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Atomkraftgegner wollen 120 km lange Menschenkette bilden (Update)

Heute, am 24. April 2010 trafen sich 120.000 Atomgegner in Norddeutschland und bildeten eine etwa 127 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel.

Mit Sonderzügen und 240 Bussen wurden die Aktivisten zu den Standorten gefahren, um so eine geschlossene Kette bilden zu können.

So wurde die nach 1983 längste Menschenkette gebildet, an der unter anderem auch Cem Özdemir, Jürgen Trittin und Renate Künast (alle Grüne) sowie Sigmar Gabriel von der SPD teilnahmen.


WebReporter: Nickel367
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Atom, Atomkraftgegner, Menschenkette
Quelle: www.tagesschau.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2010 17:19 Uhr von Nickel367
 
+8 | -3
 
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Respekt an die Organisatoren. Ich denke nicht, dass es so einfach ist eine solche Menschenmenge erstmal zusammen zu bekommen und dann noch richtig aufzustellen.
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24.04.2010 17:30 Uhr von Klassenfeind
 
+10 | -9
 
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Respekt..Jaa..!! Ich kann mir aber beim besten willlen nicht vorstellen,daß das die Chef´s der AKW´s irgendwie interresiert..denen tut es nur dann weh,wenn ihre "Aktien" "sinken"...an der Börse..

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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24.04.2010 17:51 Uhr von Philipp-k
 
+32 | -18
 
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typisch grün - keine ahnung: wa soll ich dazu sagen außer dass jeder der je intelligent genug war aufs gymnasium zu gehen und dort physik Leistungs- oder Grundkurs zu belegen weiß, dass reaktorunglücke in deutschland definitiv nichtmehr möglich sind. Es gibt x hunderte sicherheitssysteme die sofort ne abschaltung auslößen sollte das wasser nur 1 grad über normal haben usw..... weiterhin war das in tschernobyl schon fast absicht oder willentlich dass die den reaktor schmelzen lassen haben, mind. 20 mal menschliches versagen und genau gegen alle vorschriften gehandelt.

weiterhin gilts zu beachten: wenn wir sie nicht haben haben sie die franzosen, polen, ukrainer, weißrussen usw. bei denen die sicherheit nicht so groß geschrieben wird.

und außerdem: Atomkraft ist A: BILLIG, B: SAUBER
schaut euch mal die schadstoffausstoße von nem ach so tollen Kohlekraftwerk wo die SPD, Grünen usw. welche baun wollen ... und vergleichts mitm AKW. wenn überhaupt 1%.

Klar, die Endmülllagerung ist ein großes problem in deutschland, aber würde man neue AKWS bauen können .... auch sogenannte schnelle brüter, bei denen die Radioaktivität der endprudukte um ein vielfaches geringer ist. würde man weiterhin hingehen und die forschung fördern, wärs warscheinlich in 10 jahren möglich die radioaktivitt fast auf 0 zu setzen.

von daher: wen interessiert so ne bescheuerte menschenkette von i-welches zurückgebliebenen hippies?
mich nicht, und die regierung zum glück auch nicht.
appropo: letztens ne umfrage: nur 30% der bevölkerung sind gegen atomkraft. und in ner demokratie muss man mindestens 50% haben.


@ hertle

und genau diese bescheidenen leute die such auf die gleise ketten machen den transport so gefährlich.
wenn mal was passiert is es net wegen zu wenig sicherheit, sondern weils leute gibt die das absichtlich gefährden.

[ nachträglich editiert von Philipp-k ]
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24.04.2010 17:53 Uhr von hertle
 
+10 | -11
 
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Sehr schön: Hab gerade die Bilder in der Tagesschau gesehen. Sehr beeindruckende Aktion. Mal sehen, was im Herbst los ist, wenn der nächste Castor nach Niedersachsen rollt. Der Atomwiderstand wird nicht müde, ganz im Gegenteil, er wird immer aktiver.

