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Günther Grass fordert Türkei zur Anerkennung des Armenien-Genozid auf

Der deutsche Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass äußerte sich in Istanbul über den Armenien-Völkermord. Er fordert die Türkei auf, diesen anzuerkennen.

Günther Grass zog Parallelen zu seiner Vergangenheit. Auch er wollte als junger Mann nicht glauben, welche Verbrechen von den Nationalsozialisten an den Juden begangen wurde.

Im letzten Jahr haben viele Intellektuelle in der Türkei eine Initiative gestartet, bei der sie sich für die Taten von 1915 entschuldigten. Schätzungen gehen von 1,5 Millionen getötete Armenier aus.


WebReporter: midnight_express
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Nobelpreisträger, Günter Grass, Armenien, Genozid
Quelle: www.wienerzeitung.at

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2010 22:03 Uhr von midnight_express
 
+24 | -18
 
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Ich kann nicht verstehen, wieso Tatsachen abgestritten werden. Hoffentlich stehen noch mehr aus dem Volk auf und wollen sich für den Völkermord entschuldigen.
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15.04.2010 22:07 Uhr von hi2010
 
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15.04.2010 22:10 Uhr von Klassenfeind
 
+7 | -19
 
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15.04.2010 22:15 Uhr von malhier-malda
 
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Das ist nur eine frage.
Was ändert sich für die Armenier wenn die Türken sagen, dass sie es getan haben?
Was ändert sich für die Türken und Armenier?
Das will ich wirklich wissen.
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15.04.2010 22:19 Uhr von Klassenfeind
 
+16 | -8
 
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@ mahler-malda: Es ändert sich wirklich nicht´s ..aber auch nicht´s an der Tatsache an sich,das es den Völkermord gegeben hat...
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15.04.2010 23:48 Uhr von selphiron
 
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mhm: Also der Herr schreit danach Einreiseverbot in die Türkei haben zu wollen.Naja würde ihn wahrscheinlich nicht so sehr stören.
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16.04.2010 03:11 Uhr von |sAs|
 
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@mahler-malda: Es geht um ganz bestimmte Territorien! Sollte die Türkei das eines Tages anerkennen so wird Armenien Forderungen stellen, nebst territorialen, auch finanzielle!

Ich persönlich bin NICHT bereit der offiziellen Darstellung der Ereignisse zu glauben, aber gleichzeitig bin ich auch nicht bereit der türkischen Version zu glauben.

Wenn tatsächlich 1,5 Millionen Menschen umgekommen sind, warum hat es bisher niemand für wichtig erachtet eine objektive Kommission mit der Erforschung der Ereignisse zu beauftragen?
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16.04.2010 03:31 Uhr von beni-ara
 
+10 | -16
 
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Lieber Autor: Es werden keine Tatsachen bestritten. Tatsachen stehen fest und sind nicht mehr abänderbar. Worauf der Grass und Konsorten plädieren und natürlich auch Du plädierst, ist die Anerkennung von etwas, was nicht genau feststeht.
Falls es Tatsachen wären, wäre der vermeintliche Genozid bereits auf der ganzen Welt anerkannt.

Es gab damals Krieg und beide Seiten haben sich bekämpft. Aus diesem Umstand heraus hat das Osmanische Reich die verräterischen Armenier des Landes verwiesen. Sorry das wir keine Transportmittel wie heute hatten, aber das kann man uns nicht nachhalten.
Im übrigen ist die Zahl 1,5 Mio aus den Haaren herbeigezaubert worden. Man schätzt zwische 300 Tausen und 1,5 mio. Jeder redet aber von 1,5 mio.

Ferner sollte die Türkei eine Erklärung abgeben, dass egal was die Parlamente der Welt beschliessen, diese Beschlüsse die Türkei in nichts binden.
Da pfeiff ich drauf.

