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Pharmaindustrie: Kritik an manipulierten Medikamentenstudien

Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft kritisierte jetzt die manipulierten Medikamentenstudien der Pharmaindustrie. Er bezog sich auf die Untersuchung von verzerrten Daten, welche mit finanzieller Unterstützung der Pharmaindustrie erhoben wurden.

Ihm zufolge würde ein Großteil der Studien nach den Vorgaben der Pharmaunternehmen zurechtgebogen, beispielsweise durch nichtssagende Vergleiche mit Scheinmedikamenten. Üblich sei ebenfalls die vorzeitige Beendigung der Studie, wenn gehäuft langfristige Nebenwirkungen auftreten.

Ludwig mahnte auch den Einsatz bezahlter Ghostwriter an, die die vorgegebene positive Meinung über ein Medikament weiterverbreiten. Er wirft den Unternehmen die bewusste Verletzung ethischer Grundsätze vor, welche das Leben der ihnen ausgelieferten Patienten in ernste Gefahr bringen könnte.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Kritik, Medikament, Manipulation, Pharmaindustrie
Quelle: www.sueddeutsche.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2010 11:30 Uhr von alphanova
 
+5 | -0
 
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Jetzt ist es Aufgabe der Politik, diese Machenschaften zu unterbinden. Angesichts der starken Pharmalobby dürfte das allerdings ein harter Kampf werden - sofern die Politiker überhaupt dagegen kämpfen wollen. Wenn man im Aufsichtsrat solcher Unternehmen sitzt, wäre so ein Vorstoß natürlich eher kontraproduktiv.
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21.04.2010 12:44 Uhr von veil123
 
+1 | -0
 
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Schon immer so und überall: Das sollte niemanden wundern. Korruption und Vetternwirtschaft gibt es überall. Geld regiert die Welt - auch in der Politik.

Bei selbst in Auftrag gegeben Studien besteht immer ein Interessenkonflikt. Studien dürften eigentlich nur von unabhängigen Institutionen durchgeführt werden und nicht von privaten Unternehmen.
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21.04.2010 14:36 Uhr von Leeson
 
+3 | -0
 
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Brennt sie nieder!!!

Aber jeder will doch sein Produkt im besten Licht zu stehen haben.
Die wirkliche Gesundheit der Patienten steht da weit hinten an.
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21.04.2010 15:23 Uhr von Hannoveraner89
 
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Medizin ist ein business! Mehr nicht... und den Leuten da oben is es recht Wumpe ob wir nun verrecken oder nicht - hauptsache die dividende stimmt...

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