25.04.10 19:10 Uhr
 588
 

Zentralrat der Armenier fordert von der Türkei Anerkennung des Völkermords

Der Zentralrat der Armenier, sowie die Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland hielten eine Gedenkfeier bezüglich des Massenmords an den Armenien in der Türkei in den Jahren 1915, 1916 und 1917. Dabei starben etwa 1,5 Millionen Menschen. Das Gedenken fand in der Frankfurter Paulskirche statt.

Dabei verlangte der Zentralrat und die Diözese von den Türken aber auch von den Deutschen den Massenmord endlich als Völkermord anzuerkennen.

Ein Trierer Bischof und der Schriftsteller Ralf Giordano sprachen auf der Veranstaltung. Letzterer meinte über den Völkermord, dass dieser in der "türkische Lebenslüge" nicht thematisiert werden würde.


WebReporter: H311dr1v0r
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Zentralrat, Völkermord, Anerkennung, Armenier
Quelle: www.domradio.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Kurden bitten Assad um Hilfe
Die FDP ist bereit, eine Minderheits-Regierung zu stützen
Pegida und AfD - Zusammenarbeit beschlossen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.04.2010 19:15 Uhr von Bi-Ba-Butzemann
 
+11 | -8
 
ANZEIGEN
So umfassend wie die >>türkische Lebenslüge<< ist, da kann man schon mal n Massenmord vergessen....
Kommentar ansehen
25.04.2010 19:16 Uhr von Truemmergesellschaft
 
+9 | -5
 
ANZEIGEN
nicht noch ein zentralrat!
Kommentar ansehen
25.04.2010 19:20 Uhr von Seelenspiel
 
+11 | -10
 
ANZEIGEN
Langsam gehn mir diese Armenier aber aufn Sack.... alle 2 Wochen die selbe Forderung.
Kommentar ansehen
25.04.2010 19:22 Uhr von Rechthaberei
 
+8 | -6
 
ANZEIGEN
Zufällig sind die Armenier geographisch: fast so umzingelt wie Israel. Armenien liegt wegen Berg-Karabach in einem latenten Kriegszustand mit Aserbaidschan das von der Türkei unterstützt wird.
Kommentar ansehen
25.04.2010 19:45 Uhr von selphiron
 
+6 | -4
 
ANZEIGEN
@Rechthaberei: Du weisst aber schon, dass Armenien aserbaidschanisches Territorium besetzt hält und Russland hinter sich hat?So ganz alleine und hilflos sind sie nicht.
Kommentar ansehen
25.04.2010 20:01 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+9 | -11
 
ANZEIGEN
@|sAs|: Die Türkei ist der einzige Bündnispartner Israels im Nahen Osten. Was glaubst du was von Seiten der Türkei los wäre, wenn Israel den Völkermord anerkennen würde?

Hier kann man sich eine Doku über den Genozid an den Armenier anschauen oder downloaden. Die Doku heißt "Aghet - Ein Völkermord"

http://schampi.com/...
Kommentar ansehen
25.04.2010 20:06 Uhr von nostre2008
 
+8 | -10
 
ANZEIGEN
Jopp: wer sich mal über die Armenier Informieren will kann unter google armenien revolt eingeben. Gleich das erste Video anschauen.

Das ist der größte Fake des 20. Jahrhunderts. Auslands Armenier und Nationalisten leben diese Lüge weiter und predigen den Hass unter den Kindern weiter.

Johannes Lepsius als Hauptquelle ist als Lügner udn Fälscher entarnt, Hermann Goltz bestätigt dies ebenfalls.

Leider ist das Internet verseucht mit einheits Infos der Diaspora Armenier. Über die Rolle der Türkei ist viel gesprochen worden. Wie sieht es jedoch mit den Armenier aus? Die sich gerne als ähnliche Opfer der Juden sehen?

Was mich wundert ist ebenfalls in letzer Zeit die Rolle der Deutschen und unverantwortliche und schlechte "Dokus" ala Aghet.

Es gillt hier wie man die Armenische Nationalisten entliche ruhig stellt (vorallem Diaspora) die sehr aktiv sind in Frankreich und in den USA.

