12.04.10 14:17 Uhr
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Negative Masse bei Elektronen unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Wissenschaftler des Max-Born-Instituts in Berlin haben experimentell nachgewiesen, dass Elektronen unter bestimmten Bedingungen eine negative Masse annehmen können. Hierfür wurden Elektronen in einem Galliumarsenid-Kristall einem extrem kurzen, elektrischen Beschleunigungsimpuls ausgesetzt.

Das elektrische Feld beschleunigte die Teilchen in nur 100 Femtosekunden auf vier Millionen Kilometer pro Stunde und bremste sie danach in ebenso kurzer Zeit wieder ab. Dabei stellten die Forscher fest, dass sich die Elektronen nach der Abbremsung noch etwas in die Gegenrichtung bewegten.

Die einwirkende Kraft und die Beschleunigung waren bei dem Elektron also entgegengesetzt, was nach Ansicht der Wissenschaftler nur durch eine negative, träge Masse des Teilchens möglich ist. In der Theorie wurde dieser Effekt bereits vor 80 Jahren von dem Nobelpreisträger Felix Bloch vorhergesagt.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Masse, Elektron, Negative Masse
Quelle: idw-online.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2010 14:17 Uhr von alphanova
 
+22 | -1
 
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Das ist wieder so eine Sache aus der Teilchen- bzw. Quantenphysik, die die Vorstellungskraft immens strapaziert: Negative Masse.
Ich bin gespannt, was die Forschungsgruppe diesbezüglich in nächster Zeit noch veröffentlicht.
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12.04.2010 17:26 Uhr von Renay
 
+5 | -2
 
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Würd mich mal interessiern wie genau die das gemacht haben, hätte ja sein können, dass die vielleicht etwas zu stark abgebremst haben und die Elektronen sich deswegen wieder in die entgegengesetze Richtung bewegt haben, aber so blöd sind die ja nicht^^
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12.04.2010 20:37 Uhr von redi7
 
+3 | -1
 
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schöne news!
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12.04.2010 22:28 Uhr von Shedao Shai
 
+2 | -0
 
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wirsch: erstmal danke für die interessante nachricht (mal wieder^^).
irgendwie erscheint mir die ganze sache nicht so richtig rund... die schwere masse des elektrons ist eine naturkonstante und wenn nun auf einmal die träge masse von der schweren abweichen sollte (was sie, egal wie genau die experimente liefen, nie tat) müsste der aufschrei eigentlich größer sein. gleichzeitig gabs mal in der vorlesung den begriff der effektiven masse, die für elektronen in halbleitersystemen (wie galliumarsenid eines ist) gilt und ihre scheinbare masse angibt. diese kann werte bis unendlich, aber auch negative annehmen. nach allem was man aus der quelle lesen kann, sollte es sich eigentlich um die gemessene effektive masse handeln, was dann nicht mehr sooooo arg die neuigkeit wäre (aber immer noch krass^^). hmm...
gibts hier zufällig festkörperphysiker oder anderweitig physikbegabte, die ahnung von der materie haben? (getschi?^^)

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