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Fehlerhafte Abrechnungen von Kliniken bedeuten 1,5 Milliarden Euro Schaden

Den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland entstehen Angaben des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) nach im Jahr 1,5 Milliarden Euro Schaden durch fehlerhafte Abrechnung. 40 Prozent aller durch den medizinischen Dienst geprüften Abrechnungen seien dabei zu hoch.

Durchschnittlich sind sie dabei um 1.100 Euro zu hoch, im äußersten Fall sogar bis zu 100.000 Euro. Geprüft wird aber trotz dieses Umstandes kaum, da den Kassen bei ungerechtfertigter Prüfung eine Strafgebühr von 300 Euro droht.

Die GKV-Vorsitzende Doris Pfeiffer sieht diese Strafen als "seltsames Verständnis von Kostenreduzierung". Kliniken müssen bei falschen Abrechnungen lediglich die fehlerhaften Beträge erstatten, Strafen haben sie nicht zu befürchten. Dabei gelten circa 12 Prozent der Abrechnungen als "auffällig".


WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schaden, Krankenkasse, Manipulation
Quelle: www.n-tv.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2010 16:01 Uhr von Bildungsminister
 
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Ich habe darüber vor einigen Wochen einen interessanten Bericht gesehen, bei dem auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu Wort kam. Im Gegensatz zur vergangenen Legislaturperiode plant der derzeitige Gesundheitsminister Rösler Kontrollen noch weiter einzuschränken und setzt auf Selbstregulierung. Für mich ein Unding, auch das Kliniken keine Strafen zu fürchten haben, das ist am Ende doch nicht mehr oder weniger als ein Freifahrtsschein. Das ganze System ist einfach nur kaputt...
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26.04.2010 16:09 Uhr von rubberduck09
 
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die Kassen dürfen nicht prüfen? Ob gerechtfertigt oder nicht kann man doch erst bei Prüfung feststellen. Das doch krank.

Welcher Depp hat denn sowas eingeführt? Ich kanns mir schon denken...
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26.04.2010 16:50 Uhr von kuste2
 
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Wenn 40% falsch sind, wie behauptet, dann braucht man doch nichts befürchten. Bei durchschnittlich 1.100 Euro zu viel kann man doch die 300 € bei jeder 2. Abrechnung verkraften.

Ausserdem gibt es schon sehr schöne mathematische Algorithmen, um statistische Ausreisser sehr einfach erkennen zu können. Und ab einer gewissen Summe müsste eine Prüfung eigentlich zwingend stattfinden.

Ich glaube hier eher wieder an ein populistisches Störfeuer.
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27.04.2010 08:38 Uhr von bigpapa
 
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hm, es liegt an der Mentalität: Wieso Strafen.

Das Kontrolliert wird ist OK. Aber ich bin auch GEGEN Strafen.

Sorry, man kann keine Klinik oder Leute bestrafen die "nach besten Wissen und Gewissen" Ihren Job machen, bzw. delegieren (Als Klinik dafür Mitarbeiter einstellen).

Wieso funktioniert das eigendlich nicht wie in der freien Wirtschaft. Dann hätte Rösler ja sogar Recht.

Bevor ich eine Rechnung unterschreibe, überprüfe ich meistens (Stichprobenartig halt), ob die Dienstleistung o. Ware so ist, wie ich das wollte.

Ich bin fest davon überzeugt, das das auch bei den Krankenkassen funktioniert. Als Prüfer kennt man "seine Pappenheimer". Und bei Summen von 1.5 MILLIARDEN Euro, lohnt sich sicher eine kleine Spezialabteilung in der Krankenkasse, die das als Experten als Fulltimejob machen.

Aber solange man via Gesetz geschützt ist, das der "Kunde (Bürger)" ja die Krankenkassenbeträge zahlen MUSS, wieso sollte ich dann versuchen effektiv und wirtschaftlich zu arbeiten. Kommt doch immer eh frisches Geld rein.

Gruß

BIGPAPA

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