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Türkei: Erstmals Gedenkveranstaltung für den Armenier-Genozid

Zum ersten Mal wird es dieses Jahr in der Türkei eine Veranstaltung anlässlich des 95. Gedenktages des Armenier-Genozids geben. Zu der am 24. April abends stattfindenden Veranstaltung hatten Journalisten, Künstler und Intelektuelle aufgerufen. Das Motto lautet "Dies ist unser aller Schmerz".

Rund eine Million Armenier wurden im Osmanischen Reich von 1915 bis 1917 ermordet bzw. kamen bei Deportationen um. Initiiert wird die Demo von den gleichen Personen, die bereits vor zwei Jahren im Internet eine Kampagne starteten, um gegen staatliche Institutionen und Politiker zu protestieren.

Bis heute haben sich weder eine Institution oder ein Politiker der Türkei für den Genozid an den Armeniern entschuldigt. Jedoch tut sich in der Türkei langsam etwas. Obwohl die türkische Regierung vehement den Genozid leugnet, gibt es inzwischen sogar im Fernsehen Stimmen, die den Genozid einräumen.


WebReporter: inmusic
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Gedenken, Armenien, Genozid
Quelle: taz.de

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23.04.2010 20:14 Uhr von midnight_express
 
+17 | -14
 
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Gute Nachricht: Ist schon mal ein Anfang, wenn die geistige Elite den Genozid gedenkt.
Wäre wünschenswert, wenn noch mehr fordern, dass der Völkermord anerkannt wird.
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23.04.2010 20:21 Uhr von Bi-Ba-Butzemann
 
+4 | -13
 
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eine Eine Gedenkveranstaltung ist richtig, aber eine öffentliche Entschuldigung eines Politikers nicht, sonst nimmt das noch so grausige Ausmaße an wie in Deutschland.
,Ach, ich bin schuld, ich bin ja soooooo dran schuld´ bääh
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23.04.2010 20:26 Uhr von Extron
 
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Das geilste an Türkeinews von anderen Newschreiber ist, das Onay immer dagegen sagt, da es ja keine Türkische Quelle ist.

ich sehe da irgendwelche Komplexe.
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23.04.2010 20:45 Uhr von selphiron
 
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hmmm: Also meiner Meinung nach ist es die 2. Denn als Hrant Dink umgebracht wurde gab es auch große Demos wo man auch über diese Zeit getrauert hat.
Wobei man sich eventuell die Quelle anschauen sollte.Das Foto zeigt eine Frau mit einem Plakat, das besagt: "Wir haben keinen Völkermord begangen, sondern unser Land verteidigt".
Das würde ich unterstreichen.
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23.04.2010 21:18 Uhr von Faceried
 
+6 | -11
 
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Wenn es passiert ist warum soll dann die Türkische Republik dafür einstehen?
Das Osmanische Reich ist nicht gleich die heutige türkische Republik. Es sind zwei unterschiedliche Staaten!

Die Republik Türkei gibt es erst seit 29. Oktober 1923...sprich 5 Jahre nachm angeblichen Völkermord entstanden.
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23.04.2010 21:33 Uhr von McArt
 
+11 | -4
 
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Faceried: Es sollte allgemein bekannt sein, dass die heutige Türkei sich selbst als legitimer Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches sieht. Damit verbunden sind nicht nur Rechte. z.B. aus Gebietsansprüchen des Vorgängers, sondern auch Pflichten, wie z.B. mit einem solchen Problem wie hier genannt fertig zu werden.

Oder dürfen wir Deutschen dann auch argumentieren, dass wir für die Gräueltataten im 3. Reich keine Verantwortung haben, weil die BRD ja auch erst lange nach den Sturz dieses Regimes gegründet wurde?^^

<<Die Türkei (amtlich Türkiye Cumhuriyeti, dt. Republik Türkei, Abkürzung T.C.) ist eine demokratische Republik in Asien und Europa. Der Einheitsstaat mit annähernd 99 Prozent muslimischer Bevölkerung ist laizistisch geprägt; er wurde nach dem Ersten Weltkrieg der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches. >>

Das Osmanische Reich ist natürlich ein Teil der Geschichte der heutigen Türkei.

http://de.wikipedia.org/...
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23.04.2010 21:42 Uhr von shane12627
 
+13 | -5
 
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Onay: Du nennst einen Genozid "Umsiedlungsmaßnahme"?
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23.04.2010 21:48 Uhr von Extron
 
+9 | -2
 
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@Faceried: Und Deutschland heute ist nicht Deutschland im 3 reich, und trotzdem bezahlen wir dafür.

