19.04.10 23:27 Uhr
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Antikes Blei als Schutzmantel für Neutrinodetektor

Vor rund 2.000 Jahren sank ein römisches Handelsschiff vor Sardinien. Das Wrack und seine aus einigen hundert Bleibarren bestehende Ladung wurden bereits vor 20 Jahren geborgen, was vom italienischen Nationalinstitut für Nuklearphysik (INFN) mit finanziellen Mitteln unterstützt wurde.

Diese Bleibarren finden nun Verwendung in einem sehr komplexen Experiment: Sie werden der Abschirmung eines Neutrinodetektors dienen. Das jahrtausendealte Blei eignet sich hervorragend für diesen Zweck, da seine natürliche Radioaktivität mittlerweile um den Faktor 100.000 nachgelassen hat.

Zunächst werden 300 archäologisch uninteressante Bleibarren eingeschmolzen und am Ort des Experiments - rund 1.400 Meter unter dem Apennin bei Gran Sasso - als Schutzschild gegen störende, radioaktive Strahlung am Detektor angebracht. Dieser soll dann die wichtigen Neutrinos nachweisen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Blei, Detektor, Schutzschild, Neutrino
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2010 23:27 Uhr von alphanova
 
+9 | -1
 
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Es ist schon verblüffend, wozu uralte Materialien heute noch gebraucht werden können. HighTech mit antiker Unterstützung.
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19.04.2010 23:47 Uhr von dr.b
 
+2 | -3
 
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Das ist mal eine sinnvolle Anwendung: oftmals werden Funde ja zu abertausenden Gehortet und man fragt sich wirklich was das soll. Antiker Müll in Form von Tonscherben etc etc. Aber hier geht man ganz pragmatisch vor.
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20.04.2010 01:14 Uhr von 1gnt23
 
+2 | -3
 
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das ist doch: wie bei den Kriegsschiffen vor England, wo der Stahl geborgen wird, da er nicht radioaktiv verseucht ist.

War blei nicht ein Abfallprodukt von Uran oder Plutonium?
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20.04.2010 13:16 Uhr von Il_Ducatista
 
+2 | -0
 
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was jetzt? ich dachte neutrinos hätte man schon nachgewiesen?

irgendwann wird man alles auf die Spannung / Krümmung eines höherdimensionalen Energieraumes zurückführen.
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20.04.2010 14:08 Uhr von Shedao Shai
 
+2 | -0
 
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@Il_Ducatista: du hast recht, neutrinos wurden schon 1956 nachgewiesen. es gibt jedoch insgesamt 3 verschiende neutrinos, die unterschiedliche anforderungen an den detektor stellen. auch können die eigenschaften der neutrinos nicht von nur einem einzelnen detektortyp präzise bestimmt werden.
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20.04.2010 17:03 Uhr von cheetah181
 
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Gekiehlt: Aber nicht sein Physiklehrer, denn es war wohl das Zerfallsprodukt gemeint.

Auch wenn das etwas am Thema vorbei ist...

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