Dort wird in Außen und Innenpolitik massivst eingemischt!
Kommentar ansehen
25.04.2010 20:24 Uhr von tahir
 
+3 | -9
 
ANZEIGEN
@mkrispien: Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals gesagt zu haben, dass die Türkei in die EU soll!
Also kannst du die deine Frage sonstwo hinstecken!
Die Gerechtigkeit wäre die, das man mit offenen Karten Spielen sollte und nicht irgendwelche Dokumente Fälschen sollte.
In Istanbul kannst du die die Türkischen Archive mal unter die Lupe nehmen, denn diese sind für alle zugänglich!
Versuch das Gleiche mal mit den Armenischen Archiven!

http://video.google.de/...
Kommentar ansehen
25.04.2010 20:47 Uhr von |sAs|
 
+5 | -4
 
ANZEIGEN
@Verfassungsschützer: Ich glaube die Erinnerung an das Leben von Millionen von Menschen sollte wichtiger sein als solch ein Bündnis.
Wenn Israel diesen Vorfall nicht anerkennt dann gibt es auch für mich offensichtliche Fehler in der Integrität der Geschichte.

Ich bin sofort bereit die Meinung einer objektiven Kommission zu glauben. Sollte eine solche Kommission zum Urteil "GENOZID" kommen dann werde ich das auch so anerkennen.

Warum müssen Armenier um die Anerkennung kämpfen wenn die Geschichtsschreibung doch so Lupenrein ist?

Aghet hab ich schon gesehen als der auf ARD lief.
Kommentar ansehen
25.04.2010 20:52 Uhr von Rechthaberei
 
+6 | -6
 
ANZEIGEN
Gut, wenn die kleine Vorgeschichte der: Armenier auch unter den Teppich gekehrt wird dann muß sie eben auch aufgearbeitet werden. Vorrangig ist aber das weitaus größere Massaker und die Vertreibungungen an den Armeniern.
Die heiklen Dokumente und Anweisungen über den Völkermord in den türkischen Archiven wurden übrigens längst vom türkischen Geheimdienst gesäubert und sind nicht mehr aufzufinden und so steht es auch in Wikipedia.
Kommentar ansehen
25.04.2010 21:21 Uhr von nostre2008
 
+4 | -6
 
ANZEIGEN
Aghet: wer das als Maßstab nimmt kann sich genau so gut über die Bildzeitung Informieren.

Der Film (für mich ist das keine Doku) hat mehr Geld für die Schauspieler ausgegeben als für die Aufarbeitung.

Wer ein vergleich der Juden mit Armenier sieht bewegt sich meiner Meinung nach auf sehr dünnem Eis. Das wäre vor ein paar Jahren undenkbar. In dem Film wurde was von Dolchstoßlegende und KZs gelabert!

Eine verhamlosung und verallgemeinerung der Nazis? ICh weis es nicht.

Wie gesagt es gibt genug Informationen über die Armenier, genau so wie sie schon vor und während den Ereignissen genau so Georgier Massakriert haben.

Sucht einfach mal nach Groß Armenien.

Leute macht den Fehler nicht und vergleicht die Ereignisse mit den der Judischen Bevölkerung in Europa.

ICh glaube kaum das die Juden sich Militärische geordnet und gezielt gegen die Deutschen vorgegangen sind.

Nach heuten Maßstab war es Krieg samt all ihren Folgen.
Kommentar ansehen
25.04.2010 21:26 Uhr von zahntech
 
+5 | -4
 
ANZEIGEN
gestern: haben die während ihre"nationalTag"Türkische Fahnen verbrannt ..soviel zum armen armen-irre
Kommentar ansehen
25.04.2010 21:40 Uhr von nostre2008
 
+5 | -5
 
ANZEIGEN
naja: anstatt sich mit Armenien auseinander zu setzen, gibts wieder türkei bashing. Egal was solls

Schon gewusst das Armenier aufgerufen haben ProNRW zu wählen. Nur weil sie die einzige Partei in DEU ist die gefordert hat die Ereignisse als Völermord einzustufen?

Ebenfalls ist es doch Intressant das Deutschland Armenier die hier Asyl beantragen als Wirtschaftsflüchtlinge ansieht. Warum das wichtig ist? Es leben ja 2x mehr Armenier im Ausland als in Armenien selbst. Es wird ja vorgeschoben weil die Osmanen sie vertrieben hätten etc sie nun eben verteilt in der Welt leben.

