20.04.10 11:09 Uhr
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Bochum: "Kriegerische Auseinandersetzungen" versetzen Anwohner in Schrecken

In einem Waldgebiet in Bochum (Nordrhein-Westfalen) waren am gestrigen Montagabend mehrere Personen unterwegs, die wie Soldaten gekleidet waren und Waffen mit sich führten.

Anwohner beobachteten die Szene mit Schrecken und alarmierten die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten vor Ort war von den Männern keine Spur mehr vorhanden, deshalb wurde mit Hilfe eines Polizeihundes die Verfolgung aufgenommen.

Kurz danach wurden die vier Personen gestellt. Es handelte sich um Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren, die Softair-Waffen, in Form von Pistolen und Pumpguns, dabei hatten. Diese, sowie ein Teleskopschlagstock und ein Springmesser, wurden von der Polizei konfisziert. Die Ermittlungen laufen.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bochum, Schreck, Anwohner, Auseinandersetzung
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.04.2010 11:16 Uhr von ted1405
 
+156 | -11
 
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oh man Is´ schon traurig, daß unsere Kinder nicht mehr spielen dürfen, was sie wollen. Die vier hier haben niemanden geschädigt und hatten es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht vor. Unsere "übersensible" Politik hat aber mit viel Elan und Rhetorik aus Softair-"Waffen" böse Massenvernichtungswaffen gemacht und schon kann es den Jugendlichen mit der tollen Strafverfolgung ans Leder gehen.

Okay ... da waren auch noch ein Teleskopschlagstock und ein Springmesser. Solche Sachen hatten wir früher auch. Nicht, um damit wirklich auf irgend jemanden los zu gehen, sondern mehr aus dem Gruppenzwang heraus als Prestige-Objekte unter Jugendlichen.

Ich denke für mich immer:
Relevant ist in erster Linie die Gewaltbereitschaft. Ist die gegeben, kann ALLES zur Waffe werden. Ist die NICHT gegeben (was immer noch die Regel ist!), werden Waffen auch nicht eingesetzt, selbst wenn sie vorhanden sein sollten.
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20.04.2010 11:34 Uhr von licence
 
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20.04.2010 11:49 Uhr von PakToh
 
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Zwiespalt: Ich kann verstehen, dass das nach außen Komisch aussieht und muss sagen wer derartig vermummt im Wald rumläuft muss mit entsprechenden Nachfragen und auch Polizei rechnen, andererseits sehe ich keine "Kriegerische Auseinandersetzung", denn:
1. In Deutschland tobt aktuell kein Krieg.
2. Kenne ich kein angrenzendes Land welches derartige Vorhaben haben dürfte.
3. Seit wann machen Softairwaffen Schussgeräsche die auch nur ansatzweise an die echter Waffen heran kommen?!?

Wenn man Chinaböller mit hoch jagd ok, dann wirds realistisch, davon steht da aber nichts und wenn das gemacht worden wäre sollte man den Geisteszustand der jugendlichen untersuchen.
Denn ob Provokation oder nur Dummheit, das wäre ne Ecke zu heftig, denn die Anwohner/Passanten müssten dann wirklich davon ausgehen, dass da irgendwas vor sich geht und ein Polizist könnte in meinen Augen nicht verurteilt werden, wenn er sich bei Schussgeräuschen/Explosionen und echt aussehenden Waffen mit der Waffe im Anschlag Nähert. Was dabei dann raus kommen mag sei jeden selbst überlassen...
Ich jedenfalls finde Softair und Gotcha gehören auf entsprechende Plätze und ist dort eine hervorragende Angelegenheit!
Kinder sollten im freien jedenfalls nur mit offensichtichem Spielzeug rumlaufen, aber das hieße die Eltern würden sich dafür interessieren was ihre Kinder so machen...
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20.04.2010 11:49 Uhr von memo81
 
+46 | -5
 
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Terror Terrorists Terrorism!!!! Wenn man das täglich in die Köppe eingehämmert bekommt, bekommen die Menschen schon Angst vor kleinen Kindern mit Softair-Waffen.

