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Neuer Ansatz soll Unwucht des Erdkerns erklären

Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass der Erdkern aus zwei Hälften zu bestehen scheint. Seismische Messungen konnten bestätigen, dass die Hälften unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Marc Monnereau von der Universität Toulouse hat nun ein Modell entwickelt, welches diese Eigenart erklären kann.

Die sehr geringe, aber vorhandene Abkühlung des Erdkerns führt demnach zu einem langsamen Kristallisationsprozess des flüssigen Eisens. Dies geschieht Monnereau zufolge aber nicht homogen auf beiden Hälften, sondern auf der westlichen Halbkugel etwas intensiver, als auf der östlichen.

Auch die ungleiche Größe der Kristallkörner von wenigen hundert Metern im Westen und einigen Kilometern im Osten spielt eine Rolle. Durch ständiges Aufschmelzen des Materials im östlichen Teil und das gleichzeitige Kristallisieren im westlichen Teil des Erdkerns entsteht seine beobachtete Unwucht.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Erde, Natur
Quelle: www.wissenschaft-online.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2010 15:03 Uhr von alphanova
 
+27 | -3
 
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In der Quelle wird auch erwähnt, dass diese Unwucht der Grund dafür ist, dass sich der Erdkern nicht exakt in der Mitte der Erde befindet.
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17.04.2010 15:36 Uhr von Tauche
 
+21 | -7
 
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Wieder einmal alphanova mit super, wissenschaftlichen News :)
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17.04.2010 16:27 Uhr von dr.b
 
+13 | -4
 
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sehr interessant: hier kann man sogar noch was lernen, schön.
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17.04.2010 17:25 Uhr von Win7
 
+2 | -6
 
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++++++ ;-)
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17.04.2010 17:36 Uhr von majorpain
 
+5 | -7
 
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hmm: und ich habe immer gedacht die erde wäre hohl

http://www.hohle-erde.de/

[ nachträglich editiert von majorpain ]
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17.04.2010 17:40 Uhr von SergejFaehrlich
 
+4 | -1
 
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"wenige hundert meter" große kristallkörner? oha, kann mir garnicht vorstellen, wie sowas asusehn soll..
aber: warum spricht man in der größe von "Körnern"? oder ist das auf die größe der erde im gegensatz zu den "Körnchen" zu verstehn?
super news, 5* (wie gewohnt)
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17.04.2010 17:49 Uhr von dr.b
 
+2 | -2
 
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@majorpain: Die Seite wäre gut, wäre sie humoristisch aufgebaut...aber die ist inhaltlich, strukturell und auch von der Zielsetzung her eine ziemliche Enttäuschung.
Schade...und das meine ich erst, ich mag gut gemachte, und wichtig! ironische Grenzwissenschaften.
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17.04.2010 18:29 Uhr von bleechnor
 
+3 | -0
 
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@SergejFaehrlich: das ist einfach nur ein feststehender begriff bei der kristallisation von stoffen ... deswegen redet man auch noch bei dieser größe von körnern obwohl die bezeichung in bezug auf die größe natürlich quatsch ist ^^
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18.04.2010 01:30 Uhr von Bluegrasser
 
+0 | -0
 
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Wolfsburger, vielleicht könnte das etwas damit zu tun haben aus was die Schichten über dem Kern bestehen.
Ich könnte mir vorstellen, dass sehr grosse Wassermassen bis in extreme Tiefen mehr Abkühlung verursachen als sehr grosse Landmassen, insbesondere da es sich bei den Wassermassen nicht um stehende Komponenten handelt.
Demtentsprechend könnte es z.B. über dem Pazifik den grössten Abkühlungseffekt geben.
Würde man nun die Erde dahingehend unbedingt in zwei Hälften aufteilen wollen, dann müsste man lediglich den Globus betreffend Landmassen- und Wassermassenauftreten aufteilen.
Ergo die Hälfte suchen, der mehr Landamsse zugeordnet werden kann als der anderen Hälfte, der man mehr Wassermassen zuordnen kann als der Erstgenannten.
Allerdings Westen und Osten zu sagen, das ist relativ.
Wenn die Kontinente sich verschieben verschieben dann wohl auch die Abkühlungsstellen und somit auch die "Kristallkörner".
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18.04.2010 02:16 Uhr von alphanova
 
+0 | -0
 
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@Wolfsburger: Frühere Untersuchungen haben ja gezeigt, dass seismische Wellen untschiedlich stark vom Erdkern reflektiert werden. Da sich diese Unterschiede spezifisch auf zwei gegenüberliegende Bereiche des Kerns eingrenzen ließen, bezeichnete man die jeweiligen Hälften als Ost- bzw. Westhälfte.

Ich denke, das hat nichts direkt mit Ost und West zu tun. Man hätte sie auch Eins und Zwei nennen können, aber Ost und West ist für Geologen gebräuchlicher ;)

Bluegrasser´s Theorie mit der Landmassenverteilung würde auch Sinn ergeben, zumindest, wenn man lange Zeiträume aus dem Spiel lässt. Denn die gesamte Erdkruste (somit auch die Kruste unter den Ozeanen) "schwimmt" zusammen mit dem darunterliegenden Erdmantel auf dem flüssigen, äußeren Erdkern. Daher ist die relative Position zwischen dem festen, inneren Erdkern und der Erdoberfläche nicht fix, sondern veränderlich.

Nur mal so als spontanes Gedankenspiel..
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18.04.2010 15:01 Uhr von SergejFaehrlich
 
+0 | -0
 
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danke für die erklärung bleechnor :): kriegstn + dafür :)
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19.04.2010 00:27 Uhr von jonnyswiss
 
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Eisen in kristalliner Form?
Das muss eine ungeheure Festigkeit aufweisen.
Und so ein Monokristall von mehreren hundert Meter - was liesse sich da wohl alles draus machen?
Interessante Gedankenspielerei...

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