Daher wundert es mich schon das Deutschland eben die Anträge Damals wie heute ablehnt oder Wirtschaftliche gründe sieht.

Lustigerweise bellen die meisten Armenier die im Ausland leben!
Kommentar ansehen
25.04.2010 22:53 Uhr von Laz61
 
+3 | -5
 
ANZEIGEN
Hallo erstmal: Es ist richtig dass Israel den angeblichen Genozid nicht anerkennt.
Das Argument mit dem Verärgern des einzigen Verbündeten in der Region ist falsch. Das Militärbündnis zwischen den beiden Ländern besteht erst seit Mitte der 90´er, da Israel 1948 gegründet worden ist, hat der jüdische Staat 50 Jahre den "Genozid" nicht anerkannt, bevor ein Bündnis bestand.
Ich find es seltsam für ein Volk , daß einen richtigen Genozid überlebt hat, so etwas als erstes anerkennen sollte.
Zumal die einen Teil der armenischen Dokumente besitzen, müßten die Israelis die Wahrheit wissen.

Und der Vorwurf dass der türkische Geheimdienst die Archive gesäubert haben, ist völliger Quatsch.

1919 fand ein Tribunal in Malta statt, bei dem die osmanischen Offiziere dem Vorwurf des Völkermords gegenüberstanden. Die Briten (leiteten das Tribunal) haben fieberhaft überall (auch in Istanbul) nach beweisen gesucht jedoch keine gefunden. Später haben die sogar die Amis angefragt ob die beweise dafür hätten, das geht aus dieser Anfrage der britischen Archive vor:

“There are in hands of Majesty’s government at Malta a number of Turks arrested for alleged complicity in the Armenian massacres. There are considerable difficulty in establishing proofs of guilt. Please ascertain if the United States government is in possession of any evidence that would be of value for the purpose of prosecution.”

BritishArchives. PRO—F. 0. 371/
6500/ E.3552, Curzon to Geddes
Telegram No 176, dated March 31,
1921.

Schließlich wurden die Offiziere nach über zwei Jahre Haft entlassen, weil keine Beweise gefunden wurden.

Malta Tribunal:

http://en.wikipedia.org/...

Um zu diesem "Dokumentarfilm" (für mich ein Propagandafilm) basiert auf die Lügengeschichten von Johannes Lepsius, wie nostre2008 richtig erkannt hat.
Lepsius war kein Augenzeuge von den Deportationen und war ein Monat lang beim US-Botschafter (AUG 1915) und hat Dokumente abgeschrieben, die von armenischen Übersetzern und protestantisch - amerikanischen Missionaren stammten, was die Objektivität dieser Dokumente mindert. Der US- Botschafter wollte durch die übertriebene grausame Darstellung der Deportation , die USA auf die Seite der Allierten bewegen.
(nachzulesen: Die Hintergrundgeschichte zu Botschafter Morgenthaus Memoiren)

Es sind noch immer Archive unter Verschluß (Jerusalem und Boston), trotz eines Angebots (20Mio Dollar) der türkischen Seite wollen die Amis die Archive der Daschnaken nicht öffnen.
Wenn es fakt ist dass es ein Völkermord war, warum weigert sich Armenien gegen eine Historikerkommission?
Die Türkei wird das Ergebnis akzeptieren.
Oder gibt es unter Euch jemanden, der ohne Prozeß freiwillig bestraft wird aufgrund von Mitmenschen die Ihnen ein Verbrechen vorwerfen.

Andere zu verurteilen ist sehr einfach.
Nehmen wir mal Frankreich, die den "Genozid" anerkannt haben, aber ihre eigenen Verbrechen in Algerien (1954-62) werden schöngeredet.
Deutschland hat den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts im heutigen Namibia begangen, im gogenannten Hottentottenaufstand (Reparationszahlungen, Erinnerung an den Völkermord ?)
Genauso fortführbar mit anderen Kolonialmächten wie Belgien, Spanien, Portugal, GB...

Anscheinend ist es ein Völkermord wenn die Opfer Christen oder Juden sind.

