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Köln: Muss autistischer Schüler trotz Hochbegabung auf eine Sonderschule gehen?

In der Grundschule übersprang der kleine Amir (11)zwei Klassen. Er gilt als hochbegabt. Doch die Schulbehörde in der Domstadt will den Jungen auf eine Sonderschule schicken. Denn Amir ist Autist und kann sich sozial nur schwer einordnen. Doch der Schüler will im Gymnasium lernen.

Einen langen Leidensweg hatte der Elfjährige hinter sich, als nach der Grundschulzeit auch die dritte Privatschule mit dem autistischen Jungen nicht klar kam. Amir leidet an einer Form von Asperger-Autismus, kann Lärm und Berührungen nur schwer ertragen. Mitschüler mobbten den sensiblen Jungen.

Als das Kind drohte, sich das Leben zu nehmen, nahm die alleinerziehende Mutter Amir von der Schule. Jetzt sitzt der Junge tagsüber bei seinem Opa und löst knifflige Rechenaufgaben. Mit einem Schulbegleiter könnte der Schüler doch noch aufs Gymnasium gehen. Wenn die Behörden mitspielen.


WebReporter: mkrispien
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Köln, Schüler, Gymnasium, Autist, Begabung, Sonderschule
Quelle: www.ksta.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2010 16:30 Uhr von walter_33
 
+45 | -5
 
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Leider steht gerade bei dieser Thematik Ausgrenzung weiterhin vor Integration.
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18.04.2010 17:09 Uhr von KingPiKe
 
+35 | -1
 
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Sonder-/Förderschulen: LEider wird man auf solchen Schulen nicht gefördert bzw das eigentliche Problem behandelt, sondern dort kommen nur alle hin, die solche Probleme haben. Geholfen wird aber nur bei den wenigstens.
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18.04.2010 17:21 Uhr von Don.Camillo
 
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was: nützt ihm sein mathematisches können wenn er an autismus leidet, dann auch noch in der form dass er lärm nicht ertragen kann, was in dem alter und in der schule ja wohl ständig vorkommt. auf einem normalen gymnasium würde er, denke ich, nicht glücklich werden.
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18.04.2010 17:42 Uhr von Pliegl
 
+4 | -2
 
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Ich denke eine gesondert Ausbildung: mit speziellen Lehrkräften wäre das beste.... ich glaube auf einer normalen Schule kann der Junge nicht sein volles Potential ausschöpfen.Vllt. wäre eine schulische Ausbildung von Zuhause und eine Therapie um die Leiden zu vermindern das Beste.

Ich glaube ihn zwanghaft ins Gymnasium zu drücken kann ihm ebenso schaden wie diese Unsinnige Abschiebung auf eine Sonderschule.
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18.04.2010 17:55 Uhr von hertle
 
+6 | -1
 
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@infected: Kennst Du den Jungen persönlich und kannst die Lage daher so gut beurteilen? Oder wolltest Du nur mal wieder dümmlich polarisieren?
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18.04.2010 18:00 Uhr von Miem
 
+8 | -0
 
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Es gibt: Spezialschulen für verschiedene Arten von Behinderung. Eine Sonderschule jedoch macht nichts weiter, als die Schulpflicht für die Kinder zu erfüllen, die spezielle Anforderungen haben - ohne Rücksicht darauf, ob die Kinder dann auch was gelernt haben. Hauptsache, sie haben ihre Zeit abgesessen und keine "normalen" Kinder gestört.

Ich habe mit meiner Tochter gerade eine ähnliche Odysse hinter mir, zum Glück nicht so lang. Auf der Regelschule hatte sie Probleme, die Lehrer wollten sie auf die Förderschule im Nachbarort schicken. Von dort kam eine Betreuerin, sah sich meine Tochter an und sagte: "Bei ihrer Intelligenz würde die sich bei uns nur langweilen." In dieser Schule landen nämlich Kinder, die etwas länger brauchen, um den Stoff zu verarbeiten, dort wird die erste Klasse auf zwei Jahre aufgeteilt. Meine Tochter durfte dann eine Probezeit auf einer anderen Schule machen, von deren Direktorin ich als erstes zu hören bekam, sie könnten dort keine Kinder brauchen, die im Unterricht nicht mitkämen. Inzwischen wissen wir, meine Tochter darf auf diese Schule wechseln, die für Kinder mit normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenz, aber ADHS, ADS oder ähnlichen Krankheiten gedacht ist. Bei meiner Tochter wird ADS vermutet und wir haben in der ersten Woche schon gemerkt, dass die neue Schule ihr sehr guttut.
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18.04.2010 18:30 Uhr von inmusic
 
+4 | -2
 
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Schöne: News. Ich würde aber auch in seinem Fall zu einer besonderen Schulform tendieren. Nicht aus dem Grund, um ihn auszugrenzen, es wäre nur für ihn besser ebenso wie für seine Klassenkameraden.
Er hat laut News das Asperger-Syndrom, das ist mit die schwächste Form von Autismus. Es gibt viele verschiedene Förderschulen, eine Sonderschule ist nicht unbedingt eine "Schule für Dumme".