Also isses dort genauso.
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23.04.2010 22:04 Uhr von Margez
 
+6 | -3
 
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Respekt! Ich bewundere solche Menschen. Die geistige Elite wird die überwiegende Mehrheit des türkischen Volkes hoffentlich aufklären können im Zusammenhang mit dem Genozid an den christlichen Minderheiten im 1. Weltkrieg.

Ich finde es beschämend, wenn man z.B. Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk (ein sehr bedeutender Zeitgenosse) vor Gericht bringt, ihm nach dem Leben trachtet und ihn mit faulen Eiern bewirft, nur weil er eine Diskussion angeregt hat zum Genozid.

Da zeigt sich leider wieder, dass die überwiegende Anzahl der Menschen in allen Völkern nicht gebildet ist. Leider.
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23.04.2010 22:28 Uhr von BK
 
+12 | -4
 
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Wenn Onay einen Link postet:

http://de.wikipedia.org/...

http://www.zeit.de/...

http://www.dw-world.de/...

http://www.uni-protokolle.de/...

Alle Saugen sich hier was aus den Fingern... Islamische Staaten begehen wohl nie Verbrechen weils der Koran legitimert ?

onay_77 du bist echt verachtenswert

[ nachträglich editiert von BK ]
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23.04.2010 23:38 Uhr von germanmuslim
 
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omg: langsam gehts einem aber auf die senkel dieses thema wird immer wieder aufgegriffen und jetzt ließt man wieder fortschritte von der türkei aber von armenien kommt immer noch nichts sondern nur irgendwelche beschließungen von anderen staaten hab erst letztens auf ner anderern shortnews gelesen das glaub armenien die zusammenarbeiten beendet hat( bitte korrigieren wenn ich falsch liege)
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24.04.2010 00:42 Uhr von Faceried
 
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@germanmuslim: Türkei hat eine internationale historische Kommission vorgeschlagen. Armenien wollte nur Zustimmen wenn Türkei die Grenzen öffnet. Das hat die Türkei getan.

Armenien lehnt aber trotzdem eine internationale historische kommission zur der Sache ab.

Trotzdem bleiben die Grenzen zwischen Türkei und Armenien so geöffnet, dass tausende illegale Armenier in die Türkei strömen und Schwarz arbeiten.
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24.04.2010 04:09 Uhr von mueppl
 
+8 | -4
 
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@Faceried: >>...Trotzdem bleiben die Grenzen zwischen Türkei und Armenien so geöffnet, dass tausende illegale Armenier in die Türkei strömen und Schwarz arbeiten. ...<<

Kommt mir irgendwie bekannt vor.... in welches Land strömen tausende illegale Türken und arbeiten schwarz oder auch gar nicht? Ich komme nicht drauf.
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24.04.2010 08:17 Uhr von tester4321
 
+6 | -3
 
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musste mich selbst erstmal informieren: die Armenier waren Christen und damit "Ungläubige" ... also wurden die eben einfach mal in die Wüste zum Sterben geschickt.Sowas verschweigen zu wollen ist natürlich extrem dreist. Und dann noch mit "Nazis" anfangen ;) wirkt irgendwie lächerlich, wenn man selbst so eine Vorgeschichte hat.
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24.04.2010 13:14 Uhr von Faceried
 
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@mueppi: Du kannst nicht mal Türken von Kurden, Arabern unterscheiden.
Also sei mal leise.
Zeig mir eine Quelle wo deine Behauptung steht. Eine Statistik. Na los.
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24.04.2010 18:22 Uhr von GencOsman
 
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Moment , moment bevor der Pögel hier das Thema nicht versteht.

Dies ist eine Demo bzw eine Veranstalltung- was in einem demokratischen Land üblich gehalten wird.

Es wird an die -Opfer der Deportation- gedenkt!
So wurde offiziel aufgerufen!
Leider gottes wurden bei der Deportation der Armenier ca. 300-400 tsd Menschen zum Opfer von Kälte, Hunger und übergriffe von kurdischen Rebellen.

Die türkische Regierung spricht von insg. 700-800 tsd gefallenen bzw deportierten Armeniern.