Wo soll der Scheiß bloß hinführen?
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20.04.2010 11:52 Uhr von Nebelfrost
 
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wiedermal nur ein beispiel wie schizophren unsere moderne kommerzgesellschaft ist!!
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20.04.2010 11:59 Uhr von greatlyusa
 
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komische einstellung: Also ich lese ganz oft das ältere Menschen von 15-16 jährigen zusammengeschlagen worden sind u. a. auch einer von der Bundespolizei. Keiner von denen hatte einen Tarnanzug an oder eine Softair dabei sondern da war blosse Gewalt mit Händen und Füßen.

Ich bin dafür man nimmt denen auch diese Waffen ab (ironie off)

So ein blödsinn, Kinder wollen spielen und das Spiel mit dem erschiessen gibt es glaub ich schon über 50 Jahren und damals war es eben der Western der dazu animiert hat und ich muss sagen von Amokläufen keine Spur auch die Gewaltbereitschaft war sehr gering.

Heutzutage kommt vielmehr zum vorscheinen das die Jugend schlecht erzogen wurde und die Strafen hin und wieder sogar das Opfer bekommt oder der Helfer statt der eigentliche Täter. Der Täter kommt irgendwie ganz oft sehr gut weg also was sollte ihn davon bitte abhalten es nicht wieder zutun denn es passiert im doch nicht wirklich was!

Kind sein ist heutzutage echt nicht mehr leicht!!!

[ nachträglich editiert von greatlyusa ]
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20.04.2010 12:15 Uhr von ted1405
 
+17 | -1
 
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@licence: Auf 100 Meter Entfernung kann sogar eine Plastik-Wasserspritzpistole aussehen, als sei sie eine "echte" Waffe. Manches (auch nicht schießfähiges) Kinderspielzeug muss man schon fast selbst in der Hand halten, um dessen Unechtheit zu erkennen.
Okay, Tarnkleidung + Ausrüstung ergibt dann sicherlich ein ungewöhnliches Bild - das mag stimmen.

Allerdings liefen die Jugendlichen hier ja nicht einfach im öffentlichen Park herum. Sie spielten in einem Wald, etwas entfernt vom Dorf. Seh´ es auch mal aus der Perspektive, aus der Du selbst es bereits als Jugendlicher gesehen hast:
Die Nutzung entsprechender Plätze kostet Geld und sind für die wenigsten mit dem Fahrrad nicht zu erreichen (also müssten die Eltern eingeweiht werden). Also allein vom praktikablen Gesichtspunkt her ist ein solcher Platz für Jugendliche keine Option - was ich durchaus verstehen kann und selbst (ohne Auto und eigenem Einkommen) früher auch nicht anders gehandhabt hätte.

Die "Höhere Gewaltbereitschaft" kannst Du nicht einfach aufgrund der Aufmachung der Jugendlichen pauschalisieren - Du würdest Dich damit auf die selbe Ebene wie die Politiker begeben.

Ich selbst habe mich mit 17 Jahren rum für Gotcha interessiert und es auch eine Zeit lang gespielt. Meine Gewaltbereitschaft würde ich von je her als absolut bei NULL einstufen. Dennoch habe auch ich mich für das Gotchaspiel in Tarnkleidung geworfen, denn im Spiel gegeneinander wäre gut sichtbare Kleidung schlicht äußerst unpraktisch.
Das Spiel ansich fand ich gut, sportlich sehr anstrengend und auch absolut ABSCHRECKEND für Kriegsszenarien. Ich glaube, nirgendwo begreift man schneller, wie schnell es in einem echten Krieg "Game over" heißen könnte - ganz egal, wie gut man sein mag.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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20.04.2010 12:18 Uhr von west89
 
