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Israels Zensurmaschine: Chefzensorin Sima Vaknin-Gil im Interview

In einem Interview mit "Spiegel-Online", schildert Israels Chefzensorin, Sima Vaknin-Gil, den staatlichen Zensurapparat. Vaknin-Gil, die im Rang eines Oberst dient, entscheidet über Eingaben von Journalisten.

Die Zensurbehörde, welche "aus technischen Gründen in der Armee verankert" ist, entscheidet nach einem Urteil des obersten Gerichtshofs, wonach Veröffentlichungen zensiert werden, sollte es eine "unmittelbare Wahrscheinlichkeit für eine echte Beschädigung der Sicherheit des Staates" geben.

Laut Vaknin-Gil dient die Zensur dazu, zu verhindern, dass Informationen, die für den Feind wertvoll sein könnten, an die Öffentlichkeit gelangen. Offiziell werden nur 80 - 85 Prozent der Eingaben ohne Beanstandung freigegeben, und "bis zu ein Prozent komplett verboten".


WebReporter: |sAs|
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Israel, Interview, Zensur, Pressefreiheit, Sima Vaknin-Gil
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.04.2010 07:45 Uhr von |sAs|
 
+10 | -3
 
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Das ausführliche Interview findet ihr in der Quelle. Das nennt sich dann einzige *zensiert* im Nahen Osten.
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27.04.2010 08:05 Uhr von borgworld2
 
+13 | -2
 
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Interessant: Das nennen die da unten also Pressefreiheit.
Wobei wenn man sich die Quelle durchliest, ist in mein Augen nicht die Zensurbehörde das schlimme an der Sache sondern das Justizsystem.
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27.04.2010 08:25 Uhr von usambara
 
+16 | -5
 
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diese gelenkte Demokratie unterscheidet sich nur unwesentlich von den ungelenken Diktaturen in der Nachbarschaft.
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27.04.2010 08:49 Uhr von Amerilion
 
+2 | -5
 
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Gerechtgertigt? wenn denn tatsächlich durch eine der zensierten Nachichten Menschenleben konkret gefährdet sind dann ist diese Zensur unter umständen Gerechtfertigt.

Grade bei militärischen Informationen ist das schließlich auch gängige Praxis in anderen Ländern; erst neulich habe ich in einer Doku über Afghanistan Zensur erlebt; der Jornalist hat ein kleinen deutschen Außenposten besucht durfte aber nicht sagen wie viele Soldaten dort stationiert sind weil die Taliban diese Information nicht erhalten sollten.

Negativ daran ist das offensichtlich auch bei kritischen politischen Stimmen passiert...

"Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren" (Wird Benjamin Franklin zugeschrieben)
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27.04.2010 09:41 Uhr von RickJames
 
+6 | -3
 
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Ich halte Zensur immer für schlecht, jedoch bin ich mir nicht sicher was schlimmer ist, staatliche Zensur wie in Israel oder freiwillige Selbstzensur wie es sie hier gibt.
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27.04.2010 10:12 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -8
 
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@ RickJames: Kein Problem, wenn Du einer Ermordung entgangen bist, wird einfach ein Foto auf dem Krankenhaus direkt in den Zeitungen abgedruckt oder im TV gezeigt.

Wenn Du danach Besuch im Krankenhaus bekommst, ist das ja nicht das Problem der Presse.

Veröffentlicht Deutschland sicherheitsrelevante Details? Ich glaube nicht.

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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27.04.2010 11:44 Uhr von RickJames
 
+5 | -4
 
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@LoneZealot: Das von dir genannte Beispiel ist so abstrus das ich mich ernsthaft fragen muss ob du das ironisch gemeint hasst.
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27.04.2010 12:13 Uhr von maki
 
+7 | -3
 
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Ich könnt wetten, dass das die Frau vom Lonzi ist. :-D

Es geht halt nix über ne ordentliche Militärdiktaur...
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29.04.2010 15:15 Uhr von supermeier
 
+0 | -0
 
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"aus technischen Gründen in der Armee verankert": Ahh ja.

Dann kann man sich ja darauf verlassen dass nicht als die Wahrheit verbreitet wird, genau wie Propaganda:

Wk2
Indochiona
Korea
Vietnam
Afghanistan 1
Gofkriege
Afghanistan 2
Irak

Da bin ich aber sehr froh und glücklich dass die Belange friedlicher, vor den Nachrichten sitzenden Mitmenschen dieses Planeten derart hochgeachtet und berücksichtigt werden.

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