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CSU fordert, deutsche AKWs mindestens weitere 20 Jahre laufen zu lassen

Laut eines von Bayerns Umweltminister Markus Söder und Ex-Parteichef Erwin Huber erarbeiteten Presseberichts, will die Regierung die Energiegewinnung aus Kohle komplett abschaffen.

Da in Bayern 60 Prozent des gelieferten Stroms mithilfe der Atomkraft erzeugt wird, sehen sie es als nicht realisierbar, diesen Anteil in wenigen Jahren durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Damit stellt sich die CSU offen gegen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), da dieser sich für eine geringe Laufzeitverlängerung aussprach.


WebReporter: Aratie
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, CSU, Energie, Atomkraft
Quelle: www.dnews.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2010 10:06 Uhr von Aratie
 
+6 | -2
 
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Ich finde die Kernenergie ist schon recht wichtig, leider ist die Entsorgung des atomaren Abfalls ja noch immer nicht geklärt... Ich hoffe nur die CSU erhält keine speziellen Spendengelder für das laufen lassen der Atomkraftwerke.
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14.04.2010 10:20 Uhr von BigNose82
 
+10 | -14
 
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Mit ein wenig Verstand kann sich selbst ein Laie: an fünf Fingern abzählen, dass der derzeit vorhandene und unweigerlich steigende Energiebedarf -ich wage mal zu behaupten- niemals mit der geforderten Verfügbarkeit und Netzqualität aus regenerativen Energien gedeckt werden kann, solange nicht eine effiziente Methode zur Speicherung der Energie gefunden ist.
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14.04.2010 11:09 Uhr von Helli_Oo
 
+16 | -2
 
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@BigNose das stimmt wohl, aber 20-30 Jahre alte AKWs weiter laufen zu lassen, grenzt an Selbstmord.

Ich selbst wohne 30km von Krümmel entfernt. Das Ding ist Schrott !! .. hat schon gebrannt und jedes mal, wenn die es wieder anmachen wollen, fliegt irgendwo ein Ventil weg oder sonst was. So was darf man doch nicht noch 20 Jahre laufen lassen, nur damit die Stromkonzerne noch mehr Gewinn machen. Die sollen ihren faulen, mit Geld zugeschütteten, Arsch bewegen und neue Techniken erforschen und nicht diese alten Schrotthaufen weiter betreiben.

[ nachträglich editiert von Helli_Oo ]
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14.04.2010 11:14 Uhr von clericer
 
+2 | -5
 
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ich denke das die militär´s schon viel bessere und effektivere wege zur energiegewinnung kennen als atomkraft
ich finde es nicht gut aber solange keine alternative da ist gehts nicht anders, besser wir haben welche als polen oder tschechien oder aehnliche staaten.
wir haben wenigstens strenge sicherheitsvorschriften, ich will nicht wissen was wir fuer spaß haben wenn links und rechts an den deutschen grenzen unfaelle passieren.
wie waere es mit implusionsenergie, wie sie der herr schauberger moeglicherweise entwickelt hat/hatte !?
mfg
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14.04.2010 11:23 Uhr von Ken Iso
 
+5 | -3
 
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@ Regenerative Energien reichen nicht: Das Problem ist nicht, dass die Regenerativen Energien nicht genug leisten, sondern dass unser Verbrauch viel zu hoch ist. Was die Regenerativen zu wenig bringen, kann auch die Erde über lang nicht bringen - wir leben also praktisch auf "Energie-Pump" - aber das ist ja nichts neues in unserer modernen Welt.
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14.04.2010 11:38 Uhr von FlatFlow
 
+7 | -0
 
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Neulich auf plusminus: An stürmischen Tagen fahren die Stromkonzerne ihre Kohle- und Atommeiler nicht herunter und der überschüssiger Strom, der durch die kräftig drehenden Windräder produziert wird, wird an der Leipziger Strombörse verschenken!!!

"...Denn immer häufiger verschenken die Energiekonzerne den Windstrom ins Ausland und wir Stromkunden zahlen dafür..." wer möchte kann sich die Reportage anschauen:
http://www.mini-url.de/...

Wozu bauen wir dann die Windräder überhaupt?

Die Technik ist längst da, aber man will nicht auf die sehr profitablen Atommeilder verzichten.

Edit: Link angepasst

[ nachträglich editiert von FlatFlow ]
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14.04.2010 11:44 Uhr von mueppl
 
+7 | -0
 
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mmmmhh ok, die Gewinne wollen die Konzerne gerne einstreichen.
ok, die Stromkosten werden dadurch nicht billiger.

aber die Endlagerung der Abfälle wird dem Steuerzahler überlassen. Das kann es ja nicht sein.
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14.04.2010 12:15 Uhr von w0rkaholic
 
+0 | -1
 
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@Ken Iso: Plus von mir, einwandfrei überlegt!

Das aber die Erde den Energiebedarf nicht decken kann glaube ich nicht, zum Einen gibt es den Energieerhaltungssatz und zum anderen denke ich, dass man irgendwann die relativ saubere Kernfusion auf die Reihe bekommt - Energieprobleme hätten sich dann im Prinzip erledigt.

Oder man schießt den Atommüll irgendwann in die Sonne (ist halt noch zu teuer).
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14.04.2010 12:41 Uhr von Ken Iso
 
+1 | -1
 
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@w0rkaholic: Danke.

