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Soziale Herkunft auch weiterhin maßgeblich für das Studium

In einer vom Bundesbildungsministerium und vom Deutschen Studentenwerk vorgestellten Sozialerhebung lässt sich auch in diesem Jahr erkennen, dass die Herkunft maßgeblich für das Studium ist. Das ergab eine Befragung unter 16.370 Studenten verschiedener Universitäten.

Zwar sei die Zahl der sogenannten "Arbeiterkinder", also jener aus eher schwachen sozialen Verhältnissen, erstmals wieder im Jahr 2009 gestiegen. Trotzdem stammen noch immer 59 Prozent aller Studierenden aus gehoben oder begünstigten Verhältnissen, was nahezu jeden zweiten Studierenden darstellt.

Während von 100 Kindern aus Akademikerfamilien 71 ein Studium beginnen, sind es bei den Nicht-Akademikern lediglich 24 von 100. Auch sei der Anteil der Studenten die neben ihrem Studium arbeiten und jobben müssten um drei Prozent auf 66 Prozent seit der letzten Erhebung 2006 gestiegen.


WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Familie, Student, Studium
Quelle: www.n-tv.de
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.04.2010 09:29 Uhr von Bildungsminister
 
+1 | -1
 
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Es ist bedenklich wenn soziale Herkunft über erhaltene Bildung eines Menschen bestimmt. Seit Einführung der Studiengebühren kommen neben anderen Faktoren auch noch die laufenden Kosten hinzu, was wohl aber nicht nur für sozial Schwächere eine Belastung darstellt. Dieses Missverhältnis ist in Deutschland leider sehr ausgeprägt und bei aller Beteuerung scheint sich auch wenig in die richtige Richtung zu entwickeln. Dabei ist Bildung das wichtigste Kapital das wir in Deutschland haben.
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23.04.2010 10:13 Uhr von Bender-1729
 
+3 | -6
 
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Selbstverständlich: Diese Studie überrascht mich nicht im geringsten. Ist doch kein Wunder bei den ganzen Bemühungen, die unser Staat mehr oder weniger unbewusst unternimmt, um die "Bildungs-Elite" von den Unis fernzuhalten. Studiengebühr lässt grüßen.

Da hilft das beste Abitur nichts, wenn man das Pech hat, dass Mama und Papa nicht grade im Geld schwimmen ... oder man muss halt unter Umständen für Jahre mit Unterstützung vom Staat am unteren Existenzminimum leben. Na vielen Dank!

Ich hab z. B. auch Abitur, aber studieren kam für mich gar nicht ins Frage, weil es finanziell einfach nicht drin war. Jetzt bin ich Bürokaufmann ... Danke! :(
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23.04.2010 10:21 Uhr von Mehrsau
 
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Herkunft = Zukunft: nix text.
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23.04.2010 11:27 Uhr von iamrefused
 
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lol: es kommt nicht drauf an wo du aufgewachsen bist sondern WIE!!!!

und wie deine eltern dich programmiert haben oder nicht :P
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23.04.2010 11:51 Uhr von niveaupolizei
 
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Is halt so. Für ein Studium braucht man eben auch finanziell einen etwas längeren Atem...
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26.04.2010 06:47 Uhr von Asyxx
 
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Die Voraussetzungen für ein Studium sind aber leider auch von Vater Staat abhängig. Eine eher wohlhabende Familie wird sich eher ein Studium leisten können, als eine nicht so "geldige".... Bestes Beispiel dafür ist meine Familie. Vater Bandarbeiter, Mutter Bedienung, 3 Kinder, kleines Haus abzubezahlen, kein Geld für große Anschaffungen. Trotz eines Abi-Schnitts von 2,1 (genauen Wert hab ich gerade nicht im Kopf, ist schon ein paar Jahre her) konnte und durfte ich kein Studium beginnen. Im Gegenteil wurde ich mehrmals von meinen Eltern dazu genötigt, notfalls mit Schlägen wegen "Ungehorsams", endlich eine Lehre zu beginnen, um Geld in die Familie zu bringen...
Ich habe zwar nach dem Auszug aus dem Elternhaus endlich die Möglichkeit am Schopf ergriffen, aus meinem Leben etwas zu machen, leider war´s für ein Studium zu spät. Ich brauchte ja Geld um mir meine kleine Wohnung zu finanzieren, Essen und Trinken will man ja auch noch....
Vater Staat hat auch nach mehrmaligen Hilfeanfragen nur schriftlich mit den Achseln gezuckt, mein Vater würde ja angeblich genug verdienen, soll er mich doch unterstützen. Dass er sich aber strikt weigerte und sein verdientes Geld lieber in Alkohol und Nutten (klingt klassisch, nicht wahr?) investierte, interessierte die eigentlich zuständigen Behörden herzlich wenig.
So oder so ähnlich spielt es sich tausendfach in Deutschland ab. Bildung kostet, wer zahlt? Vater Staat mit Sicherheit nicht wirklich....

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