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Atomkraftgegner wollen 120 Kilometer lange Menschenkette bilden

Eine Menschenkette über 120 Kilometer wollen Atomkraftgegner am kommenden Wochenende bilden.

Die Menschenkette soll vom Reaktor Brunsbüttel in Schleswig-Holstein zum Atommeiler in Krümmel führen. Zwischenstation soll Hamburg sein. Mit der Aktion wird gegen eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken protestiert.

Um die Gesamtlänge von 120 Kilometern zu erreichen, würden, laut des Bündnisses aus Umweltverbänden, Parteien, Atomkraftgegnern und Künstlern, 24.000 Menschen benötigt. Bisher sind 200 Busse belegt und drei Sonderzüge aus Kassel, München und Berlin fast ausgebucht.


WebReporter: BK
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Demonstration, Atomkraft, Atomkraftgegner, Menschenkette
Quelle: www.focus.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2010 13:56 Uhr von BK
 
+1 | -3
 
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Bin echt mal gespannt ob die Aktion ein Erfolg wird. Ganz ehrlich glaube ich nicht, das man 24 000 Menschen für so etwas mobilisieren kann.
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21.04.2010 14:06 Uhr von hertle
 
+1 | -2
 
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@Autor: Ich errinere nur mal daran, dass im letzten Jahr in Berlin 50.000 Menschen aus dem ganzen Land in Berlin auf die Straßen gingen. Die Organisatoren sind in diesem Fall die gleichen. Im Wendland, da wo die Castoren fast jedes Jahr hin rollen, gehen regelmäßig tausende Menschen auf die Straßen.

Und selbst wenn es nur 15.000 oder nur 10.000 Menschen sind, die sich an der Aktion beteiligen, so hat das ganze doch eine sehr große Symbolik.
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21.04.2010 14:33 Uhr von pentam
 
+2 | -2
 
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Zahlen: Ich spiele ja nur ungern den Erbsenzähler, aber wie will man mit 24.000 Menschen ein 120 km lange durchgehende Menschenkette bilden? Da müßte rein rechnerisch jeder Teilnehmer eine Armspannweite von 5 Metern haben...
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21.04.2010 14:47 Uhr von borgworld2
 
+7 | -1
 
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Solange: es keinen vernünftigen Ersatz für Atomkraft gibt, wäre das dann für mich ne 120km lange Kette von Deppen...
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21.04.2010 14:53 Uhr von hertle
 
+1 | -7
 
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@borgworld2: Der Depp, ist derjenige, der behauptet es gäbe keinen vernünftigen Ersatz. Ich war gerade auf der HannoverMesse und konnte mir mal wieder eindrucksvoll demonstrieren lassen, dass es einen Haufen Alternativen gibt, die auch grundlastfähig sind.

Wasserkraftwerke als Ausgleichsbatterien in Norwegen könnten schon heute in Kombination mit Windkraft sämtliche AKWs ersetzen.
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21.04.2010 14:59 Uhr von borgworld2
 
+5 | -2
 
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hertle: Ich sagte "vernünftig"!
Windkrafträder will keine Sau bei sich am Haus haben und die Tierwelt ist davon auch nicht wirklich begeistert.
Wasserkraft kann nicht wirklich ausgebaut werden weil wir schon überall wo es sinn macht was hingebaut haben.
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21.04.2010 15:05 Uhr von Hans_Solo
 
+3 | -2
 
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@ borgworld2: Solarthermie waere bald vielleicht eine vernuenftige Alternative, aber das wird noch eine Weile dauern. So lange geb ich Dir vollste Zustimmung, vor allem, was die Windkraftwerke angeht.
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21.04.2010 15:06 Uhr von hertle
 
+1 | -6
 
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@borgworld: falsch und wieder falsch

1. Werden Windkraftanlagen nicht bei jemandem vors Haus gestellt, sondern nur auf ausgewiesene, genehmigte Flächen. Man ist ja gerade dabei Offshore-Projekte anzuschieben. Die Anlagen sind dann soweit von der Küste weg, dass man sie mit bloßem Auge überhaupt nicht mehr sehen kann
2. Norwegen hat noch soviele Reserven an Speichersehen, dass man quasi eine Batterie für Europa daraus machen könnte.