Die Deportations Order von der damaligen "jung türken" finde ich richtig!
10% der Bevölkerung waren Armenier, also ca 2Mio.
Als die Armenier sich mit den Russen verbündeten und die Osmanen aus dem Inneren des Landes angegriffen haben, war und ist zuletzt die Richtige Order eine Deportation zu führen. Entweder der Feind wird getötet. Oder, die Armenier, die nicht zum Feind gehören möchten, aber das Land verlassen möchten, möge verlassen. Das taten auch viele Armenier in den Jahren von 1917-1918. Viele gingen nicht, weil entweder der Vater oder der Sohn mit dem Russen gegen die Osmanen an die Front gegangen sind. So orderte die Regierung die Hinterbliebenen Familien zur Deportation.

Die Osmanische Regierung hätte auch anders machen können. Alle samt als Feind betrachten und töten, was viele euro. Länder vorher und später getan haben. Siehe die "Bombadierung der Deutschen Städte" wo 400tsd unter den Trümmern getöten wurden.

Leider wurde heute wieder die türkische Fahne als Symbol verbrand.
Die Türken versuchen "Gedenktag der Deportation" zu führen und die Armenier verbrennen und protestieren gegen die Türkei und der Regierung.

Nunja, die einen versuchen zu versöhnen und die anderen versuchen kollektiv alles mögliche um die versöhnung abzutreten und zu boykottieren.

GencOsman
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24.04.2010 18:30 Uhr von mueppl
 
+2 | -4
 
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@Faceried: >>...Du kannst nicht mal Türken von Kurden, Arabern unterscheiden.
Also sei mal leise. <<

muss ich auch nicht.
Gibt doch Staatsangehörigkeiten.

Kannst du Schwaben, von Badensern und Badenern oder Niederbayer von Oberbayer unterscheiden?


Und von Dir lass ich mir den Mund nicht verbieten.

>>..Zeig mir eine Quelle wo deine Behauptung steht. Eine Statistik. Na los. .<<

Große Klappe und zu ...... zu googlen!

[ nachträglich editiert von mueppl ]
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25.04.2010 09:28 Uhr von Acun87
 
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@ Extron: deutschland hat ganz europa verwüstet... das ist ja mal was anderes ok. das waren reparationszahlungen und ich denke diese wurden längst abbezahlt.

ihr zahlt jährlich den juden euer steuergeld. das war gezielte ermordung, die basierte auf reiner ideologie also babbel ma net.

mal zu was anderem...armenien hat einfach den annäherungsprozess zur türkei beendet...

dieser prozess beinhaltete auch eine historikerkomission. armenische, türkische und internationale historiker sollten die geschehnisse von 1915 aufarbeiten. die türkische regierung hat sich bereit erklärt im zweifelsfalle für das gerade zu stehen, wenn es genozid gewesen ist. wieso beendet die armenische regierung dann einfach diesen prozess ?

wenn es genozid gewesen ist, die armenier solange darauf beharren das es von uns anerkannt wird... warum ziehen die jetzt den schwanz ein ? kann mir das mal hier vielleicht irgendein neunmalkluger erklären ?
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25.04.2010 09:31 Uhr von Acun87
 
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@ mueppl: was gibst du eigentlich für ein müll wieder ???

es ist bekannt. das die türken es gar nicht mehr nötig haben hier her zu kommen, um zu arbeiten. die türkei ist wirtschaftlich am kommen, das wetter ist besser...

evtl unsere landsleute aus den kurdenregionen, aber hier muss man unterscheiden, wie immer türken und kurden unterschieden werden.

eure polnischen und russischen nachbarn kommen in den letzten jahren in scharren oder auch araber...

aber was sag ich da... für euch ist jeder schwarzkopf gleich ein türge!
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25.04.2010 10:37 Uhr von striker22
 
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DAS ICH NICHT LACHE erstmal einen bewaffneten Aufstand anzetteln mit Hilfe russischer Truppen um ein Stück vom osmanischen Kuchen zu erbeuten und als der Schuss nach hinten losgegangen ist anfangen zu heulen !!!

