.2010 23:44 Uhr geschickt hast findest du dies

-->Das Government Accountability Office der USA (GAO) ist eine Regierungsbehörde, die in etwa die Funktion des deutschen Bundesrechnungshofes erfüllt. Der US-Kongress hatte die Behörde im Oktober 2008 beauftragt, die Auswirkungen von gefälschten und kopierten Gütern zu beziffern. Die Ergebnisse, die nun vorliegen, dürften den Medienkonzernen kaum gefallen.

Zwar gäbe es viele Hinweise auf negative Effekte, doch es sei unmöglich, die Auswirkungen durch illegale Kopien in Zahlen zu fassen. Die immer wieder genannten Daten stammten ausschließlich von den Rechteinhabern und dienten deren politischen Zwecken, seien aber weder transparent noch überprüfbar. Nicht jede Kopie sei mit einem verlorenen Verkauf gleichzusetzen. Dennoch nutzen selbst das FBI und der Handel diese Statistiken, ohne eigene Erhebungen anzustellen. Viele Experten sehen laut GAO in illegalen Film-Kopien beispielsweise einen Grund für erhöhte Verkäufe im Bereich Merchandising. Auch andere Bereiche der Wirtschaft sollen indirekt profitieren. Eine Studie zweier US-Forscher über illegale Musik-Downloads bei Studenten stellt die Behauptungen der Rechteinhaber sogar vollends auf den Kopf. Die Daten ergaben Schäden von 25 US-Dollar pro Person, während die positiven Effekte laut Studie 70 Dollar erbringen. Allerdings, so die Forscher, dürfte man auch diese Ergebnisse nicht verallgemeinern.

shit bin zu spät ^^

[ nachträglich editiert von s3th ]
Kommentar ansehen
27.04.2010 10:06 Uhr von midn8
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
....blablabla eine Aussage:
"Illegale Downloads bedrohen bis zu 1,2 Millionen Arbeitsplätze"


eine Antwort: LOL
Kommentar ansehen
27.04.2010 11:23 Uhr von Amalek
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Mitarbeiterzahl der vier Major-Labels (weltweit):
1. Universal Music 1050 Mitarbeiter
2. Sony BMG Music Entertainment 2863 Mitarbeiter
3. EMI Group 5500 Mitarbeiter
4. Warner Music Group 3400 Mitarbeiter

(Quelle: Wikipedia, Geschäftsbericht Warner Music 2009)

Und die würde, wenn es keine Raubkopierer gäbe, 1,2 Millionen Leute einstellen?????
Wenn die dann ihre Mitarbeiterzahl verzehnfacht haben, würden die dann auch 10x soviel Musik produzieren? Da würde ich eher Angst bekommen wenn 10x mehr solche Möchtegern "Superstars" die Medienlandschaft verpesten...

Solche Horrorzahlen der Musikindustrie werden doch nur zusammenfantasiert um unsere greisen "Volksvertreter" im Reichstag unter Druck zu setzen.. Am Ende geht es doch nur darum mehr Geld an die Shareholder auszuschütten und nicht darum unbekannte Talente zu fördern oder mehr Leute einzustellen...!!!

[ nachträglich editiert von Amalek ]
Kommentar ansehen
28.04.2010 17:04 Uhr von Leeson
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Verdammte Scheinkorrelation: Wenn auf einem Album nur Mist drauf ist und ich mir die einzelnen Songs lade, sind doch nicht die "Raubkopierer" schuld!!!

Die sollten auch mit der Zeit gehen und nicht im Mittelalter stehen bleiben.
Kommentar ansehen
10.06.2010 17:02 Uhr von unomagan
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Also: ich denke es hat er was mit der Gesellschaft ansich zu tun.

Wissen, können und "Noten" zählen immer mehr als Kreativität. Das macht sich halt auch bemerkbar indem Kreativität weniger "Gekauft" wird, oder es geringer "geschätzt" wird.

Wir sind halt keine Kulturelle Gesellschaft mehr, gewöhnt euch daran. Dieser "Beruf" wird halt immer unnötiger...

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Die FDP ist bereit eine Minderheits-Regierung zu stützen
Russlands Position in Syrien ist unsicher
Patrick Lindner fordert Homo-Unterricht an Schulen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?