Die Argumente die Du bringst, sind die haltlosen Abwehrversuche der konservativen Parteien und Enerigekonzerne.
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21.04.2010 15:06 Uhr von pentam
 
+5 | -1
 
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@hertle&borgworld2: Windkraft hat ein ganz anderes Problem: Ohne Subventionen trägt sich ein Windrad nicht mal selber. Die Kosten für Produktion, Aufbau und Wartung werden über die gerechnete Lebenszeit von 20 Jahren so gerade reingeholt. Die durchschnittliche Lebenszeit liegt aber leider unter der erwarteten, so dass es sich ohne Subventionen nicht lohnen würde die Teile aufzustellen...
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21.04.2010 15:10 Uhr von dr.b
 
+1 | -1
 
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ich bezweifele daß man wirklich eine Kette über 120 KM zusammen bekommt. Ich könnte mir noch vorstellen, daß man verschiedene örtliche Menschenketten bildet, die zusammengerechnet die Strecke ergeben würden.
Ansonsten finde ich die Aktion ein gutes Mittel einer öffentlichen Meinungsdarstellung und des Protests...im Gegensatz zu den relativ sinnfreien anderen Aktionen die mitunter gestartet werden. Zum Sachverhalt Kernkraft selbst hab ich ein gespaltenes Verhältnis...einerseits läßt sich sowas nicht von heute auf morgen mit wirklich tragfähigen Alternativen ersetzen...andrerseits ist vor allem die Entsorgungsthematik ein riesen Problem. Still und leise beziehen wir ja mittlerweile auch wieder mehr Energie aus Kohle....kann auch nicht Sinn der Sache sein. Und Solar und Wind....naja die %tchen bringen ja grad auch nicht wirklich was.
Vergleiche wie zu Norwegen oben sind bei einer mehr als 10fach hohen Bevölkerung und ganz anderer Landfläche und Struktur auch sinnfrei,
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21.04.2010 15:16 Uhr von hertle
 
+1 | -1
 
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@dr.b: Es hat niemand irgendwas mit Norwegen verglichen. Lies lieber noch mal nach.

Im Übrigen würde ich bei EEGs nicht von Prozentchen sprechen. Es waren letzes Jahr immerhin fast 19%
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21.04.2010 15:18 Uhr von borgworld2
 
+5 | -1
 
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hertle: Wie Falsch?
Die Auswirkungen auf die Tierwelt sind doch bekannt, meinste bei den Offshore Anlagen gibts keine Tiere?
Es sind ja nicht nur die Rotoren die auf mechanischem Weg eine Gefahr für Vögel sind sondern auch um den Schatten und um den Lärm.
Da gibts schon genug Studien und Untersuchungen die das Bestätigen.

Das mit Norwegen glaub ich zwar nicht, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Norweger ihre Landschaft verschandeln wollen und das dann noch billig machen.
Vom Transport des Stroms nach Europa will ich erst garnicht reden, da wird bestimmt jedes Atomkraftwerk selbst mit Endlagerung von dem Müll billiger.
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21.04.2010 15:25 Uhr von kirgie
 
+3 | -1
 
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@hertle: 1. Die Menschen wollen die Windräder nichtmal auf den ausgewiesenen Flächen haben, diese Flächen können nicht weit von Siedlungen sein - solche Gebiete gibt es im dichtbesiedelten Deutschland einfach nicht! Siehe dazu die ganzen Proteste wenn neue und vorallem größere Windräder gebaut werden sollen.

2. Norwegen ist nicht gerade bei uns vor der Haustür. Aber ja natürlich ist das eine angenehme Lösund, wir überfluten einfach das Land von jemand anders und importieren dan den Strom. Die Norweger werden bestimmt die nächsten 1000 Jahre unsere Freunde bleiben und uns immer mit Strom versorgen, in Norwegen wirds bestimmt auch keine Stören wenn wir da 1-2 Wasserkraftwerke bauen äh 1-2 hundert. Und 1-2 Wasserkraftwerke werden Norwegens Umwelt auch kaum schaden.

@borgworld2
Du musst das schon genau lesen! Offshore Anlagen! Man sieht sie nicht! Und was man nicht sieht, das störrt auch niemanden! Sie sind quasi nicht da es führen nur einpaar Drähte ins Meer und von dort kommt Stom - quasi wie Norwegen weit weit weg, soweit das es uns hier nicht Intressieren mus.

[ nachträglich editiert von kirgie ]
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21.04.2010 15:26 Uhr von hertle
 
+1 | -3
 
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@borgworld2: Ach ja die sind bekannt? Aber leider nicht wissenschaftlich belegt.

Das die Dinger "Lärm" machen ist völlig übertrieben, wenn es danach ginge müsste man sämtlichen Straßenverkehr, Maschinen und ähnliches auch verbieten. Und der Schattenwurf ist nicht schlimmer als bei Hochhäusern oder Funkmasten.

Und zu Norwegen ließ hier.

"Wasserkraft ist perfekt dazu geeignet, um Schwankungen im europäischen Stromnetz auszugleichen, die sich auf Grund der vermehrten Einspeisung von regenerativem Strom ergeben. Mit zusätzlichen Pumpen ausgestattet, könnten die Norweger bei Überkapazitäten im Stromnetz Wasser einfach in höhergelegene Reservoirs leiten und zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder durch die Turbinen des Wasserkraftwerks jagen. So könnte man problemlos die Energie von mehreren Offshore-Windparks speichern. Der Pegel des riesigen Sees sinkt dabei nur um wenige Zentimeter.