Mit einer Anerkennung weiss man das die Türkei Milliarden Pakete zur Wiedergutmachung zahlen muss und das ist für die armenier ein wahrer Segen ...
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25.04.2010 14:35 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
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wo sind dann die massengräber bei 1,5 mio. toten: Zum Vorwurf des Genozids an den Armeniern
Stellungnahme der türkischen Internet-Community
(Jüdisches Forum, 28.06.2005)
Der Türkei wird ein Genozid (Völkermord) während des 1. Weltkrieges und die Leugnung dessen vorgeworfen, ohne dass die historische Erkenntnisgewinnung in wissenschaftlichen Kreisen abgeschlossen ist. Dies ist ein weltweit einzigartiges Phänomen. Es gibt bis heute kein Land, dem man durch Parlamentsbeschlüsse einen Genozid vorgeworfen hat. Solche Vorwürfe gehen üblicherweise zunächst vor ein internationales Gericht, welches auf Fakten und Beweisen basierend ein Urteil fällt. Für die Klärung der historischen Ereignisse ist dringend erforderlich, dass eine neutrale und unabhängige Historiker-Kommission über die Ereignisse befindet. Bis Dato wurden zwei Initiativen der Türkei (2004 und 2005) in dieser Richtung seitens Armenien abgewiesen. Wie wir zeigen werden ist es angesichts der ständig verbreiteten Geschichtsverfälschungen mehr als notwendig, dass man eine solche Kommission auf die Beine stellt. Nachfolgend möchten wir einige der gängigsten Geschichtsverfälschungen auflisten. Dafür werden wir ausschließlich westliche und (pro-)armenische Quellen verwenden.

Wie man immer wieder feststellen kann, wird nie eine Quelle für die 1,5 Mio. armenischen "Opfer" genannt. Selbst auf hartnäckige Anfrage bekommt man keinerlei seriöse Belege. Diese Zahl gibt die armenische Gesamtbevölkerung um 1915 an bzw. ist das arithmetische Mittel aus unterschiedlichen Zählungen, welche beispielsweise von ca. 784.000 bis ca. 1.914.000 reichen [1]. Hier wird jedoch auf armenischer Seite eine interessante Zahlenrhetorik angewandt: Man spricht von "Opfern" und impliziert insgeheim, dass tatsächlich alle "Opfer" umgekommen sind, ohne dabei zu erwähnen, wie viele die Umsiedlung (Deportation, Vertreibung, "Todesmärsche durch die Wüste") überlebt haben bzw. von dieser nicht betroffen waren. Man lässt mit dem diffusen Begriff "Opfer" bewusst offen, was damit gemeint ist. Es wird nicht erwähnt, dass ca. 600.000 Armenier die Umsiedlung überlebt haben (300.000 konnten sich in den Kaukasus und 4.200 nach Ägypten retten) und dass die Armenier Westanatoliens, ca. 150.000, von der Umsiedlung nicht betroffen waren [2]. Hinzu kommen noch ca. 200.000 armenische Konvertiten die zum Islam übergetreten sind bzw. dazu gezwungen wurden [3]. Das sind Zahlen, die aus westlichen und sogar pro-armenischen Quellenmaterialien hervorgehen. Alleine durch Aufzählung der Überlebendenzahlen kommt man auf 950.000 Armenier, die entweder nicht von der Umsiedlung betroffen waren oder diese nachweislich überlebt haben.
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25.04.2010 14:39 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
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teil 2: Die Versorgungslage der Bevölkerung im Osmanischen Reich war bereits seit 1860 extrem schlecht. Das Osmanische Reich wurde in westlichen Publikationen als der "kranke Mann am Bosporus" betitelt. Man war z. B. nicht in der Lage, die moslemischen Flüchtlinge aus den ehemaligen osmanischen Gebieten zu versorgen, so dass hunderttausende an Hunger und Mangelversorgung starben [4]. Weiterhin ist historisch belegt, dass viele Soldaten aufgrund schlechter Ausrüstung in den Wintermonaten erfroren oder an der Front verhungerten [5]. Dies ist insbesondere deshalb interessant, weil sich im Kriegsfall jeder Staat zuallererst um die Versorgung seiner Soldaten kümmert, da dies in Kriegsjahren existentiell ist. Wenn selbst diese vor Hunger und Kälte umkommen, kann man sich unschwer vorstellen, unter welchen Bedingungen die Zivilbevölkerung lebte und unter welchen Umständen die Umsiedlung der Armenier durchgeführt wurde. Allgegenwärtig war das Bild der "verhungernden Armenier" in internationalen Hilfskampagnen. Der osmanisch-muslimischen Bevölkerung erging es nicht besser, sie verstarben in denselben Umständen, wie die Armenier selbst, durch Krankheiten und Hungersnöte.

