13.04.10 06:18 Uhr
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Gendefekt verhindert die Ausprägung rassistischer Vorurteile

Vorurteile gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe sind allgegenwärtig. Eine Ausnahme bilden hier Menschen, die an dem Williams-Syndrom leiden. Wie deutsche Wissenschaftler jetzt beweisen konnten, hegen Kinder, die an dieser Krankheit leiden, keinerlei Vorurteile gegenüber andersfarbigen Menschen.

Sie führten eine Studie mit 20 hellhäutigen Kindern und Jugendlichen durch, die an dem Syndrom leiden. Dieser Gruppe und einer gesunden Kontrollgruppe wurden Bilder von hell- und dunkelhäutigen Menschen gezeigt. Danach teilte man ihnen positive und negative Charaktereigenschaften mit.

Die Kontrollgruppe ordnete negative Eigenschaften, zum Beispiel Bösartigkeit, hauptsächlich den dunkelhäutigen Personen zu. Die kranken Kinder machten bei der Zuordnung keinen Unterschied zwischen hell- und dunkelhäutig. Daher kann man sagen, dass diese Kinder vorurteilsfrei gegenüber anderen sind.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Krankheit, Vorurteil, Hautfarbe, Gendefekt, Williams-Syndrom
Quelle: www.wissenschaft.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.04.2010 06:18 Uhr von alphanova
 
+28 | -11
 
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Um es mal provokant zu formulieren:

Da müssen erst behinderte Kinder kommen, um uns zu zeigen, wie man sich normalerweise verhalten sollte. Ziemlich traurig.
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13.04.2010 06:37 Uhr von Win7
 
+21 | -7
 
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Ich zweifele: diese Studie vehement an. Gab es nicht auch eine Studie das Homosexualität auch ein Gendefekt wäre?
Die Umwelt beeinflusst den Menschen und nicht die Gene, zumindest was so etwas betrifft.
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13.04.2010 06:54 Uhr von Krebstante
 
+11 | -3
 
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nur hellhäutige Versuchspersonen: Schade, dass nur hellhäutige Kinder in der Kontrollgruppe waren. Wäre interessant gewesen, wenn es noch weitere Guppen mit dunkelhäutigen, rothäutigen, gelbhäutigen Kindern gegeben hätte. An dem Ergebnis der Kinder mit dem Gendefekt (welche Hautfarbe hatten diese eigentlich?) hätte das zwar nichts geändert, aber so entsteht wieder nur der Eindruck, dass hellhäutige was gegen dunkelhäutige Menschen haben.
Aber dunkel gegen rot, weiß, gelb oder gelb gegen dunkel, rot, weiß oder rot gegen dunkel, weiß, gelb hätten kein anderes Ergebnis gebracht, weil es normal ist, dass Kinder so reagieren. Mit Rassismus hat das nichts zu tun, der wird anerzogen oder entwickelt sich aus Erfahrungen.
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13.04.2010 07:00 Uhr von -canibal-
 
+9 | -8
 
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ich hab: in meinem Leben ja schon viel Mist gelesen und Unfug gehört...aber, dass rassistische Vorurteile gegenüber anderen genetisch bedingt sein soll...?!
Das heisst....meine natürliche Abneigung gegen katholische Pfaffen und Popen ist genetischen Ursprungs..? Dann machts ja auch nix, wenn ich dem einen oder andern mal n´paar aufs Maul haue...kann ich ja nix für...is genetisch bedingt...

;D
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13.04.2010 07:03 Uhr von pippi-langstrumpf
 
+14 | -4
 
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Oh mein Gott ich bin auch Vorurteilsfrei.
Bin ich jetzt mit einem Gendefekt belastet oder würde ich nur die Studie verfälschen ?
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13.04.2010 07:21 Uhr von HuxHux
 
+12 | -2
 
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Studie mit 20 Kindern ? Ich wage mal vorsichtig zu bezweifeln, dass man mit (jeweils ?) 20 Kindern irgend ein repräsentatives Ergebnis erzielen kann
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13.04.2010 08:36 Uhr von lina-i
 
+3 | -5
 
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Gendefekt = keine (rassistischen) Vorurteile? Diese Studie ist krank.