[ nachträglich editiert von beni-ara ]
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16.04.2010 09:54 Uhr von Smile52
 
+6 | -11
 
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Dieser Herr Grass täte besser Daran, sich um die Historie seines eigenen Landes zu kümmern!
Also: Besten Dank aber wir brauchen ihren Rat, in dieser Angelegenheit, nicht!

Da er weder Historiker noch eine andere Expertise in diesem Bereich hat, sollte er die Aufarbeitung der Ereignisse weltweit anerkannten Experten überlassen!

Also ´werte Armenier: Öffnet eure Archieve damit die Vergangenheitsbewältigung endlich beginnen kann!!

mfG,
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16.04.2010 13:28 Uhr von omar
 
+5 | -8
 
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@midnight-express: Hey, schon wieder ne Türken-News! Was für eine Überraschung... *gähn*

Ach ja:
"Hoffentlich stehen noch mehr aus dem Volk auf und wollen sich für den Völkermord entschuldigen."
Noch mehr aus dem Volk? Ich kenne niemanden... Wer meinst du hat sich für was entschuldigt, das er nicht verbrochen hat, und von dem noch gar nicht bewiesen wurde, das es in der genannten Dimension stattgefunden hat?
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17.04.2010 17:43 Uhr von hi2010
 
+5 | -1
 
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Alles Lüge: Diese Überschreibt ist gelogen, und von midnight_express erfünden
(((Günther Grass fordert Türkei zur Anerkennung des Armenien-Genozid auf))

Günther Grass hat das wort Genozid, mit absicht nicht benutzt, so werden die NEWS gefälscht



[ nachträglich editiert von hi2010 ]
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18.04.2010 00:26 Uhr von Achtungsgebietender
 
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Unfassbar! Erst in der Waffen-SS und jetzt sich so: aufspielen! Herr Grass, gehts noch? Natürlich ist Völkermord absolut nicht in Ordnung und einfach nur abartig aber was mischen sich Altnazis denn da ein?
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18.04.2010 11:57 Uhr von masterwolke
 
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Das PRoblem liegt in der Politischen ebene: Wieso kommt denn die ganze GEschichte nun erst auf???
Komisch. Warum wollen die einige Gruppen einfach ein Genozid annerkennen ohne jegliche Beweise? Zeugenaussagen reichen für mich leider nciht aus. Es reicht auch nicht aus Einseitige Berichte im Ersten zu Zeigen dieses mit Zeugenaussagen schmücken und den in Deutschlans lebenden Menschen als Wahrheit verkaufen.
Eine MEdallie hat immer zwei Seiten. In den Türkischen Seite ist dieses genau anders herum verlaufen. Aber dieses hätte doch in den 40´er 50´er Jahren einfach durch die Engländer und die Amis annerkannt werden können und die ganze Welt hätte es einfach ohne zu hinterfragen akzeptiert! Nun aber da der alte MAnn zu einem jungen dynamischen MAnn wiedererwacht ist, will man diesem einen Hlasband umhängen um Ihn selber Führen zu können.
Dieses sind Politische Ziele.
Warum wird nciht eine Internationales Gremium Gegründet und alles wie es wirklich passiert ist durch die Geschichtsforscher und Archeologen untersucht? Warum sträubt sich die Armenische Seite davor?
Das Parteiergreifen Deutschlands ist mir Schleierhaft. Ist es weil die Türkei die U-Boten zu Wucherpreisen nicht abnimmt?

[ nachträglich editiert von masterwolke ]
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22.04.2010 22:36 Uhr von EduFreak
 
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@onay_77: wer zum teufel günter grass ist? 2006 war er nach dem magazin cicero auf platz 1 der führenden deutschsprachigen interlektuellen. ja ok, 2007 war es ratzinger, hat nicht viel aussagekraft.

achtungsgebietener: ihn als altnazi zu bezeichnen, ist total übertrieben und falsch. er ist mit 15 der hitlerjugend beigetreten, hat niemanden umgebracht und hat sich zwar sehr spät, aber freiwillig geoutet. außerdem war er spd unterstützer und hat viel arbeit zur wahl von willi brandt zum bundeskanzler beigetragen.
les einfach mal seine werke, bevor du schwachsinn verzapfst.