Das Land der Seen und Fjorde könnte zu einer Art Batterie Europas werden mit der man Netzschwankungen perfekt ausgleicht. Darüber hinaus überlegen die norwegischen Ingenieure bei den bereits bestehenden Wasserkraftwerken durch zusätzliche Turbinen die Produktionskapazität zu erhöhen. Im Falle von zu wenig Wind oder Sonne stünde dann dem europäischen Netz innerhalb nur weniger Sekunden die Leistung von 60 Atomkraftwerken zur Verfügung. Das Problem: Das norwegische muss mit dem mittel- und südeuropäischen Stromnetz über spezielle Leitungen verbunden werden. "


http://www.3sat.de/...
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21.04.2010 15:26 Uhr von dr.b
 
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@hertle wo 19% in Deutschland waren es unter 10%...bitte keine Umsätze nach EEG rechnen, diese sind natürlich aufgrund der Einspeisevergütungen verzerrt und stellen nicht die Primärenergieerzeugung dar.
Ich bin ja durchaus für regenerative Energien, bloß die bisherige Praxis ist auch nur von verschiedenen Geld-Lobbys getrieben...und wenn Einspeisegelder auf der anderen Seite wieder mit gigantischen Braunkohleabbau quer finanziert werden ist das unschön.
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21.04.2010 15:47 Uhr von borgworld2
 
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kirgie und hertle: kirgie:
Ja Offshore hab ich schon gelesen, meinste da sind keine Zugvögel, Fische oder andere Lebewesen?

hertle:
Der Lärm kommt anderst als beim Strassenverkehr aus einem anderen Frequenzbereich den Tiere als viel strörender Empfinden als wir Menschen.
Deine Aussage zum Schattenwurf ist ja lächerlich, Hochhäuer und Funkmasten drehen sich nicht!
Wenn die Windkraftanlage still steht geb ich dir recht aber das ist ja nicht der Normalzustand oder?

Das mit Norwegen glaub ich nicht, ohne es wirklich gelesen zu haben klingt es für mich nach Wunschdenken ohne wirklichen tieferen Sinn.
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21.04.2010 17:04 Uhr von Alexander.K
 
+1 | -3
 
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@borgworld2: Du scheinst ja ein echter Experte für Energiefragen zu sein.

Das es keinen Ersatz für die Kernkraft gibt, glauben ansonsten ja nur noch die bezahlten Experten des Energiekartells.
Selbst der Saxchverständigenrat der Bundesregierung, also die Fachleute der Märchentante Merkel, haben in mehreren Berichten klargestellt das durch den Atomausstiegsvertrag keinerlei Energiengpässe in Deutschland zu befürchten sind. Das kannst du auf den Seiten der Bundesregierung nachlesen.
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21.04.2010 17:47 Uhr von Conner7
 
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Frage an die Öko´s hier: Wie wahrscheinlich wäre es, alle AKW´s sofort abzuschalten und trotzdem alle Haushalte mit ausreichend Strom zu versorgen?

-Es ist aktuell ein Ding der Unmöglichkeit. Sonnen-, Wasser- oder auch Windenergie kann dieses nie abfangen, auch nicht in 10 Jahren.

Was ist Eure Idee dazu? Weiter in den Tag leben und dem Weltfrieden hinterherlaufen?
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21.04.2010 18:26 Uhr von Alexander.K
 
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@Conner7: Im heißen Sommer 2003 hättest du nicht mehr viel abschalten müssen. Kannst du dich an Probleme erinnern?
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22.04.2010 07:42 Uhr von borgworld2
 
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Alexander.K: Ich hab nie gesagt, dass es keinen Ersatz für Atomkraft gibt.
Sondern, dass es keinen VERNÜNFTIGEN gibt!
Klar mit Kohlekraftwerken und Gasturbienen kann man die bestimmt ersetzen, aber das sehe ich wirklich nicht als Vernünftig an.
Momentan könnteste ja nichtmal nen Offshore Windkraft Park in der Nordsee nutzen weil zu wenig Leitungen in den Süden gehen.
Das Leitungsnetz wird immer Maroder, bald haben wir hier Amizustände dank unserer regulierungswütigen Regierung.
Aber ich hab ja bestimmt wieder keine Ahnung...
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24.04.2010 16:49 Uhr von hertle
 
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Soooo sooo: Irgendjemand hat hier vor kurzem noch behauptet, er würde Zweifel haben, dass man da überhaupt genug Menschen zusammen bekommen würde. Also heute waren es 120.000 die sich an der Menschenkette beteiligt haben.

http://www.tagesschau.de/...

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