@Philipp-k

Das größte Problem an der Atomkraft ist immer noch der hochradioaktive Müll. Schnelle Brüter sind gescheitert und es ist lächerlich, dass Befürworter wie Du die Dinger immer wieder aus der Versenkung holen wollen. Schon mal was von Kalkar gehört???
Und selbst wenn es mit Schnellen Brütern machbar wäre, so ist es doch das Ziel der aktuellen Regierung, eine endgültige Lagestätte einzurichten.
Bei der Suche nach solch einer Stätte wird nicht nach dem BESTEN oder gesucht, sondern man will einfach einen Salzstock in Gorleben manifestieren, von dem eine Reihe Experten sagen, dass er unsicher ist.

Und zu deiner Umfrage hätte ich dann doch gern mal ne Quelle. Die Umfragen, welche ich so gesehen habe sagen nämlich was völlig anderes aus.

http://www.verivox.de/...

[ nachträglich editiert von hertle ]
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24.04.2010 18:03 Uhr von hertle
 
+7 | -8
 
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@Philipp-k: Bei den Anti-Castor-Demos im und um das Wendland gehen mehrere tausend Menschen auf die Straßen. Dabei sind ca. 20 bis 30 die sich irgendwo anketten. Deine Aussage ist also nichts weiter als eine plumpe Verallgemeinerung.
Die 95% der Leute die dort hingehen, wollen friedlich, gewaltfrei und mit kreativen Aktionen ihrem Prostest Ausdruck verleihen.
Ich kann jedem nur empfehlen sich solch eine Demo mal anzuschauen. Da sind auch nicht nur Punks und Linksextreme, wie vieleicht viele denken mögen.
Der Prostest im Wendland ist sehr bunt. Da gehen Lehrer, Bänker, Handwerker, Beamte, Renter, Kinder und Leute aus allen Schichten gemeinsam auf die Straße. Es gibt sogar CDU- und Polizei-Gruppen, welche sich an den Protesten beteiligen.

[ nachträglich editiert von hertle ]
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24.04.2010 18:14 Uhr von usambara
 
+10 | -4
 
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@ Philipp-k: so sicher wie das absaufende Endlager Asse, wo der Steuerzahler für die Einlagerung des Mülls bezahlt bzw
dafür das der Müll nun wieder raus geholt werden muss.
Gorleben kostet bis zur Inbetriebnahme über 10 Mrd €, die
wir bezahlen, nicht die Müllverursacher.
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24.04.2010 18:21 Uhr von Philipp-k
 
+8 | -6
 
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korrektur: ich hatte nicht vor zu verallgemeinern, aber sollte es doch auch auf seiten der friedlichen demonstranten eine abgrenzung gegenüber denen geben, die nicht gewaltfrei demonstrieren, polizisten verletzen oder den transport aufs gröbste gefährden.
atomkraft ist und bleibt ein brennpunkt in deutschland. es gibt solche die dafür sind, so wie ich, und solche die dagegen sind. wir leben in einer demokratie und haben meinungsfreiheit. jeder darf das sagen was er will.
aber definitiv fest steht, dass kohlekraftwerke erst recht keine lösung sind, und dass regenerative energien noch nicht als ersatz angesegehn werden können.
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24.04.2010 18:55 Uhr von usambara
 
+4 | -12
 
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@Philipp-k: ähm, die Polizei setzt die Transporter mit aller Gewalt durch
und räumt friedliche Sitzblockaden mit Schlagstöcken, Gas und
Wasserwerfer.
Ah, du siehst eine hohe Gefahr in den Transporten durch Demonstranten die Steine dagegen werfen...dabei soll der Castor den Abwurf aus einen Flugzeug überstehen... ;-)
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24.04.2010 19:52 Uhr von Perisecor
 
+8 | -5
 
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@ usambara: "ähm, die Polizei setzt die Transporter mit aller Gewalt durch"

Weil die Transporte genehmigt sind und dafür Schienen gesperrt werden, die in dieser Zeit nicht für den normalen Personen- und Güterverkehr genutzt werden können.


"und räumt friedliche Sitzblockaden mit Schlagstöcken, Gas und Wasserwerfer."

Weil man halt nicht in den Straßen- und Schienenverkehr eingreifen darf. Egal ob mit sitzen, stehen oder rumhüpfen.