zum (angeblichen) genozid will ich jetzt nichts sagen, darüber weiß ich zu wenig, aber im vergleich zu anderen schlag ich mich nicht auf eine seite und behaupte, es war so und so...
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25.04.2010 14:47 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
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wo sind dann die massengräber bei 1,5 mio. toten ? Zum Vorwurf des Genozids an den Armeniern
Stellungnahme der türkischen Internet-Community
(Jüdisches Forum, 28.06.2005)
Der Türkei wird ein Genozid (Völkermord) während des 1. Weltkrieges und die Leugnung dessen vorgeworfen, ohne dass die historische Erkenntnisgewinnung in wissenschaftlichen Kreisen abgeschlossen ist. Dies ist ein weltweit einzigartiges Phänomen. Es gibt bis heute kein Land, dem man durch Parlamentsbeschlüsse einen Genozid vorgeworfen hat. Solche Vorwürfe gehen üblicherweise zunächst vor ein internationales Gericht, welches auf Fakten und Beweisen basierend ein Urteil fällt. Für die Klärung der historischen Ereignisse ist dringend erforderlich, dass eine neutrale und unabhängige Historiker-Kommission über die Ereignisse befindet. Bis Dato wurden zwei Initiativen der Türkei (2004 und 2005) in dieser Richtung seitens Armenien abgewiesen. Wie wir zeigen werden ist es angesichts der ständig verbreiteten Geschichtsverfälschungen mehr als notwendig, dass man eine solche Kommission auf die Beine stellt. Nachfolgend möchten wir einige der gängigsten Geschichtsverfälschungen auflisten. Dafür werden wir ausschließlich westliche und (pro-)armenische Quellen verwenden.

Wie man immer wieder feststellen kann, wird nie eine Quelle für die 1,5 Mio. armenischen "Opfer" genannt. Selbst auf hartnäckige Anfrage bekommt man keinerlei seriöse Belege. Diese Zahl gibt die armenische Gesamtbevölkerung um 1915 an bzw. ist das arithmetische Mittel aus unterschiedlichen Zählungen, welche beispielsweise von ca. 784.000 bis ca. 1.914.000 reichen [1]. Hier wird jedoch auf armenischer Seite eine interessante Zahlenrhetorik angewandt: Man spricht von "Opfern" und impliziert insgeheim, dass tatsächlich alle "Opfer" umgekommen sind, ohne dabei zu erwähnen, wie viele die Umsiedlung (Deportation, Vertreibung, "Todesmärsche durch die Wüste") überlebt haben bzw. von dieser nicht betroffen waren. Man lässt mit dem diffusen Begriff "Opfer" bewusst offen, was damit gemeint ist. Es wird nicht erwähnt, dass ca. 600.000 Armenier die Umsiedlung überlebt haben (300.000 konnten sich in den Kaukasus und 4.200 nach Ägypten retten) und dass die Armenier Westanatoliens, ca. 150.000, von der Umsiedlung nicht betroffen waren [2]. Hinzu kommen noch ca. 200.000 armenische Konvertiten die zum Islam übergetreten sind bzw. dazu gezwungen wurden [3]. Das sind Zahlen, die aus westlichen und sogar pro-armenischen Quellenmaterialien hervorgehen. Alleine durch Aufzählung der Überlebendenzahlen kommt man auf 950.000 Armenier, die entweder nicht von der Umsiedlung betroffen waren oder diese nachweislich überlebt haben.
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25.04.2010 14:48 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
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teil 2: Die Versorgungslage der Bevölkerung im Osmanischen Reich war bereits seit 1860 extrem schlecht. Das Osmanische Reich wurde in westlichen Publikationen als der "kranke Mann am Bosporus" betitelt. Man war z. B. nicht in der Lage, die moslemischen Flüchtlinge aus den ehemaligen osmanischen Gebieten zu versorgen, so dass hunderttausende an Hunger und Mangelversorgung starben [4]. Weiterhin ist historisch belegt, dass viele Soldaten aufgrund schlechter Ausrüstung in den Wintermonaten erfroren oder an der Front verhungerten [5]. Dies ist insbesondere deshalb interessant, weil sich im Kriegsfall jeder Staat zuallererst um die Versorgung seiner Soldaten kümmert, da dies in Kriegsjahren existentiell ist. Wenn selbst diese vor Hunger und Kälte umkommen, kann man sich unschwer vorstellen, unter welchen Bedingungen die Zivilbevölkerung lebte und unter welchen Umständen die Umsiedlung der Armenier durchgeführt wurde. Allgegenwärtig war das Bild der "verhungernden Armenier" in internationalen Hilfskampagnen. Der osmanisch-muslimischen Bevölkerung erging es nicht besser, sie verstarben in denselben Umständen, wie die Armenier selbst, durch Krankheiten und Hungersnöte.