Ist es denn belegbar, dass der Gendefekt bei den vorurteilsfreien Kindern vorliegt oder bei denen, die Vorurteile bilden?
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13.04.2010 09:11 Uhr von muck___
 
+1 | -4
 
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Studien die die Welt Mal wieder eine Studie die die Welt nicht braucht. Ich frag mich langsam echt wär so eine sch**** finanziert. Erstmal haben 20 bzw. 40 Testpersonen keinerlei Aussagekraft, kann genauso purer Zufall gewesen sein. Außerdem nur mit hellhäutigen Kinder durchgeführt. Darüberhinaus frag ich mich auch was diese Studie für einen Wert hätte wenn sie gut durchgeführt worden wäre. Was bringt einem dieses Wissen? Sollen jetzt Kinder mit dem Williams-Syndrom gezüchtet werden um die Welt besser zu machen?
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13.04.2010 10:21 Uhr von Python44
 
+8 | -3
 
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Muhuhuharharhar: Andersherum könnte ein Schelm auch herauslesen, dass Rassismus genetisch natürlich vorgegeben ist (damit einen bestimmten biologischen Zweck verfolgt) und die aktuellen Anti-Rassismus Kampagnen eine Perversion der Natur darstellen, bzw. deren Befürworter "krank" sind. Wasser auf die Mühlen aller "White Supremacy"Fanatiker !
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13.04.2010 10:21 Uhr von Der_Krieger
 
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Was sind das: für kranke News
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13.04.2010 10:22 Uhr von SystemSlave
 
+2 | -2
 
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Rassismus hat nix mit den Genen zu tun: Das macht alleine das Umfeld und die Erziehung, Das sehe ich bei meiner Tochter, bei Ihr im Kindergarten gibt es auch Dunkelhäutige Kinder und Sie behandelt die Kinder wie jedes andere Kind auch.

Und warum? Sie kennt keinen Rassismus, geschweige den das die Hautfarbe einen Unterschied macht.
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13.04.2010 10:29 Uhr von Python44
 
+4 | -3
 
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@ neotino: Leider nicht ! Es gehört zur normalen Entwicklung sich bei der eigenen Identitätsfindung gegen "andere" abzugrenzen. Je nach gruppendynamischen Gegebenheiten werden dafür Aussehen, Sprache, Herkunft oder andere Merkmale herangezogen: z.B. die aus der Rheinstrasse sind alle doof ;o)

Studien aus den USA zeigen auch Diskriminierung farbiger Kinder untereinander. Ebenfalls mit dem Tenor, dass dunklere Haut "schlechter" wäre. Das wird wohl kaum von den rassistischen Eltern kommen...
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13.04.2010 10:45 Uhr von LRS
 
+2 | -2
 
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News faktisch falsch. "Daher kann man sagen, dass diese Kinder vorurteilsfrei gegenüber anderen sind."

Faktisch falsch. Aus quasiexperimentellen Studien lassen sich keine Kausalschlüsse ziehen.
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13.04.2010 13:02 Uhr von cyrus2k1
 
+4 | -2
 
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Vorurteile vor Fremden sind normal: Dies ist ein normaler Instinkt, den nicht nur Menschen, sondern auch Tiere haben. Nur wenn es ausartet ist es ein Problem. Aber ich sehe es schon kommen, in Zukunft werden genmanipulierte, Rassismus freie Kinder gezüchtet, schöne neue Welt!
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13.04.2010 13:18 Uhr von cyrus2k1
 
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@CapitolVersicherung: Was willst du damit sagen? Es ergibt keinen Sinn für mich.
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13.04.2010 14:46 Uhr von Nordwin
 