Das Problem hier ist denke ich, dass das Wort "Energie" eigentlich falsch ist. Wir sprechen hier ja eigentlich von Strom, was nicht Energie sondern Energieumwandlung ist.

Es mag zwar möglich sein, unendlich lange Strom zu erzeugen, dass Problem hierbei ist aber der Preis. In unserem Fall heißt der Preis: sich stetig erwärmende Flüsse (durch die Kühlung der Reaktoren), atomarer Abfall, und zu guter Letzt ist auch Uran ein endliches Material (wenn auch wesentlich unproblematischer als die fossilen Materialien).

Schlussendlich läuft es also doch nur darauf hinaus, dass wir uns selber belügen und somit entweder in eine Umwelt- oder Energiekrise stürzen. Beides möchte ich persönlich nicht miterleben.
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14.04.2010 16:38 Uhr von HuxHux
 
+1 | -0
 
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@w0rkaholic: Ich hoffe das mit "Atommüll in die Sonne schießen" ist nicht dein Ernst... pro Jahr entstehen ca 8300 Tonnen Atommüll, eine Trägerrakete schafft vielleicht gerade so 10 Tonnen... bedeutet mindestens 830 Raketenstarts pro Jahr... und jetzt stell dir mal vor was abgeht, wenn auch nur bei einer Rakete irgendwas schief läuft und die 10 Tonnen Atommüll irgendwo über einem bewohnten Gebiet runterkommen.... zudem könnte ich mir auch vorstellen, dass bei Sonnenwinden einiges an Strahlung wieder zurück kommen würde...

Fakt ist, dass der Atommüll auf der Erde am sichersten ist... wenn man sich mal bemühen würde ein geeignetes Endlager zu finden....
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14.04.2010 17:35 Uhr von w0rkaholic
 
+2 | -0
 
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@HuxHux: Stimmt schon, auch beim "In die Sonne schießen" kommen arge Probleme auf uns zu. Die Strahlung wird durch Sonnenwinder aber nicht bis uns kommen, ich denke die Sonne strahlt doch etwas stärker als das "bisschen" Müll von uns im Vergleich zu ihr.

Aber so geht´s eben auf keinen Fall weiter:
(wikepedia)

Radioaktive Abfälle konnten legal im Meer verklappt werden, bis diese Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der International Maritime Organisation (IMO) verboten wurde. Sämtliche Atommüll produzierenden Länder haben bis dahin in weniger als 50 Jahren mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfall im Meer versenkt. Die Briten haben hierbei mit 80 % den größten Anteil beigesteuert, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle sowie radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung unter der Führung der OECD im Nordatlantik versenkt hat.[7] Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergieorganisation eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten versenkt zu haben. Aus Deutschland wurden einige hundert Tonnen Atommüll im Meer entsorgt.[8]

Die direkte Einleitung von radioaktiven Abwässern in das Meer ist jedoch nach wie vor legal und wird auch noch praktiziert: Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague spült über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal.[9] Auch in Sellafield werden ganz legal radioaktive Abwässer in die Irische See eingeleitet. Diese Einleitungen übersteigen die Einleitungen aus La Hague für fast alle Nuklide.
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14.04.2010 19:50 Uhr von Alexander.K
 
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@BigNose82: "...an fünf Fingern abzählen, dass der derzeit vorhandene und unweigerlich steigende Energiebedarf...
niemals mit der geforderten Verfügbarkeit und Netzqualität aus regenerativen Energien gedeckt werden kann, ..."

Sorry aber das ist ein Märchen der Atomlobby und der geschmierten Politiker.
Ich erspare es mir aber hier mal dir Quellen zu nennen. Atombefürworter und Gegner sind so in ihren Überzeugungen festgefahren, dass man sich kaum noch von Argumenten überzeugen lässt.

Erst gestern haben sich viele Staaten der Welt zusammengesetzt um über die Gefahren von Proliferation zu Reden. Das ist Lächerlich wenn ich gleichzeitig unnötige Laufzeitverlängerungen schaffen will. Es gibt Berichte der jetzigen Bundesregierung (auf deren Webseiten verfügbar) die klar belegen das wir keinerlei Engpässe in der Versorgung zu befürchten haben, wenn der noch gültige Atomausstieg umgesetz wird.

Es geht nur um Geld. Dabei nimmt man billigend in Kauf das alte Atommeiler, die nicht mal den Absturz eines Sportflugzeugs aushalten, die Sicherheit von Millionen Bürgern dieses Landes gefährden.
Über die Probleme der Endlagerung in den nächsten 1.000 Jahren wollen wir gar nicht erst reden.
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15.04.2010 08:52 Uhr von stitch
 
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Sollte die CSU das durchsetzen, dann bin ich dafür, die Wiedraufbereitung und die Endlagerung des Atommülls auf jeden Fall in Bayern anzusiedeln! Das ist nämlich typische CSU-Politik: Wir essen den Kuchen und ihr spült die Teller!
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18.05.2010 08:06 Uhr von NemesisPG
 
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Endlager: am Starnbergersee wäre doch sicher in der Planung mitdrin.
Oder will die CSU den Müll etwa nicht in By haben ?

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