Eine weitere historische Tatsache wird ebenso verschwiegen: Tote unter der muslimischen Bevölkerung durch armenische Massaker. Es ist eine historische Tatsache, dass armenische Milizionäre (z. B. die Taschnaken/Daschnaken) Massaker in großem Umfang an moslemischen Zivilisten in Ostanatolien verübten [6]. Diese Massaker werden auf armenischer Seite noch heute als "Racheakte" bezeichnet. Verantwortliche für die Massaker waren armenische Führer wie Gevorg Chavush (Gevorg Aroyi Khazaryan) und Andranik Torosi Ozanyan (Zoravar Andranik), die in Armenien wie Volkshelden verehrt und deren Morde gerechtfertigt werden. Ziel der armenischen Milizionäre war es in Ostanatolien, mithilfe der Russen "Großarmenien" zu schaffen [7]. Gevorg Chavush z. B. organisierte etliche bewaffnete Aufstände in Ostanatolien [8]. Andranik Torosi Ozanyan kämpfte mit seinen armenischen Truppen u. a. 1912-1913 im 1. Balkankrieg auf Seite der Bulgaren gegen die Türken. Nach 1914 führte er seine Truppen auf der Seite der Russen [9]. Im Frühjahr 1915 wurde im ostanatolischen Van nach erbitterten Kämpfen die Zivilbevölkerung durch armenische Milizionäre massakriert, die Stadt zerstört, und anschließend den nachkommenden Russen übergeben [10]. Daraufhin hat die osmanische Führung am 24.04.1915 den Verhaftungsbefehl gegen die Führer der armenischen Aufstandsorganisationen gegeben. Dieses Datum wird kurioserweise als "Beginn des Genozids" bezeichnet.

Eine weit verbreitete grobe Geschichtsverfälschung ist das angebliche Hitler-Zitat "Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?". Von der Rede gibt es fünf unterschiedliche Versionen [11], obwohl Hitler am 22.08.1939 auf dem Obersalzberg nur zwei Reden hielt. Spätestens nach der Historiker-Kommission in Frankreich im Jahre 1998 wurde das Hitler-Zitat endgültig ad acta gelegt [12]. Es wird seitdem auf seriöser armenischer Seite nicht mehr zitiert. Heute wird es gerne seitens rechter Kreise aufgegriffen, um den jüdischen Holocaust zu relativieren.

Als "Kronzeuge" der Armenier wird immer wieder Pfarrer Johannes Lepsius angeführt, obwohl längst seitens westlicher Historiker aufgedeckt worden ist, dass Lepsius gezielt Dokumente gefälscht und manipuliert hat. Historisch eindeutig überliefert ist unter anderem, dass Lepsius in den Niederlanden für das Deutsche Reich Spionage betrieben hat und keineswegs der unbedarfte Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde [13].

Die so genannten "Talat Pasha Telegramme", auch bekannt unter dem Namen "Andonian-Dokumente", welche als Beweis für einen zentral gesteuerten Genozidbefehl des osmanischen Innenminister Talat angeführt wurden, werden wiederum seit der Historiker-Kommission 1998 in Frankreich als Beweis als "nicht akzeptabel" betitelt. Der Grund war auch wiederum hier, dass sich diese Dokumente als grobe Fälschungen des Armeniers Aram Andonian erwiesen haben.

Das "Blue Book" des britischen Historikers Dr. Arnold Toynbee wurde als Propaganda des offiziell als "Kriegspropagandabüro" bekannten "Wellington House" entlarvt und kann seitens seriöser Historiker nicht mehr als Beweis verwendet werden [14]. In seiner Biographie hat Toynbee rückblickend zugegeben, dass seine Einseitigkeit ein "Verrat an der historischen Wahrheit" und dass er "den Türken gegenüber ungerecht war" [15].
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25.04.2010 14:44 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
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teil 3: US-Botschafter Henry Morgenthaus Buch "Ambassador Morgenthau´s Story" wurde als amerikanische Kriegspropaganda entlarvt. Nicht Morgenthau selbst, sondern seine armenischen Sekretäre und Gehilfen haben dieses Buch verfasst. Morgenthau wollte durch seine grausigen Berichte über die Lage der Armenier die USA auf der Seite der Alliierten in den Krieg ziehen [16].