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@Python44
Nunja aber wie recht die White Supremacy Leute haben ist im Endeffekt auch fragwürdig, denn nur weil Rassismus "normal" ist heißt dass ja dooferweise nicht automatisch dass die weiße "Rasse" überlegen ist sondern es kann im Endeffekt für jede Hautfarbe angewandt werden =)
Und weiters sei gesagt dass das Williamssyndrom oft die Kontaktfreudigkeit der betroffenen gegenüber Fremden erhöht => sie haben wahrscheinlich genauso wenig rassistische Vorurteile wie die anderen Kinder aber die gesunden Kinder verbinden das fremdere halt öfters mit dem schlechteren (Weiß kennt man die Hautfarbe von Mama und Papa, bei Schwarz eher nicht, unter der annahme dass v. A. weiße Kinder getestet wurden)


und @ cyrus2k1
Soll heißen Gott oder wer auch immer hat die Menschheit rassistisch erschaffen.


Aber zur logischen Widerlegung der annahmen von einigen. Das Ergebnis bedeutet nicht automatisch dass Rassismus normal ist, sondern nur dass es genetische Mutationen gibt welche aufgrund einiger ihrer psychischen "Nebeneffekte" die Wahrscheinlichkeit von rassistischen Tendenzen ausschließt.

[ nachträglich editiert von Nordwin ]
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13.04.2010 15:11 Uhr von JesusSchmidt
 
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ist klar... vorurteile erscheinen von selbst ohne äußere einflüsse... logisch...

die testkandidaten waren mit sicherheit seit ihrer geburt von ihren eltern und der außenwelt getrennt, um nicht beeinflußt zu werden. ist klar...

für mich heisst die folgerung eher, dass eltern von behinderten kindern im schnitt nicht soviel zeit und energie in irgendwelche nazikacke investieren wie die von gesunden kindern.
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13.04.2010 18:49 Uhr von Python44
 
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@ Nordwin: Natürlich ist Rassismus nicht ausschließlich an die weiße Hautfarbe gebunden (So hält der durchschnittliche Japaner uns Europäer schon für unkultivierte Barbaren ;o) ).
Jedoch gibt es wenige andere die ihren Rassismus so offensiv ausleben...
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14.04.2010 09:59 Uhr von BennOhnesorg
 
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rassismus: gibt es bei weissen, schwarzen, und allen anderen rassen.

diese studie ist nicht wirklich neu.

durch tolleranzgeschwafel wird eine genetische kontrollfunktion nicht ausser kraft gesetzt.

auch nicht durch einen affirmitive act
dies kann nur durch indoktrinieren geschehen.

einer der gründe warum in unserem erziehungssystem so einiges gemacht wird um diese genetische funktion ausser kraft zu setzen um zwangsmultikulti herbeizuführen

das einzige was wirklich hilft ist akzeptanz der person mit der man zu tun hat, da kommt es dann auf das miteinander an und die entsprechenden fähigkeiten.
allerdings muss diese akzeptanz beidseitig sein.

die legion etrangere beispielsweise ist eines der besten beispiele wo akzeptanz untereinander zu einer einheit führt.
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14.04.2010 11:03 Uhr von Lustikus
 
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Schwachsinn: wer selbst Kinder hat wird merken, daß die sich überhaupt nicht für die "Andersartigkeit" interessieren. Wenn sie mit dem Menschen/Kind klarkommen, spielen sie auch damit.
In unserer Kindergartengruppe z.B. ist auch ein schwarzhäutiges Kind und mir ist nicht einmal aufgefallen, daß irgend ein Kind in der KiTa damit ein Problem hätte.

Da haben also 55 Kinder hier einen Gendefekt *lol*
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14.04.2010 15:29 Uhr von Lustikus
 
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@Getschi: Was aber doch im Umkehrschluß heißt, daß es kein Gendefekt sein kann, sondern eindeutig von der Umwelt geprägt wird.
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14.04.2010 20:59 Uhr von cheetah181
 
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Vor allem Nordwin und gugge01 haben es schon ähnlich formuliert, auch wenn ich mit der Schlussfolgerung von letzterem nicht übereinstimme.