"Ah, du siehst eine hohe Gefahr in den Transporten durch Demonstranten die Steine dagegen werfen"

Eher durch das Untergraben von Schienen und ähnliche Späße.

"dabei soll der Castor den Abwurf aus einen Flugzeug überstehen... ;-) "

Der Zug übersteht es auch, wenn er über angekettete und festbetonierte Demonstranten fährt. Allerdings regen sich dann vereinzelt Leute drüber auf, also lässt man es derzeit lieber.
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24.04.2010 20:25 Uhr von Soulfire
 
+8 | -4
 
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@ Menschenhasser007: ´Multiple exclamation marks,´ he went on, shaking his head, ´are a sure sign of a diseased mind.´
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24.04.2010 21:14 Uhr von Ingenieur_Bay
 
+6 | -2
 
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@ Philipp-k: man merkt das du nicht wirklich Ahnung von KKWen hast.

Es stimmt, es gibt in den deutschen Kraftwerken Abschaltmechanismen aber diese stoppen den Zerfallsprozess was somit keine neue Reaktionswärme entstehen lässt. Die aber bereits im Vorhinein normal freigesetzte Energie (etwa das dreifache der el. Kraftwerksleistung) muss weiterhin abgeführt werden. Passiert hierbei ein Fehler im Kühlsystem kann es trotz erfolgter Schnellabschaltung (SCRAM) zu einer Kernschmelze kommen (so wars übrigens in Tschernobyl).

Und Kernkraft ist alles andere als Billig. OK wenn man davon absieht, dass die Entsorgung auf Staatskosten passiert und der Strom ja bezuschusst wird weil ja dank der Bundesregierung als Klimaneutral definiert.

Sauber, ja klar! Schon seltsam, dass die Zahl der Krebserkrankungen in der Gegend von so manchem deutschen Kraftwerk erhöht ist.

und hiermit:
"wärs warscheinlich in 10 jahren möglich die radioaktivitt fast auf 0 zu setzen."
hast du endgültig bewiesen, dass du von Kernspaltung absolut keine Ahnung hast!

Man sollte doch lieber das Geld in die Entwicklung erneuerbarer Energieen stecken. Dezentrale Energieversorgung - hier liegt die Zukunft!
Ich weiß wovon ich rede, bin selber Diplom Ingenieur.
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24.04.2010 21:16 Uhr von Ingenieur_Bay
 
+4 | -1
 
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@ Philipp-k: man merkt das du nicht wirklich Ahnung von KKWen hast.

Es stimmt, es gibt in den deutschen Kraftwerken Abschaltmechanismen aber diese stoppen den Zerfallsprozess was somit keine neue Reaktionswärme entstehen lässt. Die aber bereits im Vorhinein normal freigesetzte Energie (etwa das dreifache der el. Kraftwerksleistung) muss weiterhin abgeführt werden. Passiert hierbei ein Fehler im Kühlsystem kann es trotz erfolgter Schnellabschaltung (SCRAM) zu einer Kernschmelze kommen (so wars übrigens in Tschernobyl).

Und Kernkraft ist alles andere als Billig. OK wenn man davon absieht, dass die Entsorgung auf Staatskosten passiert und der Strom ja bezuschusst wird weil ja dank der Bundesregierung als Klimaneutral definiert.

Sauber, ja klar! Schon seltsam, dass die Zahl der Krebserkrankungen in der Gegend von so manchem deutschen Kraftwerk erhöht ist.

und hiermit:
"wärs warscheinlich in 10 jahren möglich die radioaktivitt fast auf 0 zu setzen."
hast du endgültig bewiesen, dass du von Kernspaltung absolut keine Ahnung hast!

Man sollte doch lieber das Geld in die Entwicklung erneuerbarer Energieen stecken. Dezentrale Energieversorgung - hier liegt die Zukunft!
Ich weiß wovon ich rede, bin selber Diplom Ingenieur.