Man sieht es ja an ihm, ein ganz cleveres Kerlchen. Ich hoffe, dass in seinem Fall eine geeignete Schule gefunden wird, die alles aus ihm rausholt, seine Sensibilität berücksichtigt, ohne ihn kaputt zu machen.
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18.04.2010 18:36 Uhr von projekt_montauk
 
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Na SUPER: "Amir leidet an einer Form von Asperger-Autismus,kann Lärm und Berührungen nur schwer ertragen. "



Da wirds ihm auf der Sonderschule sicher leicht fallen ^^
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18.04.2010 21:09 Uhr von aawalex01
 
+7 | -0
 
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Ja mein Gott er ist Autist aber man sieht ja das er was drauf hat.Also sollte man solche Leute fördern und nicht unten halten.Typisch Deutschland.
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18.04.2010 21:16 Uhr von SpEeDy235
 
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es ist schon schlimm: wie mit solch schülern umgegangen wird. der junge hat eine krankheit, deswegen ist er aber noch nicht dumm. mobbing ist bei vielen schulen leider an der tagesordnung und die lehrer machen nichts dagegen.
ich hoffe er findet jetzt den richtigen weg was ordentliches zu lernen. solche leute muss man ohne ende fördern, denn sie sind ja nicht blöd.
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18.04.2010 21:52 Uhr von Dracultepes
 
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Man kann nicht von heute auf morgen eine Schule auf integrative Klassen umstellen. Die Schule meiner Mutter wurde dafür extra umgebaut und anders eingeteilt.. Aber es ist gut dass in das Thema allgemein Bewegung reinkommt.

Ich hoffe das es in nächster Zeit immer besser klappt Menschen die einfach anders lernen besser in den Unterricht zu integrieren. Und wenn es über die Assistenz ist.

Wobei ich mich hier Frage, war das wirklich Mobbing ? Oder nur die üblichen rangelein oder machtspiele bei Kindern. Das erste ist natürlich zu verurteilen.
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19.04.2010 01:34 Uhr von myotis
 
+4 | -0
 
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@ infected: "Ich möchte meine intelligenten und leistungsfähigen Kinder nicht in eine Klasse mit jemandem schicken, der sie behindert. "
Schon mal dran gedacht das solche Menschen eher deine Kinder fördern könnten?
Nicht unbedingt bei den direkt in der Schule abgefragten reinem Faktenwissen sondern in der Beziehung die im Arbeitsleben wichtiger ist: Wie gehe ich mit Menschen um und wie arbeite ich mit ihnen zusammen?
Du würdest staunen wie reibungslos eine Mathematikvorlesung sein kann in der jemand jede Minute Wixer oder Fotze brüllt
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19.04.2010 08:28 Uhr von mort76
 
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infected, Leute wie du sind eine größere Behinderung für Kinder als ein Asperger-Autist.
"Ich will nur das beste, für die anderen die Reste", gelle?

Deine Kinder sind wahrscheinlich auch nicht die intelligentesten der Klasse, sie behindern also die besseren. Also raus mit denen, wenn es nach deiner Logik geht.

Eine Gesellschaft funktioniert nicht, wenn nur jeder auf seinen eigenen Vorteil glotzt.

Überleg mal: eines deiner Kinder könnte einen Unfall haben, mit Hirnverletzung. Ich würde jede Wette eingehen, daß du dann die genau entgegengesetzte Linie fährst. "Mein Kind auf die Sonderschule? NIE!"
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19.04.2010 16:06 Uhr von Jack_Sparrow
 
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Pech: gehabt, auf ein richtiges Gymnasium gehen ist nicht möglich. Dann tut doch mal was für ihn anstatt hier über andere zu jammern die eine Gegenmeinung haben.
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19.04.2010 16:26 Uhr von Vitus121
 
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Das ist: doch wircklich unerhört das man sowas einen jungen antut der nichts dafür kann
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19.04.2010 16:58 Uhr von metal_head
 
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Dieser Junge: Dieser Junge sollte wirklich auf eine geeignete Schule! Es ist ja keine Seltenheit dass hochbegabte oder seeehr intelligente Menschen Schwierigkeiten mit dem sozialen haben.

