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25 Länder fordern die Rückgabe von Kunstschätzen

Vor kurzem fand in Kairo eine Konferenz statt, deren teilnehmende Länder über die Rückgabe wertvoller Kunstgegenstände berieten. Unter der Leitung von Zahi Hawass, dem Direktor der ägyptischen Altertümerverwaltung, entstand nun eine Allianz mehrerer Länder, die solche Forderungen geltend machen.

So verlangt beispielsweise Ägypten die Rückgabe der berühmten Nofretete-Büste des Deutschen Museums in Berlin und des Steins von Rosette aus dem British Museum. Syrien fordert unter anderem einige Kunstschätze aus dem Pariser Louvre, und Peru beharrt auf dem Zurückgeben verschiedener Inkaschätze.

Hawass macht sich schon seit einigen Jahren dafür stark, dass die seiner Meinung nach unrechtmäßig erworbenen Kunstgegenstände an die entsprechenden Besitzer zurückgegeben werden. Derartige Schätze hätten ihm zufolge eine wachsende Bedeutung für den Stolz des Landes und die nationale Identität.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kairo, Rückgabe, Kunstschatz, Zahi Hawass
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2010 10:04 Uhr von alphanova
 
+18 | -0
 
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Bei nachweislich gestohlenen Objekten kann ich diese Forderungen verstehen. Aber bei Kunstgegenständen, deren Ausstellung in anderen Ländern durch wissenschaftspolitische Abkommen geregelt wird, kann ich das nicht so ganz nachvollziehen.
Da wird neben der kunsthistorischen Bedeutung auch die Aussicht auf Geld eine große Rolle spielen, wie immer.
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11.04.2010 10:17 Uhr von Klassenfeind
 
+6 | -2
 
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Die Kunstschätze leiden darunter wenn sie dauernd hin und her transportiert werden..das alles ist einfach albern ....
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11.04.2010 10:25 Uhr von Python44
 
+33 | -0
 
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Hmmm: und Deutschland könnte auch mitmachen, mit der Forderung nach Allem was uns in 45 geklaut wurde und jetzt in russischen Archiven vor sich hin modert oder in englischen und amerikanischen Wohnzimmern an der Wand hängt...
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11.04.2010 10:26 Uhr von Win7
 
+4 | -0
 
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Ach was: stellt alle Kunstgegenstände in einem Land auf und schon gibt es keine Streitereien mehr. ;-)

Wie sieht es eigentlich innerdeutsch aus, da gibt es doch auch ein paar Forderungen.
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11.04.2010 11:25 Uhr von rpk74ger
 
+7 | -1
 
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Wirtschaftskrise? ausländische Forschergruppen spüren in mehrjähriger Arbeit irgendwelche verschollenen Schätze auf, investieren tausende von Euro (damals Mark) zusätzlich, um diese zu bergen, haben garantiert auch noch dafür bezahlt (unrechtmäßig erworben) und nun wollen diese Länder das zurück, wo die Kassen knapp sind. Vielleicht wollen sie auch noch eine rückwirkende Beteiligung an den Museumseinnahmen und eine Entschädigung.
Für die finaziellen Aufwendungen der beschuldigten Staaten wird dann wohl keiner aufkommen...
Wird echt Zeit, dass die Wirtschaftskrise bald wieder vorbei ist, und derartige Forderungen aufhören (am coolsten war immernoch die Fast-Food-Steuer auf Fastfood, Konditoreiprdukte und was die Leute sonst noch so gerne kaufen)
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11.04.2010 12:53 Uhr von KeepOnRollin
 
+5 | -1
 
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Kunstschätze nur mehr im Herkunftsland: Das Problem dabei ist, dass die Ausstellungsobejekte einer Kultur irgendwann nur mehr im jeweiligen Land zu besichtigen sein werden.

Bei Interesse an der Ägyptischen Kultur müsste man zwangsweise nach Ägypten reisen oder nach Peru für die Inkakultur usw.

Es ist verständlich, dass man zur nationalen Identität gerne seine Schätze im eigenen Land ausstellen möchte, aber man muss bedenken, dass man durch die fehlenden Objekte im Ausland kulturell weniger wahrgenommen wird.
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11.04.2010 14:04 Uhr von TrangleC
 
+2 | -2
 
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Ich finde die ganze Sache deshalb noch alberner, weil die meisten die sowas fordern zwar dort leben wo diese alten Kulturen ansässig waren, aber ansonsten mit ihnen genau so wenig zu tun haben wie jeder Europäer. Über fast 1500 Jahre hat man sich im islamischen Ägypten überhaupt nicht um die "heidnischen" Kunstschätze und Reliquien der Ur-Ägypter gescheert, es sei denn sie waren aus Gold und man konnte sie einschmelzen.
Jetzt wo auch mit dem bisher für die Banausen wertlosen Zeug aus Stein Geld zu verdienen ist, fällt ihnen ein dass das "ihre Kultur" und "ihr Erbe" sei.

Und in Südamerika sind es jetzt vorallem die Nachfahren und Erben derer die die alten Kulturen zerstört und ausgerottet haben die jetzt meinen sich als Rechtsnachfolger der Inkas, Mayas oder Azteken aufspielen zu müssen.
Ob nun irgendein indianischer Kulturschatz in Europa in einem von Europäern gebauten Museum ausgestellt wird, oder in Südamerika in einem genau so von Europäern gebauten Museum, macht doch letztendlich kaum einen Unterschied.
Den echten Nachfahren der Schöpfer dieser Artefakte, die dort immernoch ein Leben als Menschen zweiter Klasse führen und von ihren Regierungen wenig Gutes zu erwarten haben, kommen sie dort genau so wenig zugute wie hier.

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