[ nachträglich editiert von Laz61 ]
Kommentar ansehen
26.04.2010 00:51 Uhr von Acun87
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
die sollen: erst eine historikerkommission zulassen.

so einfach is des!

vorher haben die nix zu verlangen! auf unseren seiten hatten wir auch viele verluste, die durch armenische freischärler gestorben sind, mit dem ziel, mit gewalt ein großarmenien zu gründen im osmanischen reich!



[ nachträglich editiert von Acun87 ]
Kommentar ansehen
26.04.2010 02:53 Uhr von beni-ara
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Davon könnt ihr träumen: Wir werden nichts anerkennen. Wir haben uns im Krieg gegen die Verräter gewehrt und sie des Landes verwiesen. Im übrigen sind keine 1,5 Mio Armenier gestorben. Das hättet ihr wohl gerne, damit ihr die armen Armenier spielen könnt. Was ist mit den gestorbenen Türken und Kurden, die durch die Armenier getötet worden sind???
Was wollen diese Nasen erreichen? Meinen die wirklich, dass die Türkei denen Geld und Boden gibt???
Kommentar ansehen
26.04.2010 09:59 Uhr von Conner7
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Gibt es eigentlich aus den -Zentralrat der Kellerasseln
-Zentralrat der Menowin Fröhlichs
-Zentralrat der DNews
-Zentralrat der Bild (den gibts ja wirklich, siehe ZRdJ)

[ nachträglich editiert von Conner7 ]
Kommentar ansehen
26.04.2010 14:08 Uhr von omar
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
Schlechte Geschichtsaufarbeitung: "1915, 1916 und 1917"
Das ist fast hundert Jahre her und geschah zur Zeit des ersten Weltkriegs. Hat also mit der modernen Türkei kaum was zu tun. Es lebt wohl kaum noch ein Augenzeuge.
Es gibt zudem keine eindeutigen Beweise und die Archive außerhalb der Türkei sind verschlossen. Warum wohl?
Wieso sollen die Menschen von heute sich also für etwas unbewiesenes entschuldigen? Warum sollen sie sich für etwas entschuldigen, was Ihre Ur-Ur-Großeltern mal angeblich gemacht haben sollen? Dann könnte man ja als Moslem den Christen die Kreuzzüge auch gleich mal vorwerfen...
Warum poppt das Ganze aktuell denn wieder hoch? Kann es was mit der aktuellen Politik der Regierung (CDU) zu tun haben, die die Türkei nicht in der EU haben will und so Stimmung gegen die Türkei macht? Vielleicht ist ARD/ZDF davon beeinflusst (daher wurde Aghet ausgestrahlt, obwohl er mehr als Propaganda-Film taugt).
Was war die letzten 80-90 Jahre los? Hatte man da, das Ganze vergessen?
Zudem wurden auch über eine halbe Million Türken von Armeniern massakriert. Von denen redet heute keiner mehr? Würde es euch denn dann wundern, wenn wenn Türken die Armenier weg haben wollten?
Zudem ist Deportation, unter Inkaufnahme von menschlichen Verlusten, kein Völkermord. Sicher ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber keine gezielte Ausrottung. Es gab auch keine Vernichtungslager wie KZs usw.
Solange man sich gegen eine Historikerkommission und eine transparente Beweisführung verschließt, braucht man sich nicht wundern, wenn alle Schuldzuweisungen abgelehnt werden.
Alles in Allem eine schleche Geschichtsaufarbeitung.
Ohne Beweise darf man keine Forderungen stellen.