Solche Talente sollten gefördert werden...

Wenn der Knabe 15-16 ist kann er an die UNI :)
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19.04.2010 18:36 Uhr von mort76
 
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schlimm eine wirklich geeignete Schule gibt es ja leider nicht, also gibt es nur zwei Möglichkeiten:

-der Junge wird unter seinem Niveau unterrichtet und kann sein Potential dann nicht entfalten, weil er mit DER Vergangenheit keine Chance hat (viele seiner Asperger-Leidensgenossen haben ihre Behinderung unter Kontrolle, mehrere haben einen Lehrstuhl, einen Doktortitel o.ä.)

-der Junge kommt auf eine normale Schule und ist auf die Tolleranz seiner Mitschüler angewiesen. Ob er da dann infecteds Kinder in einem höheren Maße behindert als es die gewohnten netten, guterzogenen Kinder von heute sowieso tun, ist fraglich. In jeder Klasse werden Kinder mitgeschleppt, die die anderen aufhalten. Hier geht es nun zufällig um ein Kind mit Potential.

Man muß sich diese Leute auch nicht vorstellen wie lauter kleine Rainmans- vielen merkt man das garnicht an. Und soziale Störungen haben heute so viele Kinder- wenn man die konsequent ausgrenzt...au weia...man denke nur an die ganzen Ritalinkunden...

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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04.05.2010 01:48 Uhr von VT614
 
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Oh je Ich bin zwar 16 hab aber in Deutschland das Gleiche mitgemacht..
Überall nur in West-Deutschland nicht gibt es Integrationsschulen, wo mit sowas umgegangen wird...
Die Diagnose von Asperger bedeutet für mich einfach Selektion, Abschiebung und Ausgrenzung.
Dank meiner Mutter war ich zwei Jahre in Polen auf einer Integrationsschule, dort gibt es viele solcher Schulen und hab dort einiges mitgemacht, auch wenn ich nicht grad der Engel war.
In Deutschland bin ich aufm Quali geendet, deshalb werd ich versuchen mein Leben in die eigene Faust zu nehmen und wieder nach Polen gehen, dort kann ich mein Abitur nachholen.
Und nochmal zu Deutschland:

Die Selektion stammt noch aus den Nazi-Zeiten!!!!
Da fragt man sich, warum die Regierung nichts mit Integration macht, es geht mir hier um Behinderte sowie die Migrantenjugend.
Unter letzteren gibt es welche die nichts machen wollen, aber auch viele die sich Bilden wollen aber keine Hilfe bekommen.
Deutschland ist einfach Bevölkerungstechnisch gesehen massig überfüllt.
Massig viele Autisten gibt es auch, jedoch werden nur wenige gemäß behandelt.
Ich bin selber mehrmals die Hölle durchlaufen, weil ich mit diesen Sorgen einfach nicht mehr klarkomme.
Und als ich einen Tag lang in einem Projekt Namens MAut war dacht ich mir, oh Gott was macht man hier? Allgemeine Verdummung?
Die haben dort tatsächlich den ganzen Tag lang darüber gesprochen wie man sich während des Essens in der Arbeit verhält *SCHREI*.

Deshalb setzt euch einfach ein um da was zu verbessern.
Wir alle sind Menschen, jeder hat das Recht auf gemäße Bildung!!!!
Setzt euch zur wehr gegen diese Selektion!!!!
Notfalls sollte man dafür Demonstrieren, wieso tun das so wenige?

Gruß aus München, Domi
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09.05.2010 14:19 Uhr von azrael_w
 
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@ infected: ich würde meine (übrigens hochbegabte) ADHS tochter auch nicht mit der gesellschaft von nachkommen behindern lassen
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09.05.2010 20:11 Uhr von azrael_w
 
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@ infected: ich meinte natürlich mit der gesellschaft von deinen nachkommen...wer so verquer denkt, erzieht auch seine kinder nicht anständig!
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09.05.2010 21:30 Uhr von Amiraamal
 
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Mein Sohn geht wieder zur Schule: Seit dem 22.04.2010 besucht mein Sohn ein Gymnasium mit einer 1:1-Schulbegleitung.

Amirs Mutter

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