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Ansbacher Amoklauf wird in einem nichtöffentlichen Prozess verhandelt

Der Prozess um den Ansbacher Amoklauf wird nicht öffentlich verhandelt, um den jungen Täter, der bereits gestanden hat, vor der Bloßstellung durch die Medien zu schützen. Gerade diese prangern aber an, dass die Öffentlichkeit durch die Geheimhaltung keine Erkenntnisse aus der Tat ziehen kann.

Schließlich sei Georg R. der erste überlebende Täter eines Amoklaufs und viele erhofften sich durch ihn Erklärungen für diese Tat. Die Richter urteilen im Verfahren nicht nur über die Tat selbst sondern auch, ob der Täter zur Tatzeit an einer psychiatrischen Krankheit litt und in eine Klinik muss.

Die nicht öffentliche Prozessführung wirft die Frage auf, was wichtiger ist: den Täter vor einer Bloßstellung zu schützen oder das Interesse der Öffentlichkeit zu wahren. In Ulm werden momentan zwei ähnliche Mordfälle verhandelt, bei denen eine Auswahl von Presserepräsentanten anwesend sein durften.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Prozess, Täter, Amoklauf, Verhandlung, Ansbach
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.04.2010 15:32 Uhr von Susi222
 
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Hmm, ich weiß da echt nicht genau welche Meinung ich vertreten möchte: allerdings ist mir aufgefallen, dass ich selten einen Bericht gelesen habe, der sich so eindeutig Stellung bezieht. Ich finde, man könnte fast den Eindruck machen, der Autor der Quelle wurde persönlich durch den Ausschluss betroffen. Ich glaube hier geht es nicht um die Frage, was im Prozess passiert, sondern ob die Richter mehr Macht als die Medien haben dürfen.
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22.04.2010 15:45 Uhr von pentam
 
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Sensatiosgeilheit und Voyeurismus: Ich habe eher das Gefühl, dass es der Autorin gegen den Strich geht, nicht die Sensationsgeilheit und den Voyeurismus der Masse befriedigen zu können und dabei für sich selber etwas Bekanntheit und für den Arbeitgeber einiges an Geld durch höhere Auflage und Werbeeinnahmen einzuheimsen.
Es geht nicht um irgendwelche Erkenntnisse für die Öffentlichkeit. Der interessierte Bürger konnte sich im Internet schon den Abschiedsbrief des Winnenden-Amokläufers oder die entsprechenden Videos/Texte der Täter aus Emstetten und Erfurt zu Gemüte führen. Diese Sachen wurden von den Medien nur verstümmelt wiedergegeben, um das gewünschte Licht auf die Täter zu werfen und die eigentlichen Probleme nicht in die Diskussion zu bringen.

Insofern sehe ich den Ausschluss der Öffentlichkeit bei dem Prozess als richtige Entscheidung an und diesen Kommentar der Spiegel-Autorin als Trotzreaktion eines Kindes, dem man den Lollie weggenommen hat...
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22.04.2010 16:19 Uhr von gemos
 
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es ist: schon richtig, dass die Medien draußen bleiben müssen. Das haben sie sich aber selbst zuzuschreiben, denn welcher Berichterstatter bleibt objektiv?
Unvoreingenommene Meinungen sind besonders beim Spiegel die Seltenheit.
Es wäre schlimm, wenn die Richter sich nach der Presse richten müssten. Sie sind im Sinne einer objektiven Rechtssprechung unabhängig und nicht auf die Meinung von sensationslüsternden Schreiberlingen angewiesen.
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22.04.2010 18:05 Uhr von mustermann07
 
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Eine Frechheit: Das Urteil wird im Namen des Volkes gesprochen und der Steuerzahler bezahlt das ganze Theater... also hat er auch das Recht zu sehen wie das Urteil zustande kommt....
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22.04.2010 18:51 Uhr von pentam
 
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@ Sir.Locke: Naja, Täterschutz vor Opferschutz würde ich hier nicht sagen. Es hilft den Opfern mit Sicherheit nicht, wenn die ganze Sache nochmal in allen Medien bis ins letzte Detail breitgetreten wird.

Abgesehen davon ist es ja eine bekannte Tatsache, dass Amokläufer mit ihrer Tat große Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen. Wenn man so einem durch die Medien auch noch eine Plattform bietet, befürchte ich, dass es nur andere dazu motiviert, es ihm nachzumachen. Vor diesem Gesichtspunkt ist der Ausschluss der Öffentlichkeit bei dem Prozess evtl. sogar hilfreich, um nicht noch mehr solcher Amokläufe (und Opfer) zu erleben.

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