- Bitte entschuldigt den Doppel-post

[ nachträglich editiert von Ingenieur_Bay ]
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24.04.2010 21:16 Uhr von gustelbert
 
+6 | -1
 
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Biblis: Ich war heute in Biblis um der Regierung zu zeigen, dass sie nicht ohne Gegenwehr den Atomausstieg rückgängig machen kann. Ich habe keine Angst vor Atomkraft, finde aber den Umgang damit nicht Verantwortbar. Wenn der Müll (wie kürzlich auf Arte zu sehen) einfach nach Russland gekarrt und da in eine See gekippt wird.
Ausserdem ist der Strom nicht billig. Er erscheint nur so billig weil viele Kosten vom Steuerzahler getragen werden und nicht vom Verbraucher.
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24.04.2010 21:36 Uhr von Tuvok_
 
+3 | -8
 
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Ihr seid mir alle Spassig,Strom: kommt ja aus der Steckdose nicht ? Fahrt die AKW man hübsch runter aber wundert euch dann nicht wenn der Strom für euer ganzes Spielzeug was heute so normal ist Schweine teuer wird und evtl die Netze instabil. Erzählt ihr Schlaufüchse mir mal wir ihr 20 Gigawatt an Kraftwerksleistung ersetzen wollt
(Ist so ungefähr die Gesamtleistung aktueller AKW in Deutschland) ??? NAAA ?
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24.04.2010 21:38 Uhr von howami
 
+4 | -8
 
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Gegen Atomkraft ich brauche keine Atomkraft. Mein Strom kommt aus der Steckdose!

Es gibt einfach keine vernünftigen Alternativen zum Atomstrom. Ich sehe es schon kommen: Alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet, wir haben nicht mehr genug Strom, der Strom wird richtig teuer und wir kaufen teuren Strom aus ukrainischen Atomkraftwerken, die bei weitem nicht dem Sicherheitsstandard der Bundesrepublik Deutschland!

Gut gemacht Deutschland...
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24.04.2010 22:08 Uhr von Perisecor
 
+1 | -5
 
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@ Ingenieur_Bay: "(so wars übrigens in Tschernobyl)."

Nein, in Tschernobyl war es anders.

1) Der Notkühlkreislauf wurde für das Experiment deaktiviert.
- das ist in Deutschland nicht zulässig und technisch nur mit extremem Aufwand zu bewerkstelligen
2) Der Primärkühlkreislauf wurde für das Experiment manipuliert, später sogar unterbrochen.
- das ist in Deutschland nicht zulässig und technisch auch nicht einfach möglich
3) In Tschernobyl waren die Steuerstäbe teilweise aus Graphit, welches bei einem Notfall extrem kontraproduktiv ist.
- in Deutschland sind die Steuerstäbe nicht aus Graphit
4) In Tschernobyl hat sich der Reaktor immer weiter aufgeheizt weil er nicht mehr modiert wurde.
- In Deutschland stoppt die Kettenreaktion automatisch, wenn etwas schief läuft, da das Konzept der Reaktoren anders ist.

Aber schön zu sehen, dass du dich so gut mit dem Thema befasst hast.

"Und Kernkraft ist alles andere als Billig"

Stimmt, billig sind nur Kohle und Gas. Dennoch ist Atomkraft günstiger als erneuerbare Energien und, was wichtiger ist, die Leistungsausbeute ist (auf den benötigten Platz gesehen) sehr gut.

http://web.mit.edu/...
Das ist eine der eher pessimistischeren Studien. Sie gehen von 4-6 Cent aus, andere Studien von 1-3 Cent für ein modernes Kernkraftwerk (also keine bereits abgeschriebenen).

"Schon seltsam, dass die Zahl der Krebserkrankungen in der Gegend von so manchem deutschen Kraftwerk erhöht ist."

Diese Krebscluster gibt es auch fernab von Atomeinrichtungen. Längst ist nachgewiesen, dass es in der Nähe von Atomkraftwerken eben keine höhere Krebsgefahr gibt. http://elib.uni-stuttgart.de/... Vor allem Punkt 7.1

http://www.bfs.de/... Die Studie kommt zu keinem wirklich klaren Ergebnis, Fakt ist aber, dass es kein extremes Horrorszenario gibt.

"Ich weiß wovon ich rede, bin selber Diplom Ingenieur."