+11 | -1
 
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@licence: und wo gibts denn solche orte? habt ihr schonmal daran gedacht wohin die jugentlichen gehen sollen? die werden von der polizei hin und her gescheucht. wo sollen die denn hin? für den spielplatz sind die ein bisschen zu alt. für den park sind sie nicht richtig angezogen. für andere orte gilt ein platzverweis. da kann man nur an parkplätzen und tanken stehen.

die deutsche gesellschaft ist eindeutig jetzt schon überaltert.
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20.04.2010 12:39 Uhr von BessaWissa
 
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Also nciht Gotcha spielen sondern ab auf die Straße, sich zusaufen und andere leute abziehen oder einfach nur zusammenschlagen.

Das die sich aber auch nciht einfach wie andere Jugendliche verhalten können - schlimm.
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20.04.2010 12:48 Uhr von flokiel1991
 
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Softwaffen sind besonders gefährlich, da: Polizisten auf die Träger schießen müssen, wenn sie sich von ihnen bedroht fühlen.
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20.04.2010 12:59 Uhr von Derjenigewelche
 
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Ich finde die ständige Kriminalisierung: bestimmter Interessengruppen schlimm.
Als Videospieler ist man potentieller Amokläufer - als Softair-Spieler potenzieller Terrorist. Traurig.
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20.04.2010 13:14 Uhr von Schwertträger
 
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Kriegerische Auseinandersetzungen? Wo sollen denn mitten in Deutschland echte Soldaten herkommen?
Und wenn es echte Soldaten wären, brächte es wohl kaum etwas, die Polizei zu benachrichtigen, weil die dann nicht zuständig wären, sondern lediglich als Kanonenfutter enden würden.
Es muss sich also um irgendwelche verkleideten gestalten handeln. Andernfalls hätte man eh ein Problem, dass sich durch die Polizei nicht lösen liesse.

Dusselige Anwohner.



Aber auch dusselige Kiddies.
Ich hätte Zettel verteilt, in denen ich eine große "Spielaktion" für den Tag ankündige udn die Bewohner bitte nicht zu erschrecken.
Dann hätte keiner genau gewusst was kommt (wichtig wegen eventuellem präventivem Verbot) und am Tag selber wäre die Wahrsheinlichkeit wesentlich geringer gewesen, dass jemand auf dumme Ideen kommt.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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20.04.2010 13:22 Uhr von Soref
 
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@judas: An sich kann ich deinen Unmut über die Strafe durchaus nachvollziehen,allerdings sollte man mal auf das Alter der Kinder schauen. Denn soweit ich weiß, haben wir in DE immer noch ein Gesetz für Waffen in welchem sicherlich auch steht, dass derartige Gegenstände nicht in die Hände von Kindern gehören.
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20.04.2010 13:28 Uhr von ika
 
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wie albern. Ist mir auch schon passiert. Fahre gemütlich durch den Wald da guckt mich plötzlich einer mit Seeschlitz und in Tarnfarben an, sein Lauf (zufällig) auf mich gerichtet. Ich muss loslachen, weil ich die Situation so lustig finde, wie er versucht mit seinen Freunden krieg zu spielen während ein fröhlicher Fahrradfahrer an denen vorbeizieht :D

Und nein, ich habe die Polizei nicht gerufen :D
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20.04.2010 14:15 Uhr von LastButNotLeast
 
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haha: erinnert mich an so ne Geschichte,
zwei 14 jährige mit Sturmmasken im 600 Seelenkaff im Süden Deutschlands, die Anwohner haben Panik bekommen und die Polizei gerufen, 30 Mann starkes SEK hat die Häuser der beiden gestürmt ^^
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20.04.2010 14:15 Uhr von Bloodhead
 
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Was soll man sagen, auch wenn ich den Jungs nicht verdenken kann, dass sie ihren Spass haben wollen, legal war es nicht, was sie da gemacht haben. Softairwaffen mit einer Energie von unter 0,5 Joule sind nämlich im Waffengesetz als Anscheinswaffen bezeichnet, und dürfen nur auf dem EIGENEN befriedeten Gelände geführt werden.
Wer also in der Öffentlichkeit damit rumrennt, macht sich strafbar, und kann mit Geldstrafen bis zu 5000 € rechnen.
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20.04.2010 14:28 Uhr von ted1405
 
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@Bloodhead: Und nur, weil die Politik ein entsprechendes Gesetz durchgeboxt hat muss man die daraus resultierende Vorgehensweise für gut befinden?