In der Diskussion um den "Genozid" wird des Weiteren nicht erwähnt, dass 1919 144 osmanische Minister, Parlamentarier, Generäle usw. durch die Alliierten verhaftet und nach Malta deportiert wurden, um ihnen den Prozess zu machen. Niemals zuvor hatte man soviel Zugang zu Zeugen und Archiven wie damals, als das Osmanische Reich unter britischer und französischer Besatzung stand. Alle Angeklagten wurden jedoch nach ca. zwei Jahren freigesprochen, da man keinerlei Beweise gegen sie fand. Zahlreiche Armenier, die namentlich in britischen Archivdokumenten aufgelistet sind [17] und interne Kenner des osmanischen Verwaltungsapparates waren, halfen den Alliierten bei der vergeblichen Suche nach Beweismaterial.

Wenn über das Osmanische Reich in den Jahren 1907-1915 gesprochen wird, wird das Bild eines nationalistischen Landes projiziert, ohne dabei zu erwähnen, dass sich der Nationalismus als letztes unter den Türken im Osmanischen Reich verbreitet hat und als Zeitgeist lange vorher in europäischen Ländern, später in ehemaligen osmanisch-christlichen Gebieten etabliert war. Der Nationalismus wurde durch Frankreich, England sowie Russland in das Osmanische Reich "importiert" und die christliche Bevölkerung zur "Befreiung vom Türkenjoch" angestachelt. Dies führte u. a. zu griechischen, bulgarischen, serbischen und armenischen "Freiheits-Organisationen" [18]. Infolge der "Befreiung vom Türkenjoch" bzw. der Gründung moderner Nationalstaaten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu Vertreibungen und Massakern an der muslimischen Zivilbevölkerung im gesamten Gebiet des Osmanischen Reiches, in dem ganze Landstriche "ethnisch und religiös gesäubert" wurden [19]. Die christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich wurden seitens Griechenland, Frankreich und nicht zuletzt Russland systematisch bewaffnet. Das Ziel war einen Bürgerkrieg zu entfachen und das Land von Innen zu schwächen [20]. T. E. Lawrence, auch bekannt als "Lawrence von Arabien", der in Syrien mit Ausgrabungen beschäftigt war, schreibt in einem Telegram vom 02.02.1913, demnach ein Jahr vor Ausbruch des 1. Weltkrieges und zwei Jahre vor der Umsiedlung der Armenier, an seine Familie: "welch ein Vermögen könnte man jetzt mit einer Ladung billiger Gewehre machen! Die Armenier rüsten wie wild." [21]

Abschließend möchten wir bemerken, dass die "Armenische Frage" in der Türkei kein Tabu ist. Die Werke vieler von uns zitierter Autoren sind in der Türkei frei erhältlich, türkische Zeitungen und Fernsehkanäle sind voll mit Beiträgen sowie Berichten von Wissenschaftlern, Historikern und Intellektuellen. Die Diskussion ist jedoch für viele Menschen mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden. Sei es, dass ihre Familien während des 1. Weltkrieges vertrieben oder dass sie Opfer armenischer Übergriffe wurden oder dass man immer noch versucht, aufgrund widerlegter "Beweise" und ohne Anhörung türkischer Wissenschaftler, Zeitzeugen und Überlebender die Türkei zur Anerkennung eines Genozids zu zwingen. Diese Tatsachen werden entweder nicht begriffen oder vorsätzlich als "Tabu" ausgelegt.
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25.04.2010 16:02 Uhr von hi2010
 
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In fall Iraq: Wir wiesen doch ganz genau was im Fall Irak gelogen und betrogen wurde damit die Amis einmarschieren können.

Wer hat die Armnier gegen die Aserbaidschner unterstützt, die Russen? nein was für ein Zufall.
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27.04.2010 14:22 Uhr von nostre2008
 
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@mkrispien: Verachtenswert sind so heuchler wie du!

anstatt dich hier so aufzuspielen solltest du und deines gleichen hier mal Stellung zu den erwiesenen vorwürfen machen!

Na bekommt ihr Christen euren Holocaust doch nicht was :)

seht es ein die einzigen Mordmaschinen kommen aus den Westlich Abendlendischen Christlich geprägten Ländern.

So lange Leute die die Genozid Theorie vertreten keine Stellung darüber verlieren (FAZ TAZ Phoenix NDR) seid ihr nicht besser als das was ihr den anderen Leuten vorwerft

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