[ nachträglich editiert von omar ]
Kommentar ansehen
26.04.2010 22:35 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
wo sind dann die massengräber bei 1,5 mio. toten ? Zum Vorwurf des Genozids an den Armeniern
Stellungnahme der türkischen Internet-Community
(Jüdisches Forum, 28.06.2005)
Der Türkei wird ein Genozid (Völkermord) während des 1. Weltkrieges und die Leugnung dessen vorgeworfen, ohne dass die historische Erkenntnisgewinnung in wissenschaftlichen Kreisen abgeschlossen ist. Dies ist ein weltweit einzigartiges Phänomen. Es gibt bis heute kein Land, dem man durch Parlamentsbeschlüsse einen Genozid vorgeworfen hat. Solche Vorwürfe gehen üblicherweise zunächst vor ein internationales Gericht, welches auf Fakten und Beweisen basierend ein Urteil fällt. Für die Klärung der historischen Ereignisse ist dringend erforderlich, dass eine neutrale und unabhängige Historiker-Kommission über die Ereignisse befindet. Bis Dato wurden zwei Initiativen der Türkei (2004 und 2005) in dieser Richtung seitens Armenien abgewiesen. Wie wir zeigen werden ist es angesichts der ständig verbreiteten Geschichtsverfälschungen mehr als notwendig, dass man eine solche Kommission auf die Beine stellt. Nachfolgend möchten wir einige der gängigsten Geschichtsverfälschungen auflisten. Dafür werden wir ausschließlich westliche und (pro-)armenische Quellen verwenden.

Wie man immer wieder feststellen kann, wird nie eine Quelle für die 1,5 Mio. armenischen "Opfer" genannt. Selbst auf hartnäckige Anfrage bekommt man keinerlei seriöse Belege. Diese Zahl gibt die armenische Gesamtbevölkerung um 1915 an bzw. ist das arithmetische Mittel aus unterschiedlichen Zählungen, welche beispielsweise von ca. 784.000 bis ca. 1.914.000 reichen [1]. Hier wird jedoch auf armenischer Seite eine interessante Zahlenrhetorik angewandt: Man spricht von "Opfern" und impliziert insgeheim, dass tatsächlich alle "Opfer" umgekommen sind, ohne dabei zu erwähnen, wie viele die Umsiedlung (Deportation, Vertreibung, "Todesmärsche durch die Wüste") überlebt haben bzw. von dieser nicht betroffen waren. Man lässt mit dem diffusen Begriff "Opfer" bewusst offen, was damit gemeint ist. Es wird nicht erwähnt, dass ca. 600.000 Armenier die Umsiedlung überlebt haben (300.000 konnten sich in den Kaukasus und 4.200 nach Ägypten retten) und dass die Armenier Westanatoliens, ca. 150.000, von der Umsiedlung nicht betroffen waren [2]. Hinzu kommen noch ca. 200.000 armenische Konvertiten die zum Islam übergetreten sind bzw. dazu gezwungen wurden [3]. Das sind Zahlen, die aus westlichen und sogar pro-armenischen Quellenmaterialien hervorgehen. Alleine durch Aufzählung der Überlebendenzahlen kommt man auf 950.000 Armenier, die entweder nicht von der Umsiedlung betroffen waren oder diese nachweislich überlebt haben.
Kommentar ansehen
26.04.2010 22:36 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
teil 2: Die Versorgungslage der Bevölkerung im Osmanischen Reich war bereits seit 1860 extrem schlecht. Das Osmanische Reich wurde in westlichen Publikationen als der "kranke Mann am Bosporus" betitelt. Man war z. B. nicht in der Lage, die moslemischen Flüchtlinge aus den ehemaligen osmanischen Gebieten zu versorgen, so dass hunderttausende an Hunger und Mangelversorgung starben [4]. Weiterhin ist historisch belegt, dass viele Soldaten aufgrund schlechter Ausrüstung in den Wintermonaten erfroren oder an der Front verhungerten [5]. Dies ist insbesondere deshalb interessant, weil sich im Kriegsfall jeder Staat zuallererst um die Versorgung seiner Soldaten kümmert, da dies in Kriegsjahren existentiell ist. Wenn selbst diese vor Hunger und Kälte umkommen, kann man sich unschwer vorstellen, unter welchen Bedingungen die Zivilbevölkerung lebte und unter welchen Umständen die Umsiedlung der Armenier durchgeführt wurde. Allgegenwärtig war das Bild der "verhungernden Armenier" in internationalen Hilfskampagnen. Der osmanisch-muslimischen Bevölkerung erging es nicht besser, sie verstarben in denselben Umständen, wie die Armenier selbst, durch Krankheiten und Hungersnöte.

