20.04.10 21:16 Uhr
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EADS im Alleingang zum Großauftrag der US-Luftwaffe

Im Verfahren um die Bestellung neuer Tankflugzeuge für die US-Luftwaffe schien Boeing bereits der Sieger zu sein, nachdem sich die EADS und ihr Partner Northrop Grumman im März nach einer Neuausschreibung des 35 Milliarden Dollar schweren Auftrages zurückgezogen hatten.

Nun gab Ralph Crosby, der EADS-Vorsitzende von Nordamerika, überraschend bekannt, dass sich die EADS im Alleingang im Bieterstreit zurückmeldet. Damit hält das Unternehmen die verlängerten Fristen von 90 Tagen ein und es wird ein Angebot am 9. Juli erwartet.

Zwar scheint der US-Konkurrent Boeing immer noch durch das Pentagon bevorteilt, EADS will allerdings zusammen mit seinen Partner ein umfassendes Angebot unterbreiten. In einer ersten Ausschreibung hatte die EADS bereits den Zuschlag erhalten, was aber später durch ein Gericht annulliert wurde.


WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Großauftrag, Luftwaffe, EADS, Alleingang
Quelle: www.n24.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.04.2010 21:16 Uhr von Bildungsminister
 
+7 | -1
 
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Grundsätzlich meine ich das ein offenes Bieterverfahren auch fair sein sollte, und dieser Auftrag wäre sicherlich auch für den Standort Europa ein Segen. Allerdings frage ich mich immer auch wie wir hier reagieren würden. Man nehme an die Bundesregierung würde 10.000 neue Autos bei Peugeot, oder Ford bestellen und Opel, BMW, oder VW außen vor lassen, und das in der Wirtschaftskrise. Ich glaube das würde selbst hier für viel Rumoren sorgen. Daher kann man auch diese Stimmen irgendwo verstehen.
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20.04.2010 21:27 Uhr von bangemann
 
+6 | -0
 
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was nun: Alleingang oder zusammen mit "seinen Partner"?
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20.04.2010 21:35 Uhr von Suse.Meier
 
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angesichts: der Zahlungsfähigkeit der USA ist es vielleicht gar nicht schlecht das dieses Geschäft nicht nach Europa kommt
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20.04.2010 21:42 Uhr von SN_Spitfire
 
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ich: seh da jetzt nicht so das Problem dahinter.
Das günstigste und von der Preis-Leistung her beste Angebot macht den Zuschlag.

Für mich ist das ein ganz normales Vorgehen in der Marktwirtschaft.

Wenn Boeing kein gutes Angebot macht, wirds eben nicht genommen. Fertig!

Das Beispiel mit der Bundesregierung finde ich bisschen weit hergeholt. Im Prinzip genauso wie oben. Wenn man nur zwischen BMW, Daimler, Opel und VW wählen würde, wären europäisch gesehen FIAT, Seat, Peugeot, Renault usw. benachteiligt (Ohne jetzt zu schauen ob manche Marken unter der Haube von VW stecken).
So langsam sollten wir europäisch denken und nicht nur deutsch. BMW und Daimler machen es doch schon vor.
BMW mit Peugeot und erst kürzlich Daimler mit Renault.

Kein Grund zur Beunruhigung wie ich finde. Zum Glück wird so ein Bieterstreit gemacht. Schlimmer wäre es man würde den Auftrag gleich fest vergeben und die anderen nichtmal fragen.
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20.04.2010 21:46 Uhr von Allmightyrandom
 
+3 | -0
 
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@ SN_Spitfire: Das Problem war ja, dass mit dem Boeing Angebot das deutlich schlechtere, da überalterte Modell den Zuschlag bekommen hat, nachdem das technisch bessere Flugzeug (dass auch größer war) wegen angeblichem "Mehrverbrauch" beim Sprit die Absage erhalten hat, obwohl alle anderen technischen Eckdaten deutlich besser waren (größere Tanks, höhere effizienz etc).

Weshalb also wird nach einer Klage der besser Mitbieter "rausgeschmissen" und man entscheidet sich für das alte Modell?
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20.04.2010 22:01 Uhr von untertage
 
+2 | -0
 
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@Autor: Zitat: "Man nehme an die Bundesregierung würde 10.000 neue Autos bei Peugeot, oder Ford bestellen und Opel, BMW, oder VW außen vor lassen, und das in der Wirtschaftskrise."

