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Prag: Strafe für katastrophale Restaurierung der berühmten Karlsbrücke

Die Denkmalschutzbehörde in Pilsen hat die Stadt Prag wegen eklatanter Fehler bei der Restaurierung der Karlsbrücke mit einer Strafe von 130.000 Euro belastet. Das nach dem mittelalterlichen Kaiser Karl IV. benannte Bauwerk wurde im 14. Jahrhundert errichtet und ist eines der Wahrzeichen von Prag.

Seit 2007 befindet es sich in einer aufwändigen Restaurierungsphase, in der die verantwortliche Baufirma allerdings katastrophale Fehler machte. So wurden zum Beispiel historische Steinblöcke zerstört und durch nachgeahmte Steine ersetzt. Auch die Verwendung neumodischen Mörtels wurde kritisiert.

Die UNESCO äußerte inzwischen ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Fortsetzung der Restaurationsarbeiten. Die vielen historischen Baudenkmale Prags stehen unter besonderer Beobachtung der Organisation. Für die Stadt selbst ist das nach diversen Streitereien auf diesem Gebiet ein weiterer Rückschlag.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Strafe, Brücke, Prag, UNESCO, Restaurierung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2010 16:36 Uhr von alphanova
 
+8 | -1
 
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Ich kann das nicht nachvollziehen: Aufgrund des historischen Werts der Brücke muss die Baufirma doch von selbst drauf kommen, dass zur Restaurierung des Bauwerks nur bestimmte Materialien eingesetzt werden dürfen. Außerdem wird die Restauration doch von Experten überwacht. Vermutlich hatte die Gier nach Geld wieder einen höheren Stellenwert.
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15.04.2010 16:48 Uhr von Falkone
 
+1 | -8
 
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Wer nur zu meckern hat kann doch die Kosten für die Restaurierung übernehmen.

Wer hat denn heutzutage zu viel Knete übrig um es nach viel teureren "Grundsätzen" ausführen zu lassen.

Mit ein paar Tonnen "Talsperrenbeton" läßt sich vieles sehr dauerhaft restaurieren
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15.04.2010 17:20 Uhr von alphanova
 
+4 | -0
 
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@Falkone: Das Problem dabei ist, dass "ein paar Tonnen Talsperrenbeton" aus einem Bauwerk mit kunsthistorischer Bedeutung ein relativ uninteressantes Gebäude machen, wie es sie schon zu Hauf gibt.
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15.04.2010 17:44 Uhr von Noseman
 
+3 | -0
 
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@Falkone: Die Karlsbrücke ist eines der Aushängeschilder Prags.

Gerade deswegen kommen viele Touristen überhaupt erst nach Prag. Ich war u.a. deshalb ein halbes Dutzend mal dort.

Es ist einfach strunzdumm, da nicht reinzuinvestieren. Das wird sich schon allein wirtschaftlich rächen.

Von der kulturellen Schande, wie es Autor und Alphanova ansprachen, mal abgesehen.
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15.04.2010 18:35 Uhr von Gotovina
 
+0 | -2
 
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Wortfrage. Ist eine "katastrophale Restaurierung" eine Restaurierung, nein oder ? Es ist eher Tschechisch.

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