Im Prinzip wird damit bereits unterstellt, daß - wer solch ein Spielzeug mit sich führt - böse Absichten hat. Der gesunde Menschenverstand ist nicht mehr gefragt, denn es gibt ja ein feines Gesetz, auf welches man sich berufen kann.

Alternativ wäre es aber z.B. eine Möglichkeit gewesen, Softair-Waffen vom Verbot auszunehmen, wenn KEINE Verwechslungsgefahr mit echten Waffen bestünde. Sei es durch eine ganz andere Bauform oder z.B. eine andere, eindeutig als Spielzeug erkennbare Farbe.
Das allerdings kam nicht in Frage, denn letztlich ging es nicht primär um die Verwechslungsgefahr, sondern um die theoretische Möglichkeit, daß solche Spiele die Gewaltbereitschaft ja angeblich erhöhen könnten ....

Ach und darüber hinaus:
Da die meisten Jugendlichen sicherlich nicht Gesetzesbücher zu ihren Abendlektüre zählen, müssen sie sich auf das berufen, was ihnen die Erziehung mitgibt: ihr Gefühl für "richtig" oder "falsch". Mit Freunden im Wald ein Softair-Match auszutragen wird dabei sicherlich in den wenigsten Fällen als "falsch" bewertet.
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20.04.2010 14:38 Uhr von -RockyTR-
 
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ganz ehrlich: Besser an die frische Luft mit Freunden durch den Wald rennen und fit bleiben als den ganzen Tag vorm Rechner zu sitzen und vor sich hin zu gammeln.
Ich kenne ein paar Leute die auch des öfteren Softair Games veranstalten, allerdings machen die das auf dem Gelände einer alten Zigelei.
Dann merkt man auch, wie ein Vorredner schon schrieb, das man viel ehr getroffen wird als man denkt und weiß wie schnell alles aus sein kann.
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20.04.2010 14:57 Uhr von Dracultepes
 
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Polizeihund für so einen scheiss?

Meine Herren Polizisten, sie sollten das Bundesverdienstkreuz kriegen.Helden aber sowas von.

/ironie

Früher wars halt Indianer und Cowboy. Ist das der Neid der heutigen alten Generation das es damals nur Knallplättchen gab und kein System das über Kügelchen oder Licht funktioniert?

Aber nein alles potenzielle Amokläufer. Und die kriegen jetzt noch einen auf den Decken wegen Anscheinswaffen oder sonst was. Deutschland ist echt lächerlich.
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20.04.2010 15:14 Uhr von diehard84
 
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bestimmt ne geheimoperation gewesen: mal den guttenberg beim nächsten interview drauf ansprechen ;) aber is bestimmt top secret..
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20.04.2010 15:17 Uhr von supermeier
 
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Absolut gefährlich: Wir dagegen hatten als Kinder nur Luftgewehre mit denen wir Krieg oder Cowboy und Indiander gespielt haben.
Da kamen auch nur so kleine Bleibratzen raus und sie gingen auch nur auf 50 bis 80 Meter genau.

