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Chinesische Zensurmethoden? Apple möchte keine regierungskritischen Satire-Apps

Mark Fiores Karikaturen sind die ersten, die nur im Internet veröffentlicht werden. Für seine regierungskritischen Cartoons bekam er letzte Woche den höchsten Preis der amerikanischen Medien zuteil: Den Pulitzer-Preis.

Zuvor versuchte Fiore vergeblich seinen Satire-App in Apples iPad-Universum unterzubringen. Der Kundenservice lehnte dies ab, mit einer Argumentation, die sich eher nach chinesischer Zensurmethoden anhört, denn die Cartoons machten "Personen des öffentlichen Lebens lächerlich".

Nach der Preisvergabe ruderte man im Apple-Konzern zurück, Steve Jobs selbst reagierte auf den Vorgang: "Das war ein Fehler, der in Ordnung gebracht wird." Kritiker sehen in Apples Veröffentlichungspolitik eine große Gefahr für die Freiheit des Internets und den Beginn einer "wohlwollenden Diktatur".


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Internet, Apple, App, Zensur, Satire, Pulitzer-Preis, Mark Fiores
Quelle: www.sueddeutsche.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2010 12:59 Uhr von mozzer
 
+8 | -0
 
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Die Genehmigung von nur genehmen Apps ist tatsächlich eine ziemliche Gefahr hin zur Kontrolle des Internets. Was China mit Zwang versucht schafft Apple so "freiwillig". Wenn man das Internet schon nicht kostenpflichtig machen, dann eben die Anwendungen...
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24.04.2010 12:58 Uhr von Freakez
 
+1 | -0
 
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Right Kann deinem Kommentar nur zustimmen Mozzer.

Auf der einen Seite lässt sich sagen: Nein, niemand ist verpflichtet sich Appleprodukte zu kaufen. Es gibt genügend andere Hersteller von MP3-Playern, Handys und bald auch Tablets. Doch macht es die nahezu perfekte Marketing- und Werbekampagne des Unternehmen dem Durchschnittsbürger nicht leicht.
Neue Handys werden erstmal der Frage "iPhone-killer?" unterzogen und auch der gängige Begriff des "MP3-Player" wird in jeder Fernsehsendung mit dem Wort "iPod" ersetzt. Ich bestreite nicht die Zuverlässigkeit der Geräte, doch wäre ein gesundes Maß an Kritik an Apples Produkten in der Öffentlichkeit angebracht.

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