Eine weitere historische Tatsache wird ebenso verschwiegen: Tote unter der muslimischen Bevölkerung durch armenische Massaker. Es ist eine historische Tatsache, dass armenische Milizionäre (z. B. die Taschnaken/Daschnaken) Massaker in großem Umfang an moslemischen Zivilisten in Ostanatolien verübten [6]. Diese Massaker werden auf armenischer Seite noch heute als "Racheakte" bezeichnet. Verantwortliche für die Massaker waren armenische Führer wie Gevorg Chavush (Gevorg Aroyi Khazaryan) und Andranik Torosi Ozanyan (Zoravar Andranik), die in Armenien wie Volkshelden verehrt und deren Morde gerechtfertigt werden. Ziel der armenischen Milizionäre war es in Ostanatolien, mithilfe der Russen "Großarmenien" zu schaffen [7]. Gevorg Chavush z. B. organisierte etliche bewaffnete Aufstände in Ostanatolien [8]. Andranik Torosi Ozanyan kämpfte mit seinen armenischen Truppen u. a. 1912-1913 im 1. Balkankrieg auf Seite der Bulgaren gegen die Türken. Nach 1914 führte er seine Truppen auf der Seite der Russen [9]. Im Frühjahr 1915 wurde im ostanatolischen Van nach erbitterten Kämpfen die Zivilbevölkerung durch armenische Milizionäre massakriert, die Stadt zerstört, und anschließend den nachkommenden Russen übergeben [10]. Daraufhin hat die osmanische Führung am 24.04.1915 den Verhaftungsbefehl gegen die Führer der armenischen Aufstandsorganisationen gegeben. Dieses Datum wird kurioserweise als "Beginn des Genozids" bezeichnet.

Eine weit verbreitete grobe Geschichtsverfälschung ist das angebliche Hitler-Zitat "Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?". Von der Rede gibt es fünf unterschiedliche Versionen [11], obwohl Hitler am 22.08.1939 auf dem Obersalzberg nur zwei Reden hielt. Spätestens nach der Historiker-Kommission in Frankreich im Jahre 1998 wurde das Hitler-Zitat endgültig ad acta gelegt [12]. Es wird seitdem auf seriöser armenischer Seite nicht mehr zitiert. Heute wird es gerne seitens rechter Kreise aufgegriffen, um den jüdischen Holocaust zu relativieren.

Als "Kronzeuge" der Armenier wird immer wieder Pfarrer Johannes Lepsius angeführt, obwohl längst seitens westlicher Historiker aufgedeckt worden ist, dass Lepsius gezielt Dokumente gefälscht und manipuliert hat. Historisch eindeutig überliefert ist unter anderem, dass Lepsius in den Niederlanden für das Deutsche Reich Spionage betrieben hat und keineswegs der unbedarfte Missionar gewesen ist, wie er lange Zeit fälschlicherweise dargestellt wurde [13].
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25.04.2010 14:50 Uhr von OttomanEmpStrikesBck
 
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teil 3: US-Botschafter Henry Morgenthaus Buch "Ambassador Morgenthau´s Story" wurde als amerikanische Kriegspropaganda entlarvt. Nicht Morgenthau selbst, sondern seine armenischen Sekretäre und Gehilfen haben dieses Buch verfasst. Morgenthau wollte durch seine grausigen Berichte über die Lage der Armenier die USA auf der Seite der Alliierten in den Krieg ziehen [16].