Aber diese hochgefährlichen Softair Plastikteile, meine Güte.
Kennt die Jugend eigentlich keine Spiele mehr die den Weltfrieden simulieren?
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20.04.2010 15:23 Uhr von Schwertträger
 
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@supermeier: Hoffentlich lesen auch alle die Ironie in Deinem Beitrag.
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20.04.2010 15:29 Uhr von black_seven
 
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Sensationsgier: Es ist meiner Ansicht nach erschrecken wie sehr alles Aufgeblasen wird um die Einschaltquoten/Auflagen zu erhöhen.
In meiner Jugend haben wir im Wald und in unserer Straße Räuber und Gendarm gespielt. Zu der Zeit gab es Pistolen die kleine Gipskugel verschossen haben und keinen hat es gestört. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen die Polizei zu rufen.

(Ein Teleskopschlagstock sowie ein Springmesser gehören ohne jede Zweifel nicht in Kinderhände. Ganz klar.)

Aufgrund der reisserischen Berichterstattung ist es ganz klar das der eine oder andere mit Sorge die Polizei alarmiert. Was wieder einen neue Bericht verursacht.

In diesem Zusammenhang habe ich mal einen Text angehängt den ich beim DJV Brandenburg gefunden habe im Kontext "Winnenden".
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14. März 2009
Mehr Zürückhaltung bei Berichterstattung über Gewalttaten

Der Amoklauf von Winnenden sollte alle Journalisten zu einer ernsthaften Selbstkritik führen. Bereits wenige Stunden nach der Tat wurde über die Ursachen spekuliert und überall tauchten Experten auf, die sehr einseitig Ursachenforschung betrieben hatten. Dabei wurden weder Beweise vorgelegt noch Gegenargumente angemessen gewürdigt. Die Medien ergingen sich in unerträglichen Spekulationen über Ablauf und Ursachen. Natürlich meldeten sich dann auch die Vertreter verschiedenster Organisationen und die allwissenden Politiker ein.

Die einen wussten schon immer, dass Waffen in Wohnungen die Ursache allen Übels sind. Andere sahen natürlich wieder Computerspiele als Auslöser derartiger Gewalttaten. Es wurden von Journalisten sogar Metalldetektoren und hohe Mauern für Schulen gefordert.

Leider hörte man sehr wenig über die Rolle der Medien bei derartigen Gewalttaten oder auch beim Terrorismus. Wer derart ausführlich und mit detailierter Bildberichterstattung über Anschläge berichtet, animiert potentielle Täter zu neuen Taten. Die Täter wollen ins Fernsehen oder auf die Titelseite und es allen einmal richtig zeigen. Hat möglicherweise die wenige Stunden vorher erfolgte Berichterstattung über den Amoklauf in den USA als Auslöser fungiert?

Journalisten sollen berichten und niemand sollte ihnen vorschreiben, wie sie dies tun. Eine sachliche Textberichterstattung richtet da auch wenig Schaden an. Es sind die blutrünstigen Bilder und Videos in Begleitung von zuviel Platz in der Berichterstattung, die zur Nachahmung aufrufen. Journalisten sollten den Tätern nicht die Chance zur Verwirklichung ihrer Selbstdarstellungsträume geben, sonst wird man schnell zum Mitschuldigen.

Am Ende steht die Politik, die sich von der Berichterstattung über die Tat zu immer mehr meist unsinnigen Gesetzesinitiativen animiert sieht und dann der Bürger immer mehr vom Staat überwacht und gegängelt wird.

Journalisten haben einen Berichterstattungsauftrag und eine gesellschaftliche Verantwortung, derer sie endlich auch gerecht werden müssen. Die Quote rechtfertigt nicht alles.

quelle: DJV Brandenburg
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PS.: Sollte ich auf diese Weise gegen Urheberrechte verstoßen möge der Beitrag bitte gelöscht werden.
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20.04.2010 15:31 Uhr von supermeier
 
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@Schwertträger: Man wird es an roten oder grünen Zahlen festmachen können :-)
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20.04.2010 17:01 Uhr von Bassram
 
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wir wurden letztens auch mit softairs erwischt aber der polizist meinte nur wir sollen weiter in den wald rein gehen damit uns die leute nicht vom Weg sehen.

[ nachträglich editiert von Bassram ]

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