Eine weitere historische Tatsache wird ebenso verschwiegen: Tote unter der muslimischen Bevölkerung durch armenische Massaker. Es ist eine historische Tatsache, dass armenische Milizionäre (z. B. die Taschnaken/Daschnaken) Massaker in großem Umfang an moslemischen Zivilisten in Ostanatolien verübten [6]. Diese Massaker werden auf armenischer Seite noch heute als "Racheakte" bezeichnet. Verantwortliche für die Massaker waren armenische Führer wie Gevorg Chavush (Gevorg Aroyi Khazaryan) und Andranik Torosi Ozanyan (Zoravar Andranik), die in Armenien wie Volkshelden verehrt und deren Morde gerechtfertigt werden. Ziel der armenischen Milizionäre war es in Ostanatolien, mithilfe der Russen "Großarmenien" zu schaffen [7]. Gevorg Chavush z. B. organisierte etliche bewaffnete Aufstände in Ostanatolien [8]. Andranik Torosi Ozanyan kämpfte mit seinen armenischen Truppen u. a. 1912-1913 im 1. Balkankrieg auf Seite der Bulgaren gegen die Türken. Nach 1914 führte er seine Truppen auf der Seite der Russen [9]. Im Frühjahr 1915 wurde im ostanatolischen Van nach erbitterten Kämpfen die Zivilbevölkerung durch armenische Milizionäre massakriert, die Stadt zerstört, und anschließend den nachkommenden Russen übergeben [10]. Daraufhin hat die osmanische Führung am 24.04.1915 den Verhaftungsbefehl gegen die Führer der armenischen Aufstandsorganisationen gegeben. Dieses Datum wird kurioserweise als "Beginn des Genozids" bezeichnet.

Eine weit verbreitete grobe Geschichtsverfälschung ist das angebliche Hitler-Zitat "Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?". Von der Rede gibt es fünf unterschiedliche Versionen [11], obwohl Hitler am 22.08.1939 auf dem Obersalzberg nur zwei Reden hielt. Spätestens nach der Historiker-Kommission in Frankreich im Jahre 1998 wurde das Hitler-Zitat endgültig ad acta gelegt [12]. Es wird seitdem auf seriöser armenischer Seite nicht mehr zitiert. Heute wird es gerne seitens rechter Kreise aufgegriffen, um den jüdischen Holocaust zu relativieren.

Als "Kronzeuge" der Armenier wird immer wieder Pfarrer Johannes Lepsius angeführt, obwohl längst seitens westlicher Historiker aufgedeckt worden ist, dass Lepsius gezielt Dokumente gefälscht und manipuliert hat. Historisch eindeutig überliefert ist unter anderem, dass Lepsius in den Niederlanden für das Deutsche Reich Spionage betrieben hat und keineswegs der unbedarfte Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde [13].
Kommentar ansehen
26.04.2010 22:38 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
teil 3: US-Botschafter Henry Morgenthaus Buch "Ambassador Morgenthau´s Story" wurde als amerikanische Kriegspropaganda entlarvt. Nicht Morgenthau selbst, sondern seine armenischen Sekretäre und Gehilfen haben dieses Buch verfasst. Morgenthau wollte durch seine grausigen Berichte über die Lage der Armenier die USA auf der Seite der Alliierten in den Krieg ziehen [16].

In der Diskussion um den "Genozid" wird des Weiteren nicht erwähnt, dass 1919 144 osmanische Minister, Parlamentarier, Generäle usw. durch die Alliierten verhaftet und nach Malta deportiert wurden, um ihnen den Prozess zu machen. Niemals zuvor hatte man soviel Zugang zu Zeugen und Archiven wie damals, als das Osmanische Reich unter britischer und französischer Besatzung stand. Alle Angeklagten wurden jedoch nach ca. zwei Jahren freigesprochen, da man keinerlei Beweise gegen sie fand. Zahlreiche Armenier, die namentlich in britischen Archivdokumenten aufgelistet sind [17] und interne Kenner des osmanischen Verwaltungsapparates waren, halfen den Alliierten bei der vergeblichen Suche nach Beweismaterial.

