13.04.10 22:16 Uhr
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So funktioniert der Heimvorteil beim Fußball

Der so genannte Heimvorteil ist ein bekanntes Phänomen im Fußball. Allgemein wurde angenommen, dass die Spieler der Heimmannschaft durch den Lärm der Zuschauer besser angefeuert und motiviert werden. Zwei Sportwissenschaftler fanden jetzt eine andere Erklärung für das Entstehen des Heimvorteils.

Sie analysierten in 1.530 Bundesligaspielen die Wirkung der Lärmkulisse auf die Entscheidungen der Schiedsrichter. Auffällig war dabei eine Beziehung zwischen dem Zuschauerlärm und der Anzahl der gelben Karten, die gegen die Auswärtsmannschaft ausgeteilt wurde.

Ein Experiment mit 20 DFB-Schiedsrichtern bestätigte den Zusammenhang. Sie bekamen Videos von Foulspielen gezeigt und sollten spontan entscheiden, ob das Foul gelbwürdig war. Bei lauten Zuschauern hätten die Schiedsrichter tatsächlich öfter die gelbe Karte gezeigt, als bei leiserem Lärmpegel.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Fußball, Studie, Zuschauer, Schiedsrichter, Lärm, Vorteil
Quelle: idw-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.04.2010 22:16 Uhr von alphanova
 
+11 | -0
 
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Offensichtlich ist Fußball nicht nur ein Spiel, sondern auch eine Wissenschaft für sich. Nun scheint zumindest schonmal das Geheimnis des Heimvorteils gelüftet worden zu sein.
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13.04.2010 23:02 Uhr von Wallmersbacher
 
+15 | -1
 
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Das ist doch ganz klar, die Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Man nennt sowas auch Psychoakkustik, da es, wie der Name sagt, eine Beeinflussung der Psyche durch akkustische Signale ist.

Kennen wir alle aus dem Alltag, bei lauten Geräuschen reagieren wir meist stärker als bei leisen Geräuschen auch wenn das Ergebnis oder die Ursache nahezu dasselbe ist.

Beispiel: Metallschüssel fällt runter, wenn sie nur n leichtes geräusch macht, ists uns relativ egal. Wenns n lautes Geräusch gibt, zucken wir unverweigerlich zusammen, wir wurden also nachweislich durch das Geräusch beeinflusst...
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13.04.2010 23:16 Uhr von LMnd
 
+3 | -2
 
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damit ist ja noch nichts bewiesen: Bei einem härterem (gelbwürdigem) Foul brüllen natürlich auch mehr Leute, als bei einem leichterem Foul.

[ nachträglich editiert von LMnd ]
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14.04.2010 00:44 Uhr von fallobst
 
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@ autor: ja das geheimnis wurde gelüftet, und zwar schon vor mind. einem jahr als ich diese meldung zuletzt gelesen habe. wieso jetzt alle medien genau diese meldung wieder aufgreifen ist mir ein rätsel. alt wird zu neu... weil es sonst nichts zu berichten gibt?
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14.04.2010 01:10 Uhr von alphanova
 
+6 | -0
 
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@fallobst: Ich interessiere mich eigentlich nicht so für Fußball, daher gehen sportwissenschaftliche Studien in diese Richtung meistens an mir vorbei. Auf diese Studie bin ich zufällig gestoßen und da hab ich mir gedacht, ich könnte ja mal eine Wissenschaftsnews für die Fußballfans hier schreiben ;)
Wenn ich damit wider Erwarten nicht ganz aktuell gewesen bin, lag das nicht in meiner Absicht.
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14.04.2010 02:04 Uhr von fallobst
 
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@ alphanova: du greifst ja nur das auf was du liest. man kann nicht alles wissen. aber ich hab das auch vorhin gegoogelt und so ziemlich alle schnappen sich diese news heute.

http://www.nzzfolio.ch/...

"Um das herauszufinden, entwarf Nevill 1999, was seine berühmteste Studie werden sollte: Er spielte elf Fussballern, Schiedsrichtern und Trainern am Bildschirm 52 Fouls ab. 26 wurden von der auswärts spielenden Mannschaft begangen, 26 von der Heimmannschaft. Das Band wurde jeweils kurz vor der Entscheidung des offiziellen Schiedsrichters gestoppt, und die Versuchsteilnehmer mussten ihr Urteil abgeben. Die entscheidende Versuchsbedingung: Sechs der Testschiedsrichter bekamen die Szenen ohne Ton zu sehen, fünf mit. Das Resultat: Mit den Schlachtrufen der Fans im Ohr fiel das Urteil signifikant zugunsten der Heimmannschaft aus. Offenbar liessen sich die Schiedsrichter im Zweifelsfall von den Zuschauern leiten. Nevill führt einen grossen Teil des Heimvorteils auf diesen Effekt zurück."
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14.04.2010 11:56 Uhr von alphanova
 
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@fallobst: Hast Recht, meine "News" ist dann keine News im eigentlichen Sinn mehr.
Naja, wenn der eine oder andere Fußballfan die Studie noch nicht kannte, hat meine News trotzdem einen kleinen Zweck erfüllt ;)
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15.04.2010 12:56 Uhr von Blackmagick
 
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Schwacher Erklärungsversuch: Genau genommen überhaupt kein Erklärungsversuch des Phänomens sondern eine bloße Beobachtung. Vermutlich ist die Erklärung, dass der Schiri die Wahrscheinlichkeit seiner körperlichen Unversehrtheit erhöht, wenn er das Heimpublikum nicht zu sehr gegen sich aufbringt, also purer Überlebenstrieb oder Angst. Auch wenn dem Schiri das möglicherweise gar nicht bewusst ist.
Ich bin ehrlich gesagt entsetzt, wenn ich sehe, woraus heutzutage immer gleich eine Wissenschaft gemacht wird. Es gibt wohl zu viele Wissenschaftler, die auf Teufel komm raus verzweifelt nach einem Thema suchen müssen, welches sie beackern können.

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