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Mangelnde Hygiene: Zahl lebensgefährlicher Infektionen in Krankenhäusern steigt

Einer neuen, europaweiten Studie zufolge gibt es vor allem bei Ärzten und Pflegepersonal ein mangelndes Hygienebewusstsein in Krankenhäusern. Allein in Deutschland soll die Zahl der jährlich durch vermeidbare Infektionen gestorbenen Patienten bei etwa 1.500 liegen.

Hinzu kommen noch Tausende Erkrankungen, die jedoch glimpflich ausgehen. Besonders anfällig für diese Art von Infektionen sind vor allem alte Menschen oder Langzeitpatienten, bei denen das Immunsystem stark geschwächt ist, erklärte der Infektiologe Winfried Kern von der Uni-Klinik Freiburg.

Ursache für den Anstieg der Infektionsrate ist die mangelnde Hygiene bei Ärzten und Pflegern, die unter hohem Zeitdruck stehen. Laut Kern lässt sich diese besorgniserregende Entwicklung nur mit Aufklärungskampagnen und internen Maßnahmen, zum Beispiel Checklisten und Dokumentationen eindämmen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Tod, Arzt, Zahl, Klinik, Personal, Infektion, Hygiene
Quelle: www.welt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2010 12:36 Uhr von alphanova
 
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Da zeigen sich langsam die negativen Auswirkungen der "Fließband-Medizin". Das Problem ist - wie viele andere - hausgemacht.
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14.04.2010 13:50 Uhr von Pils28
 
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Ich würde den Fokus eher auf den Zeitmangel: als auf das Bewusstsein setzen!
Wenn man in einer Std Visite einer ganzen Station durchführen muss, wie soll man da nach jedem Patienten eine gründliche Desinfektion vornehmen? Da wird dann halt höchstens ein Schuss Sterilium auf die Hand gespritzt.
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14.04.2010 14:09 Uhr von AKiRA2512
 
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Deutsches Problem Wenn ich mir die MRSA Zahlen in Deutschland ansehe wird mir kotzübel... im Vergleich zu den Niederlanden zB.

Während bei uns Abstriche zeigen, daß ca. 20% des Materials in deutschen Krankenhäusern mit MRSA verseucht sind, sind es in Holland nur ca. 1% !!!

Das liegt einfach an den Vorschriften, die in Deutschland nicht eingehalten werden, am schlecht ausgebildeten und völlig unterbezahlten Personal. Wenn da nicht bald was getan wird, kann jeder nur beten nicht in ein deutsches Krankenhaus zu müssen. Jede 5. Infektion könnte locker vermieden werden. Und MRSA ist alles andere als harmlos.
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14.04.2010 15:49 Uhr von Pils28
 
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Für dich und mich ist MRSA harmlos. Bei sehr vielen Krankenschwestern ist das MRSA in Nase und Rachennachweisbar. Nur wenn man es sich nicht leisten kann, die zur Behandlung (entsprechendes Nasenspray) nach Hause ("In Quarantäne") zu schicken, kann die das halt an Leute verbreiten, die daran dann draufgehen.
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14.04.2010 18:12 Uhr von Pils28
 
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Habe mal eine türkische Krankenschwester: kennengelernt. Die trug zwar kein Kopftuch, lehnte es aber auch ab Alkohol zu trinken, Schweinefleisch zu essen und war auch sonst sehr traditionell muslimisch. Allerdings soweit ich das beobachten konnte eine absolut Vorbildliche Schwester, bestimmt mit die Beste, die ich je kennengelernt habe!
Probleme machen da eher schlampige, faule Schwestern und Ärzte! Wobei vor Allem Zweitere einfach aus extremer Zeitnot oft so handeln.
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18.04.2010 16:29 Uhr von JustMe27
 
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Mein Onkel ist im November, von einer Chemo geschwächt, genau an solchen Keimen (MRSA) gestorben. Und das in einer Universitätsklinik. Hätte nicht sein müssen. Bessere Hände- und Flächendesinfektion, saubere Kleidung sollten heutzutage kein Problem darstellen.

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