Wenn über das Osmanische Reich in den Jahren 1907-1915 gesprochen wird, wird das Bild eines nationalistischen Landes projiziert, ohne dabei zu erwähnen, dass sich der Nationalismus als letztes unter den Türken im Osmanischen Reich verbreitet hat und als Zeitgeist lange vorher in europäischen Ländern, später in ehemaligen osmanisch-christlichen Gebieten etabliert war. Der Nationalismus wurde durch Frankreich, England sowie Russland in das Osmanische Reich "importiert" und die christliche Bevölkerung zur "Befreiung vom Türkenjoch" angestachelt. Dies führte u. a. zu griechischen, bulgarischen, serbischen und armenischen "Freiheits-Organisationen" [18]. Infolge der "Befreiung vom Türkenjoch" bzw. der Gründung moderner Nationalstaaten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu Vertreibungen und Massakern an der muslimischen Zivilbevölkerung im gesamten Gebiet des Osmanischen Reiches, in dem ganze Landstriche "ethnisch und religiös gesäubert" wurden [19]. Die christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich wurden seitens Griechenland, Frankreich und nicht zuletzt Russland systematisch bewaffnet. Das Ziel war einen Bürgerkrieg zu entfachen und das Land von Innen zu schwächen [20]. T. E. Lawrence, auch bekannt als "Lawrence von Arabien", der in Syrien mit Ausgrabungen beschäftigt war, schreibt in einem Telegram vom 02.02.1913, demnach ein Jahr vor Ausbruch des 1. Weltkrieges und zwei Jahre vor der Umsiedlung der Armenier, an seine Familie: "welch ein Vermögen könnte man jetzt mit einer Ladung billiger Gewehre machen! Die Armenier rüsten wie wild." [21]

Abschließend möchten wir bemerken, dass die "Armenische Frage" in der Türkei kein Tabu ist. Die Werke vieler von uns zitierter Autoren sind in der Türkei frei erhältlich, türkische Zeitungen und Fernsehkanäle sind voll mit Beiträgen sowie Berichten von Wissenschaftlern, Historikern und Intellektuellen. Die Diskussion ist jedoch für viele Menschen mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden. Sei es, dass ihre Familien während des 1. Weltkrieges vertrieben oder dass sie Opfer armenischer Übergriffe wurden oder dass man immer noch versucht, aufgrund widerlegter "Beweise" und ohne Anhörung türkischer Wissenschaftler, Zeitzeugen und Überlebender die Türkei zur Anerkennung eines Genozids zu zwingen. Diese Tatsachen werden entweder nicht begriffen oder vorsätzlich als "Tabu" ausgelegt.
Kommentar ansehen
27.04.2010 11:10 Uhr von beni-ara
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Lieber Zentralrat der Armenier, wir haben an euren Menschen einen Genozid verübt. Und??? Was nun...? Was wollt ihr denn jetzt haben, Geld, Boden..??? Stück Schei..e bekommt ihr. Was nun, ist die nächste Forderung: "Die Türken haben Armenien vollgefurzt. Wir wollen die Anerkennung des Furzoids." Ist das Eure nächste Forderung??? Den Berg Ararat könnt ihr schön aus der Ferne anschauen. Den werdet ihr nämlich nie bekommen.

[ nachträglich editiert von beni-ara ]
Kommentar ansehen
27.04.2010 23:55 Uhr von omar
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@beni-ara: Versuch mal sachlich zu argumentieren, statt mit dem Niveau in den Keller zu gehen.
Mach es wie OttomanEmpStrikesBck. Der belegt seine Argumente wenigsten und versucht sinnvoll zu diskutieren.
Deine Polemik hat hier nichts verloren.
Kommentar ansehen
28.04.2010 11:43 Uhr von beni-ara
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Omar: Ich finde meinen Beitrag ebenso sachlich wie die Forderungen der Armenier. Sie fordern etwas, was in dieser Form nicht stattgefunden hat. In adäquater Form antworte ich. Also mit Nonsens.
Kommentar ansehen
28.04.2010 13:22 Uhr von omar
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@beni-ara: Deine Ausrucksweise ist reine Provokation. Mit Nonsens hat das wenig zu tun.
Genau diese Reaktion wollen doch die Türkeihasser bezwecken. Und du reagierst hier wie ein Stier bei nem roten Tuch...

Refresh |<-- <-   1-25/25   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Schweiz: Schluchtenschwulis für Rundfunksteuer
Syrien: Lage verschärft sich drastisch, Türkei bombardiert syrische Truppen
Olympia: Deutsche Eishockeymannschaft erreicht das Viertelfinale


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?