In der Diskussion um den "Genozid" wird des Weiteren nicht erwähnt, dass 1919 144 osmanische Minister, Parlamentarier, Generäle usw. durch die Alliierten verhaftet und nach Malta deportiert wurden, um ihnen den Prozess zu machen. Niemals zuvor hatte man soviel Zugang zu Zeugen und Archiven wie damals, als das Osmanische Reich unter britischer und französischer Besatzung stand. Alle Angeklagten wurden jedoch nach ca. zwei Jahren freigesprochen, da man keinerlei Beweise gegen sie fand. Zahlreiche Armenier, die namentlich in britischen Archivdokumenten aufgelistet sind [17] und interne Kenner des osmanischen Verwaltungsapparates waren, halfen den Alliierten bei der vergeblichen Suche nach Beweismaterial.

Wenn über das Osmanische Reich in den Jahren 1907-1915 gesprochen wird, wird das Bild eines nationalistischen Landes projiziert, ohne dabei zu erwähnen, dass sich der Nationalismus als letztes unter den Türken im Osmanischen Reich verbreitet hat und als Zeitgeist lange vorher in europäischen Ländern, später in ehemaligen osmanisch-christlichen Gebieten etabliert war. Der Nationalismus wurde durch Frankreich, England sowie Russland in das Osmanische Reich "importiert" und die christliche Bevölkerung zur "Befreiung vom Türkenjoch" angestachelt. Dies führte u. a. zu griechischen, bulgarischen, serbischen und armenischen "Freiheits-Organisationen" [18]. Infolge der "Befreiung vom Türkenjoch" bzw. der Gründung moderner Nationalstaaten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu Vertreibungen und Massakern an der muslimischen Zivilbevölkerung im gesamten Gebiet des Osmanischen Reiches, in dem ganze Landstriche "ethnisch und religiös gesäubert" wurden [19]. Die christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich wurden seitens Griechenland, Frankreich und nicht zuletzt Russland systematisch bewaffnet. Das Ziel war einen Bürgerkrieg zu entfachen und das Land von Innen zu schwächen [20]. T. E. Lawrence, auch bekannt als "Lawrence von Arabien", der in Syrien mit Ausgrabungen beschäftigt war, schreibt in einem Telegram vom 02.02.1913, demnach ein Jahr vor Ausbruch des 1. Weltkrieges und zwei Jahre vor der Umsiedlung der Armenier, an seine Familie: "welch ein Vermögen könnte man jetzt mit einer Ladung billiger Gewehre machen! Die Armenier rüsten wie wild." [21]

Abschließend möchten wir bemerken, dass die "Armenische Frage" in der Türkei kein Tabu ist. Die Werke vieler von uns zitierter Autoren sind in der Türkei frei erhältlich, türkische Zeitungen und Fernsehkanäle sind voll mit Beiträgen sowie Berichten von Wissenschaftlern, Historikern und Intellektuellen. Die Diskussion ist jedoch für viele Menschen mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden. Sei es, dass ihre Familien während des 1. Weltkrieges vertrieben oder dass sie Opfer armenischer Übergriffe wurden oder dass man immer noch versucht, aufgrund widerlegter "Beweise" und ohne Anhörung türkischer Wissenschaftler, Zeitzeugen und Überlebender die Türkei zur Anerkennung eines Genozids zu zwingen. Diese Tatsachen werden entweder nicht begriffen oder vorsätzlich als "Tabu" ausgelegt.

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