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Undurchsichtige Mehrwertsteuer: Experten fordern 16 Prozent auf alles

In Deutschland herrscht eine undurchsichtige Mehrwertsteuerregelung, die in der Wirtschaft oft zu Problemen führt. Jetzt fordert Rolf Pfeffekofen von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die sehr arbeitgebernah arbeitet, eine radikale Vereinfachung der Mehrwertsteuersätze.

Demnach soll der Staat einheitlich 16 Prozent Mehrwertsteuer erheben. Damit würden dann die teuren 19 Prozent Mehrwertsteuer sinken, allerdings würden die ganzen Ausnahmen, die gerade das Leben der einkommensschwachen Leute erleichtern, wegfallen. Die Wirtschaft würde von einem 16-Prozent-Satz profitieren.

Zum Ausgleich schlägt Pfeffekofen Transferzahlungen für Einkommensschwache vor. Den ermäßigten Steuersatz gibt es unter anderem auf Bücher und Grundnahrungsmittel. Über eine Änderung der Mehrwertsteuer wird in der Politik häufig diskutiert. Die Koalition will sich im Sommer erneut zusammensetzen.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Experte, Forderung, Mehrwertsteuer, Einkommen
Quelle: www.ftd.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2010 20:29 Uhr von Linie_R
 
+20 | -1
 
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ja is klar: und dannach wirds wieder erhöht auf 19.. ;)
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15.04.2010 21:02 Uhr von Klassenfeind
 
+6 | -1
 
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So,wie es angedacht ist wird es ein unbezahlbares bürokratisches Monstrum...! wenn gleich das Mehrwersteuer-Gesetz dringenst überarbeitet und vereinfacht werden muß..nur die Klientel-Politik der Parteien erlaubt das nicht.
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15.04.2010 21:53 Uhr von jsbach
 
+7 | -3
 
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Da wäre doch nur: ein Strohfeuer.
Die 21 Prozent sind für mich so sicher wie das Amen in der Kirche.
Schäuble braucht Geld und da eine Senkung??
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15.04.2010 23:01 Uhr von PantherSXM
 
+9 | -0
 
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War das: nicht mal 20% auf alles (außer Tiernahrung)!!!!

Ach, nein, das ist ja Werbung, aber so wirds sicher bald kommen!
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15.04.2010 23:29 Uhr von Alice_undergrounD
 
+4 | -0
 
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lol: und das transferzahlungssystem ist dann durchsichtiger -.-
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16.04.2010 00:09 Uhr von Zero4Zero
 
+0 | -2
 
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Auf der einen Seite: finde ich es gut, 16 % auf Alles, heisst also auch auf Bücher und Zeitungen, wird zwar teurer, aber ich schätze dadurch das es teuerer wird erhöhen sich auch die steuereinnahmen dadurch.

Die 3 % senkung auf den rest fällt dadurch nicht mehr ins Gewicht.
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16.04.2010 07:23 Uhr von Nr.47
 
+2 | -1
 
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wieso nicht: 0% auf alle lebensmittel und grundgüter, herr pfeffekofen? das würde es doch auch vereinfachen oder nicht? der normalbürger auf der straße hat doch 0 von dieser angedachten vereinfachung. das hilft doch mal wieder nur der wirtschaft und nicht uns.
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16.04.2010 09:11 Uhr von ohne_alles
 
+1 | -0
 
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Was dann u.a. teurer wird:

- Grundnahrungsmittel (Kaffee, Brot, Brötchen usw... ;)
- Wasser
- Bücher, Zeitungen, Zeitschriften
- Tiernahrung
- Fahrkarten im Nahverkehr

Das wär wieder ein voller Tritt in die Fresse des Durchschnittsbürgers. Das ist der tägliche Bedarf und wird voll durchschlagen.

Ich bezweifle auch stark, dass Unternehmen die Preise um senken, wenn sie nicht mehr 19% sondern 16% zahlen müssen.

Was machen denn die Hoteliers, wenn ihre Steuer wieder auf 16 % raufgeht? Müssen die dann nochmal spenden?
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16.04.2010 09:19 Uhr von Uli_Muenchen
 
+1 | -0
 
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Eine MWSt-Reform wäre DRINGEND nötig !!! Wie kann es sein, das für Pornohefte (als Bücher) einen ermäßigten Satz und für Babywindeln (als Kosmetika) der normalen Satz gilt. Es gibt noch endlos viele Beispiele für diesen Lobby-gesteuerten MWSt-Unsinn.
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17.04.2010 18:53 Uhr von Achtungsgebietender
 
+0 | -4
 
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Von mir aus kann die MwSt. auf 25% für alles ang-: hoben werden. Dann geht´s Deutschland finanziell auch besser und die Staatsverschuldung wird heruntergefahren. Wir sind ja nicht die dritte Welt!
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19.04.2010 12:31 Uhr von computerdoktor
 
+3 | -0
 
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@Achtungsgebietender: Dummfug... die Mehrwertsteuer ist eine Konsumbremse. Was wir derzeit brauchen, ist eine Ankurbelung des Konsums. Mehr Konsum bringt mehr Geld für die Wirtschaft, die damit mehr Mitarbeiter einstellen können und mehr produzieren können.

Langfristig wird sich die EU gegen die anderen Länder außerhalb der EU abschotten, so wie das die USA bereits heute tun. Importsteuern machen Produkte aus anderen Ländern teurer, damit die eigene Wirtschaft gestärkt wird.

Ganz klar muss man aber betonen, dass auch in Deutschland ein komplett falsches Steuersystem gewachsen ist. Wir besteuern Arbeit und Konsum viel zu hoch, aber die Umwelt als solche kaum. Runter mit der Lohnsteuer, runter mit der Mehrwertsteuer und rauf mit den Umweltsteuern. Steuern sollen ja steuern, wo das Geld hinbewegt wird. "Tax the bad, not the goods!"
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19.04.2010 14:19 Uhr von flokiel1991
 
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hmmm: 16% auf alles... ausser (Tier)nahrung ;-)

[ nachträglich editiert von flokiel1991 ]
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18.05.2010 12:23 Uhr von fruchteis
 
+1 | -0
 
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Solange man beim Kauf eines Pferdes nur 7%, aber für Windeln und Babyfertignahrung 19% zahlen muss, herrscht wirklich eine Ungerechtigkeit vor. Warum nicht eine Angleichung der Sätze, aber nicht 3% unter dem oberen, sondern 3% über dem unteren Satz. Das würde die Binnennachfrage ankurbeln, und 10% Mehrwertsteuer lassen sich auch gut rechnen. Als die Mehrwertsteuersätze weitaus niedriger waren, ging es der deutschen Wirtschaft komischerweise besser.
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18.05.2010 17:19 Uhr von GTE
 
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@Uli_Muenchen: wie kommst du denn auf das schmale Brett?
Von wegen "Pornohefte (als Bücher) unterliegen dem ermäßigten Steuersatz.

Mal abgesehen davon, dass Pornohefte als Bücher ja wohl Pornobücher heißen würden, unterliegen diese eben nicht dem ermäßigten Steuersatz, sondern dem regulären von derzeit 19%. Steht klar im § 12 Absatz 2 Nr. 1 des UStG und dessen Anlage.

Aber ich gebe dir mit den Babywindeln recht, dagegen läuft seit Juli 2006 eine Petition http://www.demokratieonline.de/...

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