"Ein auffälliges Merkmal ist die häufige Distanzlosigkeit gegenüber fremden Menschen: Während Regelkinder übliche Phasen des Fremdelns durchleben, sind Kinder mit WBS oft durchgehend offene, kontaktfreudige und gesellige Kinder." (Wikipedia zum Williams-Syndrom)

Ein Funken Wahrheit könnte also mindestens an der Studie sein. Und um es mit den Worten eines berühmten TV-Arztes zu sagen: "3 Höhlenmenschen sehen einen Mann mit einem Speer auf sie zurennen. Einer rennt weg, einer greift an, der dritte lädt ihn zum Essen ein. Letzterer lebte nicht lange genug, um sich fortzupflanzen."

Misstrauen und Vorurteile Fremden gegenüber waren ein wirksames Mittel Gefahren zu vermeiden. Und das bezieht sich natürlich um so stärker auf Menschen die besonders unbekannt aussehen.
Kinder die im Kindergarten oder sonstwo Bekanntschaft mit andersfarbigen Kindern machen und bestens mit ihnen klarkommen sind kein Gegenbeispiel. Hier geht es schließlich um VORurteile bei Unbekannten.

Und auch für Rassisten ist diese Studie ein schwaches Argument, da sie nur besagt, dass diese "Umgehung unserer Intelligenz" mal nützlich war. Genauso wie der Orientierungssinn von Insekten am Licht mal nützlich war, während er sie heute dazu bringt um Laternen zu kreisen.

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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14.04.2010 21:05 Uhr von Lustikus
 
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@Getschi: Ja das habe ich schon so verstanden. Aber genau darum trifft ja mein Beispiel genau ins Schwarze - 55 Kinder können keinen Gendefekt haben, weil sie KEINE Rassisten sind.

Und da sind alle bei von 1-6 Jahre.
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14.04.2010 21:40 Uhr von Lustikus
 
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@Getschi: Ja eben NICHT!

Lies mal die Quelle daraus ein Auszug:

Die Zuschreibung bestimmter Merkmale zu einem Menschen aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht ist allgegenwärtig. So zeigen auch dreijährige Kinder Misstrauen gegenüber Menschen aus fremden ethnischen Gruppen und bevorzugen Mitglieder der eigenen Gruppe. Dies gilt nicht für Kinder mit Williams-Syndrom, wie die Wissenschaftler nun gezeigt haben. Die Ursache dieser Krankheit ist das Fehlen von 26 Genen auf einem bestimmten Chromosom. Die Patienten haben eine veränderte Kopfform, das sogenannte Elfengesicht, und leiden unter Ess- und Hörstörungen sowie Infektionen und kognitiver Behinderung. Eine Besonderheit ist, dass die Erkrankten oft auch sehr kontaktfreudig sind und offen auf fremde Menschen zugehen: Ihnen fehlt die bei vielen Kinder typische Schüchternheit oder Angst in neuen gesellschaftlichen Situationen.

Das Problem ist, daß diese News so stark verkürzt ist, daß sie damit wieder nur Blödsinn verzapft. Man kann sie, ohne die Quelle zu lesen, durchaus mißverstehen finde ich.
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14.04.2010 22:33 Uhr von cheetah181
 
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Lustikus: Ich verstehe nicht was das Problem ist. Du schreibst:

"Wenn sie mit dem Menschen/Kind klarkommen, spielen sie auch damit.
In unserer Kindergartengruppe z.B. ist auch ein schwarzhäutiges Kind und mir ist nicht einmal aufgefallen, daß irgend ein Kind in der KiTa damit ein Problem hätte."

Darum geht es aber hier doch gar nicht. Wenn sie die Menschen auf den Fotos, die ihnen gezeigt wurden kennenlernen würden, dann werden aus ihren Vorurteilen "Beurteilungen", die sich am Charakter der Menschen orientieren.
Um den Vergleich zum Kindergarten zu ziehen müsstest du also jedes Kind befragen was es von dem dunkelhäutigen Kind gehalten hat, bevor es zum ersten mal mit ihm gesprochen/gespielt hat.

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]

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