Starkes Methan-Defizit in der Atmosphäre des Exoplaneten "Gliese 436b"
Mit dem Weltraumteleskop "Spitzer" konnten Astronomen jetzt nachweisen, dass in der Atmosphäre des Exoplaneten "Gliese 436b" viel weniger Methan vorhanden ist, als man bisher angenommen hatte. Dagegen ist ihr Anteil an Kohlenmonoxid höher als vermutet. Der Grund dafür ist allerdings noch unklar.
Der große Unterschied wurde durch Auswertungen des Sternlichts deutlich: Hierbei wird zunächst das Spektrum des Sterns aufgezeichnet, während der Exoplanet hinter ihm ist. Danach folgt die Beobachtung des gemeinsamen Lichtspektrums. Nach Abzug des Sternspektrums erhält man das des Begleiters.
Das Spektrum des Exoplaneten deutet auf eine 7.000 Mal geringere Methan-Konzentration hin, als bisherige Modelle annahmen. In Frage kommende Ursachen könnten zum Beispiel eine starke, vertikale Durchmischung der Atmosphäre sein, oder die bei den dortigen Temperaturen mögliche Polymerisation des Methans.