Subventionen ausländischer Autohersteller die deutsche Regierung in noch größerem Stil gerade erst bei der Abwrackprämie gemacht ;-)

Link Hersteller und Anzahl der Anträge:

http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von untertage ]
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20.04.2010 22:52 Uhr von Delios
 
+0 | -0
 
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schade: Allmightyrandom hats mir vorweggenommen :). Ganz meine Rede.

Aber @Autor... wieso "man nehme an"?? Schau dir mal in letzter Zeit die Polizeifahrzeuge an. Du wirst erkennen das zwischen den vielen Opels, VW´s usw. mittlerweile auch diese Toyota Rav´s rumfahren ;). Und Bundeswehr? Nunja... auf der vorletzten Automobilmesse hier in Deutschland war die BW nicht mit der Mercedes G-Klasse hier ( respektive Wolf)... nein... die waren auch mit nem Toyota vertreten. Laut eines anwesenden Offiziers war einfach der Preis ausschlaggebend.
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21.04.2010 00:53 Uhr von no_trespassing
 
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Märkte sind eben klar geregelt: Freie Marktwirtschaft ist ein Märchen.
Es ist alles ein Politikum. Da zählt nicht das bessere Produkt.
Ist nicht nur hier, sondern in vielen Bereichen so.

Dazu gibt es die EU, dazu gibt es die NAFTA, usw.

Wirtschaftspatriotismus und -nationalismus sind eher im Zu- als im Abnehmen begriffen. Offiziell wird was anderes propagiert.
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21.04.2010 01:12 Uhr von Jolly.Roger
 
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freie Marktwirtschaft? "Freie Marktwirtschaft ist ein Märchen."

Nein, ein theoretisches Modell.

Niemand hat je behauptet, wir hätten eine freie Marktwirtschaft. Offiziell nennt sich das "soziale" Marktwirtschaft.

Und gerade in Zeiten der Globalisierung ist es wichtig, sich eine gute Position in Joint-Ventures oder Allianzen zu sichern. Das weiß natürlich auch die Politik und hat da, ganz offiziell, ihre Finger im Spiel. Opel war so ein Beispiel. Die angebotenen Staatshilfen waren natürlich ein Leckerchen und sollten Standortschließungen verhindern.

Dass die USA den Auftrag gerne an ein inländisches Unternehmen vergeben würden ist doch nur logisch. Das Militär als Teil der Regierung (ihr wisst, was ich damit meine...) sollte alle Überlegungen in die Entscheidung mit einbringen. Wenn das Geld im Land bleibt und damit Arbeitsplätze sichert, hebt das locker evtl. Mehrkosten bei der Anschaffung oder dem Betrieb auf. Hier zählt also nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis. Und das die Amis nicht lauthals erklären, daß Boeing technisch unterlegen ist, sondern irgendwelche rechtlichen Sachen vorschieben, ist doch auch logisch, oder?

Ganz anders sieht das natürlich bei einem rein privaten Unternehmen aus, die können und werden sich international bedienen.
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21.04.2010 10:53 Uhr von Frankenaffe
 
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große Überraschung: Wenn man eine Ausschreibung macht und ein anderer Anbieter raus kommt als der gewünschte verändert man so lange die Kriterien bis das gewünschte das einzige ist.

Wunderbar simples Beispiel aus dem Bereich der Feuerwehr:
LKW Fahrgestell für ein neues Fahrzeug wird gesucht und es soll wenn schon ein MAN, und kein Mercedes, sein. Also schreibt man z.B. rein das es die Abgasnormen ohne Haarnstoff erreichen muss.

Blöd ist nur das man mit solchen Aktionen oftmals sinnlos Geld verprasst und einfach die Augen vor der besseren Wahl verschließt. Anderseits verhindert sowas oftmals das einen schöne Projekte kaputt rationalisiert werden.

Protektionismus ist ja wirklich nichts neues. Und wenn man sich die Größenordnung dieses Auftrages ansieht auch nicht sonderlich verwunderlch. Aber es zeigt mal wieder wunderbar wie die Amis als Meister der Kapitalismus selbst Schranken hoch ziehen wenn Sie mal die Benachteiligten sind.
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21.04.2010 11:54 Uhr von Philippba
 
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Ich will nicht wissen: wie viele Bündel da hin und her wandern :) Ich liebe Bündel :)

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