Ich bin zwar kein Ingenieur, aber offensichtlich gleicht Google dein Diplom in dieser Diskussion gut aus.

@ jschling

(welcher aber auch hier in Deutschland definitiv möglich wäre bei der vorhandenen Technik)

Ja, theoretisch. Wie so viele Dinge der modernen Welt, gibt es eben keine 100% Sicherheit. Deswegen reichen 99,xx% ja auch in allen Belangen aus.

"(welcher aber auch hier in Deutschland definitiv möglich wäre bei der vorhandenen Technik"

Wissen die Leute doch schon längst. Ist wie mit Flughäfen und Autobahnen - jeder mag davon profitieren, aber keiner mag es in der Nähe haben. Da muss eben eine Lösung gefunden werden oder wir schließen uns den Finnen an, die bauen immerhin an einem Endlager.

"wir könnten sofort ohne Atomstrom "

http://kohlenstatistik.de/...
Stromerzeugung in Deutschland.

http://www.ardmediathek.de/...
Strombedarf in Deutschland.

http://www.vgb.org/...
Atomkraft deckt die Grundlast. Die Meiler laufen sozusagen immer, während andere Kraftwerke (vor allem eben regenerative) vor allem dann liefern, wenn Spitzen abgefangen werden müssen.


Wie dir auffällt, verbraucht Deutschland (Daten 2005) mehr Strom als es erzeugt. Nehmen wir jetzt noch die 23% Grundlastdeckung der Atomkraftwerke weg, fehlen nicht 10% Strom sondern 33%.

Das kompensiert Deutschland dann übrigens durch den Kauf von Atomstrom aus Frankreich.
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24.04.2010 22:48 Uhr von Ingenieur_Bay
 
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@ Perisecor: Das stimmt alles, nur wurde bereits lange vor dem Unglück eine Schnellabschaltung durchgeführt, welche auch die Kettenreaktion stoppte, jedoch konnte die Abwärme wegen den u.a. von dir aufgeführten Maßnahmen nicht abgeführt werden, was zu einem aufschmelzen des Kernes führte. Dieser wurde kritisch und der Rest ist ja bekannt - kannst ja mal google´n :-)

Wahrscheinlichkeit für Leukämie bei Kindern:
Deutschland im Schnitt 0,7%
Im 5km Umkreis um KKW: 1,3%
-> reicht mir!

>> In Deutschland stoppt die Kettenreaktion automatisch, wenn etwas schief läuft, da das Konzept der Reaktoren anders ist.

Das Problem ist nicht die Kettenreaktion, sondern die Restwärmeabfuhr nach einem SCRAM! Wird die Abfuhr unterbrochen kann es trotzdem zur Kernschmelze kommen; siehe oben oder eben Google
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24.04.2010 22:57 Uhr von volkan29
 
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ganzen straßen waren dicht, war echt nicht schön :/
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24.04.2010 23:16 Uhr von Ingenieur_Bay
 
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Verbesserung: entschuldigt, ich muss mich verbessern, habs gerade nochmal nachgelesen.

Unter anderem war eine falschund zu spät durchgeführte Schnellabschaltung (gleichzeitige schnelle Einführung der Regelstäbe wodurch der Reaktor überkritisch wurde) Auslöser des Tschernobyl-Unglücks.
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24.04.2010 23:39 Uhr von RickJames
 
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@Ingenieur_Bay: "Wahrscheinlichkeit für Leukämie bei Kindern:
Deutschland im Schnitt 0,7%
Im 5km Umkreis um KKW: 1,3%
-> reicht mir!"

Im Schnitt sondert ein Kohlekraftwerk mehr radioaktive Strahlung ab als ein modernes Atomkraftwerk. Deine Statistik mag zwar stimmen, jedoch befinden sich Atomkraftwerke eher in ländlichen Gegenden wo auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen( wie z.B. genetische Vielfalt ). Was auch viele Bürger in der BRD vergessen zu scheinen, ist das in China alle 2 Tage ein Kohlekraftwerk ans Netz geht. In Indien und Pakistan entwickeln sich ähnliche Tendenzen, was letztendlich zu einer massiven Knappheit von fossilen Brennstoffen führen wird. Mittelfristig wird uns wohl keine andere Wahl als die Kernkraft bleiben.
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24.04.2010 23:45 Uhr von Perisecor
 
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@ Ingenieur_Bay: "entschuldigt, ich muss mich verbessern, habs gerade nochmal nachgelesen."

Kein Problem und du hast natürlich recht, neben einem RBMK würde ich auch nicht wohnen wollen und was Russland da abzieht (Reaktoren direkt bei St. Petersburg und anderen großen Städten) ist auch bedenklich.

Aber, und das weißt du als Ingenieur sicher deutlich besser als ich, sind die Sicherheitsvorschriften in Deutschland sehr streng, vor allem was solche Sachen betrifft. Wenn ich sehe, was bei uns im Betrieb für Anforderungen herrschen und dann (gleicher Konzern) in Fabriken in Großbritannien, den USA oder gar Asien - das sind Unterschiede wie Tag und Nacht.

"Wahrscheinlichkeit für Leukämie bei Kindern:
Deutschland im Schnitt 0,7%
Im 5km Umkreis um KKW: 1,3%
-> reicht mir!"

Hast du dafür eine Quelle? Ich habe nämlich exakt danach gesucht und die einzig verwertbare Studie weiter oben gepostet. Und diese lässt ein konkretes Ergebnis offen, vor allem wegen der Tatsache, dass es solche Cluster auch an vielen Stellen gibt, wo keine AKW stehen.


Edit: Eigentlich ja schade, dass man das extra erwähnen muss, aber ich rechne dir hoch an, dass du das nachgereicht hast. Normal beharren Menschen im Internet immer auf ihrer Meinung - das stelle ich leider auch ab und an bei mir fest. Von daher *Hut zieh*

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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25.04.2010 00:39 Uhr von Kurogami
 
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@Ingenieur_Bay: "Wahrscheinlichkeit für Leukämie bei Kindern:
Deutschland im Schnitt 0,7%
Im 5km Umkreis um KKW: 1,3%
-> reicht mir!"

Du betonst hier deinen akademischen Abschluss und machst dann so einen gravierenden Fehler?
Aus einer Korrelation auf eine Kausalität zu schließen ist mehr als einfach nur dreißt. Schonmal alle anderen evtl. krebsverursachenden Quellen in der nähe einen Atomkraftwerks bedacht?

Soweit ich informiert bin sind die Hochspannungsleitungen hauptverantwortlich für die erhöhte Leukämierate. Wäre doch jetzt mal interessant nicht den einfachen bundesweiten Durchschnitt zu nehmen, sondern einfach mal nur die Stellen herauszupicken, an denen einen hohe Konzentration eben jener Leitungen vorliegt. Würde mich jetzt wahrlich mal interessieren, was dabei rauskommt...

Aber das können die Atomkraftgegner ja dann nicht so schön verwursten.

Tante Edith sagt: Nicht so viele "hier"s einbauen

[ nachträglich editiert von Kurogami ]
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25.04.2010 02:46 Uhr von Floppy77
 
+0 | -4
 
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Wo nimmt: die Bahn den Strom für die Sonderzüge her? AKW?
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25.04.2010 07:21 Uhr von Sir_Cumalot
 
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@Diplom Ingenieur: Ingenieur_Bay, in was hast du denn dein Diplom? >:)

Also die wahre Ursache des Tschernobyl-Unglücks lag ja am Reaktortyp sowie der zu spät durchgeführten Abschaltung.

Das du das nicht wusstest, aber im Gegenzug anderen Dummheit unterstellst, die selber ziemlich arrogant aufgetreten sind, weckt so ein bisschen Zweifel an deiner Kompetenz in Bezug auf KKWs.

Inweifern kann nun eine Kernschmelze auftreten?
Fakten und nicht labern!
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25.04.2010 10:25 Uhr von Shagg1407
 
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Irgendwie sehr seltsam: 1983 hatten die 200.000 Leute für 108 KM jetzt nur 120.000 Menschen für 128 KM, sind die Deutschen dicker geworden ?

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